Gartenkürbis, wie man sie sucht: Wirkung und Anwendung

Dr. Boris WydoffDr. Boris Wydoff
Reifer, orangefarbener Kürbis auf dem Beet zwischen großen grünen Blättern der Kürbispflanze

Der Gartenkürbis (*Cucurbita pepo*) enthält Pektin, Karotin, Kalium, Zucker sowie die Vitamine C, B1, B2, B3 und E. Sein Fruchtfleisch zeichnet sich durch einen niedrigen Kaloriengehalt aus, weshalb Kürbis traditionell in die Diäternährung bei Adipositas einbezogen wurde. In Nachschlagewerken wird zudem die Anwendung von rohem Fruchtfleisch bei Verstopfung beschrieben, die Verwendung von Kürbisbrei als harntreibendes Mittel sowie die Bedeutung von Pektin beim Cholesterinabbau.

Die Samen der Pflanze haben eine andere Anwendungsgeschichte: In alten Kräuterbüchern wurden sie zur Herstellung von Mitteln gegen Bandwürmer genutzt. Der kulinarische Verzehr von Fruchtfleisch und die Anwendung von konzentrierten Zubereitungen aus den Samen sind jedoch völlig verschiedene Dinge.

Wie lässt sich Kürbis in die tägliche Ernährung einbauen? Welche Eigenschaften werden in der Fachliteratur beschrieben? Und warum sollte man alte Rezepte mit Samen nicht eigenständig nachmachen? Gehen wir diesen Fragen einzeln auf den Grund.

Was ist der Gartenkürbis?

Der Kürbis gehört zur Familie der Kürbisgewächse (*Cucurbitaceae*). Es handelt sich um eine einjährige krautige Pflanze, die weitgehend als Gemüsekultur angebaut wird. Laut botanischen Nachschlagewerken können ihre Stängel eine Länge von 6–8 Metern erreichen. Die Pflanze wird in gemäßigten und südlichen Regionen kultiviert.

Es gibt verschiedene Kürbissorten. Besonders interessant sind Sorten mit gelbem und orangem Fruchtfleisch: Sie zeichnen sich durch ihren Gehalt an Karotin aus, aus dem der Körper Vitamin A gewinnt. Das äußere Erscheinungsbild und die Farbe der Früchte hängen von der jeweiligen Sorte ab. Für die Ernährung wird meist das Fruchtfleisch verwendet, während in der traditionellen Phytotherapie auch die Samen und Fruchtstiele genutzt wurden. Es ist wichtig, den Gartenkürbis nicht mit der Bittermelone zu verwechseln, die manchmal als bitterer Kürbis bezeichnet wird. Trotz ähnlicher Namen handelt es sich um eine völlig andere Pflanze.

Kürbis ist vor allem als zugängliches Nahrungsmittel wertvoll. Sein Fruchtfleisch lässt sich für die Zubereitung von Breien und Gemüsegerichten verwenden, und farbintensive Sorten bereichern den Speiseplan mit einem karotinhaltigen Produkt.

Was enthält Kürbis an gesunden Stoffen?

Die Zusammensetzung des Kürbisfruchtfleischs erklärt, warum sich die Pflanze in der Diäternährung so stark verbreitet hat. In phytotherapeutischen Nachschlagewerken werden mehrere Hauptstoffgruppen aufgeführt.

Ein besonderes Augenmerk verdient der Kaloriengehalt. Im Nachschlagewerk über Heilpflanzen wird Kürbis als kalorienarmes Diätprodukt beschrieben. Aus diesem Grund wurde er traditionell in Ernährungsempfehlungen bei Adipositas aufgenommen.

Die Samen haben eine eigenständige Bedeutung. In alten Kräuterbüchern sind sie als pflanzlicher Rohstoff beschrieben, der in Mitteln gegen Bandwürmer eingesetzt wurde. Die Zusammensetzung und traditionelle Anwendung der Samen lassen sich jedoch nicht automatisch auf das Fruchtfleisch übertragen.

Beim Kürbis gibt es zwei verschiedene Verwendungsbereiche: die tägliche Ernährung und die historische Heilkunde. Ersterer ist mit den Nährstoffen des Fruchtfleischs verbunden, letzterer mit den in Kräuterbüchern beschriebenen Rezepten aus bestimmten Pflanzenteilen.

Wofür ist Kürbis für verschiedene Körpersysteme nützlich?

