Walderdbeere: Wirkung und Anwendung

Dr. Boris WydoffDr. Boris Wydoff
Walderdbeeren mit Früchten und eine Tasse Aufguss aus getrockneten Blättern auf einem Tisch

Die Walderdbeere (Fragaria vesca) ist eine mehrjährige krautige Pflanze mit aromatischen roten Beeren und dreiteiligen Blättern. Nach Angaben aus der phytotherapeutischen Fachliteratur enthalten die Beeren Vitamin C, organische Säuren, Pektin und Mineralstoffe. Die Blätter werden traditionell zur Zubereitung von Aufgüssen und Kräutertee verwendet.

Wie erkennt man die Walderdbeere und unterscheidet sie von anderen Pflanzen?

Die Walderdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie ist eine niedrige, mehrjährige Pflanze. Sie besitzt ein kurzes, braunes Rhizom, von dem sich kriechende Ausläufer ausbreiten.

Die Blätter der Walderdbeere sitzen an langen Stielen. Sie bestehen aus drei gezähnten Teilblättern. Die Blüten sind weiß. Botanischen Beschreibungen zufolge blüht die Pflanze im Mai und Juni. Einige Quellen geben einen längeren Zeitraum von April bis Juli an.

Nach der Blüte entwickeln sich rote Sammelnussfrüchte. Botanisch gesehen handelt es sich um einen vergrößerten Blütenboden, auf dessen Oberfläche zahlreiche kleine, trockene Nüsschen sitzen. Reife Beeren duften angenehm und schmecken süßlich-säuerlich.

In Nachschlagewerken wird angegeben, dass die etwa 1–2 cm großen Beeren bei vollständiger Reife ihr typisches Aroma entwickeln. Dann lassen sie sich leicht vom Kelch lösen. Die Pflanze wächst in Wäldern, auf Lichtungen, an Waldrändern, auf Kahlschlägen, an Hängen und zwischen Sträuchern.

Beim Sammeln ist es wichtig, die Walderdbeere von verwandten Arten zu unterscheiden. Die Knackelbeere unterscheidet sich von der Walderdbeere unter anderem durch ihre unterseits silbrig behaarten Blätter, die sich an der Basis verjüngen. Ihre Früchte sind zunächst grünlich-weiß und später rot. Außerdem liegen die Kelchblätter eng an der Frucht an.

Worin unterscheidet sich die Walderdbeere von anderen Erdbeerarten?

In älteren botanischen Nachschlagewerken wird die Knackelbeere (Fragaria viridis) gesondert beschrieben. Ihre Früchte sind nahezu kugelförmig. Eine Beschreibung charakterisiert sie als gelblich-weiß, wobei sie vor allem an der Spitze rot werden. Die Kelchblätter und der Außenkelch liegen bei dieser Art eng an der Frucht an. Die Knackelbeere wächst teilweise in denselben Gebieten wie die Walderdbeere. Deshalb reicht der Standort allein nicht aus, um die Art beim Sammeln sicher zu bestimmen.

Eine weitere verwandte Art ist die Moschus-Erdbeere oder Zimt-Erdbeere (Fragaria moschata). In der botanischen Literatur wird sie als zweihäusige Pflanze mit eingeschlechtlichen Blüten beschrieben. Ihre Blätter sind auf beiden Seiten dicht behaart. Die sehr aromatischen Früchte sind weißlich und auf einer Seite rot gefärbt.

Auch großfrüchtige Gartenerdbeeren sollten nicht automatisch mit Fragaria vesca gleichgesetzt werden. In älterer botanischer Literatur wurde darauf hingewiesen, dass die zahlreichen großfrüchtigen Gartensorten nicht von der Walderdbeere abstammen. Zu ihren Vorfahren zählen unter anderem die Virginische Erdbeere, die Chilenische Erdbeere und weitere Erdbeerarten. Das Aussehen einer großen Gartenerdbeere allein ist daher kein Merkmal der Walderdbeere.

Welche Vitamine und Mineralstoffe enthalten Beeren und Blätter?

