Breitwegerich: Wirkung und Anwendung

Dr. Boris WydoffDr. Boris Wydoff
Blätter des Breitwegerichs am Wegrand, daneben trockene Blätter und eine Tasse Aufguss auf dem Tisch

Der Breitwegerich ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die an Wegrändern, auf Brachflächen und in Gärten wächst. Laut pflanzenheilkundlichen Nachschlagewerken enthalten seine Blätter Schleimstoffe, Gerbstoffe, das Glykosid Aucubin sowie die Vitamine C und K. Breitwegerich wird traditionell bei Husten, bestimmten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und äußerlich zur Pflege von Wunden, Schnittverletzungen und Abszessen verwendet. Seine Heilwirkungen, der mögliche Nutzen und die Einschränkungen hängen von der Anwendungsform und dem Gesundheitszustand des Menschen ab.

Breitwegerich: Was ist das für eine Pflanze und wie erkennt man sie?

Der Breitwegerich gehört zur Familie der Wegerichgewächse. Er besitzt ein kurzes, aufrechtes Rhizom und einen Büschel weißer Faserwurzeln. Die Blätter stehen in einer grundständigen Rosette. Sie sind breit eiförmig und bis zu 20 cm lang. Auf den Blättern sind 5–9 deutlich hervortretende, bogenförmige Blattadern zu erkennen. Der blattlose Blütenstängel endet in einem dichten, ährenförmigen Blütenstand. Die Pflanze blüht von Mai bis in den Herbst.

Laut Nachschlagewerken bildet eine einzige Pflanze zwischen 8 und 60 Tausend Samen. Deshalb breitet sie sich schnell aus und wird in Gärten zum Unkraut. Der Breitwegerich ist an seinen breiten Blättern mit bogenförmigen Blattadern und seinem ährenförmigen Blütenstand gut zu erkennen.

Ähnliche Arten sind der Mittlere Wegerich und der Große Wegerich. In der Volksmedizin werden sie auf ähnliche Weise verwendet, doch die in offiziellen Nachschlagewerken hauptsächlich beschriebene Art ist der Breitwegerich. Junge Blätter sind essbar. Sie werden Salaten und Gemüsegerichten hinzugefügt. Meist wird die Pflanze jedoch als Heilpflanze betrachtet, deren traditionelle Verwendung und Eigenschaften untersucht werden.

Volksnamen und Herkunft des Namens

Der deutsche Name „Wegerich“ hängt mit dem Standort der Pflanze an Wegen zusammen. Im Volksmund wird sie auch als „Wundkraut“ bezeichnet, weil man ihr eine wundheilende Wirkung zuschreibt. Der lateinische Name Plantago leitet sich von Wörtern für „Fußsohle“ und „bewegen“ ab: Die Blätter erinnern in ihrer Form an einen Fußabdruck, und die Pflanze begegnet einem auf Schritt und Tritt. Die indigenen Völker Nordamerikas erkannten anhand des Vorkommens von Wegerich, wo weiße Menschen bereits gewesen waren: Die Samen wurden an Schuhsohlen und Rädern weitergetragen. Schon Avicenna verwendete Wegerichblätter als blutstillendes und wundheilendes Mittel.

Wie unterscheidet man den Breitwegerich von ähnlichen Arten?

Beim Mittleren Wegerich sind die Blätter elliptisch, weniger groß, kurz gestielt und auf beiden Seiten behaart. Der Blütenstängel ist sehr lang, rund und glatt und ragt deutlich über die Blätter hinaus. Der ährenförmige Blütenstand ist kurz und verlängert sich bei der Fruchtreife auf mehr als das Doppelte. Die Blüten sind blassrosa. Die Pflanze wird 30–50 cm hoch. Der Große Wegerich ist eine mehrjährige, rau behaarte Pflanze mit einer Höhe von 30–70 cm. Seine Blätter sind breit eiförmig bis elliptisch und lang gestielt, der Blütenstand ist eine dichte, lange, zylindrische Ähre. Er wächst auf salzhaltigen Wiesen in Flussauen und an Lagunen. Beim Breitwegerich sind die Blätter unbehaart, breit eiförmig und weisen 5–9 deutlich hervortretende, bogenförmige Blattadern auf.

Breitwegerich: Heilwirkungen, Nutzen und Einschränkungen

In pflanzenheilkundlichen Nachschlagewerken werden folgende Wirkungen der Wegerichblätter und ihrer Zubereitungen beschrieben:

Außerdem regt der Wegerich den Appetit und die Magensaftsekretion an. Diese Eigenschaften werden in Nachschlagewerken und der traditionellen Pflanzenheilkunde beschrieben, bedeuten aber nicht, dass die Pflanze zur eigenständigen Behandlung beliebiger Erkrankungen geeignet ist.

