# Haarausfall bei Chemotherapie: Ursachen und Pflege

> Erfahren Sie, warum Chemotherapie Haarausfall verursachen kann und wie Sie Ihre Kopfhaut schonend pflegen und die Behandlungszeit unterstützen.

- URL: https://celitel.online/de/blog/vypadenie-volos-himioterapiya/
- Author: Dr. Boris Wydoff — https://celitel.online/de/about/
- Published: 2026-10-31
- Language: de

Haarausfall bei einer Chemotherapie ist eine häufige mögliche Nebenwirkung von Krebsmedikamenten. Für viele Patienten bedeutet dies nicht nur eine Veränderung des Aussehens, sondern auch eine große emotionale Belastung. Klären Sie zunächst mit Ihrem Onkologen, ob diese Reaktion bei Ihrem Behandlungsplan zu erwarten ist. Solange die Haare ausfallen, ist es wichtig, die Kopfhaut schonend zu pflegen, sie vor Sonne und Kälte zu schützen und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Nach Abschluss der Therapie wachsen die Haare in vielen Fällen allmählich wieder nach.

## Warum fallen bei einer Chemotherapie die Haare aus?

Die Chemotherapie wirkt auf Zellen, die an der Entwicklung eines Tumors beteiligt sind. Einige Medikamente greifen gleichzeitig auch gesunde Zellen an, darunter jene, die für das Haarwachstum verantwortlich sind. Deshalb kann Haarausfall eine Begleiterscheinung der Krebsbehandlung sein.

Ärzte bezeichnen diesen Zustand als Alopezie. Sie kann vorübergehend sein, wobei die Art der Reaktion von den jeweiligen Medikamenten und den Besonderheiten der Behandlung abhängt. Nicht jedes Krebsmedikament verursacht Haarausfall, und auch das Ausmaß ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Der Haarausfall kann nicht nur den Kopf betreffen. Manchmal werden auch Augenbrauen und Wimpern sowie die Haare an Armen, Beinen und anderen Körperstellen dünner. Bei manchen Menschen werden die Haare allmählich feiner, bei anderen fallen sie ziemlich schnell und in größeren Büscheln aus. Orientieren Sie sich deshalb nicht ausschließlich an den Erfahrungen anderer Patienten: Der Verlauf dieser Nebenwirkung ist individuell.

Der Haarausfall allein sagt nichts darüber aus, wie erfolgreich die Chemotherapie wirkt. An der Haardichte lässt sich weder der Zustand des Tumors noch die Wirksamkeit der verordneten Medikamente ablesen. Die Behandlungsergebnisse beurteilen Onkologen anhand von Untersuchungen und anderen medizinischen Messwerten. Wenn die Haare stark ausfallen, bedeutet das nicht, dass die Behandlung besser wirkt. Bleiben sie erhalten, ist das umgekehrt kein Zeichen für eine fehlende Wirksamkeit.

## Wann beginnt der Haarausfall, und wachsen die Haare nach der Behandlung wieder nach?

Normalerweise treten Nebenwirkungen einer Chemotherapie einige Tage oder Wochen nach Behandlungsbeginn auf. Die Haare können nach und nach ausfallen, dünner werden oder ihre bisherige Dichte verlieren. Manchmal werden die Veränderungen erst nach einem weiteren Behandlungszyklus sichtbar.

Für viele Menschen ist das psychisch ein schwieriger Moment. Die Haare sind eng mit dem eigenen Selbstbild verbunden. Ihr Verlust kann deshalb Ängste, Gereiztheit, Traurigkeit und sogar Schamgefühle auslösen. Sie müssen sich für solche Gefühle nicht schämen: Eine emotionale Reaktion auf Veränderungen des eigenen Aussehens ist völlig verständlich. Sie können schon im Voraus mit Ihren Angehörigen besprechen, welche Unterstützung Sie brauchen, und müssen nicht so tun, als würde Sie das Geschehen überhaupt nicht belasten.

Nach Abschluss der Chemotherapie beginnen die Haare häufig wieder zu wachsen. Die ersten sichtbaren Veränderungen zeigen sich normalerweise zwei bis drei Monate nach dem Ende der Behandlung. Zunächst können die neuen Haare sehr fein sein. Es braucht daher Zeit, bis die gewohnte Haardichte wieder erreicht ist.