In der Volksheilkunde wurde Kürbis in mehreren Bereichen angewendet. Schauen wir uns an, was genau darüber in der Fachliteratur steht und wie man solche Informationen richtig versteht.

Verdauungssystem und Darm

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Fruchtfleisch. In einem Nachschlagewerk wird seine positive Anwendung bei Dickdarmentzündungen erwähnt. Dies ist eine traditionelle Beschreibung der Produktnutzung und kein Beweis dafür, dass Kürbis den Entzündungsprozess von sich aus beseitigt.

Eine weitere bekannte Eigenschaft ist die abführende Wirkung. Laut dem Nachschlagewerk von Sokolow und Samotajew wird roher Kürbis unter den Lebensmitteln aufgeführt, die bei ernährungsbedingter und atonischer Verstopfung angewendet wurden.

Hierbei ist es wichtig, die Art des Verzehrs zu beachten. In der Fachliteratur ist ausdrücklich von rohem Fruchtfleisch die Rede, während zur Zubereitung von Brei ein verarbeitetes Produkt verwendet wird. Kürbis lässt sich gut in die normale Ernährung integrieren, sofern er vertragen wird. Bei anhaltender Verstopfung oder wiederkehrenden Stuhlgangsproblemen muss jedoch die Ursache abgeklärt werden.

Herz-Kreislauf-System

Im Buch von T. B. Fursa wird der hohe Kaliumgehalt der Früchte hervorgehoben. Ebenso wird dort die traditionelle Verwendung von Kürbis in der Ernährung bei ödemen kardialen Ursprungs beschrieben. In einem anderen Nachschlagewerk wird Kürbis zusammen mit einigen anderen kaliumhaltigen Lebensmitteln in Ernährungsempfehlungen bei Bluthochdruck erwähnt. Diese Angaben beziehen sich auf Ernährungsempfehlungen. Sie bedeuten nicht, dass der Verzehr von Kürbis den Blutdruck normalisiert oder vom Kardiologen verordnete Medikamente ersetzt.

Bei Herz- und Gefäßerkrankungen kann Kürbis Teil des Speiseplans sein, wenn er zum individuellen Ernährungsstil passt. Speiseplanänderungen sollten mit dem Arzt besprochen und die verordnete Behandlung fortgeführt werden.

Stoffwechsel und Gewichtskontrolle

Dank seines vergleichsweise niedrigen Kaloriengehalts wurde Kürbis traditionell in die Diäternährung bei Adipositas einbezogen. Sein Fruchtfleisch hilft dabei, den Speiseplan abwechslungsreich zu gestalten, ohne ihn unnötig kalorienreich zu machen. In Nachschlagewerken wird zudem die Anwendung von Kürbis bei Funktionsstörungen der Gallenblase erwähnt. Eine konkrete Erkrankung erfordert jedoch eine medizinische Beurteilung. Eine verordnete Behandlung darf nicht eigenmächtig durch eine Diät ersetzt werden.

Cholesterinausleitung

Pektin ist ein weiterer Bestandteil, dem in der Fachliteratur besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. In der Enzyklopädie der Heilpflanzen wird angegeben, dass es zur Ausleitung von Cholesterin aus dem Körper beiträgt. Daher wird Kürbis im Kontext der Ernährung bei Arteriosklerose erwähnt.

Man sollte dies jedoch nicht als Versprechen einer Heilwirkung auffassen. Kürbis ist kein Medikament gegen zu hohes Cholesterin und ersetzt bei entsprechender Verordnung keine Arznei. Bei Störungen des Lipidstoffwechsels müssen die Laborwerte und die Empfehlungen des Arztes berücksichtigt werden. Kürbis kann als Nahrungsmittel zusätzlich zur verordneten Therapie in den Speiseplan aufgenommen werden.

Harnwegssystem

In alten Kräuterbüchern ist die harntreibende Wirkung von Kürbis beschrieben. Insbesondere der Brei aus dem Fruchtfleisch wird als Mittel mit ausgeprägter diuretischer Wirkung charakterisiert. Man findet auch die Beschreibung eines wässrigen Dekokts aus Kürbis-Fruchtstielen in Kombination mit anderen pflanzlichen Rohstoffen bei Gallensteinleiden.

Dies sind historische Informationen und keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Bei Erkrankungen der Nieren, der Harnwege und der Gallenblase sollten jegliche pflanzlichen Heilmittel im Vorfeld mit dem Arzt besprochen.

