Maisgriffel: Wirkung und Anwendung für die Nieren

Maisgriffel sind die feinen, seidigen Fäden, die aus dem Maiskolben heraushängen. Laut Fachliteratur zur Phytotherapie werden sie traditionell als galletreibendes, harntreibendes und blutstillendes Mittel bei Erkrankungen der Leber, der Gallenblase, der Nieren und der Harnblase eingesetzt. Das Pflanzenmaterial ist reich an Vitamin K und Saponinen. Daraus werden Aufgüsse und Abkochungen zubereitet.
Was ist das für eine Pflanze und wie erkennt man sie?
Der Mais (Zea mays L.) ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Süßgräser, die bis zu drei Meter hoch wird. Ursprünglich stammt er aus Südamerika und wird bei uns als wertvolle Nutzpflanze angebaut. In der Medizin werden nicht die Körner verwendet, sondern die Griffel mit den Narben der weiblichen Blüten. In der Warenkunde bezeichnet man sie als „Maisgriffel“ (Stigmata Maydis).
Getrocknete Maisgriffel sehen aus wie zahlreiche feine, ineinander verwickelte Fäden, die stark an Haare erinnern. Daher stammt auch die umgangssprachliche Bezeichnung „Maishaare“. Die Farbe hochwertiger Ware kann hellgelb, goldgelb, braun oder rötlich sein. Der Geruch ist schwach, aber charakteristisch. Betrachtet man einen Faden mit einer Lupe, erkennt man, dass er flach und bandförmig ist, etwa 0,1 mm breit und mit wenigen kleinen Härchen besetzt. Am Ende des Griffels befindet sich eine kurze, zweigeteilte Narbe.
Wie unterscheidet man hochwertiges Pflanzenmaterial von verdorbener Ware?
Achten Sie beim Kauf auf die Farbe und den Zustand der Fäden. Helle, goldgelbe, bräunliche und rötliche Farbtöne sind zulässig. Überwiegen dagegen geschwärzte Teile, deutet das auf eine verminderte Qualität des Pflanzenmaterials hin. Auch das Aussehen ist wichtig: Die Fäden sollten ihre typische Form behalten und nicht zu einer Masse aus feinem Staub zerfallen sein.
Nach den geltenden Normen darf hochwertiges Pflanzenmaterial einen Feuchtigkeitsgehalt von höchstens 13 % aufweisen. Der Anteil geschwärzter Griffel darf bis zu 5 %, der Anteil zerkleinerter Teile höchstens 1 % und der Anteil organischer und mineralischer Verunreinigungen höchstens 0,5 % betragen. Diese Werte helfen dabei, die Reinheit und den Erhaltungszustand der Ware einzuschätzen. Zu viel Feuchtigkeit ist bei der Lagerung besonders problematisch: Das Pflanzenmaterial kann feucht werden und verderben.
Wirkung von Maisgriffeln: Was sagt die chemische Zusammensetzung aus?
Die chemische Zusammensetzung der Griffel ist komplex und, wie in der Fachliteratur betont wird, noch nicht vollständig erforscht. Das Pflanzenmaterial enthält:
- Vitamin K (Naphthochinon-Derivate) – in großen Mengen, bis zu 1600 biologische Einheiten pro 1 g Pflanzenmaterial;
- Saponine – bis zu 3,18 %;
- Gerbstoffe und Bitterstoffe;
- Flavonoide und Alkaloide;
- ätherisches und fettes Öl sowie Sterole;
- Vitamin C, Pantothensäure, Alkohole und Inosite.
Genau diese Zusammensetzung erklärt, warum Maisgriffel in der Phytotherapie verwendet werden. Laut Fachliteratur wirken Zubereitungen daraus galletreibend, harntreibend, entzündungshemmend und blutstillend.
Wie hängt die Zusammensetzung mit der Wirkung der Zubereitungen zusammen?
Eine besondere Rolle spielt Vitamin K. In der Fachliteratur wird sein Vorhandensein mit dem Einfluss von Maisgriffelzubereitungen auf die Blutgerinnung in Verbindung gebracht. In Untersuchungsberichten wird ein Anstieg des Prothromingehalts und der Thrombozytenzahl beschrieben. Allerdings ist die Zusammensetzung pflanzlicher Rohstoffe nicht konstant, und das Vorhandensein bestimmter Stoffe allein garantiert noch keinen therapeutischen Erfolg.