Bei der Analyse der chemischen Zusammensetzung wurden in den Blättern Polysaccharide, Schleimstoffe, Pektin, das Glykosid Aucubin, Iridoide, Bitter- und Gerbstoffe, Cholin, organische Säuren, Flavonoide, Carotin, Vitamin C und Vitamin K nachgewiesen. Die Blätter enthalten außerdem Mineralsalze, darunter Kaliumsalze, die an der Regulierung des Wasserhaushalts beteiligt sind.

Atmung. Ein Blätteraufguss steigert die Aktivität der Flimmerhärchen im Flimmerepithel der Atemwege. Die Sekretion von Bronchialschleim nimmt zu, der Schleim wird dünnflüssiger und lässt sich leichter abhusten. Deshalb wird der Aufguss als schleimlösendes unterstützendes Mittel bei Bronchitis, Keuchhusten, Asthma bronchiale und Tuberkulose beschrieben. Diese Erkrankungen erfordern unbedingt eine ärztliche Überwachung. Wegerich ersetzt keine grundlegende Behandlung; bei solchen Diagnosen ist die eigenständige Anwendung von Heilkräutern unzulässig.

Magen und Darm. Saft aus frischen Blättern wird bei chronischer Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren mit normaler oder verminderter Magensäureproduktion sowie bei chronischer Kolitis verwendet. In der Volksmedizin wird ein wässriger Sud der gesamten Pflanze bei Gastritis, Durchfall und Geschwüren getrunken. Laut Nachschlagewerken wurde aus einem wässrigen Blattextrakt das Präparat „Plantaglucid“ hergestellt, das bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren eingesetzt wurde. Bei Magengeschwüren und Gastritis ist eine ärztliche Betreuung wichtig.

Wunden und Haut. Frische Blätter werden auf Wunden, Abszesse, Furunkel, Prellungen, Schnittverletzungen und wunde Hautstellen aufgelegt. Wunden werden auch mit einem Sud gespült oder mit Pflanzensaft behandelt. In Experimenten verringerte ein Blattextrakt die eitrige Sekretion und beschleunigte die Bildung von Granulationsgewebe und die Epithelisierung.

Weitere Anwendungen. In der Volksmedizin wurde ein Wegerichsud bei Nierenerkrankungen und Bluthochdruck sowie zur Appetitanregung getrunken. In Untersuchungen zeigte ein Blattextrakt beruhigende und blutdrucksenkende Wirkungen. Die blutstillenden Eigenschaften der Pflanze werden auch im Zusammenhang mit Magen-Darm- und Hämorrhoidalblutungen erwähnt. Jede Blutung ist ein Grund für sofortige ärztliche Hilfe und kein Anlass zur Selbstbehandlung mit Heilkräutern.

Wobei hilft der Breitwegerich laut traditionellen Beschreibungen der Pflanzenheilkunde? Vor allem wurden seine Blätter als unterstützendes schleimlösendes Mittel verwendet, äußerlich zur Pflege geschädigter Haut und Zubereitungen aus dem Pflanzensaft bei bestimmten Magen- und Darmerkrankungen. Die Liste traditioneller Anwendungen ist jedoch kein Beweis für die Wirksamkeit bei jedem der genannten Leiden. Welche Wirkung der Wegerich im konkreten Fall haben kann, sollte ein Arzt unter Berücksichtigung der Diagnose und anderer verordneter Behandlungen beurteilen.

Historische Verwendung des Breitwegerichs

Schon Avicenna verwendete Wegerichblätter als blutstillendes und wundheilendes Mittel. In der Volksmedizin wurden der Breitwegerich und der Mittlere Wegerich bei den unterschiedlichsten Beschwerden eingesetzt: Ein wässriger Sud der gesamten Pflanze wurde bei Magenkatarrh, Gastritis, Durchfall, Geschwüren, Nierenerkrankungen, Husten und Lungentuberkulose sowie zur Appetitanregung, bei Herzerkrankungen und Bluthochdruck getrunken. Mit frischen Blättern rieb man wunde Füße ein, Pulver aus getrocknetem Kraut wurde auf eitrige Fistelabszesse und Wunden gestreut, und frische Blätter wurden auf Furunkel gelegt.

Historische Angaben helfen zu verstehen, wie sich die Vorstellungen über den Nutzen des Wegerichs entwickelt haben. Sie ersetzen jedoch keine modernen Behandlungsempfehlungen.