Wie wird Kürbis in der Volksmedizin angewendet?

In der traditionellen Praxis wurden verschiedene Teile der Pflanze genutzt. Dabei ist es wichtig, zwischen der kulinarischen Verwendung des Fruchtfleischs und Rezepten für Heilzwecke zu unterscheiden.

Fruchtfleisch in der alltäglichen Ernährung

Der einfachste Weg, die nützlichen Eigenschaften des Kürbisses kennenzulernen, besteht darin, sein Fruchtfleisch in den normalen Speiseplan aufzunehmen.

In Nachschlagewerken werden zwei Konsumvarianten beschrieben: rohes Fruchtfleisch und Brei. Ersteres wird im Zusammenhang mit der abführenden Wirkung bei bestimmten Verstopfungsarten genannt, letzteres in Verbindung mit der traditionellen harntreibenden Anwendung.

Für die Zubereitung von Alltagsgerichten kann man Sorten mit orangem Fruchtfleisch wählen. Laut T. B. Fursa ist ein solcher Kürbis besonders reich an Karotin.

Die für diesen Artikel verwendete Fachliteratur legt keine universelle therapeutische Tagesdosis des Fruchtfleischs in Gramm fest. Es ist sinnvoll, Kürbis als eines von vielen Lebensmitteln einer abwechslungsreichen Ernährung anzusehen und nicht als Mittel, das in streng abgemessenen Portionen eingenommen werden muss.

Samen gegen Bandwürmer

In alten Kräuterbüchern werden Kürbiskerne als Mittel gegen Bandwürmer beschrieben. In einer Rezeptur wird die Verwendung fein zerkleinerter Samen erwähnt. Ein anderes Nachschlagewerk nennt ein wässriges Samendekokt, das traditionell gegen Würmer eingesetzt wurde.

Die genaue Dosierung, die Wassermenge und die Dauer der Einnahme werden in dieser Beschreibung jedoch nicht genannt. Daher sollte man weder eigenmächtig Proportionen festlegen noch versuchen, Parasiteninfektionen mit Hausmitteln zu behandeln.

Bei Verdacht auf einen Wurmbefall sind eine Untersuchung und die Verordnung einer geeigneten Therapie erforderlich. Kürbiskerne sollten keine antiparasitären Medikamente ersetzen.

Dekokt aus Fruchtstielen

In der Literatur zur Volksmedizin findet sich ein wässriges Dekokt aus Kürbis-Fruchtstielen in Kombination mit der Gelben Teichrose. Es wurde traditionell bei Gallensteinleiden angewendet. Dies ist die Beschreibung eines alten Rezepts und keine Empfehlung für die Zubereitung zu Hause. Bei Gallensteinen ist es besonders wichtig, deren Größe, Lage und das mögliche Komplikationsrisiko zu berücksichtigen.

Kürbis in der Spezialernährung

Im Buch von T. B. Fursa wird die Verwendung von Kürbis in der Kindernahrungslehre erwähnt. Insbesondere werden Kürbiskonserven mit Äpfeln genannt.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Pflanze nicht nur in der Volksmedizin, sondern auch bei der Herstellung von Lebensmitteln für spezielle Zwecke eingesetzt wurde. Ein industrielles Babynahrungsprodukt und ein selbst zubereitetes Heilmittel sind jedoch nicht dasselbe.

Wie kocht man Kürbis?

Kürbis muss nicht wie gewöhnliche Heilkräuter aufgebrüht werden. In der Fachliteratur werden wässrige Dekokte aus Samen und Fruchtstielen beschrieben, doch ein universelles Rezept für Tee aus Fruchtfleisch oder Blättern gibt es in den betrachteten Quellen nicht.

Für den alltäglichen Verzehr ist es weitaus sinnvoller, ein Gericht aus dem Fruchtfleisch zuzubereiten. Eine einfache Variante ist gebackener Kürbis.

So bereiten Sie Kürbis zum Backen vor:

1. Wählen Sie eine hochwertige Frucht ohne Anzeichen von Fäulnis, Schimmel oder starkem Verderb.

2. Waschen Sie den Kürbis und schneiden Sie ihn in Teile.

3. Entfernen Sie die Samen und das innere faserige Gewebe.

4. Schneiden Sie das Fruchtfleisch in Stücke, die sich gut zubereiten und verzehren lassen.

5. Verteilen Sie die Stücke auf einer Backform und garen Sie sie, bis sie weich sind.

6. Das fertige Fruchtfleisch lässt sich als eigenständiges Gericht oder als Basis für Gemüsegerichte und Breie verwenden.

