Blutwurz: Wirkung und Anwendung

Die Blutwurz, auch Tormentill genannt, ist eine Heilpflanze aus der Familie der Rosengewächse. Verwendet werden vor allem ihre Rhizome. Laut pflanzenheilkundlichen Nachschlagewerken werden Zubereitungen daraus traditionell als adstringierendes Mittel bei bestimmten Magen-Darm-Beschwerden sowie äußerlich und zum Gurgeln und Spülen eingesetzt.
Was ist Blutwurz und wo findet man sie?
Die Blutwurz (*Potentilla erecta*) gehört zur Familie der Rosengewächse. In älteren Nachschlagewerken findet man auch andere Bezeichnungen wie Tormentill und Aufrechtes Fingerkraut. Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze, die im europäischen Teil Russlands, im Kaukasus und in Westsibirien vorkommt. Weiter östlich reicht ihr Verbreitungsgebiet nicht.
Botanischen Nachschlagewerken zufolge wächst die Blutwurz auf sauren Böden. Man findet sie an Waldrändern, auf Lichtungen und auf Kahlschlägen. Sie gedeiht auch auf feuchten und trockenen Wiesen, darunter an nassen Standorten und in sumpfigen Gebieten.
Es gibt noch eine weitere Besonderheit. Pflanzen, die an offenen Standorten wachsen, liefern besonders wertvolles pflanzliches Arzneimaterial. An feuchten Standorten entwickeln sich die Rhizome gewöhnlich größer. In älteren Büchern wird die Blutwurz ebenfalls als Pflanze der Waldränder und Lichtungen beschrieben. Man findet sie zusammen mit anderen wild wachsenden Heilkräutern.
Wie erkennt man das richtige Pflanzenmaterial?
Für medizinische Zwecke verwendet man nicht den gesamten oberirdischen Teil der Pflanze, sondern die Rhizome. Sie sind das wichtigste Ausgangsmaterial der Blutwurz. In Nachschlagewerken über Heilpflanzen wird das Rhizom als Rhizoma Tormentillae bezeichnet. Früher wurde auch der Name „Tormentill“ für die Blutwurz verwendet.
Deshalb ist es bei der Ernte wichtig, die Pflanze nicht mit anderen Fingerkrautarten zu verwechseln. In der Natur kommen beispielsweise das Gänse-Fingerkraut, das Silber-Fingerkraut und andere Vertreter dieser Gattung vor. Sie haben jeweils eigene Beschreibungen und Anwendungsgebiete.
Das fertige Pflanzenmaterial der Blutwurz besteht aus getrockneten Rhizomen, die zylindrisch oder knollig geformt sein können. Geerntet wird gezielt der unterirdische Pflanzenteil. Deshalb gelten Stängel und überflüssige Wurzeln nach der Aufbereitung als unerwünschte Bestandteile.
Blutwurz: Heilwirkungen und gesundheitlicher Nutzen
Die wichtigste Besonderheit des Rhizoms ist sein hoher Gehalt an Gerbstoffen. Nach Angaben aus Nachschlagewerken kann dieser bis zu 31% betragen. Neben Gerbstoffen werden in den Rhizomen Tormentol, das Glykosid Tormentillin, Chinasäure und Ellagsäure, Phlobaphene, Harz, Spuren ätherischen Öls, Stärke und weitere Stoffe beschrieben. Ein anderes Nachschlagewerk nennt eine ähnliche Zusammensetzung: Gerbstoffe, Phlobaphene, das Glykosid Tormentillin, Chinasäure und Ellagsäure, Wachs, Harze, Gummi und Stärke.
Die Zusammensetzung hilft, die traditionelle Verwendung der Pflanze zu verstehen. Die Blutwurz gehört zu den Pflanzen mit ausgeprägter adstringierender Wirkung. Deshalb wird ihr Nutzen vor allem mit den Rhizomen und den darin enthaltenen Gerbstoffen in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich um eine Beschreibung traditioneller Eigenschaften und nicht um eine Garantie für eine therapeutische Wirkung bei einer bestimmten Erkrankung.
