Japanische Yamswurzel: Wirkung und Anwendung

Dr. Boris WydoffDr. Boris Wydoff
Japanische Yamswurzel mit breiten, herzförmigen, gelappten Blättern und rankenden Stängeln zwischen Waldpflanzen

Die Japanische Yamswurzel ist eine mehrjährige Kletterpflanze, deren Rhizome zur Herstellung pflanzlicher Präparate verwendet werden. Laut phytotherapeutischen Nachschlagewerken enthält das Pflanzenmaterial Saponine, darunter Dioscin, sowie weitere Steroidglykoside. Präparate aus den Rhizomen wurden früher bei Störungen des Fettstoffwechsels und bei Arteriosklerose eingesetzt. Diese Angaben bedeuten jedoch nicht, dass Hausmittel dieselben Eigenschaften besitzen wie Arzneimittel.

Was ist die Japanische Yamswurzel?

Die Japanische Yamswurzel (Dioscorea nipponica Makino) gehört zur Familie der Yamswurzelgewächse. Es handelt sich um eine mehrjährige krautige Pflanze mit langen, rankenden Stängeln. Botanischen Beschreibungen zufolge kann die Kletterpflanze bis zu vier Meter lang werden.

Die Pflanze kommt im Fernen Osten vor. Nach Angaben in Nachschlagewerken wächst sie in Wäldern und zwischen Sträuchern in der Region Primorje. Für die Gewinnung von Arzneirohstoffen werden die Rhizome samt Wurzeln verwendet.

Die Japanische Yamswurzel hat breite, herzförmige Blätter mit drei, fünf oder sieben Lappen. Diese Merkmale helfen dabei, sie von anderen Vertretern der Gattung zu unterscheiden. Ein einzelnes äußeres Merkmal reicht jedoch nicht aus, um die Art zuverlässig zu bestimmen.

In der pharmazeutischen Industrie wurden die Rhizome der Pflanze zur Herstellung von Polyspinin verwendet. Dieses Präparat wurde aufgrund der enthaltenen Saponine und anderer biologisch aktiver Verbindungen untersucht.

Die Japanische Yamswurzel sollte nicht mit der Kaukasischen Yamswurzel verwechselt werden. In Nachschlagewerken werden diese Pflanzen getrennt beschrieben. Obwohl ihre Präparate im Zusammenhang mit ähnlichen Anwendungsgebieten untersucht wurden, lassen sich Erkenntnisse über die eine Art nicht ohne Weiteres auf die andere übertragen.

Deshalb ist bei der Auswahl pflanzlicher Rohstoffe die genaue botanische Bezeichnung wichtig. Eine bloße Ähnlichkeit der Blätter oder ein volkstümlicher Name reichen nicht aus, um die Pflanze sicher zu bestimmen und festzustellen, ob ihre Rhizome für medizinische Zwecke geeignet sind.

Welche Wirkung hat die Japanische Yamswurzel?

Die Forschung zur Japanischen Yamswurzel konzentriert sich vor allem auf die Inhaltsstoffe ihrer Rhizome und die daraus gewonnenen Präparate. Laut phytotherapeutischen Nachschlagewerken galten insbesondere die Saponine und ihr Zusammenhang mit der pharmakologischen Wirkung von Polyspinin als interessant.

Dabei muss man zwischen pflanzlichem Rohmaterial und einem fertigen Präparat unterscheiden. Die Konzentration der Wirkstoffe und die Zusammensetzung können unterschiedlich sein. Angaben zu den Eigenschaften eines industriell hergestellten Extrakts belegen daher nicht, dass Tee, Aufguss oder Pulver aus den Rhizomen genauso wirksam sind.

Welche Stoffe sind in den Rhizomen enthalten?

Die Rhizome der Japanischen Yamswurzel enthalten Saponine. In einem Nachschlagewerk über wild wachsende Heilpflanzen wird ein Anteil von etwa 4,5 % angegeben. Zu den genannten Verbindungen gehört Dioscin. Eine andere Fachbeschreibung nennt für die Rhizome einen Anteil an Steroidglykosiden von ungefähr 6–8 %. Zu den erwähnten Verbindungen zählen Dioscin, Diosgenin und Tigogenin.

Diese Werte stammen aus unterschiedlichen Beschreibungen des Pflanzenmaterials. Sie erlauben keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Gehalt in einer bestimmten Packung oder einem selbst hergestellten Präparat. Die konkrete Zusammensetzung hängt vom Rohmaterial und seiner Verarbeitung ab.