Besonders interessant für die Ernährung sind Sorten mit sattem gelbem oder orangem Fruchtfleisch, da sie Karotin enthalten. Eine weitere traditionelle Variante ist Kürbisbrei. Dafür wird das Fruchtfleisch der Frucht verwendet, weichgegart und mit der Breigrundlage vermischt. Man sollte dabei die normale Essenszubereitung nicht mit der Herstellung eines Arzneidekokts verwechseln. Für letztere werden in Nachschlagewerken bestimmte Pflanzenteile und spezielle Rezepturen genannt.

Wie erntet und lagert man Kürbis?

Der Gartenkürbis wird in großem Stil als Gartenpflanze kultiviert. Im Gegensatz zu vielen wild wachsenden Heilkräutern wird er meist speziell für die Ernte der Früchte angebaut. Für den kulinarischen Gebrauch eignen sich hochwertige Früchte, die der gewählten Sorte entsprechen. Bei der Auswahl sollte man auf den Zustand des Fruchtfleischs und das Fehlen von Verderbnisanzeichen achten. In der traditionellen Phytotherapie wurden drei Rohstoffarten genutzt:

Diese Teile sind nicht austauschbar. In Nachschlagewerken sind für jeden von ihnen eigene Anwendungsbereiche beschrieben.

Die Samen werden in alten Rezepten als Rohstoff zur Herstellung wässriger Zubereitungen genannt. Vor der Anwendung wurden sie zerkleinert. Dies bedeutet jedoch nicht, dass jedes selbstgemachte Samendekokt sicher und wirksam ist.

Für die alltägliche Ernährung wählt man am besten frische, hochwertige Früchte. Beschädigter, schimmeliger oder fauliger Kürbis sollte nicht verzehrt werden.

Es gibt keine einheitliche Regel für die Ernte und Lagerung aller Pflanzenteile. Fruchtfleisch, Samen und Fruchtstiele haben unterschiedliche Verwendungszwecke, weshalb man sie nicht gleichermaßen verarbeiten und lagern kann.

Wird Kürbis als Lebensmittel genutzt, sind die üblichen Regeln für die Lebensmittelaufbewahrung einzuhalten. Geht es hingegen um die Bereitstellung pflanzlicher Rohstoffe, muss die spezifische Bestimmung jedes Pflanzenteils berücksichtigt werden.

Wie findet man den Gartenkürbis im Ausland

In den USA und Europa werden Produkte aus dem Gartenkürbis (*Cucurbita pepo L.*) meist als getrocknete Samen, Pulver, Extrakt oder Öl angeboten. Für pflanzliche Anwendungen werden in der Regel die Samen und nicht das Fruchtfleisch genutzt.

Wie die Pflanze in verschiedenen Ländern heißt:

In welcher Form sie verkauft wird:

Wo man suchen kann:

Worauf auf der Verpackung zu achten ist:

Die Regelungen variieren: In den USA gelten solche Produkte meist als Nahrungsergänzungsmittel, in Deutschland gibt es traditionelle pflanzliche Arzneimittel, während in Frankreich die Mehrheit als Nahrungsergänzungsmittel (*compléments alimentaires*) vertrieben wird.

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Kürbis wird in der Ernährung vielseitig eingesetzt, doch das bedeutet nicht, dass konzentrierte Präparate aus seinen Samen für jeden Menschen geeignet sind. Aktuelle Sicherheitsdaten zu Kürbiskernen weisen auf einige wichtige Einschränkungen hin.

Allergie. Arzneiliche Zubereitungen aus Samen sollten bei Überempfindlichkeit gegen Kürbis und andere Vertreter der Familie der Kürbisgewächse nicht angewendet werden. Dazu gehören Gurke, Melone, Zucchini und Wassermelone. Eine allergische Reaktion kann sich durch Juckreiz, Nesselsucht und Gesichtsschwellungen äußern. In seltenen Fällen sind schwere Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie möglich.

Unerwünschte Verdauungsreaktionen. Bei der Verwendung konzentrierter Samenpräparate wurden Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchbeschwerden und Durchfall beschrieben. Große Mengen an Samen können ebenfalls unangenehme Magen-Darm-Symptome hervorrufen.