Für Magen und Darm
In der medizinischen Praxis werden Zubereitungen aus Blutwurz, vor allem ein Rhizomabsud und eine Tinktur, als adstringierende Mittel beschrieben.
Laut pflanzenheilkundlichen Nachschlagewerken wurde ein Absud aus den Rhizomen traditionell innerlich bei entzündlichen Vorgängen im Magen-Darm-Trakt und bei Durchfall angewendet. In älteren Fachbüchern wird auch die Anwendung bei Darmkatarrh beschrieben.
Blutwurz wurde außerdem in verschiedene adstringierende Magenmischungen aufgenommen. Dabei kombinierte man ihre Rhizome mit anderen Heilpflanzen, wenn eine zusammenziehende Wirkung erwünscht war.
In einem Nachschlagewerk wird eine Aufgussmischung mit Rhizomen der Blutwurz, Immortelle, Kümmel, Heidelbeeren und Salbei beschrieben. Auf die Mischung entfallen 10,0 g Blutwurzrhizome. Der fertige Aufguss wird mit ½ Glas 2–3-mal täglich 15–20 Minuten vor dem Essen eingenommen.
Eine weitere Variante enthält ebenfalls 10,0 g Blutwurzrhizome, zusammen mit Immortelle, Kümmel, Heidelbeeren und Salbei in anderen Mengenverhältnissen. Auch dieser Aufguss wird mit ½ Glas 2–3-mal täglich 15–20 Minuten vor dem Essen eingenommen.
Für Mund und Rachen
Die traditionelle Anwendung der Blutwurz beschränkt sich nicht auf den Magen-Darm-Trakt. In Nachschlagewerken wird eine Tinktur aus dem Rhizom zum Bestreichen der Mundschleimhaut bei entzündlichen Vorgängen beschrieben. Außerdem wurde Blutwurz in Zubereitungen zum Spülen verwendet.
Es gibt auch eine Rezeptur für eine warme Gurgellösung. Sie enthält 15,0 g Blutwurzrhizome, 15,0 g Eibischwurzel, 15,0 g Eichenrinde, 15,0 g Salbeiblätter und 5,0 g Fenchelfrüchte. Der Aufguss wird lauwarm zum Gurgeln alle 2–3 Stunden verwendet.
Für die Mundhöhle wird in Nachschlagewerken außerdem ein wässriger Absud beschrieben, der Blutwurzrhizome mit Eichenrinde, jungen Kiefernzapfen und Schlangenknöterich-Rhizom kombiniert. Damit wurde der Mund bei Zahnfleischbluten gespült.
Zur äußerlichen Anwendung
In der älteren medizinischen Literatur wird ein Absud aus den Rhizomen auch zur äußerlichen Anwendung beschrieben. Er wurde bei Verbrennungen, nässenden Ekzemen und einigen anderen Hauterkrankungen eingesetzt. Diese Anwendung wird mit den adstringierenden Eigenschaften des Pflanzenmaterials in Verbindung gebracht. Es handelt sich jedoch um traditionelle Anwendungsmethoden aus Nachschlagewerken und nicht um ein garantiertes Ergebnis.
Was ist über die Wirkung der Inhaltsstoffe bekannt?
In Nachschlagewerken werden auch alkoholische Extrakte und Polyphenole aus den Rhizomen der Blutwurz gesondert erwähnt. In Experimenten zeigten sie antibakterielle Eigenschaften. Außerdem wird angegeben, dass eine Tinktur in hohen Konzentrationen gefäßverengend wirken kann.
Experimentelle Ergebnisse lassen sich nicht automatisch auf die Behandlung von Menschen übertragen. Deshalb betrachte ich sie lediglich als Hinweise auf Eigenschaften der Pflanzenbestandteile und nicht als Versprechen einer therapeutischen Wirkung.
Wie werden Blutwurzrhizome üblicherweise angewendet?
Für die Blutwurz werden in Nachschlagewerken ein Absud, eine Tinktur und ein Flüssigextrakt beschrieben. Als Ausgangsmaterial dienen die Rhizome. Sie werden im Rahmen traditioneller Anwendungen innerlich sowie äußerlich und zum Spülen verwendet.
