Gewichtsverlust bei Krebs: Ernährung und Muskelkraft

Dr. Boris WydoffDr. Boris Wydoff
Gemüse, reife Früchte, ein Glas Wasser, ein kleiner Teller mit Brei, ein Notizbuch und eine Uhr auf einem Holztisch

Gewichtsverlust bei Krebs: Was sollten Sie zuerst tun?

Gewichtsverlust bei Krebs kann mit vermindertem Appetit, Nebenwirkungen der Behandlung und Veränderungen des Stoffwechsels zusammenhängen. Wichtig ist, nicht zu warten, bis die Gewichtsabnahme auch anderen auffällt. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihr Körpergewicht, achten Sie auf Ihren Appetit und Ihre Muskelkraft und versuchen Sie, ausreichend Eiweiß und Energie aufzunehmen. Informieren Sie Ihren Onkologen unbedingt über einen anhaltenden Gewichtsverlust, auch wenn Sie sich bisher noch recht gut fühlen.

Beginnen Sie mit drei Maßnahmen:

1. Kontrollieren Sie Ihr Körpergewicht. Wiegen Sie sich regelmäßig, möglichst auf derselben Waage und unter gleichen Bedingungen. Notieren Sie die Ergebnisse, damit Sie die Entwicklung verfolgen können, statt sich nur am äußeren Erscheinungsbild oder daran zu orientieren, wie Ihre Kleidung sitzt.

2. Achten Sie auf Warnzeichen. Ein schneller Gewichtsverlust, nachlassende Muskelkraft, Appetitlosigkeit, frühes Sättigungsgefühl und anhaltende Schwäche sind Gründe, Ihren Onkologen zu informieren. Warten Sie nicht, bis eine ausgeprägte Auszehrung eintritt.

3. Unterstützen Sie Ihre Ernährung schon heute. Wenn eine normale Portion zu viel ist, teilen Sie sie auf mehrere kleine Mahlzeiten auf. Essen Sie zum Beispiel ein Ei mit Quark, geben Sie Milch in Ihren Brei oder nehmen Sie Fisch, Joghurt und andere gut verträgliche Eiweißquellen in Ihren Speiseplan auf.

Das wichtigste Ziel ist nicht einfach, die frühere Zahl auf der Waage wieder zu erreichen. Es geht darum, die Muskeln zu erhalten, den Körper mit Energie zu versorgen und ihm zu helfen, die Behandlung besser zu verkraften. Gleichzeitig muss geklärt werden, warum das Körpergewicht sinkt. Manchmal liegt es nicht nur an einer unzureichenden Ernährung, sondern auch an Veränderungen des Stoffwechsels.

Warum nimmt man bei Krebs ab?

Bei einer Krebserkrankung kann das Gewicht allmählich oder ziemlich schnell sinken. Man bemerkt, dass die Kleidung lockerer sitzt, man die gewohnten Portionen nicht mehr aufessen möchte und die bisherige körperliche Aktivität zunehmend schwerfällt. Manchmal nimmt das Fettgewebe ab, manchmal gehen Muskeln verloren, und gelegentlich treten beide Prozesse gleichzeitig auf.

Ärzte unterscheiden mehrere Mechanismen, die zu diesem Zustand führen können. Einer davon ist eine unzureichende Nährstoffzufuhr: Der Mensch isst weniger, als sein Körper benötigt. Ein anderer ist eine Veränderung des Stoffwechsels, bei der der Körper mehr Energie verbraucht, als er aufnimmt.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer gewöhnlichen Gewichtsabnahme und einer krebsbedingten Kachexie. Die Kachexie ist ein komplexes Syndrom, das mit dem Verlust von Muskel- und Fettgewebe, Schwäche und Veränderungen des Stoffwechsels einhergeht. Sie kann sich sogar dann entwickeln, wenn ein Mensch weiterhin normal isst.

Deshalb reicht es nicht aus, einfach die Essensmenge zu erhöhen. Wenn der Körper Muskeln und Kraft verliert, muss geklärt werden, warum das geschieht, und eine umfassende Unterstützung gefunden werden.

Wie kommt es bei Krebs zum Gewichtsverlust und was sind die Ursachen?

Die Ursachen können sowohl mit der Erkrankung selbst als auch mit der Krebstherapie zusammenhängen. Bei einem Menschen können mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle spielen. Deshalb gibt es keine allgemeingültige Erklärung für alle Patienten.