Wie wird Breitwegerich angewendet: Aufguss, Sud und Saft

Wegerichblätter werden wie Tee aufgegossen und als schleimlösendes Mittel gegen Husten getrunken. In Kräuterbüchern werden sowohl ein Kaltauszug als auch ein gewöhnlicher Aufguss beschrieben. Für den Breitwegerich ist in einem Nachschlagewerk folgende Zubereitungsform angegeben: 2 Teelöffel Kraut als Kaltauszug oder Aufguss. Im selben Nachschlagewerk wird für den Spitzwegerich eine Dosis von 20–40 Tropfen eines Flüssigextrakts genannt; diese Angabe gilt jedoch nicht für den Breitwegerich.

Saft aus frischen Blättern wird durch Zugabe von 20 % Alkohol haltbar gemacht. Äußerlich wird dieser Saft als wundheilendes Mittel verwendet. Innerlich kommt er bei anazider Gastritis und chronischer Kolitis zum Einsatz.

In einem Nachschlagewerk wird auch ein fertiger Wegerichsaft beschrieben. Er besteht aus gleichen Volumina des Saftes frisch gesammelter Breitwegerichblätter und des Krauts des Floh-Wegerichs. Davon nimmt man 1 Esslöffel 3-mal täglich 15–20 Minuten vor den Mahlzeiten, verdünnt in 1/4 Glas Wasser, über einen Zeitraum von 30 Tagen. Überschreiten Sie die angegebenen Dosierungen nicht.

Plantaglucid und konservierter Saft

Aus frischem Pflanzenmaterial – Blättern und Blütenstängeln des Breitwegerichs oder dem Kraut des Floh-Wegerichs – wird am Tag der Ernte durch Auspressen Saft gewonnen. Der Saft wird konserviert oder zu Pulver getrocknet. Aus dem Pulver werden Granulate mit der Bezeichnung Plantaglucid hergestellt. Der konservierte Saft und Plantaglucid besitzen bakterizide Eigenschaften und werden bei Magen-Darm-Erkrankungen, Kolitis, verminderter Magensäureproduktion sowie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren empfohlen.

Breitwegerich: Zubereitung als Tee und Herstellung von Aufgüssen

Die einfachste Methode ist, die Blätter wie Tee aufzubrühen. Dieser Tee wird bei Husten getrunken. In Kräutermischungen wird Wegerich häufig zusammen mit anderen Pflanzen verwendet. Im Folgenden sind Rezepturen aus pflanzenheilkundlichen Nachschlagewerken aufgeführt.

Mischung zum Abhusten von Schleim:

Der Aufguss wird mit jeweils 1/4 Glas 4–5-mal täglich eingenommen.

Mischung bei zähem, eitrigem Auswurf:

Der Aufguss wird warm mit jeweils 1/4 Glas 4–5-mal täglich vor den Mahlzeiten eingenommen.

Mischung mit Kiefernknospen:

Der Aufguss wird mit jeweils 1/4 Glas 4–6-mal täglich vor den Mahlzeiten eingenommen.

Traditionelle Kräutermischungen mit Wegerich

In der Volksmedizin wurde ein wässriger Sud der gesamten Pflanze des Breitwegerichs oder Mittleren Wegerichs bei Magenkatarrh, Gastritis, Durchfall und Geschwüren getrunken. Hier sind einige in Kräuterbüchern erwähnte Mischungen.

Mischung bei Magenkatarrh: Breitwegerich (gesamte Pflanze), Gemeiner Wacholder (Beerenzapfen), Echtes Johanniskraut (Kraut), Herzgespann (Kraut). Der wässrige Sud wird bei Magenkatarrh getrunken.

Mischung bei Gastritis: Breitwegerich (gesamte Pflanze), Doldiges Tausendgüldenkraut (Kraut), Wermut (Kraut), Gemeiner Wacholder (Beerenzapfen). Der wässrige Sud wird bei Gastritis getrunken.

Diese Mischungen werden in der Volksmedizin beschrieben. Bei ernsthaften Erkrankungen dürfen sie nicht ohne ärztliche Rücksprache verwendet werden.

Wie sammelt und lagert man Breitwegerich?

Die Blätter des Breitwegerichs werden während der Blütezeit im Juni–Juli gesammelt, bevor sie zu welken beginnen. Man pflückt sie von Hand und lässt kleine Reste der Blattstiele stehen. Die Blätter werden im Schatten getrocknet: auf Dachböden, unter Vordächern, im Freien oder in Trocknungsgeräten bei einer Temperatur von 40–50°C. Das fertige Pflanzenmaterial besteht aus grünen Blättern mit kurz abgerissenen Blattstielen. Es ist geruchlos. Der Geschmack ist leicht bitter und etwas herb. Getrocknete Blätter werden an einem trockenen, lichtgeschützten Ort aufbewahrt. Frisches Pflanzenmaterial für die Saftgewinnung wird noch am Tag der Ernte verarbeitet.

