Sand-Strohblume: Wirkung für Leber und Galle

Dr. Boris WydoffDr. Boris Wydoff
Goldgelbe Blütenstände der Sand-Strohblume und eine Tasse Aufguss auf einem Holztisch ohne Menschen

Die Sand-Strohblume, auch Sand-Immortelle genannt, ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Ihre Blütenstände werden traditionell in der Phytotherapie verwendet. Die Pflanze wird vor allem mit dem Gallenfluss sowie der Funktion der Leber und der Gallenwege in Verbindung gebracht. Aus den Blütenständen werden wässrige Aufgüsse und Abkochungen zubereitet.

Was ist das für eine Pflanze und woran erkennt man sie?

Die Sand-Strohblume wird auch Sand-Immortelle genannt. Ihr lateinischer Name lautet *Helichrysum arenarium*. Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler, auch Korbblumengewächse genannt. Als pflanzliches Ausgangsmaterial für Heilmittel werden ihre Blütenstände verwendet.

Die Sand-Immortelle ist in den Steppengebieten des europäischen Teils Russlands, im Vorkaukasus, in Zentralasien und im südlichen Sibirien verbreitet. Am westlichen Rand ihres Verbreitungsgebiets kommt sie auch in Waldsteppen und Waldgebieten vor. Dort findet man sie auf sandigen Böden in trockenen Kiefernwäldern.

Ende Mai erscheinen in den trockenen Steppen die goldgelben Blütenstände der Sand-Immortelle. Einzelne blühende Pflanzen sind bis in den Herbst hinein zu sehen. Die gesamte Pflanze ist dicht behaart und hat eine weißlich-graugrüne Färbung.

Diese Behaarung hilft der Sand-Immortelle, kleine Wasservorräte zu bewahren. Dadurch verträgt sie trockene Bedingungen, unter denen andere Pflanzen unter der Hitze leiden. Die kleinen Blüten sind in zahlreichen Körbchen angeordnet. Die Hüllblätter sind strohgelb bis orange gefärbt. Auch nach dem Abschneiden behalten die Blütenstände lange ihr ursprüngliches Aussehen.

Deshalb wird die Sand-Strohblume nicht nur in der Phytotherapie verwendet. Die getrockneten Blütenstände eignen sich auch für Kränze und Wintersträuße. Früher legte man sie zwischen die Doppelfenster. Bündel der Sand-Strohblume wurden außerdem in Truhen und Vorratsräumen aufbewahrt: Man glaubte, dass ihr Duft Motten fernhält.

Die Sand-Immortelle sollte nicht mit der einjährigen Strohblume verwechselt werden. Es handelt sich um unterschiedliche Pflanzen. Die einjährige Strohblume trägt den lateinischen Namen *Xeranthemum annum*.

Wie unterscheidet man die Sand-Immortelle von der einjährigen Strohblume?

Auch die einjährige Strohblume gehört zur Familie der Korbblütler und wächst an trockenen Steppenstandorten. Deshalb kann die äußerliche Ähnlichkeit irreführend sein. Es handelt sich jedoch um eine einjährige Pflanze, die etwa 10–50 cm hoch wird und gerade, gerippte, verzweigte Stängel sowie schmal-lineare Blätter besitzt.

Bei der einjährigen Strohblume stehen die Blütenkörbchen einzeln an den Spitzen der Stängel und ihrer Verzweigungen. Sie erreichen einen Durchmesser von etwa 2,5 cm. Die inneren, häutigen Hüllblätter sind deutlich länger als die äußeren, strahlenförmig nach außen gebogen und leuchtend rosa oder rosaviolett gefärbt. Dadurch entsteht der Eindruck von Blütenblättern, obwohl die Pflanze keine Zungenblüten besitzt.

Bei der Sand-Immortelle bilden dagegen zahlreiche Blütenkörbchen dichte Gruppen, und die Hüllblätter sind gelblich bis orange gefärbt. Die gesamte Pflanze hat eine charakteristische weißlich-graugrüne Farbe und ist stark behaart. Beim Sammeln sollte man sich deshalb nicht allein auf die Bezeichnung „Immortelle“ verlassen: Ähnlich aussehende Trockenblumen unterscheiden sich sowohl in ihrem Aussehen als auch in ihrem botanischen Namen.

Warum wächst die Sand-Immortelle an trockenen, sandigen Standorten?

Die Sand-Immortelle gehört zu den Pflanzen sandiger Lebensräume, den sogenannten Psammophyten.

