# Dill: Wirkung auf Verdauung und Appetit

> Erfahren Sie, wie Dill traditionell bei Verdauung, Appetit und Blähungen genutzt wird, wie man ihn zubereitet, lagert und worauf zu achten ist.

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- Author: Dr. Boris Wydoff — https://celitel.online/de/about/
- Published: 2026-10-07
- Language: de

Dill (Anethum graveolens) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Das Grün wird als Gewürz verwendet, die Früchte werden in pflanzenheilkundlichen Nachschlagewerken beschrieben. Traditionell wird Dill zur Verbesserung von Appetit und Verdauung sowie bei Blähungen und Krämpfen verwendet. In Kräuterbüchern werden auch eine beruhigende und schleimlösende Wirkung beschrieben.

## Wie erkennt man diese Pflanze?

Dill ist eine einjährige, aromatische Pflanze mit einer Höhe von 40 bis 120 cm. Der Stängel ist einzeln, aufrecht und verzweigt. Er ist rund, glatt und gerillt. Im oberen Teil befinden sich 4–5 große Blütenstände.

Die Blätter des Dills sind scheidig. Sie sind mehrfach in linealisch-fadenförmige Abschnitte geteilt. Die unteren Blätter haben Blattstiele. An den fein geteilten Blättern und dem charakteristischen Geruch lässt sich die Pflanze leicht erkennen.

### Wie unterscheidet man die Früchte des Dills?

Bei der Bestimmung von Arzneidrogen achtet man nicht nur auf die ganze Pflanze. In Bestimmungsbüchern werden die Früchte des Gartendills als fast flach beschrieben, mit zwei randständigen, flügelartigen Rippen. Das ist eines der Merkmale, die bei der Arbeit mit getrocknetem Pflanzenmaterial verwendet werden.

Diese Bestimmung ist besonders nützlich, wenn der grüne Teil der Pflanze nicht mehr vorhanden ist. Die Früchte werden getrennt vom Kraut gesammelt und als eigenständige Droge verwendet. In älteren Nachschlagewerken wurden sie als Fructus Anethi bezeichnet.

Beim Sammeln wild wachsender Doldenblütler ist Vorsicht nötig. Der Gefleckte Schierling kann Dill und Petersilie ähnlich sehen. Seine Blätter und Stängel können zu einer falschen Bestimmung führen. Deshalb dürfen unbekannte Doldenblütler nicht zum Essen oder zur Herstellung von Hausmitteln verwendet werden.

Beim Dill werden das grüne Kraut und die Früchte verwendet. Im Alltag werden die Früchte oft als Samen bezeichnet. Der grüne Teil wird als Gewürz verwendet. Die Früchte haben eine eigenständige Anwendung in der Pflanzenheilkunde.

## Was ist in ihm enthalten?

Nach Angaben pflanzenheilkundlicher Nachschlagewerke enthält Dillgrün die Vitamine B1, B2, C, P, PP, Folsäure und Carotin. Außerdem wird darin ätherisches Öl beschrieben, das mit dem charakteristischen Aroma der Pflanze verbunden ist.

### Was ist im ätherischen Öl enthalten?

Gartendill gehört zu den ätherischen Ölpflanzen. Der Gehalt an ätherischem Öl im Pflanzenmaterial hängt von den biologischen Eigenschaften der Pflanze und den Anbaubedingungen ab. In Nachschlagewerken werden bei ätherischen Ölpflanzen erhebliche Schwankungen des Ölgehalts angegeben. Deshalb kann eine einzelne Zahl nicht als dauerhaft für jedes Pflanzenmaterial gelten.

In alten pharmakognostischen Beschreibungen werden für die Früchte des Apothekendills, also Fenchels, 11–12 % fettes Öl, etwa 2 % Zucker und 1,5–7 % ätherisches Öl angegeben. Das ätherische Öl enthält 50–60 % Anethol sowie Fenchon und Phellandren. Diese Angaben beziehen sich ausdrücklich auf Foeniculum. Sie dürfen deshalb nicht als genaue Zusammensetzung der Früchte von Anethum graveolens übernommen werden.