Nach Angaben aus der phytotherapeutischen Fachliteratur enthalten Erdbeeren Zucker, Pektinstoffe, organische Säuren, Vitamin C, B-Vitamine, Anthocyane und Mineralstoffe. Zu den beschriebenen Inhaltsstoffen der Früchte gehören außerdem Zitronensäure und Apfelsäure, rote Farbstoffe, Gerbstoffe, Eiweißverbindungen und Spuren ätherischen Öls.

Ein botanischer Pflanzenführer nennt einen Vitamin-C-Gehalt von etwa 60 mg pro 100 g Beeren. Die Früchte enthalten außerdem Mineralstoffe, Säuren und lösliche Kohlenhydrate.

Die Blätter haben eine andere Zusammensetzung als die Beeren. Für frische Blätter wird ein Vitamin-C-Gehalt von 250–280 mg pro 100 g angegeben. Außerdem enthalten sie Gerbstoffe. Das Rhizom und das Kraut sind weniger gründlich untersucht. Nachschlagewerke nennen auch hier Gerbstoffe als Inhaltsstoffe.

Welche Mineralstoffe und weiteren Inhaltsstoffe wurden in den Früchten beschrieben?

In einem Nachschlagewerk wird der Zuckergehalt der Beeren mit 10–15% angegeben. Unter den organischen Säuren überwiegt die Zitronensäure. Darüber hinaus werden Ballaststoffe, Pektin- und Gerbstoffe sowie stickstoffhaltige Verbindungen genannt.

Zu den Mineralstoffen gehören unter anderem Eisen-, Phosphor-, Calcium-, Kobalt- und Mangansalze. Bei den Vitaminen werden neben Ascorbinsäure und B-Vitaminen auch Folsäure und Carotin aufgeführt.

Die Zusammensetzung der einzelnen Pflanzenteile unterscheidet sich deutlich. Deshalb lassen sich Angaben zum hohen Vitamin-C-Gehalt frischer Blätter nicht einfach auf die Beeren übertragen. Ebenso wenig entsprechen die Inhaltsstoffe frischer Pflanzen automatisch denen eines fertigen Aufgusses oder eines getrockneten Produkts.

Wie kann die Walderdbeere den Körper unterstützen?

Wofür werden die Beeren verwendet?

Frische Walderdbeeren dienen als Lebensmittel und werden auch in der Diätkost verwendet. Nachschlagewerke beschreiben sie als Quelle von Ascorbinsäure und weiteren Inhaltsstoffen der Beeren. Aus Walderdbeeren werden Konfitüren, Sirupe, Säfte, Kompotte, Marmeladen und andere verarbeitete Produkte hergestellt. Auch getrocknete Früchte wurden traditionell verwendet.

Laut der Fachliteratur wurden frische Früchte gelegentlich in der Diätkost eingesetzt. Ältere Ratgeber beschreiben die Verwendung der Beeren bei Gicht und Steinleiden. Diese Angaben beziehen sich auf traditionelle phytotherapeutische Ansätze und ersetzen keine medizinische Behandlung.

Wie wurden die Früchte noch verwendet?

In der Fachliteratur werden die Beeren nicht nur als eigenständiges Lebensmittel beschrieben. Man aß sie frisch, zusammen mit anderen Beeren und Früchten oder mit Milch, Sahne und saurer Sahne. Da frische Walderdbeeren nur kurz haltbar sind, war die Verarbeitung eine Möglichkeit, die Ernte zu bewahren. Neben Konfitüren, Sirupen, Säften, Kompotten und Marmeladen werden in älteren Quellen auch Fruchtliköre und Weine erwähnt.

In einigen Ratgebern wurden Walderdbeeren zusammen mit anderen Pflanzen in Vitaminmischungen aufgenommen. Getrocknete Früchte wurden außerdem als eigenständige pflanzliche Droge verwendet.