Eine dichte Behaarung ist ein typisches Merkmal von Pflanzen, die an heißes und trockenes Klima angepasst sind. Die feinen Haare helfen, den Wasserverlust zu verringern. Steppenpflanzen verfügen auch über andere Anpassungen an Trockenheit: kräftige Wurzelsysteme, einen wachsartigen Überzug auf den Blättern, tief eingeschnittene Blattspreiten oder kleinere Blätter. Bei der Sand-Immortelle fällt besonders die weißlich-graugrüne Färbung ihrer dicht behaarten oberirdischen Pflanzenteile auf.

In der trockenen Steppe helfen die auffälligen Blütenkörbchen dabei, Insekten anzulocken. Das Vieh frisst die Sand-Strohblume gewöhnlich nicht, sodass sie auf Weiden weitgehend unberührt stehen bleiben kann.

Wie wurde die Sand-Strohblume im Alltag verwendet?

Dass die Blütenstände lange ihr Aussehen behalten, ist seit Langem bekannt. Schon im alten Rom verwendete man solche Pflanzen zu Dekorationszwecken und fertigte Kränze und Blumensträuße aus Immortellen an.

In der russischen Tradition verband man die getrockneten Blüten mit der Erinnerung an den Sommer. Man legte sie zwischen Doppelfenster. Die Bezeichnung „Frostkraut“ erklärte man damit, dass die Pflanze im Winter wie eine frische, goldgelbe Blume aussah.

Die Sand-Immortelle war im Volksalltag auch als Mittel gegen Motten bekannt: Man legte Bündel in Truhen und Vorratsräume. Die dekorative und alltägliche Verwendung der Pflanze bestand neben ihrem Einsatz in der Volksmedizin.

Sand-Strohblume: Nutzen und traditionelle Heilwirkungen

Die wichtigste Anwendung der Sand-Immortelle hängt mit dem Gallenfluss zusammen. Galenische Zubereitungen der Pflanze fördern die Bildung und Abgabe von Galle, beeinflussen ihre Zusammensetzung und erhöhen den Tonus der Gallenblase. Auch eine krampflösende Wirkung wurde beschrieben. Sie betrifft die glatte Muskulatur des Darms, der Gallenwege, der Gallenblase und der Blutgefäße. Darüber hinaus regen Zubereitungen der Sand-Strohblume die Magensaftsekretion und die sekretorische Funktion der Bauchspeicheldrüse an. Auch eine Zunahme der Harnausscheidung wurde beobachtet.

In experimentellen Untersuchungen wurde bei den Blüten eine antibakterielle Aktivität festgestellt. Diese Ergebnisse beziehen sich auf experimentelle Beobachtungen.

Welche Anwendungsgebiete der Sand-Immortelle werden in der Phytotherapie beschrieben?

In Kräuterbüchern werden wässrige Abkochungen der Blütenstände bei Lebererkrankungen beschrieben. Wässrige Aufgüsse wurden ebenfalls bei Erkrankungen der Leber und der Gallenblase verwendet. In älteren Rezepten findet sich die Sand-Strohblume auch bei Gelbsucht. Beschrieben werden sowohl Zubereitungen aus einer einzelnen Pflanze als auch Mischungen aus mehreren Kräutern. Zubereitungen der Sand-Immortelle fördern den Gallenfluss und unterstützen den Abfluss der Galle. Außerdem wurden Veränderungen ihrer Viskosität, relativen Dichte und des Gehalts einzelner Bestandteile beschrieben.

In der Fachliteratur findet sich auch die Beschreibung, dass bei chronischer kalkulöser Cholezystitis Sand und kleine Steine ausgeschwemmt werden könnten. Bei Gallensteinen sollte man jedoch keine gallenflussfördernden Aufgüsse oder Abkochungen auf eigene Faust verwenden. Eine gestörte Gallenableitung muss ärztlich beurteilt werden.

Welche Wirkungen werden mit den Inhaltsstoffen der Pflanze in Verbindung gebracht?

In Nachschlagewerken wird die Wirkung der Sand-Strohblume vor allem mit Flavonoidverbindungen in Verbindung gebracht. Es wird beschrieben, dass diese an der krampflösenden Wirkung der Pflanzenzubereitungen beteiligt sind, unter anderem auf die glatte Muskulatur des Darms, der Gallenwege und der Gallenblase.

