Karottensaft: wie man ihn trinkt und womit man ihn mischt

Dr. Boris Wydoff · 2026-09-09

Frisch gepresster Gemüsesaft ist eine Nahrung, die in wenigen Minuten aufgenommen wird und die Verdauung kaum beansprucht. Die Zellen erhalten lebendige Vitamine, Enzyme und Mineralsalze — Baumaterial für die Erholung. Die Grundlage der gesamten Safttherapie ist der Karottensaft: Er nimmt in fast allen Mischungen den Hauptplatz ein.

NUR FRISCH UND ROH
Die Rede ist ausdrücklich von frischem, rohem Saft, unmittelbar vor dem Trinken zubereitet. Ein Getränk aus dem Karton ersetzt lebendigen Saft nicht: Die Pasteurisierung zerstört genau das, wofür wir ihn trinken. Und bereiten Sie den Saft nicht am Abend für den Morgen zu — die lebendigen Stoffe zerfallen binnen Stunden.

Drei bewährte Formeln

Die Mengen gelten für ein großes Glas von etwa 480 ml — Walkers Maß, ein Pint. Sie können auch die halbe Portion zubereiten.

  • Karotte 300 ml + Rote Bete 90 ml + Gurke 90 ml — der Klassiker der Reinigung: Unterstützung für Leber, Nieren und Gallenblase.
  • Karotte 300 ml + Spinat 180 ml — Nahrung für den Darm und das Nervensystem.
  • Karotte 210 ml + Sellerie 150 ml + Kopfsalat 120 ml — sanfte Mineralstoffunterstützung für den ganzen Organismus.

Wie man richtig trinkt

Beginnen Sie mit einem Glas Karotten- oder Karotten-Gemüse-Saft pro Tag, zwischen den Mahlzeiten. Trinken Sie ihn sofort nach der Zubereitung, in kleinen Schlucken, gleichsam „kauend“ — so vermischt sich der Saft mit dem Speichel und wird vollständiger aufgenommen. Nehmen Sie anfangs weniger Rote Bete: Sie wirkt kräftig, ihren Anteil steigert man allmählich.

Und eine wichtige Regel für die ersten Wochen: Saft ist eine Ergänzung der Ernährung, kein Ersatz für Mahlzeiten.

Warum gerade die Karotte

Die Karotte ist reich an Vitamin A in einer Form, die der Körper rasch aufnimmt, liefert die Vitamine der B-Gruppe, die Vitamine C, D, E und K sowie lebendige Mineralsalze. Richtig zubereiteter frischer Karottensaft nährt Darm und Leber und unterstützt Haut, Sehkraft und Schleimhäute. Die alte Schule der Safttherapie schätzte ihn auch bei den schwersten, langwierigen Erkrankungen — als eine Nahrung, die für die Verdauung keine Kraft kostet.

Walkers Maß: wie die Formeln zu lesen sind

Norman Walker, der Vater der Safttherapie, maß seine Mischungen in Pint ab — 16 Flüssigunzen, etwa 480 ml, wobei ein Teil einer Unze entspricht (rund 30 ml). Daher meine Zahlen: „Karotte 300 + Rote Bete 90 + Gurke 90“ sind Walkers 10:3:3. In meinem Buch „Das ABC der Gesundheit“ finden Sie das vollständige Nachschlagewerk: 75 Zustände und 78 Formeln, alle in Milliliter umgerechnet.

Praktische Kleinigkeiten, die entscheiden

Den Saft sollten Sie in den ersten Minuten nach dem Pressen trinken. Das Gemüse — möglichst frisch, gern mit Kräutern; eine welke Karotte gibt einen welken Saft. Rote Bete führen Sie mit ein bis zwei Löffeln Saft in der Mischung ein. Für Kinder verdünnt man den Saft zur Hälfte mit Wasser. Und süßen Sie ihn nicht: Die Aufgabe des Saftes ist zu nähren, nicht die Zunge zu unterhalten.

Vorsicht

Bei Diabetes, Gallen- oder Nierensteinen sowie einem akuten Geschwürsschub führen Sie Säfte nur nach Absprache mit dem Arzt ein: Mengen und Zusammensetzungen werden in diesen Fällen gesondert gewählt.

Häufige Fragen

Wie viel Karottensaft darf man am Tag trinken?

Beginnen Sie mit einem Glas pro Tag zwischen den Mahlzeiten. Im System der Safttherapie reichen die Mengen von einem halben Liter aufwärts — gesteigert werden sie jedoch allmählich und je nach Befinden.

Kann man frischen Saft durch gekauften ersetzen?

Nein. Ein pasteurisiertes Getränk aus dem Karton enthält keine lebendigen Enzyme — und genau ihretwegen trinkt man frisch gepressten Saft.

Warum soll man den Saft in kleinen Schlucken trinken?

Vermischt mit dem Speichel wird der Saft vollständiger aufgenommen. In einem Zug getrunken, rutscht er ohne Vorbereitung hindurch.

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Dr. Boris Wydoff

Boris Wydoff — Doktor der Naturheilkunde, Ph.D. Seit über fünfzig Jahren helfe ich Menschen, ihre Gesundheit durch Ernährung, Reinigung und die Kraft des Geistes wiederzugewinnen — in Europa, Amerika und Asien. Über den Autor →

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