Die Zusammensetzung der Früchte des Gartendills sollte in den genannten pflanzenheilkundlichen Beschreibungen nicht mit der Zusammensetzung von Fenchel vermischt werden. In alten Nachschlagewerken wurde Fenchel als Apothekendill bezeichnet. Die dort genannten Prozentsätze für fette und ätherische Öle beziehen sich daher auf Foeniculum officinale und nicht auf Anethum graveolens.

Dieser Unterschied ist praktisch wichtig. Gartendill und Fenchel sehen sich ähnlich, sind aber verschiedene Pflanzen. Deshalb können Angaben zur Zusammensetzung und zu Präparaten der einen Pflanze nicht automatisch auf die andere übertragen werden.

Historische Nachschlagewerke beschreiben eine arzneiliche Wirkung von Dill. Diese Angaben sollten jedoch nicht als Beweis für eine Wirksamkeit nach heutigen medizinischen Standards verstanden werden. Bei einer therapeutischen Anwendung sind die Form des Präparats, die Menge und der Zustand des Menschen von Bedeutung.

## Welchen Nutzen hat Dill?

In Kräuterbüchern werden eine entzündungshemmende, gefäßerweiternde, antiseptische, leicht abführende, schleimlösende, krampflösende und beruhigende Wirkung von Dill beschrieben. Auch eine schlaffördernde Wirkung von Präparaten der Pflanze wird beschrieben.

Für das Verdauungssystem wird Dill traditionell bei Blähungen und Krämpfen verwendet. In Nachschlagewerken wird seine Fähigkeit erwähnt, Appetit und Verdauung zu verbessern. Auch die Früchte des Dills werden als blähungstreibendes Mittel beschrieben.

### Wie wird Dill in pharmakologischen Nachschlagewerken beschrieben?

In einem Nachschlagewerk über Arzneipflanzen wird angegeben, dass Aufgüsse und Abkochungen von Gartendill zur Verbesserung von Appetit und Verdauung, zur Verringerung von Magen- und Darmkrämpfen und zur Erzielung einer blähungstreibenden Wirkung eingesetzt wurden. Außerdem wird eine verstärkte Sekretion von Magen- und Pankreassaft sowie eine stärkere Gallensekretion beschrieben.

In alten Quellen wird eine beruhigende Wirkung von Dill-Galenika bei einem Teil der Patienten erwähnt. Dort werden auch ausgeprägte schleimlösende Eigenschaften beschrieben. Diese Angaben gehören zur historischen Pharmakologie und sollten nicht als allgemeines Behandlungsergebnis verstanden werden.

In alten pflanzenheilkundlichen Quellen wird ein Einfluss von Dillpräparaten auf die Gallensekretion beschrieben. Dort wird auch eine abführende Wirkung erwähnt. Solche Angaben beziehen sich auf die traditionelle Anwendung und ersetzen keine medizinische Diagnostik.

Für die Atemwege wird in Nachschlagewerken eine schleimlösende Wirkung beschrieben. Dillfrüchte und daraus hergestellte Präparate wurden traditionell zu diesem Zweck verwendet. Es gibt auch eine beruhigende Anwendungsrichtung. In der Volksmedizin wurde ein Samenaufguss bei Nervosität und unruhigem Schlaf verwendet. Das Rezept für diesen Aufguss steht weiter unten.

In einer alten Quelle wird grüner Dillsaft beschrieben, der zusammen mit Karottensaft bei einer Beeinträchtigung des Sehens in der Dämmerung verwendet wurde. Dabei wurde empfohlen, starke grüne Säfte nur in kleinen Anteilen zu verwenden. Bei einer Beeinträchtigung des Dämmerungssehens sollte diese Methode eine ärztliche Untersuchung nicht ersetzen.

Ein großer Teil der genannten Wirkungen ist in historischen Nachschlagewerken beschrieben. Es handelt sich um traditionelle pflanzenheilkundliche Angaben und nicht um einen Nachweis der Wirksamkeit durch moderne klinische Studien.