Eine konkrete Zubereitungsweise sieht folgendermaßen aus: 20 g Rhizome werden mit 200 ml Wasser übergossen und 20 Minuten lang gekocht. Vom fertigen Absud nimmt man 2–3-mal täglich jeweils 1 Esslöffel eine halbe Stunde vor dem Essen ein.
In Nachschlagewerken wird diese Zubereitung als adstringierendes Mittel aus Blutwurzrhizomen bei Magen-Darm-Beschwerden beschrieben.
Wie bereitet man einen Absud richtig zu?
Für einen wässrigen Absud werden die Rhizome zunächst zerkleinert. Anschließend verwendet man die angegebene Menge Pflanzenmaterial und Wasser. Bei dem genannten Rezept sind das 20 g Rhizome auf 200 ml Wasser.
Nach 20 Minuten Kochzeit nimmt man 2–3-mal täglich jeweils 1 Esslöffel eine halbe Stunde vor dem Essen ein. Zum Spülen werden andere Mischungen verwendet. Beispielsweise wird ein Aufguss aus Blutwurzrhizomen und anderen Pflanzen lauwarm alle 2–3 Stunden eingesetzt. Wichtig ist, zwischen Aufguss und Absud zu unterscheiden. In den genannten Nachschlagewerken kommen beide Zubereitungsarten vor. Welche verwendet wird, hängt von der Zusammensetzung und dem jeweiligen Zweck ab.
Wie wird Tormentill geerntet?
Als pflanzliches Arzneimaterial dienen die Rhizome der Blutwurz.
Die Ernte erfolgt von Juli bis September. Die Rhizome werden mit Spaten ausgegraben oder mit Pflügen freigelegt. Anschließend befreit man sie von Erde, entfernt Stängel und Wurzeln und wäscht sie mit kaltem Wasser.
Ein anderes Nachschlagewerk empfiehlt die Ernte im Herbst, solange der oberirdische Teil noch nicht vollständig abgestorben ist. Dünne Wurzeln und Stängelreste werden entfernt, danach wäscht man die Rhizome gründlich von anhaftender Erde frei.
Entscheidend ist also, bei der Ernte gezielt auf den unterirdischen Pflanzenteil zu achten. Vor dem Trocknen werden fremde Pflanzenteile und Erde entfernt.
Wie trocknet und lagert man das Pflanzenmaterial?
Die gereinigten Rhizome werden an der frischen Luft oder in gut belüfteten Räumen getrocknet. Dieses Verfahren wird in Nachschlagewerken über Heilpflanzen zur Gewinnung des fertigen Pflanzenmaterials angegeben. Wichtig ist, dass das Material nach der Reinigung richtig trocknet und nicht feucht bleibt.
In älteren Beschreibungen von Heilpflanzen wird die Blutwurz ausdrücklich als Rhizom geführt. Deshalb empfiehlt es sich, sie bei der Lagerung getrennt von anderen Pflanzen aufzubewahren, damit die Arten nicht vermischt werden.
Welche traditionellen Kombinationen mit anderen Pflanzen gibt es?
Die Blutwurz wurde in verschiedene Mischungen aus mehreren Heilpflanzen aufgenommen.
Bei Neigung zu Durchfall wird beispielsweise eine Mischung aus 10,0 g Blutwurzrhizomen, 10,0 g Wermutkraut, 20,0 g Ackerschachtelhalmkraut und 20,0 g Schafgarbenkraut beschrieben. Der Absud wird mit 1–2 Gläsern täglich eingenommen.
In einer anderen Rezeptur aus einem Nachschlagewerk werden 25,0 g Blutwurzrhizome angegeben. Hinzu kommen 25,0 g Rhizome des Großen Wiesenknopfs und 50,0 g Hirtentäschelkraut. Der Absud wird mit ½ Glas 3–4-mal täglich 20–30 Minuten vor dem Essen eingenommen.
Es gibt außerdem eine Variante eines wässrigen Absuds mit Blutwurz, Johanniskraut und Schafgarbe, die in einem Nachschlagewerk als traditionelle Magenmischung beschrieben wird.