Saponine, Flavonoide, Gerbstoffe und andere Verbindungen ergänzen die komplexe chemische Zusammensetzung der Pflanze. Ihre Gesamtwirkung sollte nicht auf einen einzigen Bestandteil reduziert werden. In der Fachliteratur werden verschiedene Anwendungsgebiete beschrieben. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede dieser Wirkungen gleichermaßen gut durch klinische Studien belegt ist.
Wie kann diese Pflanze Leber und Gallenblase unterstützen?
Dies ist das wichtigste Anwendungsgebiet. Die galletreibende Wirkung wurde experimentell bestätigt: Bei Tieren erhöhen Maisgriffelzubereitungen die Gallensekretion und fördern den Gallenfluss in den Darm. Dabei wird die ausgeschiedene Galle weniger zähflüssig, ihre relative Dichte nimmt ab und der Bilirubingehalt sinkt.
Das im Pflanzenmaterial enthaltene Maisöl beeinflusst auch die Beweglichkeit der Organe: Im Experiment verstärkt es die Kontraktionen der Gallenblasenwand und reguliert die Funktion des Schließmuskels der hepato-pankreatischen Ampulle. Dieser Effekt hängt mit dem Vagusnerv zusammen.
Laut Fachliteratur zur Phytotherapie werden Abkochungen und Aufgüsse aus Maisgriffeln bei Cholezystitis, Cholangitis, Hepatitis, Cholangihepatitis sowie bei Enterokolitis und anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts eingesetzt. In Kräuterbüchern werden auch traditionelle Anwendungsgebiete beschrieben: Ein wässriger Absud wird bei Lebererkrankungen, Gelbsucht und Gallensteinen getrunken. In der ukrainischen Volksmedizin wurde die Abkochung bei Lebererkrankungen und Ödemen aufgrund von Herzerkrankungen empfohlen. In Bulgarien verwendete man Maisgriffel als blutstillendes und harntreibendes Mittel bei Harnsteinen.
Was wurde bei einem Gallenstau beobachtet?
In der Fachliteratur werden klinische Beobachtungen bei Menschen mit chronischer Cholezystitis, Cholangitis und Cholangihepatitis beschrieben. Bei systematischer Anwendung von Maisgriffelzubereitungen gingen bei einigen Patienten Schweregefühl und Schmerzen im Leberbereich, Übelkeit und Erbrechen zurück. Auch eine Verringerung der Lebergröße wurde berichtet. Besonders günstige Ergebnisse wurden bei einem Gallenstau beobachtet.
Diese Angaben beziehen sich auf die in der Literatur dokumentierten Erfahrungen mit solchen Zubereitungen. Sie erlauben weder die Zusicherung eines vergleichbaren Ergebnisses für jeden Menschen noch den Ersatz einer ärztlichen Untersuchung. Die Ursache von Schmerzen und einer gestörten Gallenableitung muss ärztlich abgeklärt werden.
Wichtig ist: Bei Gallensteinen lindern solche Zubereitungen akute Gallenkoliken nicht. Eine längerfristige Einnahme über 3–5 Wochen führte nach Beobachtungen von Klinikern jedoch häufig zu einer spürbaren Verbesserung des Allgemeinzustands. All dies ist nur eine Ergänzung zur verordneten Behandlung. Stimmen Sie die Anwendung mit Ihrem Arzt ab und setzen Sie Medikamente nicht eigenmächtig ab.
Wie wirken die Früchte dieser Pflanze auf Nieren und Harnblase?
Das zweite klassische Anwendungsgebiet ist die harntreibende Wirkung. Laut Fachliteratur erhöhen Flüssigextrakt und Aufguss aus Maisgriffeln die Urinausscheidung. Sie werden bei Blasenentzündung, Nierensteinen, Harnblasensteinen und Wassersucht eingesetzt. Außerdem wird berichtet, dass eine längere Einnahme die Auflösung von Steinen (Karbonaten, Uraten und Phosphaten) in Harnleitern und Nieren begünstigt. Eine solche Behandlung wird über einen längeren Zeitraum durchgeführt.
