Große Klette: Wurzel, Wirkung und Anwendung

Dr. Boris WydoffDr. Boris Wydoff
Große Klettenblätter in der Natur und getrocknete Wurzelstücke neben einer Tasse Kräuteraufguss auf einem Tisch

Die Große Klette, auch Klette genannt, ist eine zweijährige Pflanze mit großen Blättern und einer dicken, fleischigen Wurzel. In pflanzenheilkundlichen Nachschlagewerken wird die Wurzel traditionell als harntreibendes und schweißtreibendes Mittel beschrieben. Sie wird außerdem bei Ödemen, Nierensteinen, Erkältungsbeschwerden, Gicht und Gelenkrheuma eingesetzt. Bekannt ist auch die äußerliche Anwendung der Wurzel für die Haare. Wenn von der Wirkung der Klette die Rede ist, sind damit meist die traditionellen Verwendungsmöglichkeiten ihrer Wurzeln gemeint, obwohl auch junge Blätter und Triebe als Lebensmittel verwendet werden.

Was ist die Große Klette und woran erkennt man sie?

Die Große Klette (*Arctium lappa L.*) gehört zur Familie der Korbblütler. Es handelt sich um eine zweijährige krautige Pflanze. Sie kann eine Höhe von 1,5–3 Metern erreichen. Die Klette hat eine dicke, fleischige Pfahlwurzel.

Im ersten Jahr entwickelt sich eine Blattrosette am Boden. Im zweiten Jahr bildet sich ein Stängel. Die Pflanze blüht, bildet Früchte und stirbt nach der Reife der Samen ab. Die Blütezeit liegt im Juli–August, die Früchte reifen im August–September.

Die Blätter der Klette sind groß und rundlich. Sie können einen Durchmesser von etwa einem halben Meter erreichen. Auf der Unterseite sind die Blätter graufilzig behaart und haben lange Blattstiele. An diesen Blättern lässt sich die Klette nur schwer mit den meisten anderen wild wachsenden Pflanzen verwechseln.

Die Blüten sind röhrenförmig und lilapurpurfarben. Sie stehen in großen, fast kugelförmigen Körbchen. Die Hüllblätter der Körbchen sind steif und haben hakenförmige Spitzen. Mit diesen Haken bleiben sie an der Kleidung von Menschen und im Fell von Tieren hängen.

So verbreitet die Klette ihre Samen. Diese Besonderheit ist weit über die Gebiete hinaus bekannt, in denen die Pflanze wächst. In einem Nachschlagewerk über Wildpflanzen wird darauf hingewiesen, dass die Klette stickstoffreiche Böden bevorzugt und deshalb häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen wächst.

Warum verbreitet sich die Klette so leicht?

Nach der Reife der Samen lösen sich die Fruchtkörbchen leicht ab. Ihre hakenförmigen Hüllblätter bleiben an Tierfell und Kleidung hängen, wodurch die Früchte über große Entfernungen transportiert werden. Diese Art der Verbreitung hat die Pflanze besonders bekannt gemacht und zu ihrer weiten Ausbreitung beigetragen.

Im Volksmund hat sich diese Eigenschaft in der Redewendung „wie eine Klette an jemandem hängen“ niedergeschlagen. Auch die Bezeichnung „Klette“ hängt mit der Eigenart der Pflanze und ihren haftenden Fruchtkörbchen zusammen.

Es gibt auch andere Klettenarten. An denselben Standorten kann man die Filzige Klette, auch Spinnwebige Klette genannt, und die Kleine Klette finden. Die Spinnwebige Klette hat kleinere Fruchtkörbchen und eine dichtere Behaarung. In Kräuterbüchern wird darauf hingewiesen, dass die Filzige Klette ebenso wie die Große Klette verwendet wird.

Woher stammt der Name?