Schwangerschaft und Stillzeit. Die Sicherheit arzneilicher Dosierungen von Samenpräparaten während der Schwangerschaft ist nicht erwiesen. Ihre Anwendung wird nicht empfohlen. Auch in der Stillzeit gibt es unzureichende Sicherheitsdaten zu therapeutischen Dosen. Der normale Verzehr von Kürbis als Lebensmittel ist von der Einnahme konzentrierter Präparate zu unterscheiden.

Kinder. Arzneipräparate aus Kürbiskernen werden für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren aufgrund unzureichender Daten zur Sicherheit und passenden Dosierung nicht empfohlen.

Wechselwirkungen mit Medikamenten. Es liegen keine überzeugenden Belege für klinisch relevante Wechselwirkungen von Kürbiskernen mit Arzneimitteln vor. Bei gleichzeitiger Einnahme diuretischer Medikamente ist jedoch Vorsicht geboten: In einigen Quellen wird auf die Möglichkeit einer verstärkten harntreibenden Wirkung hingewiesen. Dies ist besonders bei Risiken für den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust wichtig.

Übermäßiger Verzehr. Große Mengen an Samen können Verdauungsstörungen auslösen. Zudem wurde ein Einzelfall beschrieben, bei dem ein anhaltend übermäßiger Kürbiskonsum mit toxischen Effekten durch Vitamin-A-Überschuss und veränderten Leberwerten einherging. Daher sollte man das Produkt nicht in exzessiven Mengen verzehren in der Annahme, dadurch mehr gesundheitlichen Nutzen zu erzielen.

Beim Auftreten starker allergischer Reaktionen, von Gesichtsschwellungen oder Atemnot ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.

Wenn Harnverhalt, Blut im Urin, Fieber, Krämpfe oder sich verschlechternde Harnwegssymptome auftreten, muss ein Arzt aufgesucht werden, anstatt die Anwendung pflanzlicher Mittel eigenständig fortzusetzen.

Wann man einen Arzt braucht

Sogar gewohnte Gemüsesorten und pflanzliche Präparate erfordern einen vernünftigen Umgang. Das gilt besonders für Menschen, die bereits Medikamente einnehmen oder an chronischen Krankheiten leiden. Suchen Sie in folgenden Situationen einen Arzt auf:

Bei Diabetes, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herzerkrankungen kann Kürbis als Teil des Speiseplans ergänzend zur verordneten Therapie angesehen werden. Sprechen Sie Ernährungsumstellungen mit einem Fachmann ab und setzen Sie verordnete Medikamente nicht ab.

AUS DER REDAKTION
Ich halte es für wichtig, zwischen den zwei Seiten der Kürbisverwendung zu trennen. Die erste ist die normale Nahrung, die sich in den täglichen Speiseplan einbauen lässt. Die zweite ist der pflanzliche Rohstoff, mit dem alte Rezepte und bestimmte Einschränkungen verbunden sind.

Genau die Vermischung dieser beiden Ansätze führt häufig zu Fehlern. Steht im Nachschlagewerk, dass Samen traditionell gegen Bandwürmer eingesetzt wurden, bedeutet das noch lange nicht, dass eine Handvoll Kerne eine Untersuchung und Behandlung überflüssig macht. Genauso wenig macht die harntreibende Anwendung von Kürbisbrei diesen zu einem Medikament gegen Nieren- oder Herzerkrankungen.

Ich würde empfehlen, den Kürbis vor allem wegen seiner kulinarischen Eigenschaften zu schätzen: Pektin, Karotin, Kalium und den vergleichsweise niedrigen Kaloriengehalt. Wählen Sie hochwertige Früchte, bereiten Sie daraus gewohnte Gerichte zu und versuchen Sie nicht, durch übermäßigen Konsum einen Zusatznutzen zu erzwingen.

Genau darin besteht der vernünftige Umgang mit Heilpflanzen: ihre traditionelle Anwendung kennen, Grenzen verstehen und medizinische Hilfe nicht durch Hausmittel ersetzen.