Historische Quellen beschreiben auch die äußerliche Anwendung. Erdbeersaft wurde zum Gurgeln und Spülen des Mund- und Rachenraums verwendet. Äußerlich kam er bei kleineren Hautverletzungen und zu kosmetischen Zwecken zum Einsatz. Erwähnt werden auch Masken aus Erdbeersaft und aufgeschlagenem Eiweiß. Dabei handelt es sich um historische Anwendungen und nicht um moderne Empfehlungen zur Behandlung von Haut- oder Zahnerkrankungen.

Wie wird die Wirkung der Blätter beschrieben?

Die Blätter der Walderdbeere wurden traditionell als harntreibendes Mittel verwendet. Nachschlagewerke beschreiben außerdem eine leicht zusammenziehende Wirkung.

Ein Blätteraufguss enthält Ascorbinsäure. In der phytotherapeutischen Literatur wird beschrieben, dass man einen solchen Aufguss mit bestimmten Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System in Verbindung brachte. Genannt wurden Veränderungen des Herzrhythmus, stärkere Herzkontraktionen und eine Erweiterung der Blutgefäße.

Diese Angaben stammen aus Beschreibungen der traditionellen Phytotherapie. Bei Erkrankungen legt ein Arzt die Behandlung fest. Die Blätter der Walderdbeere wurden außerdem in Vitaminmischungen aus Pflanzen und zur Zubereitung von Kräutertee verwendet.

Wogegen wurde die Walderdbeere in der traditionellen Phytotherapie eingesetzt?

In der älteren pharmazeutischen Literatur gab es eigene Bezeichnungen für getrocknete Walderdbeeren – Fructus Fragariae vescae siccati –, das Rhizom – Rhizoma Fragariae vescae – und das Kraut – Herba Fragariae vescae. Bereits die angeführte historische Quelle wies darauf hin, dass diese Präparate nicht als offizielle Arzneimittel anerkannt waren.

Das Rhizom und das Kraut wurden früher als harntreibende pflanzliche Rohstoffe verwendet. Das gerbstoffhaltige Rhizom wurde außerdem als zusammenziehendes Mittel beschrieben.

In ethnobotanischen Quellen findet sich die Walderdbeere auch als Bestandteil von Mehrkräuteraufgüssen. Das Kraut wurde mit Preiselbeeren, Himbeeren, Schafgarbe, Johanniskraut und anderen Pflanzen kombiniert. Solche Mischungen wurden in der Volksmedizin bei sehr unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt – von Erkältungen und Husten bis hin zu Magenschmerzen. Diese historischen Rezepte belegen keine Wirksamkeit und sollten nicht anstelle moderner Therapien verwendet werden.

Auch die Geschichte des Erdbeerblättertees ist interessant. Eine ältere Beschreibung erwähnt, dass getrocknete und geschnittene Erdbeerblätter beim Abfüllen gewöhnlichem Tee beigemischt wurden. Gleichzeitig gab es die häusliche Tradition, ein eigenes Getränk aus Erdbeerblättern zuzubereiten oder sie mit anderen pflanzlichen Zutaten zu mischen.

Wie bereitet man einen Tee aus den Blättern richtig zu?

Ein in Nachschlagewerken beschriebenes Rezept betrifft einen Blätteraufguss. Dafür werden 20 g Blätter zerkleinert. Man übergießt das Pflanzenmaterial mit einem Glas kochendem Wasser. Anschließend lässt man es 5–10 Minuten kochen und danach 2 Stunden ziehen. Das Nachschlagewerk nennt folgende Einnahme: 1 Esslöffel 3–4-mal täglich. Dieses Rezept stammt aus der traditionellen Phytotherapie. Die Dosierung sollte nicht auf andere Erdbeerpräparate wie konzentrierte Extrakte übertragen werden.

Getrocknete Blätter wurden auch als Grundlage für Kräutertee verwendet.

In welchen Kräutermischungen wurden die Blätter verwendet?

