Warum einen nach dem Mittagessen die Müdigkeit überkommt: unverträgliche Kombinationen

Dr. Boris Wydoff · 2026-09-09

Reichlich zu Mittag gegessen — und nach einer halben Stunde fallen die Augen zu, an Arbeiten ist nicht zu denken. Die meisten halten das für normal: „Der Organismus verdaut eben.“ In Wahrheit ist die Müdigkeit nach dem Essen ein Signal dafür, dass die Nahrung schwer und unter Kampf verdaut wird. Ein und dasselbe Mittagessen kann Kraft geben oder Kraft nehmen — alles entscheidet die Kombination der Speisen.

WAS IM MAGEN GESCHIEHT
Eiweiße und Kohlenhydrate werden unterschiedlich verdaut: Eiweiße brauchen ein saures Milieu, Kohlenhydrate ein basisches. Zusammen gegessen, behindern sie einander: Die Nahrung bleibt liegen, gärt und vergiftet das Blut mit Gärungsprodukten. Der Körper wirft gewaltige Kräfte in diesen Kampf — daher die Müdigkeit.

Die wichtigsten Kombinationsregeln

  • Eiweiß getrennt von Kohlenhydraten. Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Quark — nicht zusammen mit Brot, Getreidebrei, Kartoffeln und Nudeln. Fleisch gehört zu Gemüse und Kräutern, nicht zu einer Kartoffelbeilage.
  • Gemüse mischt man nicht mit Obst. Obst als eigene Mahlzeit und nicht als Dessert: Nach dem Mittagessen gegessen, gärt es über der übrigen Nahrung.
  • Melone und Wassermelone streng getrennt von allem: zwei Stunden nach dem Essen und zwei Stunden vor der nächsten Mahlzeit.
  • Die beste Zeit für Eiweiß ist um die Mittagszeit, von zwölf bis ein Uhr: Der Magensaft wird dann am kräftigsten gebildet.

Wie ein richtiges Mittagessen aussieht

Stellen Sie es nach einem von zwei Mustern zusammen. Das Eiweiß-Muster: Fisch oder Geflügel mit einem großen grünen Salat, ohne Brot. Das Kohlenhydrat-Muster: Getreidebrei oder Kartoffeln mit Gemüse, ohne Fleisch. Beides sättigt; der Unterschied ist, dass nach einem solchen Mittagessen Kraft übrig bleibt.

Übrigens essen wir die wichtigste „verbotene Kombination“ jeden Tag — das belegte Brot: Eiweiß mit Kohlenhydrat in Reinform.

Prüfen Sie es an sich selbst

Glauben Sie mir nicht aufs Wort — prüfen Sie es. Beobachten Sie eine Woche lang einfach: Nach welchen Kombinationen ist Ihnen schwer und schläfrig zumute und nach welchen leicht? Der Körper antwortet schneller, als Sie erwarten.

Woher diese Regeln stammen

Das System der Trennkost stützt sich auf die Arbeiten des Physiologen Herbert Shelton, der jahrzehntelang beobachtete, wie verschiedene Speisekombinationen verdaut werden. Ich habe diese Regeln an Tausenden meiner Schüler und Patienten überprüft: Schweregefühl, Sodbrennen und Müdigkeit nach dem Essen verschwinden bei den meisten schon in den ersten zwei Wochen — ganz ohne Medikamente, allein durch die Verteilung der Speisen auf verschiedene Mahlzeiten.

Was zu was passt: ein kurzer Spickzettel

  • Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier — mit grünem und stärkearmem Gemüse: Salat, Kohl, Gurken, Zucchini, Kräuter.
  • Getreidebrei, Kartoffeln, Brot — mit demselben Gemüse und pflanzlichen Fetten, aber ohne Fleisch.
  • Fette nicht mit Kohlenhydraten mischen: Brot mit Butter ist eine gewohnte, aber schwere Kombination.
  • Obst — getrennt; süßes Obst und Trockenfrüchte nicht mit Eiweiß verbinden.
  • Milch — für sich allein, nicht als Getränk zum Essen.

Wenn Sie schwach geworden sind

Ein Festessen lässt sich nicht abschaffen, und das muss es auch nicht. Die Regel ist einfach: Gönnen Sie dem Magen vor und nach einer schweren gemischten Mahlzeit Ruhe — eine längere Pause, Wasser, leichtes Gemüse. Eine falsche Mahlzeit ist keine Katastrophe; eine Katastrophe ist es, wenn jede Mahlzeit falsch ist.

Häufige Fragen

Warum darf man Fleisch nicht mit Kartoffeln essen?

Eiweiße brauchen ein saures Verdauungsmilieu, Kohlenhydrate ein basisches. Zusammen werden sie schlecht verdaut: Die Nahrung bleibt liegen und gärt, und der Mensch spürt Schwere und Müdigkeit.

Wann soll man Obst essen, wenn nicht nach dem Essen?

Als eigene Mahlzeit: zum Beispiel als Zwischenmahlzeit am Nachmittag, ohne es mit anderer Nahrung zu mischen. Nach dem Mittagessen sollten etwa zwei Stunden vergehen.

Darf man Melone mit anderen Lebensmitteln essen?

Nein, Melone und Wassermelone isst man streng getrennt: zwei Stunden nach jeder Mahlzeit und zwei Stunden vor der nächsten.

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Dr. Boris Wydoff

Boris Wydoff — Doktor der Naturheilkunde, Ph.D. Seit über fünfzig Jahren helfe ich Menschen, ihre Gesundheit durch Ernährung, Reinigung und die Kraft des Geistes wiederzugewinnen — in Europa, Amerika und Asien. Über den Autor →

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