Manchmal sieht die nachgewachsene Frisur anders aus als zuvor. Die Haare können lockiger oder im Gegenteil glatter werden und ihre Farbe oder Struktur verändern. Mit der Zeit kehren sie manchmal zu ihrem ursprünglichen Aussehen zurück.

Ein gleiches Ergebnis lässt sich jedoch nicht jedem Menschen versprechen. Die Erholung hängt von den Besonderheiten der Behandlung ab. Bei einigen Formen der Krebstherapie können die Veränderungen länger bestehen bleiben. Wenn die Haare lange Zeit nicht nachwachsen, besprechen Sie dies mit Ihrem Onkologen, statt eigenständig zu versuchen, den Prozess mit Nahrungsergänzungsmitteln oder Kräuterextrakten zu beschleunigen.

Außerdem muss man zwischen Chemotherapie und Strahlentherapie unterscheiden. Bei einer Bestrahlung fallen die Haare normalerweise an der Körperstelle aus, die der Strahlung ausgesetzt ist. Nach Abschluss der Strahlentherapie dauert das Nachwachsen häufig drei bis sechs Monate. Bei einer hohen Bestrahlungsdosis können die Haare an der behandelten Stelle jedoch dünner bleiben oder sich nicht vollständig erholen.

## Wie lassen sich die Folgen der Behandlung von anderen Ursachen für Haarausfall unterscheiden?

Nicht jeder Haarausfall bei einem Menschen mit einer Krebserkrankung muss zwangsläufig mit der Chemotherapie zusammenhängen. Manchmal wirken mehrere Faktoren gleichzeitig auf den Zustand der Haare und der Kopfhaut ein.

So kann es beispielsweise sein, dass jemand schon vor Beginn der Krebstherapie bemerkt, dass die Haare dünner werden. Deshalb ist es für den Arzt wichtig zu wissen, wann genau die Veränderungen aufgetreten sind: vor dem ersten Behandlungszyklus, während der Therapie oder nach deren Abschluss. Berichten Sie dem Facharzt, ob Ihnen früher schon einmal die Haare ausgefallen sind und ob die Veränderungen von unangenehmen Empfindungen auf der Kopfhaut begleitet wurden.

Bei der Beurteilung berücksichtigt der Facharzt die verordneten Medikamente, den zeitlichen Verlauf der Symptome und das allgemeine Befinden. Falls erforderlich, veranlasst er zusätzliche Untersuchungen. So lässt sich vermeiden, dass sämtliche Veränderungen ausschließlich der Chemotherapie zugeschrieben werden.

Achten Sie auch auf den Zustand Ihrer Kopfhaut. Juckreiz, Empfindlichkeit und unangenehme Empfindungen können mit dem Haarausfall einhergehen. In solchen Fällen ist es besonders wichtig, nicht mit reizenden Pflegeprodukten zu experimentieren und nicht selbst zu versuchen, die Ursache der Veränderungen festzustellen.

Es gibt auch andere Erkrankungen und Zustände, bei denen die Haare dünner werden oder ausfallen. Anhand eines einzelnen äußeren Merkmals lässt sich die Ursache jedoch nicht zuverlässig bestimmen. Selbst wenn der Haarausfall gleichzeitig mit der Chemotherapie begonnen hat, kann nur ein Arzt nach einer Untersuchung eine abschließende Einschätzung geben.

## Wie können Sie Haare und Körper während der Behandlung durch Ernährung unterstützen?

Während einer Krebstherapie spielt die Ernährung eine besonders wichtige Rolle für das allgemeine Wohlbefinden. Der Körper muss ausreichend Energie und Nährstoffe erhalten, insbesondere wenn die Behandlung mit Übelkeit, verändertem Appetit oder Verdauungsbeschwerden einhergeht.

Betrachten Sie kein einzelnes Lebensmittel als Mittel, das den Haarausfall stoppen kann. Karotten, Blattgemüse, anderes Gemüse und Obst können Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein. Sie können jedoch für sich genommen die Wirkung der Chemotherapeutika auf die Haarfollikel nicht aufheben.