In der Volksmedizin wird ein wässriger Absud bei Erkrankungen der Nieren und der Harnblase getrunken. In Kräuterbüchern werden Maisgriffel, die während der Milchreife bis Milch-Wachsreife des Maises gesammelt wurden, bei Blasenentzündung und Harnsteinen erwähnt. In der bulgarischen Tradition empfiehlt man sie als harntreibendes Mittel bei Harnblasensteinen.
Kann man Maisgriffel bei einer Blasenentzündung verwenden?
Traditionell ja. In der Fachliteratur wird eine Blasenentzündung ausdrücklich als Anwendungsgebiet für Aufgüsse und Abkochungen aus Maisgriffeln genannt. Sie werden als harntreibendes und entzündungshemmendes Mittel eingesetzt. In traditionellen Rezepten gegen Blasenentzündungen sind Maisgriffel Bestandteil von Kräutermischungen, die unter anderem Bärentraubenblätter, Heidelbeerblätter, Bohnenschalen und weitere Kräuter enthalten. Eine Blasenentzündung muss jedoch häufig ärztlich behandelt werden. Deshalb sollten Kräuter nur ergänzend zur ärztlich verordneten Therapie und niemals an ihrer Stelle verwendet werden.
Was ist über Nierentees bekannt?
In alten Kräuterbüchern findet man Maisgriffel in Kombination mit Ackerschachtelhalm, Wacholder und jungen Birkenblättern. Solche Mischungen wurden traditionell bei Nierensteinen verwendet. In anderen Rezepten kombinierte man Maisgriffel mit Bärentraube, Vogelknöterich, Bruchkraut und weiteren Pflanzen.
Komplexe Mischungen unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und den Mengen der einzelnen Bestandteile. Deshalb lässt sich das Rezept einer Mischung nicht einfach auf eine andere übertragen. Mehrere harntreibende Pflanzen machen eine Mischung auch nicht automatisch sicherer. Bei Nierenerkrankungen sollten die Auswahl der Kräuter und die Trinkmenge mit dem Arzt abgestimmt werden.
Was ist über die Wirkung auf das Blut bekannt?
Dies ist das dritte Anwendungsgebiet. Laut Fachliteratur beschleunigen Maisgriffelzubereitungen die Blutgerinnung und erhöhen den Prothromingehalt sowie die Thrombozytenzahl. Dies wird mit dem hohen Vitamin-K-Gehalt in Verbindung gebracht.
Als blutstillendes Mittel werden Maisgriffel bei hämorrhagischen Diathesen, Gebärmutterblutungen verschiedener Ursache, Zuständen mit erniedrigtem Prothromingehalt und Überdosierungen indirekt wirkender Antikoagulanzien beschrieben – in Kombination mit Vitamin-K-Präparaten. In der Volksmedizin wurde eine Abkochung bei Gebärmutter-, Lungen- und Hämorrhoidalblutungen empfohlen.
Diese historischen Anwendungsgebiete bedeuten nicht, dass ein Aufguss zur eigenständigen Blutstillung geeignet ist. Die Einnahme pflanzlicher Rohstoffe ersetzt weder die Diagnostik noch die erforderliche medizinische Hilfe. Besonders vorsichtig sollte man bei der Kombination von Maisgriffeln mit Medikamenten sein, die die Blutgerinnung beeinflussen.
Gesondert zu erwähnen ist Maisöl, das aus den Keimlingen der Maiskörner gewonnen wird. Laut Fachliteratur wirkt es sich günstig auf den Fettstoffwechsel und den Cholesterinspiegel aus, wird in der diätetischen Ernährung verwendet und besitzt galletreibende Eigenschaften.
In der Fachliteratur finden sich noch zwei weitere Hinweise: Flüssigextrakt und Aufguss aus Maisgriffeln haben blutzuckersenkende Eigenschaften und sollen nach einigen Angaben auch den Appetit reduzieren. In der traditionellen Praxis wird dies zur Unterstützung bei Übergewicht genutzt. Das bedeutet nicht, dass Diabetes oder Übergewicht damit eigenständig behandelt werden können. Es handelt sich lediglich um Eigenschaften, die in der Literatur erwähnt werden. Jede Anwendung sollte die verordnete Behandlung nur ergänzen. Stimmen Sie sie mit Ihrem Arzt ab und setzen Sie Medikamente nicht eigenmächtig ab.