Mischungen aus mehreren Pflanzen erfordern jedoch besondere Vorsicht. Jede Pflanze hat eigene Eigenschaften, Einschränkungen und Gegenanzeigen. Deshalb rate ich davon ab, eine ärztlich verordnete Behandlung eigenständig durch solche Rezepturen zu ersetzen.
Wie findet man Blutwurz im Ausland?
Suchen Sie gezielt nach dem unterirdischen Pflanzenteil, dem Rhizom von *Potentilla erecta*, das auch als *Tormentillae rhizoma* bezeichnet wird. Händler nennen es manchmal Wurzel. Blüten, Blätter und Früchte gehören jedoch nicht zu dem beschriebenen medizinisch verwendeten Pflanzenteil.
- USA: Fragen Sie nach tormentil oder erect cinquefoil. Häufig wird das zerkleinerte Rhizom für Tee angeboten, außerdem gibt es Tinkturen. Sie können bei Online-Kräuterhändlern und in spezialisierten Naturkostgeschäften suchen. Verlassen Sie sich nicht allein auf die Bezeichnung bloodroot, denn sie kann eine andere Pflanze meinen.
- Deutschland: Gebräuchliche Bezeichnungen sind Blutwurz, Tormentill, Tormentillwurzelstock. Das Rhizom wird lose für Tee angeboten, auch als Arzneitee, sowie in Form von Tinkturen oder Tropfen. Beginnen Sie Ihre Suche in einer Apotheke oder Online-Apotheke.
- Frankreich: Fragen Sie nach tormentille, potentille tormentille oder rhizome de tormentille. Angeboten werden zerkleinerte Rhizome für tisane und teinture mère. Suchen Sie in Apotheken, Herboristerien und deren Onlineshops.
Prüfen Sie auf der Verpackung die botanische Bezeichnung *Potentilla erecta*, den verwendeten Pflanzenteil (rhizome / Wurzelstock / rhizoma) und die Produktkategorie: Arzneimittel oder Lebensmitteltee beziehungsweise Nahrungsergänzungsmittel. Bei Tinkturen sollten Sie zusätzlich den verwendeten Pflanzenteil und den Alkoholgehalt kontrollieren. Eine Bio-Kennzeichnung allein bestätigt nicht, dass es sich um ein Arzneimittel handelt.
Die Verkaufs- und Kennzeichnungsvorschriften unterscheiden sich von Land zu Land. Prüfen Sie deshalb die Produktkategorie und die geltenden Bestimmungen des jeweiligen Marktes.
Blutwurz: Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen
Nach dem heutigen Kenntnisstand zur Sicherheit von Blutwurzpräparaten lassen sich die Erkenntnisse zu Arzneimitteln aus den Rhizomen nicht ohne Weiteres auf jeden Pflanzenteil oder jede Zubereitungsform übertragen. Bei Überempfindlichkeit gegen Blutwurz sollte die Pflanze nicht verwendet werden. Bei innerlicher Einnahme können leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten, darunter Übelkeit und Erbrechen. Wie häufig solche Reaktionen vorkommen, ist nicht bekannt. Wenn Durchfall wiederholt auftritt, Blut im Stuhl sichtbar wird oder sich die Beschwerden verschlimmern, ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Bei innerlicher Einnahme kann Blutwurz die Aufnahme anderer Arzneimittel verlangsamen. Deshalb empfehlen aktuelle Hinweise, die Einnahme zeitlich von anderen Medikamenten zu trennen, und zwar um mindestens 1 Stunde davor oder danach.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen, da die Sicherheit nicht ausreichend geklärt ist. Auch bei Kindern unter 18 Jahren wird von der Anwendung abgeraten, weil Sicherheitsdaten fehlen. Das gilt auch für Mittel zum Spülen der Mundhöhle.