Wenn Ihr Appetit nachlässt, besprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam einen geeigneten Ernährungsplan. Bei Bedarf kann Ihnen ein Arzt oder eine Fachkraft für Ernährungstherapie helfen, Lebensmittel auszuwählen, die Ihre Verträglichkeit und Ihren Gesundheitszustand berücksichtigen. Wichtig ist nicht nur, welche Lebensmittel auf Ihrem Speiseplan stehen, sondern auch, ob Sie sich während der Behandlung ausreichend ernähren können.

Beginnen Sie während der Behandlung nicht mit Fastenkuren, strengen Diäten oder Detox-Programmen. Solche Experimente können die Ernährung verschlechtern und die Wiederherstellung Ihrer Kräfte erschweren. Versuchen Sie nicht, Ihre gewohnte Ernährung radikal umzustellen, um vermeintlich das Haarwachstum zu beschleunigen.

Frisches Gemüse und Obst sind nicht automatisch verboten, nur weil jemand eine Chemotherapie erhält. Die Regeln für ihre Zubereitung und ihren Verzehr sollten Sie jedoch mit Ihrem Behandlungsteam abstimmen, insbesondere wenn Ihre Immunabwehr geschwächt ist. Gewöhnliche pflanzliche Lebensmittel dürfen nicht mit konzentrierten Extrakten und Nahrungsergänzungsmitteln verwechselt werden: Für diese gelten andere Sicherheitsregeln.

## Was ich empfehle: Meine Sicht auf die Unterstützung der Haare während der Chemotherapie

Wenn wir über Haarausfall während einer Chemotherapie sprechen, schlage ich vor, den Blick nicht nur auf die äußerlichen Veränderungen zu richten. In meinen Büchern betrachte ich den Zustand der Haare im Zusammenhang mit der Ernährung, dem Blut und dem allgemeinen Zustand des Körpers. Dabei handelt es sich um meine naturheilkundlichen Beobachtungen und nicht um die Behauptung, dass natürliche Mittel den medikamentös bedingten Haarausfall verhindern können.

**Erstens empfehle ich, auf Kopfsalat, Spinat und Karotten zu achten.** In meinen Büchern schreibe ich, dass Kopfsalat Eisen, Magnesium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Schwefel und Silizium enthält. Für die Haare messe ich insbesondere dem Silizium eine Bedeutung bei, das meiner Ansicht nach für die Haarwurzeln und den Zustand der Haut wichtig ist. Deshalb betrachte ich die Kombination aus Kopfsalat, Spinat und Karotten als Bestandteil einer pflanzenbetonten Ernährung. Diese Lebensmittel können den Speiseplan bereichern, sofern der Körper sie gut verträgt. Das ist mein Ansatz zur Ernährung und keine Möglichkeit, die Wirkung von Krebsmedikamenten aufzuheben.

**Zweitens hebe ich Gurkensaft hervor.** In meinen Arbeiten bringe ich seinen Gehalt an Silizium und Schwefel mit der Unterstützung der Haare in Verbindung. Meiner Erfahrung nach können Pflanzensäfte eine Möglichkeit sein, den Speiseplan zu ergänzen. Ich betrachte Gurkensaft genau in diesem Sinne, ohne ein schnelleres Nachwachsen der Haare oder einen Schutz der Haarwurzeln vor der Wirkung von Medikamenten zu versprechen. Während der Behandlung sollte auch die Möglichkeit, den Saft in den Speiseplan aufzunehmen, mit dem Behandlungsteam abgestimmt werden.

**Drittens betrachte ich die Haare als Teil des allgemeinen Gesundheitszustands.** In meinem Buch „Der Sieg über den Krebs“ schreibe ich, dass der Körper auf eine Krankheit nicht nur mit einem einzelnen Gewebe reagiert, sondern mit seinen gesamten Kraftreserven. Ich verbinde die Unterstützung des Menschen mit der Ernährung, dem Zustand des Blutes, der Durchblutung, der Darmfunktion und dem Erhalt der körperlichen Kräfte. In meinem Ansatz reicht es nicht aus, nur ein einzelnes Symptom zu betrachten: Ich halte es für notwendig, sich um den Menschen als Ganzes zu kümmern. Das bedeutet, nicht nur auf die Haare zu achten, sondern auch auf das allgemeine Wohlbefinden während der Behandlung und der Erholung.