Die Blätter der Walderdbeere waren Bestandteil von Vitamintees mit anderen pflanzlichen Zutaten. Eine Variante besteht zu gleichen Teilen aus Pfefferminze, Kamille, Thymian, Schafgarbe, Erdbeerblättern, Himbeerblättern und Johannisbeerblättern sowie Vogelbeeren und Johannisbeeren.

Ethnobotanische Quellen beschreiben auch wässrige Aufgüsse aus Erdbeerkraut in Kombination mit anderen Pflanzen. Die Zusammensetzung solcher Mischungen unterschied sich je nach Tradition und Verwendungszweck erheblich. Deshalb sind sie nicht mit einem reinen Blätteraufguss gleichzusetzen.

Wie lassen sich die Beeren sammeln und aufbewahren?

Für die Vorratshaltung werden die Früchte und Blätter der Walderdbeere verwendet. Die Früchte sammelt man erst bei vollständiger Reife. Nach Angaben aus Nachschlagewerken liegt die Hauptsammelzeit im Juni–Juli. Man pflückt die Beeren ohne Fruchtstiele, entfernt zufällige Verunreinigungen und trocknet sie.

Vor dem Trocknen können die Früchte an der Luft etwas angetrocknet werden. Anschließend verteilt man sie in einer dünnen Schicht und trocknet sie in einem Trockner oder im Ofen bei höchstens 60 °C.

Es ist wichtig, dass die Beeren nicht zu Klumpen zusammenkleben und nicht übertrocknet werden. Eine Beschreibung nennt als Richtwert, dass aus 8 kg frischen Früchten etwa 1 kg Trockenfrüchte gewonnen wird.

Die Blätter sammelt man während der Blüte, normalerweise im Mai–Juni. Danach trocknet man sie im Freien an einem schattigen Platz oder in einem gut belüfteten Raum. Hochwertiges Pflanzenmaterial sollte nicht viele braune oder schwarze Blätter enthalten. Auch das Rhizom wurde früher phytotherapeutisch verwendet. Man grub es im Herbst aus, nachdem die oberirdischen Pflanzenteile verwelkt waren, entfernte die Erde und trocknete es.

Wie sammelt man die empfindlichen Beeren richtig?

Die saftigen Walderdbeeren werden leicht zerdrückt und können zusammenkleben. Deshalb widmeten Ratgeber zur Sammlung von Heilpflanzen ihnen besondere Aufmerksamkeit. Es wurde empfohlen, vollreife Beeren nach und nach auszuwählen, von Hand zu pflücken und ohne Fruchtstiel abzunehmen.

Beim Einlegen saftiger Beeren in einen Korb empfahl man, Zweige zwischen die Schichten zu legen. Dadurch sollten die Früchte weniger stark zusammengedrückt werden, bevor sie verarbeitet oder getrocknet wurden. Die gesammelten Walderdbeeren sollte man nicht lange dicht übereinandergeschichtet liegen lassen, da reife Beeren sehr weich sind.

Welche Anforderungen galten für getrocknete Blätter?

In älteren technischen Vorschriften waren konkrete Qualitätsmerkmale für getrocknete Blätter festgelegt. Der Feuchtigkeitsgehalt des Pflanzenmaterials durfte höchstens 13% betragen. Der Anteil brauner oder schwarzer Blätter durfte 2% nicht überschreiten.

Auch die Menge fremder Pflanzenteile war begrenzt. Blätter mit verbleibenden Blattstielen von mehr als 1 cm Länge durften höchstens 5% ausmachen. Andere Teile der Erdbeerpflanze – Blütenstiele, Früchte, Ausläufer und Ähnliches – waren ebenfalls auf höchstens 5% begrenzt. Organische Verunreinigungen durften höchstens 1%, mineralische höchstens 0,5% betragen.

Diese Grenzwerte stammen aus historischen Anforderungen an pflanzliche Arzneirohstoffe. Sie zeigen jedoch gut, worauf man bei der Qualitätsbeurteilung achtete: den Trocknungsgrad, den Erhalt der Farbe und einen möglichst geringen Anteil an Verunreinigungen.

In welchen Regionen wächst diese Pflanze?