Saponine sind für die pharmakologische Forschung interessant. Das Vorhandensein biologisch aktiver Stoffe allein bestätigt jedoch keine therapeutische Wirkung bei einer bestimmten Erkrankung. Für die praktische Anwendung sind die Darreichungsform, die Zusammensetzung des Präparats und die Ergebnisse entsprechender Studien entscheidend.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der Japanischen Yamswurzel und Cholesterin?

In historischen pharmakologischen Beschreibungen wurde Polyspinin als Mittel zur Senkung des Cholesterinspiegels bezeichnet. Es wurde aus den Rhizomen der Japanischen Yamswurzel gewonnen. In der medizinischen Praxis kam außerdem Diosponin zum Einsatz, das aus der Kaukasischen Yamswurzel hergestellt wurde.

Diese Angaben zeigen, welchen Stellenwert Yamswurzelpräparate in der Geschichte der Phytotherapie hatten. Sie beweisen nicht, dass jedes Produkt mit dieser Pflanze den Cholesterinspiegel eines Menschen spürbar verändern kann.

Auch die Darreichungsform muss berücksichtigt werden. Ein industriell hergestelltes Präparat wird aus einem genau festgelegten Rohstoff nach einem standardisierten Verfahren hergestellt. Bei der Zubereitung zu Hause lässt sich nicht automatisch eine vergleichbare Zusammensetzung erreichen.

Bei erhöhtem Cholesterinspiegel wird die Behandlung anhand der Blutwerte und des allgemeinen Gesundheitszustands festgelegt. Pflanzliche Mittel kommen allenfalls als Ergänzung zur verordneten Behandlung infrage. Bevor Sie sie anwenden, sollten Sie die Auswahl mit Ihrem Arzt abstimmen und verordnete Medikamente nicht absetzen.

Was ist über die Anwendung bei Arteriosklerose bekannt?

In historischen Nachschlagewerken werden Yamswurzelpräparate im Zusammenhang mit der Behandlung von Arteriosklerose beschrieben. Besondere Aufmerksamkeit galt Polyspinin, das aus den Rhizomen der Japanischen Yamswurzel gewonnen wurde.

Auch für Diosponin, das aus der Kaukasischen Yamswurzel hergestellt wurde, war ein Anwendungsschema bei Arteriosklerose angegeben. Es handelt sich jedoch um ein anderes Präparat aus einer anderen Pflanzenart. Seine Eigenschaften lassen sich nicht auf die Japanische Yamswurzel übertragen.

Arteriosklerose erfordert ärztliche Betreuung. Angaben zur historischen Verwendung pflanzlicher Präparate belegen nicht, dass sie Gefäße reinigen, Plaques auflösen oder Komplikationen verhindern.

Wenn bei Ihnen Arteriosklerose festgestellt wurde, sollten Sie die Einnahme pflanzlicher Nahrungsergänzungsmittel vorher mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Sie dürfen die verordnete Therapie nicht ersetzen und sind nicht dafür geeignet, den Behandlungsplan eigenständig zu verändern.

Wurde die Wirkung der Yamswurzel auf andere Organsysteme untersucht?

In Nachschlagewerken werden experimentelle Untersuchungen zu Yamswurzelpräparaten beschrieben, bei denen Blutdruck, Puls, Atmung und Harnausscheidung beurteilt wurden. Diese Werte wurden im Rahmen pharmakologischer Beobachtungen untersucht.

Aus solchen Angaben lässt sich nicht ableiten, dass sich die Pflanze zur eigenständigen Behandlung von Erkrankungen des Herzens, der Nieren oder der Atemwege eignet. Experimentelle Ergebnisse können nicht ohne Weiteres auf Menschen übertragen werden. Ebenso beschreiben Daten zu einem Präparat nicht automatisch die Wirkung eines anderen.

In den Fachbeschreibungen der Japanischen Yamswurzel stehen die Rhizome und die daraus gewonnenen Präparate im Mittelpunkt. Ohne entsprechende Belege sollte man der Pflanze keine weiteren Heilwirkungen zuschreiben.

Wofür wurde die Japanische Yamswurzel verwendet?