Auch die Wirkung auf die Galle wird genauer beschrieben: Die Zubereitungen können den Gehalt an Gallensäuresalzen und Bilirubin erhöhen, das Verhältnis von Gallensäuresalzen zu Cholesterin verbessern, die Konzentration bestimmter Gallensäuren verringern und die Viskosität sowie die relative Dichte der Galle senken. Diese pharmakologischen Beobachtungen beziehen sich auf Zubereitungen der Sand-Strohblume. Sie bedeuten nicht, dass ein selbst zubereiteter Aufguss eine ebenso vorhersehbare Wirkung hat.

Welche Inhaltsstoffe enthalten die Blütenstände?

In den Blütenständen wurden Flavonoidglykoside nachgewiesen, darunter Salipurposid, Kämpferol und Isosalipurposid. Zu den ebenfalls genannten Flavonoiden gehören Naringenin und Apigenin. Darüber hinaus wurden ätherisches Öl, Phthalide, höhermolekulare Alkohole, Steroidverbindungen, Inosit, Gerbstoffe, Fettsäuren, Mineralsalze und Spurenelemente beschrieben. In den Blütenständen wurden Ascorbinsäure und Vitamin K nachgewiesen. Außerdem gibt es mehrere nicht identifizierte Farbstoffe phenolischer Natur. Ein Teil der pharmakologischen Eigenschaften der Sand-Strohblume wird mit ihren Flavonoidverbindungen in Verbindung gebracht. Insbesondere werden diese im Zusammenhang mit der krampflösenden Wirkung der Pflanzenzubereitungen betrachtet.

Was ist sonst noch über die Wirkung von Zubereitungen der Sand-Strohblume bekannt?

Neben dem Einfluss auf den Gallenfluss wird in Nachschlagewerken eine anregende Wirkung auf die Magensaftsekretion und die sekretorische Funktion der Bauchspeicheldrüse erwähnt. Auch eine Zunahme der Harnausscheidung wurde beschrieben. In experimentellen Studien wurde bei den Blüten eine antibakterielle Aktivität festgestellt. Diese Ergebnisse lassen sich jedoch nicht unmittelbar auf die Behandlung von Infektionskrankheiten beim Menschen übertragen.

In medizinischen Nachschlagewerken wird die Sand-Strohblume als gallenflussfördernde Pflanze beschrieben, die bei akuten und chronischen Erkrankungen der Leber, der Gallenblase und der Gallenwege eingesetzt wurde. In der Volksmedizin war das Anwendungsspektrum deutlich breiter: Die Pflanze wurde bei Erkältungen und Bronchitis, bestimmten Hauterkrankungen sowie bei Beschwerden des Magens und der Bauchspeicheldrüse verwendet. Diese traditionellen Anwendungen sind nicht mit wissenschaftlich belegten Anwendungsgebieten gleichzusetzen.

Wie bereitet man die Sand-Strohblume richtig zu und wie wird sie angewendet?

Für die Zubereitung zu Hause werden wässrige Aufgüsse und Abkochungen der Blütenstände beschrieben. Eine Variante ist ein Blütenaufguss aus 10–15 g Pflanzenmaterial auf 200 ml Wasser.

Dieser Aufguss wurde 30 Minuten vor dem Essen nach einem Schema eingenommen, das sich im Laufe von sechs Tagen änderte. Am ersten Tag jeweils ein Drittel eines Glases. Am zweiten Tag jeweils ein Drittel eines Glases 3-mal täglich.

Am dritten Tag jeweils ein halbes Glas 3-mal täglich. Am vierten Tag etwa drei Viertel eines Glases 1-mal täglich. Am fünften Tag ein halbes Glas 2-mal täglich. Am sechsten Tag ein halbes Glas 1-mal täglich.

Bei Bedarf wurde in dieser Beschreibung die Einnahme des Aufgusses nach 7 Tagen wiederholt.

Bei Gallensteinen und einer gestörten Durchgängigkeit der Gallenwege darf dieses Schema nicht eigenständig angewendet werden. Die Sand-Strohblume beeinflusst den Gallenfluss. Deshalb muss ein Arzt entscheiden, ob sie bei solchen Beschwerden infrage kommt.

Es gibt noch eine andere Zubereitungsvariante. Für die Abkochung wurden 10 g Blütenstände auf 200 ml Wasser verwendet. Sie wurde mit 1 Esslöffel 3–4-mal täglich 10–15 Minuten vor dem Essen eingenommen.

