Wie viel Wasser trinken und wann: einfache Regeln
Wenn man mich fragt, womit man die Wiederherstellung der Gesundheit beginnen soll, antworte ich fast immer gleich: mit Wasser. Nicht mit Präparaten, nicht mit Anwendungen — mit gewöhnlichem reinem Wasser. Wasser bringt den Darm nach dem Schlaf in Gang, verdünnt die Lymphe und hilft den Nieren, das auszuscheiden, was sich über Jahre angesammelt hat. Ohne Wasser funktioniert keine andere Gesundheitspraxis: weder Säfte noch Ernährung noch Reinigung.
WARUM TEE UND KAFFEE NICHT ZÄHLEN
Viele sind überzeugt: „Flüssigkeit ist Flüssigkeit.“ So ist es nicht. Tee, Kaffee, Kompott und gekaufte Getränke ersetzen kein Wasser. Mehr noch: Kaffee und schwarzer Tee trocknen die Gewebe aus — nach ihnen braucht der Organismus noch mehr Wasser. Rechnen Sie nur reines Wasser.
Drei Regeln, die das Befinden verändern
Erstens: warmes Wasser am Morgen. Trinken Sie gleich nach dem Aufstehen, vor dem Essen, ein Glas warmes Wasser, ohne Eile, in kleinen Schlucken. Warm — weil es Magen und Darm sanft weckt und sie nicht zusammenzieht wie eiskaltes Wasser. Das ist die einfachste Art, die Verdauung „einzuschalten“ und den Darm auf seine Morgenarbeit einzustimmen.
Zweitens: Wasser vor dem Essen, nicht währenddessen. 20–30 Minuten vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser. Während des Essens und unmittelbar danach sollten Sie hingegen nicht trinken: Flüssigkeit verdünnt den Magensaft, die Nahrung wird schlechter verdaut, liegt länger im Magen und gärt. Warten Sie ein bis anderthalb Stunden nach dem Essen — und trinken Sie dann nach Herzenslust.
Drittens: nach Durst über den Tag. Gewöhnlich sind das 6–8 Gläser. Zwingen Sie sich nicht, literweise gegen den Widerwillen zu trinken: Der Körper sagt es Ihnen selbst, sobald Sie beginnen, ihm zuzuhören.
Häufige Fehler
In einem Zug trinken — Wasser wird aufgenommen, wenn man es langsam trinkt. Tee als „Wasser“ rechnen — er zählt nicht. Am Morgen eiskaltes Wasser trinken — es weckt die Verdauung nicht, sondern lässt sie verkrampfen.
Welches Wasser geeignet ist
Das beste Wasser ist rein und weich. Filtern Sie Leitungswasser: Chlor und Fluor sind eine unnötige Last für Leber und Schilddrüse. Für Heilaufgüsse und Säfte empfehle ich Wasser nach der Destillation (destilliertes Wasser): Es trägt keine überflüssigen anorganischen Salze in die Gewebe. Abgekochtes Wasser ist nur halb „tot“ — für den Alltag ist es zulässig, ein Filter ist jedoch besser.
Wasser und Alter
Mit den Jahren stumpft das Durstgefühl ab — das ist einer der Gründe, warum ältere Menschen wenig trinken und unter dickem Blut, Verstopfung und Blutdruck leiden. Wenn Sie über sechzig sind, warten Sie nicht auf den Durst: Verteilen Sie Ihre 6–8 Gläser im Voraus über den Tag — zum Beispiel je ein Glas nach dem Aufwachen, vor jeder Mahlzeit und zwischen den Beschäftigungen. Nach ein paar Wochen erinnert sich der Körper wieder daran, was echter Durst ist.
Ein Plan für die erste Woche
Ändern Sie nicht alles auf einmal — führen Sie das Wasser als einzige neue Gewohnheit der Woche ein. Tag 1–2: nur das warme Glas am Morgen. Tag 3–4: ein Glas 20–30 Minuten vor dem Mittag- und Abendessen dazu. Tag 5–7: das Trinken während des Essens weglassen und in die Pausen zwischen den Mahlzeiten verlegen. Das genügt, um das erste Ergebnis zu spüren: ein leichterer Morgen, eine ruhigere Verdauung, weniger Schwere nach dem Essen.
Vorsicht
Wenn Sie an Nieren- oder Herzerkrankungen leiden und Ihr Arzt die Flüssigkeitsmenge begrenzt hat — halten Sie sich an die verordnete Menge und führen Sie das morgendliche Glas warmen Wassers erst nach einem Gespräch mit dem Arzt ein.
Häufige Fragen
Darf man während des Essens Wasser trinken?
Besser nicht: Flüssigkeit verdünnt den Magensaft und stört die Verdauung. Trinken Sie 20–30 Minuten vor dem Essen und ein bis anderthalb Stunden danach.
Wie viel Wasser soll man am Tag trinken?
Als Richtwert 6–8 Gläser reines Wasser nach Durst. Tee, Kaffee und Säfte zählen nicht zu dieser Menge.
Warum soll das Wasser am Morgen warm sein?
Warmes Wasser weckt Magen und Darm sanft und bringt die morgendliche Reinigung in Gang; eiskaltes löst einen Krampf aus.
Womit anfangen — Schritt für Schritt
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