Historischen Nachschlagewerken zufolge dienten die Rhizome der Japanischen Yamswurzel als Rohstoff für die Herstellung von Polyspinin. Dieses Präparat wurde bei Störungen des Fettstoffwechsels und bei Arteriosklerose eingesetzt.

Diese Angaben beschreiben die medizinische Praxis einer bestimmten Zeit. Sie bedeuten weder, dass die Pflanze selbst nach demselben Schema angewendet werden kann, noch, dass jedes moderne Produkt aus Yamswurzel vergleichbare Eigenschaften besitzt.

Kann man die Japanische Yamswurzel bei erhöhtem Cholesterin verwenden?

In der Fachliteratur wird Polyspinin als Mittel zur Senkung des Cholesterinspiegels beschrieben. Diese Eigenschaft bezieht sich auf ein bestimmtes Präparat, das aus den Rhizomen hergestellt wurde. Daraus ergibt sich keine Empfehlung, die Pflanze bei erhöhtem Cholesterin eigenständig einzunehmen.

Bei Störungen des Fettstoffwechsels beurteilt der Arzt die Blutwerte und weitere Risikofaktoren. Auf dieser Grundlage legt er eine geeignete Behandlungsstrategie fest. Wenn Sie ein pflanzliches Präparat als Ergänzung in Betracht ziehen, besprechen Sie dies zuerst mit Ihrem Arzt. Ersetzen Sie damit nicht die verordnete Behandlung und verändern Sie die Medikamentendosis nicht eigenständig.

Was sollte man über die historische Anwendung bei Arteriosklerose wissen?

In Nachschlagewerken wird die Anwendung von Yamswurzelpräparaten bei Arteriosklerose der Hirngefäße und des Herz-Kreislauf-Systems beschrieben. Diese Angaben beziehen sich auf Arzneimittel, die aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt wurden. Ein selbst gemachter Aufguss, Rhizompulver oder ein Nahrungsergänzungsmittel ist nicht als vollwertiger Ersatz für ein untersuchtes industriell hergestelltes Präparat anzusehen. Unterschiede in Zusammensetzung und Wirkstoffkonzentration können erheblich sein. Bei Arteriosklerose sollte die Anwendung sämtlicher zusätzlicher Mittel mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Die Entscheidung über die Therapie richtet sich nach dem Gesundheitszustand und den medizinischen Indikationen.

Wie bereitet man Tee aus der Japanischen Yamswurzel zu?

Die Frage „Japanische Yamswurzel: Wie bereitet man sie als Tee zu?“ setzt voraus, dass es für die Pflanze ein bewährtes Rezept für ein Getränk zur Selbstanwendung gibt. In historischen Beschreibungen steht jedoch vor allem die Herstellung von Arzneipräparaten aus den Rhizomen im Mittelpunkt, nicht die Zubereitung eines gewöhnlichen Tees.

Für Polyspinin wurde Pflanzenmaterial verwendet, das industriell verarbeitet wurde. Das fertige Präparat unterschied sich von den unverarbeiteten Rhizomen. Deshalb lassen sich daraus keine sicheren Mengenverhältnisse für einen selbst zubereiteten Aufguss oder Sud ableiten.

Bei der Zubereitung pflanzlicher Mittel spielen die Menge des Rohmaterials, das Flüssigkeitsvolumen, die Verarbeitungsmethode und die Zubereitungsdauer eine Rolle. Man sollte diese Parameter nicht willkürlich festlegen und anschließend davon ausgehen, dass das Getränk einem Arzneiextrakt entspricht.

Ich empfehle nicht, Zubereitungsrezepte für andere Yamswurzelarten auf die Japanische Yamswurzel zu übertragen. Dass Pflanzen zur gleichen Gattung gehören, bedeutet nicht, dass sie auf dieselbe Weise angewendet werden können.

Wenn Sie ein fertiges Produkt in Betracht ziehen, prüfen Sie zunächst die genaue Bezeichnung, die Zusammensetzung und die Gebrauchsanweisung. Ob eine Einnahme infrage kommt, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, insbesondere bei chronischen Erkrankungen oder wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen.

Wie wurde Polyspinin eingenommen?

In einem historischen Nachschlagewerk wird ein Anwendungsschema für Polyspinin als Mittel zur Senkung des Cholesterinspiegels beschrieben. Angegeben waren Tabletten zu 0,1–0,2 g, die zwei- bis dreimal täglich nach den Mahlzeiten über einen Zeitraum von 20–30 Tagen eingenommen wurden.