## Wie wird er im Alltag verwendet?

Frisches Kraut wird als Gewürz verwendet. Dill wird wegen seines Aromas und Geschmacks zu Speisen gegeben. Das Kraut wird auch getrocknet oder zum Haltbarmachen eingesalzen. Früchte und Dolden werden bei der häuslichen Vorratshaltung verwendet. Dill wird zum Einlegen von Gurken und Pilzen sowie zum Fermentieren von Kohl verwendet. Das ist eine gewöhnliche Verwendung als Lebensmittel.

### Welche Mischungen mit Dill werden in der Volksmedizin beschrieben?

In alten Sammlungen kommt Dill nicht nur als eigenständige Droge vor. Bei Blähungen wird zum Beispiel eine Mischung mit Kümmelsamen, Dillsamen, Schafgarbenblättern, Haferstroh, Kalmuswurzel und Baldrian beschrieben. Dies ist ein Beispiel für eine mehrteilige Mischung und kein Rezept für einen eigenständigen Dillaufguss.

In anderen alten Rezepturen wurden Dillsamen ebenfalls mit Minze, Schafgarbe, Johanniskraut und anderen Pflanzen kombiniert. Solche Zusammensetzungen zeigen, dass Dill in der Volksmedizin häufig in Mischungen bei Verdauungsbeschwerden aufgenommen wurde.

Solche Mehrpflanzenmischungen selbst anzuwenden ist schwieriger als eine einzelne Droge zu verwenden. Jede Pflanze hat eigene Einschränkungen und mögliche Wechselwirkungen. Deshalb sollte eine alte Rezeptur nicht als allgemeine Empfehlung betrachtet werden.

In der Volksmedizin wird ein Samenaufguss beschrieben. Dafür nimmt man 2 Teelöffel Dillsamen und übergießt sie mit 2 Gläsern kochendem Wasser. Man lässt den Aufguss 10–15 Minuten ziehen. Dieser Aufguss wurde bei Nervosität und unruhigem Schlaf verwendet. Die im Ausgangstext angegebene Dosis beträgt 1 Glas zur Nacht.

Dieses Rezept gehört zur traditionellen Anwendung. Vor der Verwendung eines Heilaufgusses sollte man Gegenanzeigen, Medikamente und den eigenen Gesundheitszustand berücksichtigen. In pflanzenheilkundlichen Quellen werden auch Aufgüsse und Abkochungen von Dill bei Blähungen und Verdauungsstörungen beschrieben. Dabei können sich die konkreten Rezepte verschiedener Mischungen deutlich unterscheiden.

Alte pharmazeutische Nachschlagewerke beschreiben auch „Dillwasser“. Hier gibt es jedoch eine wichtige Besonderheit des Namens. Aqua Foeniculi ist Fenchelwasser, das aus Fenchelöl hergestellt wird. Die alte Bezeichnung „Dillwasser“ kann den Eindruck erwecken, dass es sich um Gartendill handelt.

Deshalb darf Fenchelwasser nicht mit einem hausgemachten Samenaufguss aus Anethum graveolens gleichgesetzt werden.

## Welche Arzneimittel werden aus seinen Früchten hergestellt?

Die Früchte des Gartendills wurden bei der Entwicklung der Präparate Anetin und Daucarin verwendet. In einem Nachschlagewerk wird angegeben, dass die Wirkstoffe dieser Präparate zu den Flavonoiden gehören. Anetin wurde ähnlich wie Khellin angewendet.

Für Anetin wird eine krampflösende Wirkung beschrieben. In Nachschlagewerken wird auch eine gefäßerweiternde Wirkung der Dillfrüchte und des Präparats „Anetin“ erwähnt.

### Wie unterschieden sich Arzneipräparate von einem Hausaufguss?

In alten pharmakologischen Quellen wurden Präparate aus Dill- und Fenchelfrüchten in komplexe Arzneimittel aufgenommen. Dill- und Fenchelbestandteile wurden in Mischungen, Sirupen, Wässern und Ölen verwendet. Das sind bereits pharmazeutische Formen und nicht einfach nur zerkleinerte Früchte.