**Viertens halte ich mich an den Grundsatz einer maßvollen Ernährung.** Meiner Ansicht nach braucht ein Mensch während einer Krankheit keine extremen Ernährungsformen und keine zusätzliche Belastung des Körpers. Ich bevorzuge eine abwechslungsreiche pflanzenbetonte Ernährung und Aufmerksamkeit für das allgemeine Wohlbefinden. Gleichzeitig rate ich davon ab, die Nahrungsaufnahme drastisch einzuschränken oder mit Fastenkuren zu experimentieren: Während einer Krebstherapie ist es besonders wichtig, eine ausreichende Ernährung sicherzustellen.

Ärzte erklären den Haarausfall bei einer Chemotherapie in erster Linie mit der Wirkung der Krebsmedikamente auf die Zellen der Haarfollikel. Sie betrachten einen Siliziummangel oder eine Durchblutungsstörung nicht als wissenschaftlich nachgewiesene Ursache einer medikamentös bedingten Alopezie.

Meine Beobachtungen beziehen sich auf die zusätzliche Unterstützung des Körpers und nicht auf den Ersatz der onkologischen Behandlung. Alle genannten Ansätze können nur als Ergänzung zur verordneten Therapie betrachtet werden. Bevor Sie Kräuter, Nahrungsergänzungsmittel oder Ernährungsumstellungen ausprobieren, informieren Sie Ihren Onkologen. Setzen Sie Medikamente nicht eigenständig ab und ändern Sie Ihren Behandlungsplan nicht, um Ihre Haare zu erhalten.

## Was sollten Sie während einer Chemotherapie nicht ohne ärztliche Zustimmung einnehmen?

Dass ein Produkt natürlichen Ursprungs ist, bedeutet noch lange nicht, dass es während einer Krebstherapie sicher ist. Manche Stoffe können die Konzentration von Medikamenten im Körper beeinflussen und ihre Wirkung verändern. Deshalb ist auch bei vertrauten pflanzlichen Mitteln Vorsicht geboten, wenn Sie eine Chemotherapie erhalten.

Besonders vorsichtig sollten Sie mit folgenden Produkten und Mitteln umgehen:

- **Johanniskraut.** Es kann die Konzentration bestimmter Krebsmedikamente verändern. Deshalb dürfen Sie es während der Behandlung nicht eigenständig einnehmen: Besprechen Sie mögliche Wechselwirkungen zuerst mit Ihrem Onkologen.
- **Grapefruit.** Sie kann den Stoffwechsel bestimmter Medikamente beeinflussen und deren Konzentration im Körper verändern. Ob Sie Grapefruit essen dürfen, sollten Sie mit Ihrem Onkologen abstimmen, denn die Verträglichkeit hängt von den verordneten Medikamenten ab.
- **Hohe Dosen von Antioxidantien.** Während einer Chemotherapie und Strahlentherapie sollten Sie nicht eigenständig konzentrierte Antioxidantien als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Ein Facharzt muss beurteilen, ob sie mit Ihrer verordneten Behandlung vereinbar sind.
- **Kräuterkonzentrate und -extrakte.** Sie können Wirkstoffe enthalten, die mit Medikamenten wechselwirken. Selbst wenn eine Pflanze harmlos erscheint, muss ihre konzentrierte Form gesondert vom Behandlungsteam beurteilt werden.

Gewöhnliches Gemüse und Obst sind deshalb nicht automatisch verboten. Sie müssen nicht sämtliche pflanzlichen Lebensmittel aus Ihrem Speiseplan streichen, nur weil einige konzentrierte Produkte mit Medikamenten wechselwirken können. Gewöhnliche Lebensmittel und konzentrierte Pflanzenpräparate sind nicht dasselbe.

Die wichtigste Regel lautet: Stimmen Sie alle Nahrungsergänzungsmittel, Extrakte und wesentlichen Ernährungsumstellungen mit Ihrem Onkologen ab. Während einer Chemotherapie ist die Sicherheit der Kombination von Lebensmitteln und Medikamenten mindestens ebenso wichtig wie ihr jeweiliger Nährwert.