Eine weitere in Nachschlagewerken beschriebene Variante sieht 6–10 g Blütenstände auf 200 ml Wasser vor. Diese Abkochung wurde ebenfalls mit 1 Esslöffel 3–4-mal täglich 10–15 Minuten vor dem Essen eingenommen.

In einer anderen Variante werden 10 g Blütenstände auf 250 ml Wasser angegeben. Diese Zubereitungsarten unterscheiden sich in der Menge des Pflanzenmaterials, der Wassermenge und dem Einnahmeschema. Deshalb sollte man ein Rezept nicht einfach durch ein anderes ersetzen.

In traditionellen Kräuterbüchern finden sich auch Mischungen mit mehreren Bestandteilen, die Sand-Strohblume enthalten. Dabei wird die Pflanze mit anderen Kräutern kombiniert. Bei chronischen Erkrankungen und dauerhafter Medikamenteneinnahme sollte die Zusammensetzung solcher Mischungen mit einer Fachperson abgestimmt werden.

Welche Kräutermischungen mit Sand-Strohblume werden in Nachschlagewerken beschrieben?

In älteren Quellen findet sich die Sand-Immortelle häufig nicht als Einzelpflanze, sondern als Bestandteil von Kräutermischungen. Beispielsweise wurde bei Lebererkrankungen eine Mischung aus Johanniskraut, Vogelknöterich, Wilder Zichorie, Sand-Strohblume, Faulbaumrinde, Kamille und Ringelblume beschrieben. Eine andere Variante enthielt Sand-Strohblume, Ackerschachtelhalm, Wacholder und Johanniskraut.

Zur Förderung des Gallenflusses wurde eine Mischung aus Zichorienwurzel, Sand-Strohblumenblüten und Löwenzahnwurzel beschrieben. Der Aufguss dieser Mischung wurde auf nüchternen Magen eingenommen. In anderen Rezepten wurde die Sand-Strohblume mit Aufrechtem Fingerkraut, Kümmelfrüchten, Heidelbeeren und Salbeiblättern kombiniert.

Es gibt auch Mischungen, in denen die Sand-Strohblume mit Minze, Dill, Weißdorn oder Kamille verbunden wurde. Einige davon sollten sowohl den Gallenfluss als auch die Darmfunktion beeinflussen. Diese Rezepte gehören zur traditionellen und in Nachschlagewerken beschriebenen Phytotherapie. Sie sind nicht beliebig austauschbar: Eine Mischung aus mehreren Pflanzen verändert die Eigenschaften und Gegenanzeigen des fertigen Aufgusses.

Wie werden die Blütenstände gesammelt und aufbewahrt?

Als pflanzliches Ausgangsmaterial dienen die Blütenstände der Sand-Strohblume. Bei Korbblütlern empfiehlt es sich, die Blütenkörbchen zu sammeln, bevor sie vollständig aufgeblüht sind. Die Blütenstände werden während der Blütezeit gesammelt. Man pflückt sie von Hand oder schneidet sie direkt an der Pflanze mit einer Schere ab. Nach dem Sammeln wird das Pflanzenmaterial in einem gut belüfteten Raum getrocknet. Die Blütenstände werden in einer dünnen Schicht auf sauberem Papier oder einer anderen sauberen Unterlage ausgebreitet.

Bei der Sand-Strohblume ist es wichtig, starke Hitze zu vermeiden. In Nachschlagewerken wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Blüten nicht auf Dachböden unter einem Blechdach bei hohen Temperaturen getrocknet werden sollten. Andernfalls können sich die Körbchen weiter öffnen und ihre Bestandteile verlieren.

Nach dem Trocknen behalten die Blütenstände lange ihr charakteristisches Aussehen. Genau diese Eigenschaft hat die Sand-Immortelle als Trockenblume bekannt gemacht.

Worauf sollte man beim Sammeln achten?

Für medizinische Zwecke sollten ausschließlich die Blütenstände der Sand-Immortelle gesammelt werden, nicht die einer ähnlich aussehenden Trockenblume. Besonders wichtig sind die Farbe und der Aufbau der Blütenkörbchen: Bei der Sand-Immortelle sind die Hüllblätter strohgelb oder orange, während die inneren Hüllblätter der einjährigen Strohblume rosa oder rosaviolett gefärbt sind.