Wie bereitet man Maisgriffel zu und wie trinkt man sie?
In der medizinischen Praxis werden Maisgriffel als Aufguss, Abkochung, Tinktur oder Flüssigextrakt verwendet. In der Fachliteratur wird folgende Dosierung für den Aufguss angegeben: 10,0 g Pflanzenmaterial auf 200,0 ml Wasser (Inf. Stigmatis Maydis 10,0:200,0) – alle 3 Stunden 1–2 Esslöffel einnehmen. Ein solcher Aufguss wird unter anderem bei Gallenwegsdyskinesien neben anderen galletreibenden Mitteln erwähnt.
Wenn wir darüber sprechen, wie Maisgriffel in der Volksmedizin eingenommen werden, ist zu beachten, dass ein wässriger Absud aus Griffeln, die während der Wachsreife des Maises gesammelt wurden, bei Lebererkrankungen, Gelbsucht, Gallensteinen sowie Erkrankungen der Nieren und der Harnblase getrunken wurde. In alten Kräuterbüchern wurden komplexe Mischungen folgendermaßen zubereitet: Man übergoss die Kräutermischung mit kaltem Wasser, ließ sie über Nacht in einem abkühlenden Ofen ziehen, brachte sie am Morgen zum Kochen und trank davon 0,5–1 Glas 2–3-mal täglich vor den Mahlzeiten.
Hier ist eine Nierenkräutermischung, die ich in meinem Buch vorstelle: Maisgriffel – 10 g, Wacholderbeeren – 20 g, Hopfenzapfen – 15 g, Hibiskus – 10 g, Bärentraubenblätter – 20 g, Preiselbeerblätter – 20 g, Brennnessel – 30 g, Hagebutten – 40 g, Walderdbeerblätter – 60 g, Ackerschachtelhalm – 60 g. Diese klassische Kombination harntreibender Kräuter und Nierenkräuter gibt den Maisgriffeln ihre traditionelle Rolle.
Worin unterscheiden sich Aufguss, Abkochung und Extrakt?
Aufguss, Abkochung, Tinktur und Flüssigextrakt sind unterschiedliche Darreichungsformen pflanzlicher Präparate. In der Fachliteratur finden sich alle vier Anwendungsformen für Maisgriffel. Für den Aufguss wird ein konkretes Verhältnis von Pflanzenmaterial zu Wasser angegeben. Bei den anderen Formen hängen Zusammensetzung und Zubereitung vom jeweiligen Rezept ab.
Man sollte nicht davon ausgehen, dass ein stärker konzentriertes Präparat besser wirkt. Erhöhen Sie nicht eigenmächtig die Menge des Pflanzenmaterials, verkürzen Sie nicht die Einnahmeabstände und kombinieren Sie nicht mehrere Rezepte miteinander. Bei der Wahl der Darreichungsform sollten der Gesundheitszustand, Begleiterkrankungen und die eingenommenen Medikamente berücksichtigt werden.
Die allgemeinen Regeln sind einfach: Bereiten Sie das Pflanzenmaterial mit Wasser nach einem geprüften Rezept zu, erhöhen Sie die Dosis nicht eigenmächtig und denken Sie daran, wie solche Mittel richtig eingenommen werden: in zeitlich begrenzten Kuren statt dauerhaft und am besten nach Rücksprache mit einem Arzt.
Wie sammelt und lagert man das Pflanzenmaterial?
Die Griffel werden während der Milchreife der Maiskolben gesammelt, indem man die Büschel abreißt oder abschneidet. Praktischerweise fallen die Griffel bei der Ernte junger Maiskolben für den Verzehr ohnehin als Nebenprodukt an. Man muss sie also nicht wegwerfen, sondern kann sie trocknen. Eine zweite, in der Volksmedizin erwähnte Sammelzeit ist die Milch-Wachsreife des Maises.
Das Pflanzenmaterial wird an der Luft im Schatten getrocknet und dabei in einer dünnen, lockeren Schicht ausgebreitet. Gut getrocknete Maisgriffel sind hell bis goldgelb und haben einen schwachen, charakteristischen Geruch. Bewahren Sie sie an einem trockenen Ort in Papier- oder Stoffbeuteln auf und schützen Sie sie vor Feuchtigkeit. Feucht gewordenes Pflanzenmaterial dunkelt nach und verdirbt. In hochwertiger Ware dürfen geschwärzte Griffel höchstens 5 % ausmachen.