## Wie pflegen Sie Haare und Kopfhaut, solange die Haare ausfallen?

Wenn die Haare dünner werden und auszufallen beginnen, sollten Sie auf eine möglichst schonende Pflege umstellen. Aggressive Behandlungen, die häufige Verwendung heißer Stylinggeräte und starkes Ziehen an den Haaren können die Kopfhaut zusätzlich reizen. Jetzt sind nicht aufwendige kosmetische Behandlungen wichtig, sondern eine regelmäßige und vorsichtige Pflege.

Ärzte empfehlen, einige einfache Regeln zu beachten:

- Verwenden Sie eine weiche Bürste mit sanften Borsten oder einen Kamm mit breiten Zinken. Kämmen Sie Ihre Haare ohne ruckartige Bewegungen und ohne stark daran zu ziehen.
- Waschen Sie Ihre Haare mit einem milden Shampoo und nicht häufiger als nötig. Versuchen Sie nicht, die Kopfhaut besonders gründlich zu reinigen, wenn sie empfindlich geworden ist.
- Tupfen Sie Ihre Haare nach dem Waschen vorsichtig mit einem weichen Handtuch trocken, ohne sie zu rubbeln. So vermeiden Sie zusätzliche mechanische Belastungen.
- Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Föhn, Glätteisen, Lockenstab, Gele und Haarspangen, die Haare und Kopfhaut strapazieren können.
- Wenn Reizungen oder Juckreiz auftreten, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche feuchtigkeitsspendende Lotion oder Spülung geeignet ist. Tragen Sie keine neuen Pflegeprodukte auf empfindliche Haut auf, ohne vorher zu prüfen, ob Sie sie vertragen.

Manche Menschen fühlen sich wohler, wenn sie sich schon vor dem sichtbaren Haarausfall die Haare kurz schneiden lassen. Andere ziehen es vor, sich den Kopf zu rasieren. Das ist eine persönliche Entscheidung, und es gibt hier keine Lösung, die für alle richtig ist. Wenn Sie sich für eine Rasur entscheiden, ist ein elektrischer Rasierer sicherer, weil er das Risiko von Schnittverletzungen verringert.

Sie können auch schon im Voraus eine Perücke auswählen. Wenn Sie Ihre gewohnte Haarfarbe beibehalten möchten, ist es besser, die Perücke auszuwählen, bevor die Haare deutlich ausfallen. So können Sie sich leichter an Ihrem bisherigen Farbton und Aussehen orientieren. Alternativ kommen weiche Tücher, Turbane und bequeme Kopfbedeckungen infrage. Wählen Sie etwas, mit dem Sie sich den ganzen Tag über wohlfühlen.

Vergessen Sie die Kopfhaut nicht. Schützen Sie sie im Freien mit einer Kopfbedeckung oder einem geeigneten Sonnenschutzmittel vor der Sonne. Bei kühlem Wetter sollten Sie Ihren Kopf bedecken, damit Sie sich nicht unwohl fühlen. Wenn Ihre Haut besonders empfindlich geworden ist, vermeiden Sie unnötige Reibung und reizende Pflegeprodukte.

Wenn Sie der Haarausfall emotional stark belastet, ziehen Sie sich nicht zurück. Ein Gespräch mit Angehörigen oder Menschen, die eine ähnliche Behandlung durchmachen, kann manchmal helfen, die Veränderungen des Aussehens leichter anzunehmen. Sie können sich auch psychologische Unterstützung holen. Sie müssen die emotionale Seite der Behandlung nicht allein bewältigen.

## Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Während einer Chemotherapie erfordern bestimmte Symptome eine sofortige medizinische Beurteilung. Warten Sie nicht bis zum nächsten regulären Termin, wenn sich Ihr Zustand plötzlich verschlechtert.