Die deutsche Bezeichnung „Klette“ bezieht sich auf die haftenden Fruchtkörbchen der Pflanze. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das Wort auch im übertragenen Sinn verwendet. Der lateinische Gattungsname *Arctium* wird mit dem altgriechischen Wort *arktos* – „Bär“ – in Verbindung gebracht, während die Artbezeichnung *lappa* „haftend“ bedeutet. Der Name verweist auf die charakteristische Eigenschaft der Pflanze: ihre Fruchtkörbchen bleiben an anderen Oberflächen hängen.

Auch die Verbreitungsgeschichte der Klette hängt mit ihren Früchten zusammen. Historischen Angaben zufolge gelangte die Klette zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit den Trossen der russischen Armee, die Napoleon verfolgte, nach Westeuropa. Ihre Früchte konnten dank der zahlreichen Haken an den Hüllblättern leicht von Menschen und Tieren weitergetragen werden.

Große Klette: Wirkung und Inhaltsstoffe der Wurzel

Der wichtigste verwendete Pflanzenteil ist die Wurzel. Sie enthält bis zu 45% Inulin, etwa 12% Protein, ätherisches und fettes Öl, Palmitinsäure und Stearinsäure, Sitosterin und Stigmasterin sowie Gerbstoffe und Bitterstoffe. Die Wurzeln sind außerdem reich an Mineralstoffen.

In den Blättern wurden Gerbstoffe, ätherisches Öl und Ascorbinsäure nachgewiesen. Die Zusammensetzung der Pflanze erklärt das Interesse an ihr in der Pflanzenheilkunde. Das Vorhandensein bestimmter Inhaltsstoffe allein beweist jedoch nicht, dass die Klette bei bestimmten Erkrankungen wirksam ist.

Was enthält die Große Klette?

Besonders hervorzuheben ist das Inulin: Sein Anteil in den Wurzeln kann bis zu 45% betragen. Daneben werden Eiweißstoffe, ätherisches und fettes Öl, Palmitinsäure und Stearinsäure, Sitosterin, Stigmasterin sowie Gerbstoffe und Bitterstoffe beschrieben.

In Nachschlagewerken wird außerdem der hohe Mineralstoffgehalt der Wurzeln hervorgehoben. Die Blätter unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung von der Wurzel: In ihnen wurden Gerbstoffe, ätherisches Öl und Ascorbinsäure nachgewiesen.

Laut pflanzenheilkundlichen Nachschlagewerken werden Klettepräparate traditionell für unterschiedliche Zwecke eingesetzt. Die Wurzel wird vor allem als harntreibendes und schweißtreibendes Mittel beschrieben. Früher wurde sie in der Medizin genau zu diesem Zweck verwendet.

Was wird traditionell mit der Klette behandelt: die Harnwege

Die Klettenwurzel wird traditionell als harntreibendes Mittel verwendet. In Nachschlagewerken wird ihr Einsatz bei Ödemen und Nierensteinen erwähnt. In der Volksheilkunde wurde ein Wurzelabsud auch zur Unterstützung der Nieren und Harnleiter eingesetzt. Außerdem ist die Anwendung eines solchen Absuds bei chronischer Verstopfung beschrieben.

Das bedeutet nicht, dass sich jede Erkrankung der Harnwege eigenständig mit Pflanzen behandeln lässt. Bei Schmerzen, Blut im Urin, Harnverhalt oder anderen ausgeprägten Beschwerden ist ärztliche Hilfe erforderlich.

Große Klette: traditionelle Anwendung bei Stoffwechselstörungen und Gelenkbeschwerden

In Kräuterbüchern wird die Klettenwurzel als Mittel beschrieben, das traditionell zur Unterstützung der Stoffwechselvorgänge eingesetzt wird. Insbesondere wird sie mit der Anwendung bei Gicht und Gelenkrheuma in Verbindung gebracht.

In Nachschlagewerken wird auch die Wirkung von Klettepräparaten auf Stoffwechselvorgänge beschrieben. Diese Angaben beziehen sich auf die traditionelle und in der Literatur dokumentierte Verwendung der Pflanze.