Wann sammelt man Maishaare am besten?
In der Fachliteratur wird der Zeitraum von der Milchreife der Kolben bis zur vollständigen Reife angegeben. In dieser Zeit können die Griffelbündel vorsichtig abgerissen oder abgeschnitten werden. Einige traditionelle Rezepte erwähnen ausdrücklich Pflanzenmaterial, das während der Milch-Wachsreife oder Wachsreife gesammelt wurde.
Nach der Ernte werden die Fäden auseinandergezogen und in einer dünnen, lockeren Schicht an einem schattigen, gut belüfteten Ort ausgebreitet. Ein dichter Haufen trocknet ungleichmäßig, deshalb sollte das Pflanzenmaterial regelmäßig kontrolliert werden. Erst wenn es vollständig getrocknet ist, wird es zur Lagerung verpackt.
Maisgriffel können leicht mit anderen feinen Pflanzenfasern verwechselt werden, wenn sie bereits vom Kolben getrennt sind. Wer sie selbst sammelt, muss deshalb genau wissen, von welcher Pflanze das Material stammt. Allein die goldene Farbe bestätigt nicht seine Herkunft.
Wie findet man Maisgriffel im Ausland?
Maisgriffel werden in den USA und Europa unter verschiedenen Namen verkauft. Um sicherzustellen, dass Sie tatsächlich diesen Pflanzenteil finden, achten Sie auf die lateinische Bezeichnung und die Produktzusammensetzung.
Wie heißt die Pflanze?
- USA: Corn silk.
- Deutschland: Maisgriffel, Maishaare oder Maiswolle.
- Frankreich: Barbes de maïs oder Stigmates de maïs.
- Lateinischer Name: *Zea mays*.
In welchen Formen wird das Produkt verkauft?
- Getrocknetes Pflanzenmaterial als lose Ware zur Zubereitung eines Aufgusses.
- Teebeutel.
- Flüssigextrakt oder Tinktur.
- Kapseln und Tabletten.
Wo kann man danach suchen?
- In den USA: Reform- und Naturkostläden, spezialisierte Teegeschäfte, Online-Shops für Kräuter und einige Apotheken mit Naturprodukten.
- In Deutschland: Apotheken (*Apotheke*), Reformhäuser (*Reformhaus*), Teeläden (*Teeladen*) und Online-Shops.
- In Frankreich: Apotheken (*pharmacie*), Kräuterläden (*herboristerie*), Bioläden (*magasins bio*) und Online-Shops.
Was sollte man auf der Verpackung überprüfen?
- Die lateinische Bezeichnung *Zea mays*.
- Den Hinweis auf Griffel oder Narben, nicht auf Blätter oder Maiskolben.
- Die Produktkategorie: Arzneipflanzenmaterial oder gewöhnliches Teegetränk.
- Eine vorhandene Bio-Zertifizierung: USDA Organic, AB / Agriculture Biologique oder DE-ÖKO.
Länderspezifische Vorschriften: In den USA wird das Produkt als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Aussagen über Auswirkungen auf Körperfunktionen bedeuten nicht, dass die FDA es zur Behandlung von Krankheiten zugelassen hat. In Deutschland unterliegen Arzneitees (*Arzneitee*) und pflanzliche Arzneimittel in Apotheken den Anforderungen an die Qualität und den entsprechenden Monografien.
Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung
Nun dazu, wo sich Nutzen und mögliche Risiken dieser Pflanze überschneiden können. Nach den verfügbaren Daten gelten vor allem folgende Einschränkungen:
- Eine individuelle Überempfindlichkeit gegen Mais oder Maisgriffel ist eine direkte Gegenanzeige. Bei Menschen mit Maisallergie können allergische Reaktionen auftreten.
- Die Anwendung ist nicht empfehlenswert, wenn der Arzt eine Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr angeordnet hat: Wegen der harntreibenden Wirkung setzt die traditionelle Anwendung der Maisgriffel eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr voraus.
- Die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht belegt. In dieser Zeit sollte auf die medizinische Anwendung verzichtet werden.
- Für Kinder unter 12 Jahren sind keine sicheren Dosierungen bekannt. Arzneiliche Zubereitungen sollten ohne fachliche Beratung nicht angewendet werden.