Eine häufige Ursache ist Appetitlosigkeit. Das Essen weckt nicht mehr das gewohnte Verlangen, manche Lebensmittel erscheinen plötzlich unangenehm und der Geruch zubereiteter Speisen kann Übelkeit auslösen. Dadurch nimmt der Mensch weniger Kalorien und Eiweiß auf, als er benötigt, um seine Kräfte zu erhalten.

Ein weiterer Faktor sind Nebenwirkungen der Behandlung. Eine Chemotherapie kann mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Mundtrockenheit und Veränderungen des Geschmacksempfindens einhergehen. Manchmal entstehen schmerzhafte Geschwüre im Mund oder Rachen, sodass das Schlucken schwerfällt.

Manche Patienten leiden unter einem frühzeitigen Sättigungsgefühl. Sie essen nur eine kleine Menge und haben bereits das Gefühl, der Magen sei voll. Selbst wenn sie eigentlich noch essen möchten, fällt es ihnen schwer, die gewohnte Portion aufzuessen.

Auch Schmerzen, Ängste, depressive Verstimmungen und ständige Müdigkeit spielen eine Rolle. Wenn ein Mensch schlecht schläft, unter Beschwerden und seelischer Anspannung leidet, werden das Zubereiten und das Essen selbst zu einer zusätzlichen Belastung.

Es gibt auch Besonderheiten, die mit der Lage des Tumors zusammenhängen. Bei Erkrankungen der Verdauungsorgane können beispielsweise Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme und der Verwertung von Nährstoffen auftreten. Probleme mit der Ernährung sind besonders häufig, wenn Darm, Magen, Bauchspeicheldrüse oder Leber betroffen sind.

Ist Gewichtsverlust bei Krebs unvermeidlich?

Nein. Eine Krebserkrankung bedeutet nicht, dass ein Mensch zwangsläufig abnehmen muss. Wie der Körper reagiert, hängt von der Art der Erkrankung, ihren Besonderheiten, dem allgemeinen Gesundheitszustand und der angewendeten Behandlung ab.

Manche Patienten halten ihr gewohntes Gewicht während der gesamten Behandlung. Andere verlieren Kilos, wieder andere nehmen sogar zu. Bei bestimmten Formen der Hormontherapie und durch manche Medikamente können Appetitsteigerung und Wassereinlagerungen auftreten.

Deshalb bedeutet dieselbe Zahl auf der Waage nicht immer denselben Gesundheitszustand. Eine Gewichtszunahme kann beispielsweise nicht auf den Aufbau von Muskeln und eine bessere Ernährung zurückzuführen sein, sondern auf Wassereinlagerungen.

Ein plötzlicher Gewichtsverlust bei Krebs erfordert besondere Aufmerksamkeit. Er sollte nicht einfach mit seelischer Belastung, dem Alter oder Appetitlosigkeit erklärt werden. Auch wenn ein Mensch weiterhin isst, müssen Veränderungen des Körpergewichts mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Ein starker Gewichtsverlust bei Krebs sollte ebenfalls nicht als unvermeidlicher Teil der Erkrankung betrachtet werden. Je früher die Ursachen für eine unzureichende Ernährung und den Muskelverlust erkannt werden, desto früher kann eine geeignete Unterstützung beginnen.

Welcher Gewichtsverlust bei Krebs sollte Anlass zur Sorge geben?

Es reicht nicht aus, sich nur am äußeren Erscheinungsbild zu orientieren. Manche Menschen bemerken Veränderungen lange Zeit nicht, insbesondere wenn ihr Gewicht ohnehin schwankt. Andere erkennen das Problem daran, dass die Kleidung lockerer sitzt, Arme und Beine an Umfang verlieren oder eine ungewöhnliche Schwäche auftritt.

Ein schneller Gewichtsverlust bei Krebs ist besonders besorgniserregend, wenn er mit Appetitlosigkeit, anhaltender Müdigkeit und nachlassender Muskelkraft einhergeht. Treppensteigen, gewohnte Gehstrecken und alltägliche Hausarbeiten fallen dann zunehmend schwerer.

Achten Sie auch auf weitere Veränderungen:

Keines dieser Anzeichen allein stellt eine Diagnose. Schwäche kann beispielsweise mit Blutarmut, Nebenwirkungen der Behandlung, Schlafstörungen oder unzureichender Ernährung zusammenhängen.

Der Arzt beurteilt nicht nur das Körpergewicht, sondern auch dessen Entwicklung, die Ernährungsgewohnheiten, die Muskelkraft, Begleitsymptome und Untersuchungsergebnisse. Bei Bedarf wird ein Spezialist für Ernährungstherapie hinzugezogen.