Es wird empfohlen, die Blütenkörbchen vor dem vollständigen Aufblühen zu sammeln. Das entspricht der allgemeinen Regel für die Ernte von Blütenständen bei Korbblütlern. Nach dem Abschneiden wird das Pflanzenmaterial in einer dünnen Schicht ausgebreitet, damit es gut belüftet wird.

Starke Hitze beim Trocknen ist ungünstig. Bei hohen Temperaturen können sich die Blütenkörbchen weiter öffnen, wodurch einzelne Bestandteile der Blütenstände abfallen. Ein Platz in direkter Sonne oder ein stark aufgeheizter Dachboden eignet sich daher nicht für die Trocknung.

Wie findet man die Sand-Strohblume im Ausland?

Im Ausland kann die Sand-Strohblume unter verschiedenen Namen angeboten werden. Um sie nicht mit einer anderen Immortellenart zu verwechseln, sollten Sie den lateinischen Namen auf der Verpackung überprüfen.

Verwendet werden die getrockneten Blütenkörbchen beziehungsweise Blütenstände (*Helichrysi flos*). Wurzeln und Früchte werden bei dieser Pflanze nicht verwendet. In den USA sind loser Tee aus getrockneten Blüten sowie Tinkturen oder Flüssigextrakte erhältlich. In Deutschland werden ganze oder zerkleinerte Blüten für Tee und Tropfen mit Blütenextrakt verkauft, darunter auch alkoholfreie Glycerinextrakte. In Frankreich findet man häufiger lose getrocknete Blüten für eine tisane, teilweise mit der Bezeichnung sommités fleuries.

Sie können suchen:

Prüfen Sie auf der Verpackung den Namen *Helichrysum arenarium* und die Angabe, dass die Blüten verwendet werden: flowers/flower heads, Blüten oder fleurs. Bei einem Extrakt sollte angegeben sein, dass die Blüten als Ausgangsmaterial dienen. Prüfen Sie außerdem die Produktkategorie: Heiltee, Kräutertee/tisane oder Nahrungsergänzungsmittel. Wenn Sie ein Bio-Produkt suchen, achten Sie auf ein entsprechendes Zertifikat und nicht nur auf die Angabe „wild-harvested“.

Die Verkaufsregeln unterscheiden sich je nach Land: In den USA werden Nahrungsergänzungsmittel von der FDA vor dem Verkauf nicht routinemäßig auf Sicherheit oder Wirksamkeit zugelassen. In Deutschland ist ein Produkt aus der Apotheke nicht zwangsläufig ein Arzneimittel.

Sand-Strohblume: Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Bei einer Allergie gegen die Sand-Strohblume oder andere Pflanzen aus der Familie der Korbblütler sollte sie nicht eingenommen werden. Nach heutigem Kenntnisstand ist bei Störungen des Gallenabflusses besondere Vorsicht erforderlich. Die orale Anwendung wird bei einem Verschluss der Gallengänge, Cholangitis, Gallensteinen und bestimmten Lebererkrankungen nicht empfohlen. Der Grund hängt mit der Wirkung der Pflanze auf den Gallenfluss zusammen. Bei Gallensteinen sollte ein Arzt entscheiden, ob die Sand-Strohblume angewendet werden darf.

Ein älteres Nachschlagewerk beschreibt Zubereitungen der Sand-Strohblume als wenig giftig. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Pflanze kumulative Eigenschaften besitzt und eine Anwendung über mehr als drei Monate zu Stauungserscheinungen in der Leber führen kann.

In derselben Quelle werden die Zubereitungen bei Bluthochdruck und einem hohen Säuregehalt des Magensafts nicht empfohlen. Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten gibt es nur wenige verlässliche Daten. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten Sie die Kombination mit einem Aufguss oder einer Abkochung der Sand-Strohblume vorher mit einem Arzt oder Apotheker besprechen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung aufgrund unzureichender Sicherheitsdaten nicht empfohlen. Auch zum Einfluss der Pflanze auf die Fruchtbarkeit liegen nicht genügend Informationen vor.

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird die Anwendung mangels ausreichender Sicherheitsdaten nicht empfohlen. Beim ätherischen Öl ist besondere Vorsicht geboten. Die Sicherheit einer innerlichen Einnahme ist nicht belegt, deshalb sollte das Öl nicht auf diese Weise verwendet werden. Bei einer unerwünschten Reaktion sollte die Einnahme beendet und medizinischer Rat eingeholt werden. Zu einer möglichen Überdosierung liegen nicht genügend Daten vor.