Deshalb bedeutet eine gleiche Alltagsbezeichnung noch nicht die gleiche Zusammensetzung. Alte Präparate mit der Bezeichnung „Dillwasser“ konnten beispielsweise aus Fenchel hergestellt werden. Die Quelle verbindet Aqua Foeniculi ausdrücklich mit den Früchten von Foeniculum.

Historische pharmazeutische Bücher beschreiben gleichzeitig Dillwasser, Dillsirup und Dillöl. Die entsprechenden alten pharmazeutischen Bezeichnungen beziehen sich jedoch auf Fenchelpräparate. Deshalb sollte man ihre Eigenschaften nicht direkt auf Gartendill übertragen.

Für die Anwendung zu Hause ist das besonders wichtig. Ein pharmazeutisches Präparat, ein Samenaufguss und ätherisches Öl haben unterschiedliche Konzentrationen. Sie dürfen nicht als austauschbare Mittel verwendet werden.

## Wie sammelt und lagert man ihn richtig?

Den grünen Teil des Dills kann man frisch verwenden. Für die Aufbewahrung wird er getrocknet oder eingesalzen.

### Wie werden die Früchte gesammelt?

Die Früchte werden nach und nach während der Reife gesammelt. Sie reifen nicht gleichzeitig. Deshalb erfolgt die Ernte gewöhnlich in mehreren Durchgängen.

Die Dolden werden vor der vollständigen Reife der Samen geschnitten. Bei der letzten Ernte werden die Pflanzen abgeschnitten, zu Bündeln gebunden und zum Trocknen und Nachreifen in einen trockenen, gut belüfteten Raum gebracht. Die gleiche Methode wird für zuvor geschnittene Dolden verwendet.

Nach dem Trocknen werden die Früchte abgetrennt und gereinigt. Für die Lagerung benötigen sie trockene Bedingungen.

In einer alten Beschreibung werden die Früchte durch einen besonderen angenehm aromatischen Geruch und einen süßlich-würzigen Geschmack charakterisiert. Diese Merkmale können bei der Arbeit mit bereits getrocknetem Pflanzenmaterial zusätzlich helfen, ersetzen aber keine genaue Bestimmung der Pflanze.

Wenn die Pflanze zur Gewinnung von ätherischem Öl geerntet wird, erfolgt die Ernte in der Phase der milchig-wachsartigen Reife der Samen der mittleren Dolde. Die Pflanze wird in einer Höhe von 18–20 cm über der Bodenoberfläche gemäht.

Beim eigenen Sammeln muss die Pflanze sicher bestimmt werden. Fehler sind bei Doldenblütlern besonders gefährlich. Der Gefleckte Schierling kann Dill und andere bekannte Gewürzpflanzen ähnlich sehen.

## Wie findet man Dill im Ausland?

Im Ausland sucht man Arzneidroge aus Dill häufiger nach den Früchten als nach den Blättern. Die häufigste Form sind getrocknete ganze Früchte, die als „Dillsamen“ verkauft werden.

- **USA:** dill, dill seed. Suchen Sie nach getrockneten ganzen Früchten, Tinkturen und flüssigen Samenextrakten, einschließlich alkoholfreier Glycerite, sowie Kapseln mit Samenpulver. Sie werden in Gewürzgeschäften, Naturkostläden und bei spezialisierten Kräuterhändlern online verkauft.
- **Deutschland:** Dill, Dillsamen, Dillfrüchte. Die am besten dokumentierte Form sind getrocknete Früchte für einen Aufguss: Dillsamen-Tee oder Dillfrüchte. Suchen Sie in der Apotheke, im Reformhaus, in spezialisierten Kräuter- und Teeläden sowie online.
- **Frankreich:** aneth, graines d’aneth, fruits d’aneth. Verkauft werden ganze getrocknete Früchte: tisane en vrac, semences entières oder fruits. Suchen Sie in herboristeries, Geschäften für Bio-Produkte und online.

Auf der Verpackung sollten Sie *Anethum graveolens* und die Angabe des Pflanzenteils prüfen: fruit/seed, Dillfrüchte oder fruits/semences. Ersetzen Sie diese nicht durch Dillblätter. Bei Extrakten und Kapseln sollten Sie die Zusammensetzung, den Alkoholgehalt und die Menge pro Portion prüfen.