Wie sollten Sie essen, um während der Behandlung Ihre Kräfte zu erhalten?

Bei einer Krebserkrankung müssen gewohnte Vorstellungen von gesunder Ernährung manchmal überdacht werden. Während der Behandlung kann der Körper mehr Energie und Eiweiß benötigen als der Körper eines gesunden Menschen. Zu strenge Einschränkungen können den Mangel an Nährstoffen verschlimmern.

Das wichtigste Ziel ist, den Körper mit ausreichend Kalorien, Eiweiß, Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Der Speiseplan wird an die Verträglichkeit der Lebensmittel, den Zustand des Verdauungssystems und die Empfehlungen des Behandlungsteams angepasst.

1. Essen Sie kleinere, aber nährstoffreiche Portionen

Wenn Ihr Appetit nachgelassen hat, versuchen Sie nicht, auf einmal einen großen Teller leer zu essen. Verteilen Sie Ihre Mahlzeiten auf mehrere kleine Portionen über den Tag. Das ist besonders wichtig, wenn Sie schnell satt werden oder nach dem Essen unter Übelkeit leiden.

Anstatt beispielsweise ein großes Frühstück zu essen, können Sie die gewohnte Portion auf mehrere kleinere Mahlzeiten verteilen: Essen Sie zunächst etwas Brei und später Quark oder Joghurt. Zwischen den Hauptmahlzeiten können Sie kleine Zwischenmahlzeiten einplanen.

Wichtig ist, sich nicht auf nährstoffarme Snacks zu beschränken, die zwar den Magen füllen, aber nur wenige Nährstoffe liefern. Wählen Sie Lebensmittel, die Eiweiß und Energie enthalten.

2. Nehmen Sie zu jeder Hauptmahlzeit eine Eiweißquelle zu sich

Eiweiß ist wichtig, um die Muskelmasse zu erhalten. Bei Gewichtsverlust sollten Sie besonders darauf achten, dass Ihre Ernährung nicht hauptsächlich aus Tee, Brot, Gemüsegerichten und kleinen Mengen Brei besteht.

Geeignete Eiweißquellen sind:

Versuchen Sie, eiweißreiche Lebensmittel über den Tag zu verteilen, anstatt den gesamten Eiweißanteil erst zum Abendessen aufzunehmen. Zum Frühstück können Sie beispielsweise ein Ei und Quark essen, zum Mittagessen Fisch, als Zwischenmahlzeit Joghurt und zum Abendessen ein Gericht mit Hülsenfrüchten oder Tofu wählen.

Die benötigte Eiweißmenge muss individuell festgelegt werden. Dabei sind der Zustand der Nieren, die Verdauung und die Empfehlungen des Spezialisten zu berücksichtigen. Wenn normale Lebensmittel nicht ausreichen, besprechen Sie mit Ihrem Arzt spezielle Trinknahrungen.

3. Erhöhen Sie den Kaloriengehalt Ihrer gewohnten Gerichte

Wenn ein Mensch schnell satt wird, hilft es nicht immer, die Portionsgröße zu erhöhen. Sinnvoller ist es, eine kleine Menge Essen nährstoffreicher zu machen. Dafür gibt es einige einfache Möglichkeiten:

So können Sie mehr Energie aufnehmen, ohne sich dazu zwingen zu müssen, wesentlich größere Mengen zu essen.

4. Passen Sie die Konsistenz der Speisen an Ihr Befinden an

Wenn das Schlucken oder Kauen schmerzhaft ist, sollten Sie sich nicht dazu zwingen, trockene und harte Lebensmittel zu essen. In solchen Phasen können Cremesuppen, weiche Breie, Quark, Joghurt und andere Speisen mit geeigneter Konsistenz besser geeignet sein.

Wenn normale Speisen Widerwillen auslösen, können Sie mit Ihrem Arzt flüssige Ernährungsalternativen besprechen: Trinknahrung, Smoothies, Milchshakes und Suppen. An Tagen, an denen eine vollständige Mahlzeit schwerfällt, sind sie möglicherweise leichter zu sich zu nehmen.

Bei Schmerzen an den Schleimhäuten im Mund oder Rachen, Schluckbeschwerden oder anhaltendem Erbrechen reicht es nicht aus, nur den Speiseplan zu ändern. Informieren Sie unbedingt Ihr Behandlungsteam über diese Beschwerden, damit die Ursache festgestellt und eine geeignete Unterstützung gefunden werden kann.

5. Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Flüssigkeitsmangel kann das Befinden zusätzlich verschlechtern, insbesondere wenn Erbrechen oder Durchfall auftreten. Wenn keine individuellen Einschränkungen bestehen, trinken Sie die erlaubten Getränke über den Tag verteilt in kleinen Mengen.

Trinken Sie Wasser in kleinen Schlucken zwischen den Mahlzeiten, anstatt zu versuchen, auf einmal eine große Menge zu sich zu nehmen. Wenn das Trinken das Gefühl eines überfüllten Magens verstärkt, besprechen Sie mit Ihrem Arzt einen geeigneten Trinkrhythmus.

Eine allgemein gültige tägliche Trinkmenge für alle Krebspatienten gibt es nicht. Bei bestimmten Begleiterkrankungen muss die Flüssigkeitszufuhr eingeschränkt werden. Halten Sie sich deshalb an die Empfehlungen Ihres behandelnden Arztes.

6. Versuchen Sie nicht abzunehmen und verzichten Sie auf strenge Einschränkungen

Während der Behandlung sollten Sie nicht eigenständig mit Fastenkuren, Detox-Programmen oder dem Verzicht auf ganze Lebensmittelgruppen beginnen, um den Körper zu reinigen. Solche Einschränkungen können die Aufnahme von Energie und Nährstoffen zusätzlich verringern.

Wenn Ihr Appetit nachgelassen hat, besteht die Aufgabe nicht darin, Ihre Ernährung möglichst streng zu gestalten, sondern eine ausgewogene Versorgung unter Berücksichtigung der Verträglichkeit sicherzustellen. Wenn Ihr Gewicht trotz einer Anpassung des Speiseplans weiter sinkt, sollten Sie Ihren Onkologen und einen Spezialisten für Ernährungstherapie aufsuchen.

Was ich empfehle: Meine Beobachtungen zur Unterstützung des Körpers

Erstens. Ich empfehle, bei nachlassenden Kräften besonders auf die Ernährung zu achten. In meinen Büchern bezeichne ich frisch gepresste Gemüsesäfte als zusätzliche Nahrungsquelle für Menschen, die unter Müdigkeit und nervlicher Erschöpfung leiden. Ich nenne Kombinationen aus Karotten, Sellerie, Petersilie, Spinat und Blattsalat. Meiner Ansicht nach erfordern solche Säfte nur wenig Verdauungsarbeit und können den Körper unterstützen, wenn der Appetit nachlässt und gewöhnliches Essen schwerfällt. Ich bringe ihre Wirkung mit der Versorgung des Nervensystems und des Blutes in Verbindung. Bei einer Krebserkrankung muss jedoch die Sicherheit der Lebensmittel berücksichtigt werden: Medizinische Fachleute betrachten Säfte nicht als vollwertigen Ersatz für nahrhafte Mahlzeiten. Bei geschwächtem Immunsystem empfehlen sie außerdem, auf nicht pasteurisierte Säfte zu verzichten.

Zweitens. Ich bin der Ansicht, dass es bei einer Erkrankung besonders wichtig ist, die Ernährung nicht durch komplizierte Kombinationen zu belasten. In meinem Buch „Das Alphabet der Gesundheit“ schreibe ich, dass verschiedene Lebensmittel unterschiedlich viel Zeit und unterschiedliche Bedingungen für die Verdauung benötigen. Nach meinem Verständnis muss der Körper, wenn die Nahrung zu kompliziert zusammengesetzt ist, viel Kraft für ihre Verarbeitung aufwenden. Diese Kraft fehlt ihm dann für andere Aufgaben. Deshalb spreche ich mich für einfache, übersichtliche Gerichte und einen bewussten Umgang mit der Zusammensetzung des Speiseplans aus. Bei krebsbedingtem Gewichtsverlust gibt es jedoch eine wichtige Besonderheit: In der Medizin steht vor allem das Ziel im Vordergrund, ausreichend Kalorien und Eiweiß zuzuführen, auch wenn dafür nährstoffreichere und abwechslungsreichere Gerichte erforderlich sind.