Die Walderdbeere ist weit verbreitet. Nachschlagewerke nennen ihr Vorkommen im europäischen Teil Russlands, in Sibirien und im Kaukasus. Eine weitere Beschreibung erwähnt auch Zentralasien.

Die Pflanze wächst auf Waldlichtungen, an Waldrändern, auf Kahlschlägen, an Hängen und in lichten Wäldern. Wer sie selbst sammelt, sollte ökologisch unbelastete Standorte wählen und Gebiete meiden, in denen die Umwelt möglicherweise verschmutzt ist.

Wo kommt diese Art noch vor?

Europäische botanische Pflanzenführer geben an, dass die Walderdbeere in ganz Europa verbreitet ist. In einigen Regionen gilt sie als häufige, nahezu überall vorkommende Art.

Die Fachliteratur weist außerdem darauf hin, dass Erdbeeren in vielen Ländern kultiviert werden. Großfrüchtige Kulturformen werden gewöhnlich Gartenerdbeeren genannt und sollten nicht automatisch mit der wild wachsenden Fragaria vesca gleichgesetzt werden.

Wer sollte bei Walderdbeeren vorsichtig sein?

Die wichtigste Einschränkung betrifft die individuelle Empfindlichkeit. In älteren Nachschlagewerken werden Fälle von Nesselsucht nach dem Verzehr von Erdbeeren beschrieben.

Auch moderne Daten weisen auf mögliche allergische Reaktionen auf die Früchte hin. Sie können sich durch Juckreiz, Reizungen im Mund und Hautreaktionen äußern. Bei Menschen mit einer Birkenpollenallergie sind Kreuzreaktionen auf bestimmte Lebensmittel möglich. Deshalb sollte man bei Heuschnupfen die eigene Empfindlichkeit berücksichtigen.

Bei der Verwendung der Blätter als pflanzlicher Arzneirohstoff ist ebenfalls Vorsicht geboten. Bei einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber der Pflanze sollte man solche Zubereitungen nicht verwenden. In der älteren phytotherapeutischen Literatur werden unterschiedliche Anwendungen der Walderdbeere beschrieben. Bei Erkrankungen des Verdauungssystems, der Harnwege, des Herzens und bei anderen Beschwerden ist jedoch ärztlicher Rat erforderlich.

Besondere Aufmerksamkeit ist während der Schwangerschaft nötig. In Nachschlagewerken wurde ein möglicher Einfluss von Erdbeerpräparaten auf die Gebärmutterkontraktionen beschrieben. Deshalb erfordert die medizinische Anwendung der Blätter in dieser Zeit besondere Vorsicht. Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist die Sicherheit von Zubereitungen aus den Blättern nicht nachgewiesen.

Bei Kindern unter 12 Jahren wird von einer medizinischen Anwendung der Blätter abgeraten, da ausreichende Sicherheitsdaten fehlen. Auch über Wechselwirkungen zwischen Erdbeerblätterpräparaten und Arzneimitteln liegen nicht genügend Informationen vor. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte die medizinische Verwendung der Pflanze mit einem Arzt oder Apotheker besprechen. Die Sicherheit eines gewöhnlichen Kräutertees lässt sich nicht auf konzentrierte Präparate übertragen. Für hohe Dosierungen und Extrakte fehlen ausreichende Sicherheitsdaten.

So finden Sie Walderdbeeren im Ausland

Wenn Sie Blätter sammeln oder Tee zubereiten möchten, suchen Sie gezielt nach Blättern von *Fragaria vesca* und nicht nach Früchtetee oder aromatisiertem Erdbeertee.

In den USA werden die Blätter lose, in Teebeuteln und Kapseln sowie als flüssige Tinkturen und Extrakte angeboten. In Deutschland findet man häufiger geschnittene, getrocknete Blätter. In Frankreich werden geschnittene Blätter und teinture mère verkauft.

Sie können in Kräuter- und Teeläden, Apotheken und Online-Shops danach suchen. In Frankreich lohnt es sich auch, bei Herboristerien nachzufragen.