### Wann Sie dringend einen Arzt aufsuchen sollten

- **Temperatur von 38 °C oder höher oder Schüttelfrost während der Chemotherapie.** Kontaktieren Sie sofort Ihren Onkologen oder Ihr Behandlungsteam. Versuchen Sie nicht, das Fieber eigenständig zu senken und die Beschwerden ohne ärztliche Anweisungen abzuwarten.
- **Atemnot oder Schmerzen in der Brust.** Diese Symptome erfordern eine dringende medizinische Beurteilung, insbesondere wenn sie plötzlich auftreten oder mit einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustands einhergehen.
- **Schmerzen und Schwellung eines Beins.** Zögern Sie nicht, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn ein Bein plötzlich anschwillt oder Schmerzen auftreten.
- **Erbrechen über mehr als einen Tag oder Unfähigkeit zu trinken.** Warten Sie nicht bis zum nächsten Termin: Informieren Sie Ihr Behandlungsteam darüber, dass Sie keine Flüssigkeit bei sich behalten können oder das Erbrechen über längere Zeit anhält.
- **Blut im Stuhl oder Erbrochenen, schwarzer Stuhl.** Dies sind Warnzeichen, die eine sofortige medizinische Beurteilung erfordern.
- **Ohnmacht oder starkes Herzklopfen.** Es ist besonders wichtig, keine Zeit zu verlieren, wenn diese Beschwerden von Schwäche und einer Verschlechterung des Allgemeinzustands begleitet werden.

Bei einem schweren Zustand, ausgeprägter Atemnot, Brustschmerzen oder Bewusstlosigkeit rufen Sie sofort den Rettungsdienst. Besonders gefährlich ist die Kombination aus Brustschmerzen, die in den Arm ausstrahlen, und kaltem Schweiß. Versuchen Sie nicht, die Ursache solcher Beschwerden selbst zu bestimmen oder ohne Hilfe ins Krankenhaus zu gelangen.

### Wann Sie einen regulären Arzttermin vereinbaren sollten

- Wenn der Haarausfall unerwartet beginnt oder deutlich zunimmt.
- Wenn Sie nicht wissen, ob Ihr verordnetes Chemotherapie-Schema eine Alopezie verursachen kann.
- Wenn die Kopfhaut empfindlich geworden ist oder starke Trockenheit beziehungsweise Juckreiz auftritt.
- Wenn die Haare nach Abschluss der Behandlung lange Zeit nicht nachwachsen oder sich ihre Struktur deutlich verändert hat.
- Wenn die emotionale Belastung durch den Haarausfall Ihren Alltag beeinträchtigt.

Bei einem Beratungsgespräch können Sie im Voraus einige Fragen stellen: Ist bei Ihrem Behandlungsplan mit Haarausfall zu rechnen? Wie sollten Sie Ihre Kopfhaut richtig pflegen? Welche Produkte eignen sich am besten? Wann wird das Nachwachsen der Haare voraussichtlich beginnen? Fragen Sie auch, welche Veränderungen des Aussehens bei den verordneten Medikamenten als zu erwarten gelten.

Ändern Sie den Zeitplan Ihrer Chemotherapie nicht eigenständig wegen des Haarausfalls. Besprechen Sie Ihre Sorgen mit Ihrem behandelnden Arzt: Das Behandlungsteam kann Ihnen Möglichkeiten anbieten, Nebenwirkungen zu lindern und die Therapie mit weniger Beschwerden durchzustehen.

Mehr darüber, wie ich mit diesem Thema arbeite, erfahren Sie auf der Seite „[Onkologie](/health/onkologiya/)“.

## Aus der Redaktion

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der Bücher von Dr. Boris Wydoff und medizinischer Nachschlagewerke erstellt, in denen Nebenwirkungen von Krebstherapien und die Haarpflege beschrieben werden. Die Meinung des Arztes wird gesondert als sein persönlicher naturheilkundlicher Ansatz dargestellt. Die hier beschriebenen Empfehlungen ersetzen weder die Beratung durch einen Onkologen noch die verordnete Behandlung.

Alle Empfehlungen zu Ernährung, Kräutern und Nahrungsergänzungsmitteln müssen mit dem behandelnden medizinischen Team abgestimmt werden. Besonders wichtig ist es, mögliche Wechselwirkungen pflanzlicher Mittel mit Krebsmedikamenten zu berücksichtigen. Das Ziel einer zusätzlichen Unterstützung besteht darin, dem Menschen zu helfen, die Behandlung besser zu vertragen und sich zu erholen, ohne eigenständig in die verordnete Therapie einzugreifen.

Medizinische Informationen: [NCI (Nationales Krebsinstitut der USA)](https://www.cancer.gov/about-cancer/treatment/side-effects/hair-loss), [NHS (Nationaler Gesundheitsdienst Großbritanniens)](https://www.nhs.uk/conditions/chemotherapy/side-effects/).