Verwendung junger Blätter als Lebensmittel

Junge Blätter des Breitwegerichs und des Spitzwegerichs werden vor der Blüte gesammelt, gründlich gewaschen und die auf der Unterseite hervortretenden, zähen Blattadern entfernt. Sie werden roh im Salat oder zu Quarkgerichten gegessen, wie Gemüse gekocht oder für grüne Suppen verwendet. Häufig mischt man sie mit anderen Kräutern.

Die Verwendung junger Blätter als Lebensmittel ist eine eigenständige Art, die Pflanze zu nutzen. Der ernährungsbezogene Nutzen des Wegerichs sollte nicht mit der Heilwirkung konzentrierter Präparate oder Extrakte verwechselt werden.

Wie findet man Breitwegerich im Ausland?

Um Verwechslungen mit anderen Arten zu vermeiden, suchen Sie gezielt nach *Plantago major L.* Die Pflanze hat in verschiedenen Ländern unterschiedliche Namen:

Wichtig: Spitzwegerich und plantain lancéolé sind eine andere Art, *Plantago lanceolata*.

In welcher Form wird er verkauft?

Achten Sie beim Kauf vor allem auf Blätter (leaf / Blätter / feuilles). Angeboten werden lose getrocknete Blätter für Aufgüsse, Tinkturen und Flüssigextrakte. In Frankreich gibt es auch Kapseln mit Blattpulver. Teebeutel mit der Kennzeichnung *P. major* sind online erhältlich. Blüten, Wurzeln und Früchte sollten nicht mit Blättern verwechselt werden; Samen unter der Bezeichnung Psyllium / Flohsamen können von einer anderen Art stammen.

Wo kann man suchen?

Prüfen Sie auf der Verpackung die Angabe *Plantago major L.*, den verwendeten Pflanzenteil, die vollständige Zutatenliste und den Produktstatus. Für Bio-Qualität achten Sie auf organic / Bio / biologique. In den USA werden Nahrungsergänzungsmittel vor dem Verkauf nicht vorab von der FDA auf Sicherheit und Wirksamkeit zugelassen; die Verkaufsregeln unterscheiden sich je nach Land.

Breitwegerich: Nutzen und mögliche Risiken, Gegenanzeigen und Vorsicht

Laut Nachschlagewerken sind Wegerichpräparate bei Magengeschwüren mit erhöhter Magensäureproduktion und bei hyperazider Gastritis kontraindiziert. Diese wichtige Einschränkung sollte bei der Einschätzung des möglichen Nutzens und der Risiken der Pflanze berücksichtigt werden.

Verwenden Sie Wegerich nicht, wenn eine bekannte Allergie gegen Pflanzen der Gattung Plantago, deren Pollen oder Psyllium besteht. Mögliche Symptome sind Niesen, tränende Augen sowie ein verstopftes oder beklemmtes Gefühl in der Brust. Selten treten schwere allergische Reaktionen auf. Bei Schwellungen der Lippen, der Zunge oder des Rachens, Atemnot oder großflächiger Nesselsucht ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.

Produkte mit Flohsamenschalen oder Psylliumschleim dürfen bei Darmverschluss, Kotstau, Verengungen des Magen-Darm-Trakts, Schluckbeschwerden oder Erkrankungen der Speiseröhre nicht verwendet werden. Sie müssen unbedingt mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Das betrifft vor allem Flohsamenprodukte und nicht den Blätteraufguss.

Für Psylliumprodukte sind Wechselwirkungen mit Lithium, Carbamazepin und Antidiabetika beschrieben. Wenn Sie Medikamente einnehmen, besprechen Sie die Anwendung von Wegerich mit einem Arzt oder Apotheker. Schwangere und stillende Frauen sollten keine therapeutischen Dosen oder Extrakte eigenständig anwenden. Es liegen nicht genügend Daten zur Sicherheit vor. Kindern sollten konzentrierte Präparate nicht ohne Empfehlung eines Kinderarztes gegeben werden. Besonders gefährlich sind trockene Pulver ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr, da Erstickungsgefahr besteht.

Als Nebenwirkungen von Psylliumpräparaten werden am häufigsten Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsbeschwerden beschrieben. Das bedeutet nicht, dass ein Blätteraufguss dieselben Reaktionen hervorruft, dennoch ist Vorsicht sinnvoll.