Prüfen Sie auf der Verpackung:

Die Bezeichnung Fragariae folium kann sich auch auf andere Erdbeerarten beziehen. Tee aus Früchten oder mit „Erdbeergeschmack“ ersetzt keine Blätter. Die Vorschriften unterscheiden sich von Land zu Land. In den USA werden Nahrungsergänzungsmittel beispielsweise nicht vorab von der FDA zugelassen. In Deutschland hat die Bezeichnung Arzneitee den Status eines Arzneimittels.

Wann ist ärztlicher Rat nötig?

Die Walderdbeere ersetzt weder eine Diagnose noch eine fachärztlich verordnete Behandlung. Bei ausgeprägten Anzeichen einer Allergie ist medizinische Hilfe erforderlich. Dazu gehören starker Juckreiz, Schwellungen, Nesselsucht, Atemnot und andere akute Reaktionen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei chronischen Erkrankungen und bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte die medizinische Verwendung der Pflanze mit einem Arzt abgestimmt werden. Lassen Sie sich ebenfalls ärztlich untersuchen, wenn Beschwerden anhalten, sich verstärken oder sich Ihr Allgemeinzustand verschlechtert.

AUS DER REDAKTION
Dieser Artikel wurde auf Grundlage phytotherapeutischer Nachschlagewerke und botanischer Fachliteratur über die Walderdbeere erstellt. Er dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Häufige Fragen

Wie wirkt die Walderdbeere?

Die Beeren enthalten Vitamin C, organische Säuren, Pektin, Zucker und Mineralstoffe. Die Blätter werden traditionell zur Zubereitung von Aufgüssen und Tee verwendet.

Wie bereitet man Walderdbeertee zu?

Für ein traditionelles Rezept übergießt man 20 g zerkleinerte Blätter mit einem Glas kochendem Wasser, kocht sie 5–10 Minuten und lässt den Aufguss 2 Stunden ziehen.

Wofür werden Walderdbeerblätter verwendet?

Nachschlagewerke beschreiben die Blätter als Ausgangsmaterial für Aufgüsse, Vitaminmischungen und Kräutertee sowie als harntreibendes Mittel.

Wann sammelt man Walderdbeeren am besten?

Die vollreifen Früchte sammelt man im Juni–Juli, die Blätter während der Blüte im Mai–Juni.

Wie trocknet man Walderdbeeren richtig?

Man reinigt die reifen Früchte, lässt sie etwas an der Luft antrocknen und trocknet sie anschließend in einer dünnen Schicht bei höchstens 60 °C.

Welche Gegenanzeigen gibt es bei Walderdbeeren?

Zu den Einschränkungen gehören individuelle Unverträglichkeit, Allergien, Schwangerschaft, Stillzeit, das Kindesalter und unzureichende Sicherheitsdaten.

Wofür verwendet man die Walderdbeere?

Die Beeren dienen als Lebensmittel. Früchte und Blätter werden traditionell außerdem in der Phytotherapie zur Zubereitung von Aufgüssen und Tee verwendet.

Walderdbeere: Nutzen und Risiken – was sollte man beachten?

Die Beeren enthalten Vitamin C und weitere Nährstoffe, können aber allergische Reaktionen auslösen. Medizinische Zubereitungen aus den Blättern erfordern besondere Vorsicht, vor allem während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme.

Kann man Walderdbeeren essen?

Reife Beeren kann man frisch oder verarbeitet essen. Sie sollten sorgfältig ausgewählt werden. Da Walderdbeeren bei manchen Menschen Juckreiz, Reizungen im Mund oder Hautreaktionen auslösen, ist die individuelle Empfindlichkeit zu berücksichtigen.

Dr. Boris Wydoff

Boris Wydoff — Doktor der Naturheilkunde, Ph.D. Seit über fünfzig Jahren helfe ich Menschen, ihre Gesundheit durch Ernährung, Reinigung und die Kraft des Geistes wiederzugewinnen — in Europa, Amerika und Asien. Über den Autor →

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