Äußerliche Anwendung des Öls

In einigen Quellen wird die kosmetische Verwendung von Sand-Immortellenöl gesondert beschrieben. Es wurde bei trockener Haut, Schuppung und leichten Entzündungen sowie zur Pflege kleiner Kratzer und Schürfwunden eingesetzt.

Dafür wurde das Öl äußerlich angewendet: Man gab es in Badezusätze, verwendete es in Duftlampen und Duftmedaillons, stellte Umschläge her oder nutzte es bei Massagen. Diese Anwendung unterscheidet sich von der innerlichen Einnahme wässriger Zubereitungen der Sand-Strohblume.

Angaben zur äußerlichen Anwendung des Öls bedeuten nicht, dass es auch innerlich eingenommen werden kann. Die Sicherheit einer solchen Anwendung ist nicht belegt. Deshalb sollte ätherisches Öl nicht eigenständig oral eingenommen werden.

Wann ist ärztlicher Rat nötig?

Wenn Bauchschmerzen, eine Gelbfärbung der Haut oder Augen, hohes Fieber, wiederholtes Erbrechen oder andere ausgeprägte Symptome auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Bei Erkrankungen der Leber und der Gallenwege ist die eigenständige Anwendung gallenflussfördernder Mittel nicht ratsam. Bei Gallensteinen sollte eine Fachperson über die Verwendung eines pflanzlichen Präparats entscheiden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine ärztliche Beratung erforderlich. Für Kinder unter 18 Jahren wird die Sand-Strohblume nicht empfohlen.

Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, besprechen Sie die Kombination mit einem Aufguss oder einer Abkochung vor der Anwendung mit einem Arzt oder Apotheker. Wenn Sie zu Allergien neigen, achten Sie nach der Einnahme auf mögliche Reaktionen. Bei Anzeichen einer allergischen Reaktion sollten Sie die Anwendung beenden und medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

AUS DER REDAKTION
Dieser Artikel wurde auf Grundlage von Nachschlagewerken zur Phytotherapie erstellt und beschreibt traditionelle Anwendungsmöglichkeiten der Sand-Strohblume. Der Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.

Häufige Fragen

Wofür ist die Sand-Strohblume gut?

Ihre Blütenstände werden traditionell in Zubereitungen verwendet, die mit dem Gallenfluss sowie der Funktion der Leber und der Gallenwege in Verbindung stehen.

Wozu wird die Sand-Strohblume verwendet?

In der Phytotherapie wird sie vor allem in Zubereitungen eingesetzt, die den Gallenfluss und die Funktion der Gallenwege beeinflussen.

Wie bereitet man die Sand-Strohblume richtig zu?

In Nachschlagewerken werden Aufgüsse und Abkochungen der Blütenstände beschrieben. Die Menge des Pflanzenmaterials und das Einnahmeschema hängen vom jeweiligen Rezept ab.

Wie wendet man die Sand-Strohblume an?

Verwendet werden wässrige Aufgüsse und Abkochungen der Blütenstände. Die Pflanze ist auch Bestandteil einiger Kräutermischungen.

Welche Gegenanzeigen hat die Sand-Strohblume?

Vorsicht ist bei einer Allergie gegen Korbblütler, bei gestörtem Gallenabfluss, während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Personen unter 18 Jahren erforderlich.

Darf man Sand-Strohblume bei Gallensteinen trinken?

Bei Gallensteinen wird von einer eigenständigen Anwendung abgeraten. Über die Verwendung eines gallenflussfördernden Mittels sollte ein Arzt entscheiden.

Wie sammelt man die Sand-Strohblume richtig?

Die Blütenstände werden während der Blütezeit gesammelt, bevor sie vollständig aufgeblüht sind. Anschließend trocknet man sie in einer dünnen Schicht an einem gut belüfteten Ort.

Wie lange darf man eine Abkochung der Sand-Strohblume trinken?

Bei einer längeren Anwendung ist Vorsicht geboten. In einem älteren Nachschlagewerk wird darauf hingewiesen, dass eine Anwendung über mehr als drei Monate zu Stauungserscheinungen in der Leber führen kann.

Dr. Boris Wydoff

Boris Wydoff — Doktor der Naturheilkunde, Ph.D. Seit über fünfzig Jahren helfe ich Menschen, ihre Gesundheit durch Ernährung, Reinigung und die Kraft des Geistes wiederzugewinnen — in Europa, Amerika und Asien. Über den Autor →

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