Wie unterstützt die Klette die Verdauung?

In pflanzenheilkundlichen Nachschlagewerken wird auf den Einfluss von Klettepräparaten auf die Funktionen von Magen und Darm hingewiesen. In der Volksmedizin wurde ein Wurzelabsud bei chronischer Verstopfung eingesetzt. Es gibt auch Angaben zu einer gallentreibenden Wirkung von Klettepräparaten. Deshalb wird die Wurzel in Beschreibungen pflanzlicher Rohstoffe aufgeführt, die traditionell zur Unterstützung der Verdauung verwendet werden.

Wie wurde die Klette bei Erkältungsbeschwerden angewendet?

Klettenwurzeln werden traditionell bei Erkältungskrankheiten als fiebersenkendes und schweißtreibendes Mittel eingesetzt. Dies gehört zu den älteren Anwendungsgebieten der Pflanze. Früher zählten insbesondere die harntreibende und die schweißtreibende Wirkung der Wurzel zu ihren bekanntesten Eigenschaften.

Wirkung der Klette für die Haare: äußerliche Anwendung

Einen besonderen Stellenwert hat die Verwendung der Klette für die Haare. Nach Angaben in Nachschlagewerken ist ein Auszug der Wurzeln in Mandel- oder Olivenöl als „Klettenwurzelöl“ bekannt. Er wird zur Förderung des Haarwuchses und zur Kräftigung der Haare verwendet.

In der Volksheilkunde wurden die Haare auch mit einem Wurzelabsud gewaschen, um sie zu kräftigen. Die Anwendung der Klette beschränkt sich nicht auf die Einnahme der Wurzel. Sie wurde auch äußerlich verwendet, insbesondere zur Haarpflege.

Wie nimmt man die Große Klette ein und wie bereitet man einen Absud richtig zu?

Wenn es darum geht, wie man die Große Klette einnimmt, sollte man berücksichtigen, dass in Nachschlagewerken konkrete traditionelle Anwendungsmöglichkeiten beschrieben werden und kein allgemeines Schema für jede Erkrankung. Man sollte die Dosierung nicht eigenständig festlegen, die Rezeptur nicht verändern und eine verordnete Behandlung nicht durch pflanzliche Rohstoffe ersetzen.

In Kräuterbüchern ist ein Absud aus Klettenwurzeln beschrieben, der zur Unterstützung der Nieren und Harnleiter sowie bei chronischer Verstopfung verwendet wurde. Dafür nimmt man jeweils einen Esslöffel fein geschnittener Löwenzahn- und Klettenwurzeln. Die Mischung wird mit drei Gläsern Wasser übergossen.

Die Wurzeln lässt man über Nacht einweichen. Am Morgen kocht man sie sieben Minuten lang bei schwacher Hitze. Anschließend nimmt man den Topf vom Herd und lässt den Absud weitere zwanzig Minuten zugedeckt ziehen. Danach wird er abgeseiht.

Genau diese Zubereitungsfolge ist im Kräuterbuch angegeben.

Bei diesem Rezept wird nicht nur Klette verwendet, sondern eine Mischung aus Kletten- und Löwenzahnwurzeln. Deshalb sollte man die Zusammensetzung, die Menge der pflanzlichen Rohstoffe oder die Wassermenge nicht eigenmächtig verändern.

In Nachschlagewerken wird auch die äußerliche Verwendung der Wurzel beschrieben. Ein Auszug in Mandel- oder Olivenöl wird als „Klettenwurzelöl“ bezeichnet. Er wird traditionell zur Haarpflege verwendet.

Was wird noch aus der Großen Klette hergestellt?

Die Klette ist nicht nur als Heilpflanze bekannt. In Ratgebern über Wildpflanzen wird darauf hingewiesen, dass sich aus Wurzeln, jungen Blättern und Trieben Gemüsegerichte zubereiten lassen. Die Klette gehört zu den essbaren Wildpflanzen. Das ist ein eigenständiger Bereich ihrer Verwendung.