- In der ausgewerteten Übersicht wurden keine Wechselwirkungen mit Medikamenten dokumentiert. Das bedeutet allerdings nur, dass in den untersuchten Daten keine beschrieben wurden. In der Fachliteratur wird auf eine mögliche Verstärkung der Effekte auf Blutzucker, Blutdruck und Kalium hingewiesen. Wenn Sie Medikamente gegen Diabetes oder Bluthochdruck einnehmen oder Arzneimittel verwenden, die den Kaliumspiegel beeinflussen, fragen Sie Ihren Apotheker oder Arzt.
- Fälle von Überdosierung wurden nicht dokumentiert. Das garantiert jedoch nicht, dass hohe Dosen und eine langfristige Einnahme sicher sind. Auch die Qualität der Präparate kann je nach Hersteller unterschiedlich sein.
- Es gibt einen einzelnen Bericht über eine Myositis bei einer Person, die Maisgriffel zusammen mit mehreren Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen hatte. Ein ursächlicher Zusammenhang ist jedoch nicht belegt.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Suchen Sie ärztlichen Rat, statt eine Selbstbehandlung zu beginnen, wenn Sie allergisch auf Mais reagieren, schwanger sind oder stillen, regelmäßig Medikamente einnehmen – insbesondere gegen Diabetes oder Bluthochdruck oder solche, die die Blutgerinnung beeinflussen –, an chronischen Leber-, Nieren- oder Herzerkrankungen leiden oder ein Mittel einem Kind geben möchten. Jede Blutung, Schmerzen im Leberbereich und Anfälle bei Gallensteinen sind Gründe für eine ärztliche Untersuchung und nicht für einen Kräutertee. Und vor allem: Kräuter ersetzen keine verordnete Behandlung.
AUS DER REDAKTION
Dieser Artikel wurde auf Grundlage von Fachliteratur über Heilpflanzen und Phytotherapie erstellt. Er dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Häufige Fragen
Wofür werden Maisgriffel überhaupt verwendet?
Traditionell werden sie als galletreibendes, harntreibendes und blutstillendes Mittel bei Erkrankungen der Leber, der Gallenblase, der Nieren und der Harnblase eingesetzt.
Welche Krankheiten werden laut Fachliteratur mit Maisgriffeln behandelt?
Sie werden bei Cholezystitis, Cholangitis, Hepatitis, Blasenentzündung, Nieren- und Harnblasensteinen sowie als blutstillendes Mittel beschrieben – ergänzend zur Hauptbehandlung.
Wie bereitet man Maisgriffel richtig zu?
Für den Aufguss verwendet man 10 g Pflanzenmaterial auf 200 ml Wasser und nimmt alle 3 Stunden 1–2 Esslöffel ein, sofern der Arzt nichts anderes verordnet hat.
Wie nimmt man Maisgriffel ein und wie lange dauert eine Kur?
In zeitlich begrenzten Kuren und ohne eigenmächtige Dosiserhöhung. Bei Gallenproblemen wird in der Fachliteratur eine Einnahme über 3–5 Wochen beschrieben – unter ärztlicher Kontrolle.
Kann man Maisgriffel bei einer Blasenentzündung trinken?
In Kräuterbüchern werden sie bei Blasenentzündung als harntreibendes und entzündungshemmendes Mittel eingesetzt. Sie sollten jedoch nur ergänzend zur ärztlich verordneten Behandlung verwendet werden.
Welchen Nutzen und welche Risiken haben Maisgriffel?
Der Nutzen wird mit ihrer galletreibenden, harntreibenden und blutstillenden Wirkung in Verbindung gebracht. Risiken bestehen bei Allergien, Schwangerschaft, eingeschränkter Flüssigkeitszufuhr und der Kombination mit bestimmten Medikamenten.
Gibt es Gegenanzeigen für Maisgriffel?
Ja: Überempfindlichkeit gegen Mais, Schwangerschaft und Stillzeit, ein Alter unter 12 Jahren sowie eine ärztlich angeordnete Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr.
Wie sammelt man Maisgriffel richtig?
Sie werden während der Milchreife der Maiskolben abgerissen oder abgeschnitten und anschließend an der Luft im Schatten in einer dünnen, lockeren Schicht getrocknet.
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