Die Regeln unterscheiden sich je nach Land: In den USA werden Nahrungsergänzungsmittel vor dem Verkauf von der FDA nicht auf Sicherheit und Wirksamkeit vorab zugelassen; in Deutschland sollten Sie auf die Bezeichnung Arzneitee oder pflanzliches Arzneimittel achten.

## Gibt es Gegenanzeigen?

Die wichtigste Einschränkung ist eine individuelle Allergie. Nach dem Verzehr oder Kontakt mit der Pflanze können ungewöhnliche Hautreaktionen auftreten. Bei einer starken Reaktion ist medizinische Hilfe erforderlich.

Die übliche Verwendung als Lebensmittel und therapeutische Mengen sind nicht dasselbe. Die Sicherheit konzentrierter Präparate und großer Dosen kann nicht allein daraus abgeleitet werden, dass Dill ein gewöhnliches Gewürz ist.

Während der Schwangerschaft sollten therapeutische Dosen und konzentrierte Dillpräparate nicht ohne ärztliche Beratung verwendet werden. Die Sicherheit solcher Mengen ist nicht geklärt. In der Stillzeit unterscheidet sich die Verwendung als Lebensmittel von der Einnahme großer Mengen konzentrierter Präparate. Wenn eine therapeutische Anwendung notwendig ist, sollte sie mit einem Fachmann besprochen werden.

Auch bei Medikamenten ist Vorsicht nötig. Wechselwirkungen mit Arzneimitteln, die den Blutzuckerspiegel beeinflussen, sowie mit Lithium sind möglich. Das bedeutet nicht, dass bei jedem Menschen eine Wechselwirkung auftritt. Bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten sollte eine therapeutische Anwendung von Dill jedoch mit einem Arzt oder Apotheker abgestimmt werden.

Große Mengen Dill können den Blutdruck senken. In einem alten Nachschlagewerk wird bei häufigem Verzehr großer Mengen die Möglichkeit eines hypotonen Zustands beschrieben. Bei Neigung zu niedrigem Blutdruck ist deshalb Vorsicht nötig.

Konzentriertes ätherisches Öl darf nicht unverdünnt eingenommen werden. Die Tatsache, dass Dill als Lebensmittel verwendet wird, macht konzentriertes Öl nicht automatisch für die Selbstanwendung sicher.

## Wann braucht man einen Arzt?

Wenn nach dem Verzehr von Dill ausgeprägte allergische Symptome auftreten, ist medizinische Hilfe erforderlich. Man sollte die Verwendung der Pflanze nicht in der Hoffnung fortsetzen, dass die Reaktion von selbst verschwindet. Während der Schwangerschaft sollten therapeutische Dosen und konzentrierte Präparate nicht eigenständig eingenommen werden. In der Stillzeit muss ebenfalls zwischen gewöhnlicher Nahrung und konzentrierten pflanzlichen Mitteln unterschieden werden. Kindern sollten Arzneidosen von Dill nicht eigenständig verabreicht werden. Besonders vorsichtig sollte man mit konzentrierten Präparaten und ätherischem Öl sein.

Wenn jemand regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte eine therapeutische Anwendung von Dill vorher mit einem Fachmann besprochen werden. Das gilt auch für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Bei einer Beeinträchtigung des Sehens, auch des Dämmerungssehens, ist ein Arzt erforderlich. Der Hinweis auf die traditionelle Verwendung von Dillsaft ersetzt keine Untersuchung und Behandlung der Ursache einer Sehstörung. Bei starken Schmerzen, Ohnmacht, Atemnot oder anderen starken Beschwerden ist ebenfalls medizinische Hilfe erforderlich.

## Warum wird er zum Essen gegeben?

Dill wird seit Langem als Lebensmittel verwendet. Sein Grün gibt Speisen ein charakteristisches Aroma. Es kann frisch verwendet, getrocknet oder eingesalzen werden.