Wie wird die Klette in der Küche verwendet?

In vielen Ländern gilt die Klette seit Langem als Gemüsepflanze. In Japan gibt es kommerzielle Klettenanbauflächen. Ihre Wurzel kann anstelle von Karotten, Petersilie und Pastinaken verwendet werden.

Junge Wurzeln sind besonders im Herbst geschätzt. Sie werden als roh, gebacken oder gebraten essbar beschrieben. Außerdem gibt man die Wurzeln anstelle von Kartoffeln in Suppen und verwendet sie zur Herstellung von Fruchtmus und Marmelade.

Junge Blätter und Blattstiele kommen in Salate, Suppen und Brühen. Man kocht sie und isst sie mit Butter. Geröstete Wurzeln werden als Kaffeeersatz verwendet. Es gibt auch eine traditionelle Zubereitungsart für junge Triebe: Man legt sie in kaltes Wasser, kocht sie anschließend, zieht die Haut von den Stängeln ab, schneidet sie klein und brät sie mit anderen Zutaten an. Als wichtigster Heilpflanzenrohstoff gilt jedoch die Wurzel. In pharmakognostischen Beschreibungen wird sie unter der Warenbezeichnung *Radix Bardanae* geführt.

Man sollte die Verwendung als Lebensmittel nicht mit der medizinischen Anwendung verwechseln. Wenn die Pflanze im Rahmen der traditionellen Pflanzenheilkunde verwendet werden soll, insbesondere bei bestehenden Erkrankungen oder bei der Einnahme von Medikamenten, bespricht man dies am besten mit einer Fachperson.

Wann und wie sammelt man die Wurzel der Großen Klette?

Die wichtigste Regel beim Sammeln hängt vom Alter der Pflanze ab. Nach Angaben in Nachschlagewerken werden die medizinisch verwendeten Klettenwurzeln im September–Oktober des ersten Vegetationsjahres ausgegraben. In dieser Zeit sind die Wurzeln des ersten Jahres noch saftig und fleischig. Die Wurzeln des zweiten Jahres werden bereits holzig und eignen sich nicht mehr für medizinische Zwecke. Nach dem Ausgraben entfernt man die Erde von den Wurzeln und wäscht sie mit Wasser. Anschließend schneidet man die oberirdischen Pflanzenteile am Wurzelhals ab. Die Wurzeln werden geschält.

Das vorbereitete Pflanzenmaterial wird in 10–15 cm lange Stücke geschnitten. Dicke Wurzeln werden zusätzlich der Länge nach geteilt. Die Wurzeln trocknet man an der frischen Luft oder in einem gut belüfteten Raum.

Es gibt noch einen weiteren Grund, den Sammelort sorgfältig auszuwählen. Die Klette bevorzugt stickstoffreiche Böden und wächst häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen. Deshalb ist der Ort der Ernte wichtig. Für medizinische Rohstoffe sollte man möglichst saubere Flächen wählen, die weit von verschmutzten Gebieten entfernt liegen.

Warum ist es wichtig, nur die Wurzeln des ersten Jahres zu sammeln?

Bei der zweijährigen Klette bildet sich im ersten Jahr eine Blattrosette am Boden, und die saftige, fleischige Wurzel entwickelt sich. Im zweiten Jahr konzentriert die Pflanze ihre Kräfte auf die Bildung des Stängels, die Blüte und die Fruchtbildung. Danach wird die Wurzel holzig.

Deshalb reicht es nicht aus, sich allein am Kalender zu orientieren. Bei der Ernte muss man nicht nur den Monat, sondern auch das Alter der Pflanze berücksichtigen. Für medizinische Rohstoffe eignen sich ausschließlich die Wurzeln des ersten Vegetationsjahres.

Wie wird die Große Klette angewendet und was behandelt man traditionell damit?

Fasst man die Angaben aus Nachschlagewerken zusammen, beziehen sich die wichtigsten Anwendungen auf die Wurzel.