In den aktuellen Daten finden sich keine Berichte über Überdosierungen. Allerdings gibt es nicht genügend Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität und zu anderen langfristigen Sicherheitsaspekten. Dass keine Überdosierungsfälle dokumentiert sind, ist deshalb kein Beweis dafür, dass eine langfristige Einnahme vollständig sicher ist.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Blutwurz gehört zu den Heilpflanzen. Deshalb ist auch bei traditioneller Anwendung Vorsicht geboten. Bei einer allergischen Reaktion sollte die Anwendung abgebrochen und medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine gesonderte ärztliche Beratung erforderlich. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte die mögliche Verzögerung ihrer Aufnahme berücksichtigen. Bei chronischen Erkrankungen sollte die Anwendung von Heilpflanzen ebenfalls mit einer Fachperson abgestimmt werden. Kinder sollten Blutwurzpräparate nicht eigenständig einnehmen.
Besonders wichtig ist es, länger anhaltenden oder wiederkehrenden Durchfall nicht selbst behandeln zu wollen. Bei Blut im Stuhl, einer Verschlimmerung der Beschwerden oder erneutem Auftreten sollte man ärztlichen Rat einholen. Heilpflanzen können im Rahmen der traditionellen Phytotherapie eingesetzt werden, ersetzen jedoch weder die Abklärung der Ursache noch eine notwendige medizinische Behandlung.
AUS DER REDAKTION
Dieser Artikel wurde auf Grundlage von Angaben aus Nachschlagewerken über Heilpflanzen und Phytotherapie erstellt. Er dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Häufige Fragen
Wofür ist Tormentill gut?
Die Rhizome werden traditionell als adstringierendes Mittel bei bestimmten Magen-Darm-Beschwerden sowie zum Spülen und zur äußerlichen Anwendung eingesetzt.
Kann man Tormentill als Tee oder Tinktur einnehmen?
Bei Überempfindlichkeit sollte die Pflanze nicht verwendet werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern unter 18 Jahren wird von der Anwendung abgeraten.
Wie bereitet man einen Absud aus Tormentillwurzeln richtig zu?
Für den Absud verwendet man 20 g Rhizome auf 200 ml Wasser, kocht die Mischung 20 Minuten lang und nimmt 2–3-mal täglich jeweils 1 Esslöffel eine halbe Stunde vor dem Essen ein.
Wann wird Tormentill in der Volksmedizin verwendet?
Die Rhizome werden traditionell als Absud, Tinktur oder Flüssigextrakt verwendet, unter anderem bei bestimmten Magen-Darm-Beschwerden und zum Spülen.
Wofür trinkt man Tormentill und welche Eigenschaften hat die Pflanze?
In Nachschlagewerken wird die Pflanze vor allem als adstringierendes Mittel beschrieben, das traditionell bei bestimmten Verdauungsbeschwerden und äußerlich eingesetzt wird.
Wo wächst die Blutwurz in freier Natur?
Sie wächst auf sauren Böden, an Waldrändern, auf Lichtungen und Kahlschlägen sowie auf feuchten und trockenen Wiesen.
Wann ist die beste Zeit, um Tormentillrhizome zu sammeln?
Die Rhizome werden von Juli bis September geerntet, von Erde und anderen Pflanzenteilen gereinigt und anschließend an der Luft oder in einem gut belüfteten Raum getrocknet.
Welche Inhaltsstoffe sind in Tormentillrhizomen enthalten?
Beschrieben werden Gerbstoffe, Phlobaphene, Tormentillin, Chinasäure und Ellagsäure, Harze, Gummi, Stärke und weitere Verbindungen.
Was behandelt die Blutwurz?
In Nachschlagewerken werden die Rhizome als adstringierendes Mittel beschrieben, das traditionell bei bestimmten Magen-Darm-Beschwerden sowie äußerlich und zum Spülen verwendet wurde. Das bedeutet nicht, dass die Pflanze jede Ursache solcher Beschwerden behandelt.
Welchen Nutzen und welche Risiken hat die Blutwurz?
Die traditionelle Anwendung beruht auf den adstringierenden Eigenschaften der Rhizome und ihrem hohen Gerbstoffgehalt. Möglich sind Übelkeit und Erbrechen sowie eine verlangsamte Aufnahme anderer Medikamente. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern unter 18 Jahren wird von der Anwendung abgeraten.
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