### Wo wird Dill besonders häufig verwendet?

Der grüne Teil und die Dolden werden bei der häuslichen Vorratshaltung verwendet. In Nachschlagewerken werden unter anderem das Einlegen von Gurken und Pilzen sowie das Fermentieren von Kohl genannt. Dabei sollten Früchte und Grün nicht als vollständig gleiche Droge betrachtet werden: In der Pflanzenheilkunde haben sie unterschiedliche Rollen.

Die Früchte werden nach der Reife und Trocknung verwendet. Ihr Aroma und ihr süßlich-würziger Geschmack hängen mit den ätherischen Bestandteilen der Pflanze zusammen. Deshalb eignen sich die Früchte nicht nur für pflanzenheilkundliche Beschreibungen, sondern auch für die traditionelle Verwendung als Lebensmittel.

Früchte und grüner Teil haben unterschiedliche Anwendungen. Die Früchte werden in pflanzenheilkundlichen Quellen als Rohstoff für traditionelle Präparate beschrieben. Das Grün wird vor allem als Gewürz verwendet.

Für die Zubereitung zu Hause ist ein einfacher Samenaufguss bekannt: 2 Teelöffel auf 2 Gläser kochendes Wasser, 10–15 Minuten ziehen lassen. In der Volksmedizin wurde er bei Nervosität und unruhigem Schlaf mit 1 Glas zur Nacht eingenommen.

Dabei müssen alte Angaben zu den Wirkungen von Dill von den Angaben zu Fenchel getrennt werden. Die Bezeichnung „Apothekendill“ bezieht sich in historischen Büchern auf Fenchel und kann irreführend sein.

Die Wirkungen von Dill werden in Nachschlagewerken vor allem im Zusammenhang mit der traditionellen Verwendung von Früchten und Kraut beschrieben. Wenn es nicht um ein Gewürz, sondern um eine therapeutische Anwendung geht, müssen Dosis, Präparateform, Medikamente und der Gesundheitszustand berücksichtigt werden.

## Von der Redaktion

Der Artikel wurde auf Grundlage pflanzenheilkundlicher Nachschlagewerke und historischer Beschreibungen von Arzneipflanzen erstellt. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

## FAQ

**Q: Wofür ist Dill gut?**
A: Dill wird als Gewürz und in der traditionellen Pflanzenheilkunde bei Blähungen, Krämpfen, Verdauungsbeschwerden und als schleimlösendes Mittel verwendet.

**Q: Welche nützlichen Eigenschaften hat Dill?**
A: In Nachschlagewerken werden entzündungshemmende, gefäßerweiternde, beruhigende, schleimlösende, krampflösende und blähungstreibende Wirkungen beschrieben.

**Q: Wie bereitet man Dill richtig als Aufguss zu?**
A: 2 Teelöffel Samen werden mit 2 Gläsern kochendem Wasser übergossen und 10–15 Minuten ziehen gelassen. In der Volksmedizin wurde der Aufguss mit 1 Glas zur Nacht eingenommen.

**Q: Wo wird Dill verwendet?**
A: Frisches Grün wird als Gewürz verwendet, die Früchte in traditionellen pflanzenheilkundlichen Präparaten und Aufgüssen.

**Q: Gibt es Gegenanzeigen für Dill?**
A: Vorsicht ist bei Allergien, Schwangerschaft, Medikamenteneinnahme, Neigung zu niedrigem Blutdruck und der Verwendung konzentrierter Präparate erforderlich.

**Q: Kann man Dill während der Schwangerschaft trinken?**
A: Die Verwendung als Lebensmittel unterscheidet sich von therapeutischen Dosen. Konzentrierte Präparate und therapeutische Dosen sollten nicht ohne ärztliche Beratung verwendet werden.

**Q: Kann man Säuglingen Dill geben?**
A: Arzneiliche Dosen sollten Kindern nicht eigenständig verabreicht werden. Besonders vorsichtig sollte man mit konzentrierten Präparaten sein.

**Q: Kann man ätherisches Dillöl innerlich einnehmen?**
A: Unverdünntes ätherisches Öl darf nicht innerlich eingenommen werden. Bei konzentrierten Präparaten ist Vorsicht erforderlich.


_Aufklärender Inhalt; ersetzt keine ärztliche Beratung._