Früher verwendete man die Wurzeln als harntreibendes und schweißtreibendes Mittel. In der Volksheilkunde setzte man sie bei Ödemen, Nierensteinen, Erkältungsbeschwerden, Gicht, Gelenkrheuma und chronischer Verstopfung ein.

Auch eine gallentreibende Wirkung von Klettepräparaten wird beschrieben. Äußerlich verwendete man die Wurzel zur Haarpflege. Auch in der Medizingeschichte ist die Pflanze seit Langem bekannt. Die Wurzeln der Großen Klette waren in den ersten drei Ausgaben der russischen Pharmakopöe aufgeführt.

Die historische Beschreibung der Pflanzenanwendung sollte jedoch nicht als Beweis dafür verstanden werden, dass die Pflanze bei jeder Erkrankung wirksam ist. Die Klette bleibt ein pflanzlicher Arzneirohstoff mit bestimmten traditionellen Anwendungsmöglichkeiten.

Wie findet man die Große Klette im Ausland?

Im Ausland wird die Große Klette (*Arctium lappa*) unter verschiedenen Namen verkauft. Bei der Suche sollte man die lateinische Bezeichnung und den verwendeten Pflanzenteil auf der Verpackung überprüfen.

In welcher Form wird sie verkauft?

Am häufigsten wird die Wurzel verwendet:

Wo kann man danach suchen?

Überprüfen Sie auf der Verpackung die Bezeichnung *Arctium lappa*, den Pflanzenteil – *Radix* (Wurzel) – sowie die Angabe, ob es sich um ein Arzneimittel oder ein gewöhnliches Nahrungsergänzungsmittel handelt. Achten Sie, sofern vorhanden, auf eine Bio-Zertifizierung: USDA Organic, EU Organic/*Bio*-Siegel oder AB (*Agriculture Biologique*).

Die Verkaufsregeln unterscheiden sich je nach Land: In den USA werden solche Produkte als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, während Arzneitees (*Arzneitee*) in Deutschland festgelegte pharmazeutische Qualitätsanforderungen erfüllen müssen.

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Bei der Verwendung der Klette sind die korrekte Bestimmung der Pflanze und die Qualität des Pflanzenmaterials wichtig. Das gilt besonders für Wildpflanzen, die man selbst sammelt.

Verwenden Sie keine unbekannten Mischungen oder pflanzlichen Rohstoffe, wenn Zweifel daran bestehen, welche Pflanze tatsächlich gesammelt wurde. In der Literatur sind Fälle beschrieben, in denen anstelle der Klette anderes Pflanzenmaterial verwendet wurde.

Bei chronischen Erkrankungen, während der Schwangerschaft und Stillzeit, im Kindesalter sowie bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte man die Anwendung von Heilpflanzen vorher mit einem Arzt besprechen.

Besondere Vorsicht ist bei Menschen mit Pflanzenallergien geboten. Die Klette gehört zur Familie der Korbblütler. Bei einer bekannten Unverträglichkeit gegenüber Pflanzen aus dieser Familie sollte die Anwendung daher mit einer Fachperson besprochen werden.

Man sollte die Klette nicht eigenständig als Ersatz für eine verordnete Behandlung verwenden. Die traditionelle Anwendung der Pflanze ersetzt weder eine Diagnostik noch ärztliche Hilfe.

Wann braucht man einen Arzt?

Ein Arzt ist erforderlich, wenn die Beschwerden ausgeprägt sind, anhalten oder sich verschlimmern. Besonders wichtig ist es, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen bei starken Schmerzen, hohem Fieber, Problemen beim Wasserlassen, Blut im Urin, ausgeprägten Ödemen oder anderen neu auftretenden Symptomen. Eine fachliche Beratung ist auch dann notwendig, wenn die Klette zusammen mit Medikamenten verwendet werden soll. Bei chronischen Erkrankungen stellt der Arzt die Diagnose und legt die Behandlung fest. Schwangere und stillende Frauen, Kinder sowie Menschen, die dauerhaft Medikamente einnehmen, sollten die Verwendung pflanzlicher Arzneirohstoffe ebenfalls vorher mit einer Fachperson besprechen.