Drittens. Ich bringe den Erhalt der Kräfte mit dem Zusammenspiel des gesamten Organismus in Verbindung. Im Kapitel über Krebs betone ich die Bedeutung der Ernährung, des Blutes, der Lymphe und der Durchblutung. Meiner Vorstellung nach darf man den Körper nicht als Ansammlung einzelner Organe betrachten: Eine Erkrankung betrifft den Menschen als Ganzes. Deshalb rate ich dazu, die eigenen Kräfte zu schonen, Aktivität und Ruhe abzuwechseln und sich nicht bis zur nervlichen Erschöpfung zu überfordern. Gleichzeitig beurteilen moderne Onkologen den Verlust von Muskelmasse gesondert und empfehlen, die körperliche Belastung an den Zustand des Patienten anzupassen.

Viertens. Ich bin der Ansicht, dass man keine sofortigen Veränderungen erwarten sollte. In meinen Büchern erinnere ich daran, dass der Körper Zeit braucht, um sein Gleichgewicht wiederzufinden. Bei einer Krebserkrankung möchte ich besonders betonen, wie wichtig ein geduldiger Umgang mit sich selbst ist: Machen Sie sich keine Vorwürfe wegen Appetitlosigkeit, Schwäche oder Gewichtsveränderungen. Meine Idee der Unterstützung des Körpers darf nicht zu zusätzlichen Einschränkungen führen. Wenn das Gewicht weiter sinkt, müssen Sie Ihren behandelnden Onkologen informieren und gemeinsam nach einer Möglichkeit suchen, Ihre Ernährung und Ihre Kräfte zu erhalten.

Was Sie während einer Chemotherapie nicht ohne ärztliche Zustimmung einnehmen sollten

Während einer Krebstherapie erfordern selbst vertraute Lebensmittel und pflanzliche Mittel besondere Aufmerksamkeit. Manche Substanzen können die Wirkung von Medikamenten verändern. Deshalb sollten Sie nicht eigenständig mit Nahrungsergänzungsmitteln oder hoch konzentrierten Präparaten experimentieren.

Besondere Vorsicht ist bei folgenden Lebensmitteln und Mitteln geboten:

Das bedeutet nicht, dass Patienten auf alle pflanzlichen Lebensmittel verzichten müssen. Gewöhnliches Gemüse und Obst müssen nicht automatisch vom Speiseplan gestrichen werden. Entscheidend sind die Menge, die Art des Verzehrs, die individuelle Verträglichkeit und mögliche Wechselwirkungen.

Bevor Sie ein pflanzliches Mittel oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen oder Ihre Ernährung umstellen, informieren Sie Ihren Onkologen. Setzen Sie verordnete Medikamente nicht ab und ersetzen Sie diese nicht durch Mittel aus naturheilkundlichen Programmen.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Bei einer Krebserkrankung ist es wichtig, zwischen Situationen zu unterscheiden, die sofortige medizinische Hilfe erfordern, und Beschwerden, die beim nächsten Arzttermin besprochen werden sollten.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe benötigen

Die folgenden Symptome erfordern eine sofortige medizinische Abklärung:

Bei Brustschmerzen, ausgeprägter Atemnot, Ohnmacht oder anderen akuten Beschwerden sollten Sie den Rettungsdienst rufen. Warten Sie nicht auf den nächsten regulären Kliniktermin und versuchen Sie nicht, die Ursache selbst festzustellen.

Wann Sie einen regulären Arzttermin vereinbaren sollten

Schieben Sie es nicht auf, die folgenden Veränderungen mit Ihrem Arzt zu besprechen:

Besonders wichtig ist es, Ihren Arzt über jede Gewichtsveränderung zu informieren, auch wenn sie Ihnen unbedeutend erscheint. Warten Sie nicht, bis eine ausgeprägte Auszehrung eintritt, bevor Sie um Hilfe bitten.

Besprechen Sie bei der Untersuchung Ihre Ernährung, mögliche Nebenwirkungen der Behandlung und die Frage, ob ein Spezialist für Ernährungstherapie hinzugezogen werden sollte. Manchmal reicht es nicht aus, nur den Speiseplan zu ändern. Dann ist eine zusätzliche Ernährungstherapie erforderlich.

Mehr darüber, wie ich mit diesem Thema arbeite, erfahren Sie auf der Seite „Onkologie“.

AUS DER REDAKTION
Der Artikel wurde auf Grundlage der Bücher von Dr. Boris Wydoff und medizinischer Informationsmaterialien zu Ernährung, Gewichtsverlust und Nebenwirkungen einer Krebstherapie erstellt. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information, ersetzt keine ärztliche Beratung und ist keine Grundlage für Änderungen an einer verordneten Krebstherapie.