Wann ist ein Arzt erforderlich?

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn nach der Anwendung Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen, Atembeschwerden oder Schmerzen hinter dem Brustbein auftreten. Setzen Sie eine verordnete Behandlung nicht ab und ersetzen Sie sie nicht durch Wegerich.

Holen Sie unbedingt ärztlichen Rat ein, wenn Sie schwanger sind, stillen, an chronischen Erkrankungen leiden oder Lithium, Carbamazepin, Antidiabetika oder andere Medikamente einnehmen. Kindern dürfen konzentrierte Zubereitungen nur nach Rücksprache mit einem Kinderarzt gegeben werden.

Heilkräuter können hilfreich sein, aber sie machen eine Diagnose nicht überflüssig und ersetzen keinen Arzt. Das ist besonders wichtig bei Husten mit Fieber, Blut im Stuhl, anhaltenden Bauchschmerzen oder einer Wunde, die nicht heilt.

AUS DER REDAKTION
Der Artikel wurde auf Grundlage pflanzenheilkundlicher Nachschlagewerke erstellt. Er dient der Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung.

Häufige Fragen

Wofür wird dieses Kraut verwendet?

Traditionell werden Aufguss und Saft bei Husten, Gastritis mit verminderter Magensäureproduktion und Kolitis eingesetzt; äußerlich bei Wunden, Schnittverletzungen, Abszessen und Insektenstichen.

Wie bereitet man diese Pflanze richtig als Tee zu?

Am einfachsten werden die Blätter wie Tee aufgebrüht. In Nachschlagewerken werden auch ein Kaltauszug oder ein Aufguss aus 2 Teelöffeln Kraut erwähnt.

Welche Gegenanzeigen gibt es für diese Pflanze?

Bei einer Allergie gegen Wegerich oder Psyllium wird die Anwendung vermieden. Blattpräparate sind bei Magengeschwüren und Gastritis mit erhöhter Magensäureproduktion kontraindiziert. Schwangere und Kinder sollten sie nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden.

Wie verwendet man die Blätter bei Wunden und Schnittverletzungen?

Ein frisches Blatt wird auf eine Wunde, einen Abszess oder eine Prellung gelegt. Wunden können auch mit einem Sud gespült oder mit Saft behandelt werden. Getrocknete Blätter werden vor dem Auflegen in warmem Wasser eingeweicht.

Wo und wann sollte man die Blätter sammeln?

Die Blätter werden im Juni–Juli während der Blütezeit gesammelt, bevor sie zu welken beginnen. Sie werden im Schatten oder in Trocknungsgeräten bei 40–50°C getrocknet.

Kann man den Pflanzensaft bei Gastritis trinken?

Wegerichsaft wird bei Gastritis mit normaler oder verminderter Magensäureproduktion verwendet. Bei erhöhter Magensäureproduktion ist er kontraindiziert.

Wie hilft dieses Kraut bei Husten?

Der Aufguss steigert die Sekretion von Bronchialschleim, verflüssigt den Schleim und erleichtert das Abhusten. Er wird als unterstützendes schleimlösendes Mittel verwendet.

Wodurch unterscheidet sich diese Art vom Mittleren Wegerich?

Beim Mittleren Wegerich sind die Blätter kürzer und auf beiden Seiten behaart, die Blüten sind blassrosa. Beide Arten werden ähnlich verwendet, doch die wichtigste verwendete Art ist der Breitwegerich.

Welche Krankheiten kann man mit dieser Pflanze behandeln?

In der traditionellen Pflanzenheilkunde werden die Blätter als unterstützendes schleimlösendes Mittel und äußerlich bei kleineren Hautverletzungen verwendet. Bei Magen- und Darmerkrankungen sollte die Anwendung von Präparaten mit einem Arzt abgestimmt werden.

Welchen Nutzen und welche Risiken hat diese Pflanze für die Gesundheit?

Der Nutzen hängt mit der traditionellen Verwendung der Blätter bei Husten und zur Hautpflege zusammen. Zu den möglichen Risiken gehören allergische Reaktionen und Einschränkungen bei erhöhter Magensäureproduktion; Psylliumpräparate haben eigene Gegenanzeigen.

Dr. Boris Wydoff

Boris Wydoff — Doktor der Naturheilkunde, Ph.D. Seit über fünfzig Jahren helfe ich Menschen, ihre Gesundheit durch Ernährung, Reinigung und die Kraft des Geistes wiederzugewinnen — in Europa, Amerika und Asien. Über den Autor →

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