Wenn nach der Anwendung der Pflanze Anzeichen einer allergischen Reaktion auftreten, sollte die weitere Verwendung beendet und medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

AUS DER REDAKTION
Der Artikel wurde auf Grundlage pflanzenheilkundlicher Nachschlagewerke und traditioneller Kräuterbücher erstellt und dient ausschließlich der Information. Er ersetzt keine ärztliche Beratung.

Häufige Fragen

Wofür ist die Große Klette bekannt?

Die Wurzel wird traditionell als harntreibendes und schweißtreibendes Mittel sowie bei Ödemen, Nierensteinen, Erkältungsbeschwerden, Gicht und Gelenkrheuma eingesetzt.

Wie bereitet man die Große Klette richtig als Tee zu?

Für den in einem Kräuterbuch beschriebenen Absud nimmt man jeweils 1 Esslöffel fein geschnittener Kletten- und Löwenzahnwurzeln auf 3 Gläser Wasser, lässt sie über Nacht einweichen, kocht sie 7 Minuten lang und lässt den Absud weitere 20 Minuten ziehen.

Wofür verwendet man die Große Klette?

Die Wurzel wird traditionell innerlich angewendet. Ein Auszug der Wurzeln in Mandel- oder Olivenöl wird für die Haare verwendet.

Wann sollte man die Klettenwurzel am besten sammeln?

Die Wurzeln werden im September–Oktober des ersten Vegetationsjahres ausgegraben. Die Wurzeln des zweiten Jahres werden holzig und eignen sich nicht mehr für medizinische Zwecke.

Kann man Klette essen?

Ja. In Nachschlagewerken über Wildpflanzen wird angegeben, dass sich aus Klettenwurzeln, jungen Blättern und Trieben Gemüsegerichte zubereiten lassen.

Was sollte man bei Gegenanzeigen der Großen Klette beachten?

Vorsicht ist bei Pflanzenallergien, Schwangerschaft, Stillzeit, im Kindesalter, bei chronischen Erkrankungen und bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme geboten.

Hilft die Klette den Haaren?

Ein Auszug der Wurzeln in Mandel- oder Olivenöl, bekannt als „Klettenwurzelöl“, wird traditionell zur Förderung des Haarwuchses und zur Kräftigung der Haare verwendet.

Wie unterscheidet man die Große Klette von anderen Arten?

Die Große Klette hat sehr große, rundliche Blätter mit einem Durchmesser von bis zu 0,5 m, die auf der Unterseite graufilzig behaart sind, sowie eine dicke, fleischige Pfahlwurzel.

Welche Vorteile und Nachteile hat die Große Klette?

Die Klettenwurzel wird im Rahmen der traditionellen Pflanzenheilkunde verwendet und außerdem äußerlich zur Haarpflege eingesetzt. Mögliche Einschränkungen bestehen bei Allergien, chronischen Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit, im Kindesalter und bei der Einnahme von Medikamenten. Deshalb sollte man die Anwendung vorher mit einem Arzt besprechen.

Wie nimmt man die Große Klette ein?

In Kräuterbüchern ist ein Absud aus einer Mischung von Kletten- und Löwenzahnwurzeln beschrieben, der nach dem im Artikel angegebenen Rezept zubereitet wird. Dies ist eine traditionelle Anwendungsmethode und kein allgemeines Behandlungsschema. Bei Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme sollte man vorher eine Fachperson konsultieren.

Dr. Boris Wydoff

Boris Wydoff — Doktor der Naturheilkunde, Ph.D. Seit über fünfzig Jahren helfe ich Menschen, ihre Gesundheit durch Ernährung, Reinigung und die Kraft des Geistes wiederzugewinnen — in Europa, Amerika und Asien. Über den Autor →

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