Zwischen den Einnahmeperioden waren Pausen von zehn Tagen vorgesehen. Die gesamte Behandlungsdauer betrug drei bis vier Monate. Dies ist die Beschreibung eines historischen Schemas für ein bestimmtes Präparat. Sie stellt keine individuelle ärztliche Verordnung dar und eignet sich nicht dazu, eine Dosierung für selbst gesammeltes Pflanzenmaterial, eine Tinktur oder ein Nahrungsergänzungsmittel zu berechnen.

Sie sollten dieses Schema nicht eigenständig auf ein anderes Produkt übertragen. Vor der Anwendung eines pflanzlichen Präparats müssen Sie mit Ihrem Arzt dessen Zusammensetzung, mögliche Risiken und Verträglichkeit mit Ihren Medikamenten besprechen.

Kann man einen Extrakt durch einen selbst gemachten Aufguss ersetzen?

Ein selbst gemachter Aufguss und ein industriell hergestellter Extrakt sind nicht gleichwertig. Bei der Herstellung eines Extrakts kommen ein genau festgelegter Rohstoff und ein bestimmtes Verarbeitungsverfahren zum Einsatz. Das einfache Aufbrühen der Rhizome gewährleistet weder eine vergleichbare Zusammensetzung noch eine ähnliche Konzentration der Wirkstoffe.

Wenn Sie ein Produkt mit Yamswurzel gekauft haben, prüfen Sie, welche Pflanzenart genau auf der Verpackung angegeben ist. Achten Sie auf die Zusammensetzung, den Hersteller und die Gebrauchsanweisung. Selbst eine ausführliche Kennzeichnung ersetzt nicht die Beurteilung individueller Risiken. Besondere Vorsicht ist bei pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln geboten, wenn chronische Erkrankungen vorliegen oder gleichzeitig Medikamente eingenommen werden.

Wie wird die Japanische Yamswurzel gesammelt und gelagert?

Für die Gewinnung von Arzneirohstoffen werden die Rhizome samt Wurzeln geerntet. Genau dieser Pflanzenteil wurde zur Herstellung von Polyspinin verwendet. Die Pflanze wächst in Wäldern und zwischen Sträuchern in der Region Primorje. Die Kenntnis des vermuteten Standorts garantiert jedoch nicht, dass die gefundene Kletterpflanze tatsächlich zur gesuchten Art gehört.

Bei der Bestimmung der Pflanze werden ihre botanischen Merkmale berücksichtigt. Typisch für die Japanische Yamswurzel sind breite, herzförmige Blätter mit drei, fünf oder sieben Lappen. Für eine sichere Bestimmung reicht jedoch auch dieses einzelne Merkmal nicht aus.

Graben Sie keine unbekannten Pflanzen aus, um ihre Rhizome selbst zur Herstellung von Heilmitteln zu verwenden. Eine falsche Bestimmung kann dazu führen, dass ungeeignetes Pflanzenmaterial verwendet wird. Für die Herstellung von Präparaten werden die Rhizome speziell verarbeitet. Durch das Trocknen zu Hause allein lässt sich die für medizinische Anwendungen erforderliche Qualität nicht gewährleisten.

Achten Sie beim Kauf eines fertigen Produkts auf die genaue botanische Bezeichnung, die Zusammensetzung und die Angaben zum Hersteller. Verwenden Sie kein Pflanzenmaterial unbekannter Herkunft oder Material mit Schimmelspuren oder einem ungewöhnlichen Geruch.

Lagern Sie das gekaufte Produkt entsprechend den Herstellerangaben. Bewahren Sie es außerhalb der Reichweite von Kindern auf und verwenden Sie es nicht nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums.

Wie findet man die Japanische Yamswurzel im Ausland?

Im Ausland wird die Japanische Yamswurzel überwiegend als Rhizomextrakt verkauft. Prüfen Sie vor dem Kauf die lateinische Bezeichnung: Nicht jedes Produkt mit der Aufschrift „Wild Yam“ enthält tatsächlich diese Pflanzenart.