## FAQ

**Q: Fallen bei jeder Chemotherapie die Haare aus?**
A: Nein, das hängt von den jeweiligen Krebsmedikamenten und dem Behandlungsplan ab. Einige Medikamente können deutlichen Haarausfall verursachen, bei anderen tritt diese Reaktion nicht auf. Fragen Sie Ihren Onkologen im Voraus, womit Sie bei Ihrer Behandlung rechnen müssen.

**Q: Kann man den Haarausfall während einer Chemotherapie stoppen?**
A: Eine ausgewogene Ernährung und schonende Pflege helfen dabei, den allgemeinen Zustand zu unterstützen, garantieren aber nicht, dass der medikamentös bedingte Haarausfall verhindert werden kann. Die Ursache liegt in der Wirkung der Medikamente auf die Zellen der Haarfollikel. Beginnen Sie nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Onkologen mit Nahrungsergänzungsmitteln oder Pflanzenextrakten, um Ihre Haare zu erhalten.

**Q: Wann wachsen die Haare nach einer Chemotherapie wieder?**
A: Bei vielen Menschen zeigen sich die ersten sichtbaren Veränderungen zwei bis drei Monate nach Abschluss der Behandlung. Anfangs können die Haare dünn sein und sich in ihrer Struktur, Farbe oder Lockigkeit von den früheren Haaren unterscheiden. Die Erholung verläuft individuell. Wenn die Haare längere Zeit nicht nachwachsen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

**Q: Darf man sich nach einer Chemotherapie die Haare färben?**
A: Ob eine Haarfärbung möglich ist, sollten Sie abhängig vom Zustand Ihrer Kopfhaut mit einem Facharzt besprechen. Während des Haarausfalls und des Nachwachsens können die Haare empfindlicher und die Kopfhaut anfälliger für Reizungen sein. Kehren Sie nicht vorschnell zu aggressiven kosmetischen Behandlungen zurück, bevor Sie deren Sicherheit mit Ihrem Arzt besprochen haben.

**Q: Hilft Karottensaft gegen Haarausfall?**
A: Karottensaft kann Teil einer abwechslungsreichen Ernährung sein, sofern der Körper ihn gut verträgt. Er ist jedoch kein nachgewiesenes Mittel gegen Alopezie und hebt die Wirkung der Chemotherapie auf die Haarfollikel nicht auf. Betrachten Sie ihn als Lebensmittel und nicht als Möglichkeit, den Haarausfall zu stoppen oder das Nachwachsen der Haare zu beschleunigen.

**Q: Kann man während der Behandlung eine Perücke tragen?**
A: Ja, sofern die Perücke bequem ist und keine Reizungen der Kopfhaut verursacht. Sie können sie schon im Voraus auswählen, solange Sie sich noch an Ihrer gewohnten Haarfarbe und Frisur orientieren können. Wenn eine Perücke unbequem ist, sind weiche Tücher, Turbane und Kopfbedeckungen eine gute Alternative.

**Q: Warum verändern die Haare nach einer Chemotherapie ihre Farbe und Struktur?**
A: Die neuen Haare können sich in Farbe, Dicke und Lockigkeit von den früheren unterscheiden. Bei manchen Menschen kehren sie allmählich zu ihrem ursprünglichen Aussehen zurück, bei anderen bleiben die Veränderungen länger bestehen. Wenn das Nachwachsen ungewöhnlich verläuft oder Ihnen Sorgen bereitet, besprechen Sie dies mit Ihrem Onkologen.

**Q: Muss man zum Arzt gehen, wenn die Haare ausfallen?**
A: Ja, die Ursache der Veränderungen sollte mit dem Onkologen besprochen werden, insbesondere wenn der Haarausfall unerwartet beginnt oder weitere Symptome auftreten. Der Arzt berücksichtigt die verordneten Medikamente, den Zeitpunkt des Auftretens der Veränderungen und den Zustand der Kopfhaut. Bei einer Temperatur von 38 °C oder höher oder Schüttelfrost während der Chemotherapie, bei Atemnot, Brustschmerzen, Ohnmacht und anderen Warnzeichen ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.


_Aufklärender Inhalt; ersetzt keine ärztliche Beratung._