Medizinische Informationen: NCI (Nationales Krebsinstitut der USA), NCI (Nationales Krebsinstitut der USA).

Häufige Fragen

Warum nehme ich bei Krebs ab, obwohl ich versuche, normal zu essen?

Dafür können ein verminderter Appetit, Nebenwirkungen der Behandlung und Veränderungen des Stoffwechsels verantwortlich sein. Eine Chemotherapie kann Übelkeit, Erbrechen, Geschmacksveränderungen, Mundtrockenheit und Schmerzen beim Schlucken verursachen. Außerdem verändert sich bei manchen Tumorerkrankungen der Stoffwechsel, sodass der Körper Muskel- und Fettgewebe verlieren kann, selbst wenn die Nahrungsaufnahme unverändert bleibt.

Stimmt es, dass man bei Krebs zwangsläufig abnimmt?

Nein, eine Krebserkrankung geht nicht zwangsläufig mit Gewichtsverlust einher. Manche Patienten behalten ihr bisheriges Gewicht oder nehmen zu, beispielsweise durch eine Hormontherapie, Medikamente oder Wassereinlagerungen. Deshalb sollte der Gesundheitszustand nicht nur anhand der Zahl auf der Waage beurteilt werden, sondern auch anhand der Muskelkraft, des Appetits und des allgemeinen Befindens.

Was soll ich tun, wenn ich während einer Krebsbehandlung plötzlich stark abgenommen habe?

Informieren Sie Ihren Onkologen über den Gewichtsverlust, auch wenn Sie weiterhin normal essen. Bitten Sie darum, Ihre Ernährungsgewohnheiten, den Zustand Ihrer Muskeln, mögliche Nebenwirkungen der Behandlung und Ursachen für Veränderungen des Stoffwechsels zu beurteilen. Bei Bedarf wird der Arzt einen Spezialisten für Ernährungstherapie hinzuziehen und eine zusätzliche Ernährungsunterstützung empfehlen.

Was sollte ich bei Krebs essen, um meine Kräfte zu erhalten?

Wichtig sind Eiweißquellen wie Eier, Quark, Joghurt, Fisch, Hülsenfrüchte und Tofu. Um den Kaloriengehalt zu erhöhen, können Sie Butter oder Pflanzenöl, Milch und Milchpulver zu geeigneten Gerichten hinzufügen. Am besten verteilen Sie nährstoffreiche Lebensmittel auf mehrere kleine Mahlzeiten und berücksichtigen dabei Ihre Verträglichkeit und individuelle Einschränkungen.

Darf ich während einer Chemotherapie Gemüsesäfte trinken?

Besprechen Sie diese Frage mit Ihrem Onkologen, insbesondere wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist. Nicht pasteurisierte Säfte können aufgrund einer möglichen Keimbelastung ein Risiko darstellen. Gewöhnliches Gemüse und Obst sind nicht automatisch verboten, aber Säfte ersetzen keine vollwertige Ernährung und sollten nicht die Grundlage Ihres Speiseplans bilden.

Was ist eine krebsbedingte Kachexie und warum entsteht sie?

Dabei handelt es sich um einen komplexen Zustand, bei dem der Körper Muskel- und Fettgewebe verliert und eine ausgeprägte Auszehrung entwickelt. Die Ursache ist nicht nur eine unzureichende Nahrungsaufnahme, sondern auch Veränderungen des Stoffwechsels. Eine Kachexie kann sich sogar bei Menschen entwickeln, die weiterhin normal essen. Deshalb reicht es manchmal nicht aus, einfach die Portionen zu vergrößern.

Kann ich das während der Krebsbehandlung verlorene Gewicht wieder zunehmen?

In vielen Fällen lässt sich die Ernährung so anpassen, dass der Körper mehr Energie und Eiweiß erhält. Dafür eignen sich kleine, nährstoffreiche Mahlzeiten, die Anreicherung gewohnter Gerichte und bei Bedarf spezielle Trinknahrung. Der Plan zur Gewichtszunahme muss die Erkrankung, die laufende Behandlung, den Zustand des Verdauungssystems und die Empfehlungen des Onkologen berücksichtigen.

Dr. Boris Wydoff

Boris Wydoff — Doktor der Naturheilkunde, Ph.D. Seit über fünfzig Jahren helfe ich Menschen, ihre Gesundheit durch Ernährung, Reinigung und die Kraft des Geistes wiederzugewinnen — in Europa, Amerika und Asien. Über den Autor →

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