Wie die Pflanze in verschiedenen Ländern heißt:

In welchen Formen wird sie verkauft:

Wo kann man suchen:

Was sollte man auf der Verpackung prüfen:

Die Vorschriften unterscheiden sich je nach Land: In den USA werden Nahrungsergänzungsmittel vor dem Verkauf nicht von der FDA auf Sicherheit und Wirksamkeit zugelassen. In Deutschland und Frankreich gelten für pflanzliche Arzneimittel gesonderte Registrierungs- oder Zulassungsanforderungen.

Japanische Yamswurzel: Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Die Sicherheit der Japanischen Yamswurzel beim Menschen ist unzureichend untersucht. Erkenntnisse über andere Arten der Gattung Dioscorea können auf mögliche Risiken hinweisen, erlauben aber keine vollständige Beurteilung der Wirkung dieser speziellen Pflanze.

Pflanzliche Präparate enthalten biologisch aktive Stoffe. Ihre Zusammensetzung hängt vom Rohmaterial und der Verarbeitung ab. Bei der Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln müssen außerdem mögliche unerwünschte Reaktionen und Wechselwirkungen mit Medikamenten berücksichtigt werden.

Allergien. Bei einer bekannten Allergie gegen Yamswurzel oder Bestandteile eines bestimmten Produkts sollten Sie auf die Anwendung verzichten. Mögliche Reaktionen sind Hautausschlag, Juckreiz und Nesselsucht. Schwellungen der Lippen, der Zunge oder des Rachens, pfeifende Atemgeräusche und Atemnot erfordern sofortige medizinische Hilfe.

Schwangerschaft und Stillzeit. Ohne ärztliche Empfehlung sollten Sie die Japanische Yamswurzel nicht anwenden. Die Sicherheit für Schwangere, das ungeborene Kind und gestillte Säuglinge ist nicht nachgewiesen.

Kindesalter. Ein verlässliches Dosierungsschema für Kinder ist nicht bekannt. Geben Sie Kindern keine pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel, ohne dies vorher mit einem Arzt abzustimmen.

Hormonsensible Erkrankungen. Bei Brust-, Eierstock- oder Gebärmutterkrebs, Endometriose und Myomen sollten Sie die Anwendung vorher mit Ihrem Arzt besprechen. In Labor- und Tierversuchen wurden Diosgenin und sein Zusammenhang mit hormonellen Mechanismen untersucht. Diese Daten belegen keine vergleichbare Wirkung beim Menschen. Die Behauptung, der menschliche Körper wandle Diosgenin in Progesteron um, gilt nicht als gesicherte Tatsache.

Blutgerinnungsstörungen. Bei Hämophilie und anderen Störungen der Blutgerinnung ist vor der Anwendung pflanzlicher Präparate eine ärztliche Beurteilung erforderlich. Vorsicht ist auch bei der Einnahme von Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmern und anderen Mitteln geboten, die das Blutungsrisiko beeinflussen.

Medikamenteneinnahme. Wechselwirkungen zwischen Yamswurzel und Arzneimitteln sind noch nicht ausreichend untersucht. Besondere Aufmerksamkeit ist bei Präparaten geboten, die Östrogene enthalten. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, Vitamine und pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen.

Nierenerkrankungen. In Tierversuchen wurden Nierenschäden im Zusammenhang mit einer anderen Art untersucht – Dioscorea villosa. Das beweist keine vergleichbare Wirkung der Japanischen Yamswurzel beim Menschen. Dennoch sollten Sie bei Nierenerkrankungen vor der Anwendung pflanzlicher Nahrungsergänzungsmittel ärztlichen Rat einholen.

Nebenwirkungen. Bei der Einnahme pflanzlicher Produkte können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchbeschwerden und Kopfschmerzen auftreten. Wenn solche Beschwerden auftreten, setzen Sie das Produkt ab und holen Sie medizinischen Rat ein. Erhöhen Sie die Dosierung nicht und kombinieren Sie nicht mehrere Nahrungsergänzungsmittel mit Yamswurzel, ohne dies mit einer Fachperson abzustimmen.

Qualität des Rohmaterials. Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel können Schadstoffe oder nicht deklarierte Bestandteile enthalten. Vermeiden Sie Produkte unbekannter Herkunft, deren Zusammensetzung sich nicht überprüfen lässt. Bevorzugen Sie Produkte mit klarer Kennzeichnung und nachvollziehbaren Herstellerangaben.