Häufige Fragen

**Gartenkürbis – welche nützlichen Eigenschaften hat er?**

Das Fruchtfleisch enthält Pektin, Karotin, Kalium und Vitamine. In Nachschlagewerken wird zudem seine traditionelle Anwendung bei bestimmten Verstopfungsarten, in der Diäternährung bei Adipositas sowie als Lebensmittel mit harntreibenden Eigenschaften beschrieben. Gesondert hervorgehoben wird die Bedeutung von Pektin bei der Cholesterinausleitung.

**Was enthält Kürbis und wofür ist er nützlich?**

In der Zusammensetzung des Fruchtfleischs finden sich Pektinstoffe, Zucker, Karotin, Kalium und geringe Mengen der Vitamine C, B1, B2, B3 und E. Besonders hervorzuheben sind Sorten mit orangefarbenem und gelbem Fruchtfleisch, die Karotin enthalten. Dank seines vergleichsweise niedrigen Kaloriengehalts wurde Kürbis traditionell in die Diäternährung einbezogen.

**Kann man Kürbis bei Verstopfung verzehren?**

Rohes Kürbisfruchtfleisch wird in Nachschlagewerken als Lebensmittel mit abführender Wirkung bei ernährungsbedingter und atonischer Verstopfung genannt. Dabei ist ausdrücklich von der kulinarischen Verwendung des rohen Fruchtfleischs die Rede, nicht von einem konzentrierten Arzneimittel. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Verstopfungen muss die Ursache der Störung abgeklärt werden.

**Stimmt es, dass Kürbis gegen Cholesterin hilft?**

In Nachschlagewerken wird vermerkt, dass das im Kürbis enthaltene Pektin zur Ausleitung von Cholesterin aus dem Körper beiträgt. Daher wird Kürbis in Ernährungsempfehlungen bei Arteriosklerose erwähnt. Er ersetzt jedoch bei erhöhtem Cholesterin keine Medikamente, Laborwertkontrollen und ärztlichen Empfehlungen.

**Wofür ist Kürbis gut für Magen und Darm?**

In der phytotherapeutischen Literatur wird die Anwendung des Fruchtfleischs bei Dickdarmentzündungen beschrieben. Zudem wurde roher Kürbis traditionell bei bestimmten Verstopfungsarten eingesetzt. Diese Angaben spiegeln die traditionelle Verwendung des Produkts wider und bedeuten nicht, dass Kürbis entzündliche Erkrankungen des Verdauungssystems eigenständig heilen kann.

**Wie brüht man den Gartenkürbis richtig auf?**

Kürbis wird normalerweise nicht wie eine Heilpflanze aufgebrüht. In alten Kräuterbüchern werden wässrige Dekokte aus fein zerkleinerten Samen und Fruchtstielen in Kombination mit anderen pflanzlichen Rohstoffen beschrieben. Genaue Proportionen und Dosierungen sind in den Rezepturen nicht angegeben, weshalb man diese nicht eigenmächtig festlegen sollte. Für die alltägliche Ernährung kocht man am besten einen Brei oder backt das Fruchtfleisch im Ofen.

**Welche Gegenanzeigen hat der Gartenkürbis?**

Die Hauptbeschränkung für arzneiliche Präparate aus den Samen ist eine Allergie gegen Kürbis und andere Pflanzen der Familie der Kürbisgewächse. Vorsicht ist geboten bei Schwangerschaft, in der Stillzeit, im Kindesalter sowie bei gleichzeitiger Einnahme harntreibender Medikamente. Bei übermäßigem Verzehr von Samen sind Übelkeit, Erbrechen und andere Verdauungsstörungen möglich.

**Wofür werden Kürbiskerne in der Volksmedizin verwendet?**

In alten Kräuterbüchern werden die Samen als Rohstoff zur Herstellung eines wässrigen Dekokts beschrieben, das traditionell gegen Bandwürmer eingesetzt wurde. In einigen Rezepten wird die vorherige Zerkleinerung der Samen erwähnt. Da jedoch genaue Dosierungen und die Dauer der Einnahme fehlen, kann ein solches Rezept nicht als fertiges Behandlungsschema angesehen werden. Bei Verdacht auf Parasiten sind eine medizinische Untersuchung und eine verordnete Therapie erforderlich.

Dr. Boris Wydoff

Boris Wydoff — Doktor der Naturheilkunde, Ph.D. Seit über fünfzig Jahren helfe ich Menschen, ihre Gesundheit durch Ernährung, Reinigung und die Kraft des Geistes wiederzugewinnen — in Europa, Amerika und Asien. Über den Autor →

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