Das Risiko hängt vom jeweiligen Produkt, Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer Begleittherapie ab. Wenn Sie chronisch krank sind, stimmen Sie die Anwendung der Japanischen Yamswurzel mit Ihrem Arzt ab. Ersetzen Sie verordnete Behandlungen nicht durch pflanzliche Mittel und setzen Sie Medikamente nicht eigenständig ab.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Bevor Sie mit der Einnahme der Japanischen Yamswurzel beginnen, sollten Sie ärztlichen Rat einholen, wenn Sie an einer chronischen Erkrankung leiden, regelmäßig Medikamente einnehmen oder die Pflanze bei erhöhtem Cholesterin verwenden möchten.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie nicht ohne ärztliche Empfehlung mit der Einnahme beginnen. Kinder sollten solche Nahrungsergänzungsmittel nicht ohne Rücksprache mit einer Fachperson erhalten. Bei hormonsensiblen Erkrankungen und Blutgerinnungsstörungen ist von einer eigenständigen Anwendung besonders abzuraten.

Wenn nach der Einnahme Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, ein ausgeprägter Hautausschlag oder andere ungewöhnliche Beschwerden auftreten, setzen Sie das Produkt ab und suchen Sie medizinische Hilfe.

Bei Schwellungen im Gesicht, an den Lippen, der Zunge oder im Rachen sowie bei Atemnot müssen Sie sofort den Rettungsdienst rufen. Auch plötzliche Schwäche, Sprachstörungen und Brustschmerzen erfordern eine umgehende medizinische Abklärung. Versuchen Sie nicht, solche Zustände mit pflanzlichen Mitteln zu behandeln.

ANMERKUNG DER REDAKTION
Der Artikel basiert auf Nachschlagewerken zur Japanischen Yamswurzel, ihren Inhaltsstoffen und der historischen Anwendung von Präparaten aus ihren Rhizomen. Der Text dient der Information und ersetzt weder eine ärztliche Beratung noch eine verordnete Behandlung.

Häufige Fragen

Wofür wird die Japanische Yamswurzel verwendet?

In Nachschlagewerken wird die Gewinnung von Polyspinin aus den Rhizomen und seine historische Anwendung bei Störungen des Fettstoffwechsels und bei Arteriosklerose beschrieben.

Welche Wirkungen hat die Japanische Yamswurzel?

Die Rhizome enthalten Saponine, darunter Dioscin. In Nachschlagewerken werden außerdem Diosgenin und Tigogenin erwähnt.

Wie bereitet man Tee aus der Japanischen Yamswurzel zu?

Für Tee, Aufguss oder Sud zur Anwendung zu Hause sollten die Mengenverhältnisse nicht willkürlich festgelegt werden. Historische Beschreibungen befassen sich vor allem mit der Herstellung von Polyspinin.

Wie nimmt man die Japanische Yamswurzel ein?

In historischen Nachschlagewerken wird ein Anwendungsschema für Polyspinin beschrieben. Dieses lässt sich nicht auf selbst gesammeltes Pflanzenmaterial oder andere Nahrungsergänzungsmittel übertragen.

Welche Gegenanzeigen gibt es bei der Japanischen Yamswurzel?

Vorsicht ist während der Schwangerschaft und Stillzeit, im Kindesalter, bei Allergien, hormonsensiblen Erkrankungen, Blutgerinnungsstörungen und bei der Einnahme von Medikamenten erforderlich.

Kann man die Japanische Yamswurzel bei hohem Cholesterin einnehmen?

In Nachschlagewerken wird Polyspinin als Mittel zur Senkung des Cholesterinspiegels beschrieben. Ob ein bestimmtes Produkt verwendet werden kann, sollte mit einem Arzt besprochen werden.

Wie gefährlich ist die Japanische Yamswurzel?

Möglich sind allergische Reaktionen, Verdauungsbeschwerden und Wechselwirkungen mit Medikamenten. Die Daten zur Sicherheit dieser Pflanzenart beim Menschen sind begrenzt.

Wo wächst die Japanische Yamswurzel?

Botanischen Nachschlagewerken zufolge kommt die Pflanze im Fernen Osten vor, unter anderem in Wäldern und zwischen Sträuchern in der Region Primorje.

Dr. Boris Wydoff

Boris Wydoff — Doktor der Naturheilkunde, Ph.D. Seit über fünfzig Jahren helfe ich Menschen, ihre Gesundheit durch Ernährung, Reinigung und die Kraft des Geistes wiederzugewinnen — in Europa, Amerika und Asien. Über den Autor →

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