# Schafgarbe: Wirkung und Anwendung

> Schafgarbe: Wirkung, Anwendung, Zubereitung und Vorsicht nach Fachbüchern der Pflanzenheilkunde, erklärt von Dr. Boris Wydoff.

- URL: https://celitel.online/de/blog/tysyachelistnik-krovotechenie/
- Author: Dr. Boris Wydoff — https://celitel.online/de/about/
- Published: 2026-09-24
- Language: de

Die Gemeine Schafgarbe ist eine mehrjährige Pflanze mit fein zerteilten, filigranen Blättern und weißen, schirmartigen Blütenständen. Nach Angaben aus Fachbüchern zur Phytotherapie wird sie traditionell als blutstillendes, entzündungshemmendes, krampflösendes und verdauungsförderndes Mittel eingesetzt. Ich erzähle Ihnen, was über ihre Inhaltsstoffe, Anwendungsformen, das Sammeln und die Einschränkungen bekannt ist.

## Was ist das für ein Kraut und wie erkennt man es?

Die Gemeine Schafgarbe, oder Achillea millefolium, ist eine mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Die ausgewachsene Pflanze wird gewöhnlich 20 bis 100 cm hoch. Ihr Rhizom ist lang, dünn und kriechend. Die grundständigen Blätter sind groß, gestielt, bis zu 15 cm lang und mehrfach fiederteilig mit schmalen Abschnitten. Wegen dieser Blattteilung erhielt die Pflanze ihren deutschen Namen Schafgarbe. Die Stängelblätter sind sitzend, kleiner, aber ebenfalls stark zerteilt.

Die kleinen Blütenkörbchen sind zu einem zusammengesetzten Schirm angeordnet. Die Randblüten sind weiß, seltener blassrosa, die mittleren röhrenförmig. Deshalb lässt sich die Schafgarbe im Sommer leicht an ihrem filigranen Laub und den dichten, flachen Blütenständen erkennen. In verschiedenen Quellen wird die Blütezeit von Ende Mai bis zum Ende des Sommers angegeben, in manchen Regionen von Juni bis Oktober.

Die Schafgarbe wächst auf trockenen Wiesen, in Flusstälern, an Waldrändern, Straßenrändern, Feldrändern und auf Brachflächen. In älteren Anleitungen wurde betont: Rohstoff von trockenen, sonnigen Standorten wird höher geschätzt als von feuchten und schattigen. Im Volksmund hat die Pflanze viele Namen – Soldatenkraut, Schnittkraut, Wundkraut, Blutkraut. Das hängt mit ihrem alten Ruf als Mittel bei Verletzungen zusammen. Der Legende nach wurde der lateinische Name Achillea zu Ehren von Achill vergeben, der das Kraut zur Heilung von Wunden verwendet haben soll.

### Wie unterscheidet man sie von ähnlichen Arten?

In Feldbestimmungsbüchern wird neben der Gemeinen Schafgarbe auch das Sumpf-Berufkraut oder Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) erwähnt. Sie hat größere Zungenblüten und schmale, ganzrandige Blätter, während das Blatt der Gemeinen Schafgarbe mehrfach fiederteilig ist. Die Sumpf-Schafgarbe kommt vor allem an feuchten Standorten vor – in Sümpfen, auf feuchten Wiesen und an Bächen. Bei allen ähnlichen Arten sind die kleinen Körbchen zu dichten Blütenständen gesammelt und wirken aus der Entfernung wie einzelne große Blüten. In alten Führern wurden junge Blätter ähnlicher Arten auf dieselbe Weise wie die Gemeine Schafgarbe verwendet.

### Geschichte und pharmazeutische Bezeichnungen

In alten belarussischen Erhebungen wurde die Schafgarbe zu den Pflanzen gezählt, die fast die gesamte Bevölkerung kannte; sie wurde in den südlichen Kreisen gesammelt und an Apotheken abgegeben oder an Aufkäufer verkauft. In pharmazeutischen Nachschlagewerken wurde der Rohstoff als Schafgarbenkraut – Herba Millefolii –, seltener als Blätter – Folium Millefolii – und Blütenkörbchen – Flores Millefolii – bezeichnet; in einigen Quellen hießen die Blüten oder Spitzen Flores seu Summitates Millefolii. Auch ein Extrakt wurde hergestellt. In alten Beschreibungen der Inhaltsstoffe werden Achillein (Achilleinum, C20H38N2O15) und Aconitsäure (Acidum aconiticum, C6H6O6) erwähnt.

## Wofür ist die Gemeine Schafgarbe nützlich und was ist über sie bekannt?

Nach Angaben aus Fachbüchern zur Phytotherapie ist die Zusammensetzung der Schafgarbe vielfältig. Kraut, Blätter und Blütenstände enthalten ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, die Vitamine C und K, Carotin, Cholin, organische Säuren, Harze, Phytonzide und Mineralsalze. Aus dem ätherischen Öl wird Chamazulen gewonnen, das ihm eine bläuliche Färbung verleiht. In alten pharmazeutischen Beschreibungen werden außerdem Achillein und Aconitsäure als Bestandteile genannt.

Die wichtigsten Eigenschaften, die in der Literatur beschrieben werden, lassen sich nach Organsystemen gliedern.

### Blutstillende Wirkung

Der Mechanismus beruht auf einer Erhöhung der Zahl der Blutplättchen und einer Verkürzung der Zeit bis zum Stillstand der Blutung. Schafgarbenpräparate aktivieren die Wirkung von Fibrin, führen nach Beobachtungen von Fachleuten aber nicht zur Bildung von Blutgerinnseln. Der Einfluss auf die Blutgerinnung ist mäßig ausgeprägt und zeigt sich vor allem bei längerer Anwendung. Deshalb werden Aufguss und Flüssigextrakt traditionell bei Magen-Darm-, Hämorrhoidal-, Gebärmutter-, Lungen-, Nasen- und Wundblutungen eingesetzt. Äußerlich wird der Aufguss häufig zum Auswaschen von Wunden verwendet, während Verbände mit Flüssigextrakt auf Schnitte und Geschwüre gelegt werden.

### Verdauung

Der bittere Geschmack des Achilleins reizt die Endigungen der Geschmacksnerven und verstärkt die Bildung von Magensaft. Damit wird die Verwendung der Schafgarbe als aromatischer Bitterstoff zur Verbesserung des Appetits erklärt. Außerdem vermindert das Kraut Blähungen. Flavonoide und ätherisches Öl wirken krampflösend auf die glatte Muskulatur von Darm, Gallenwegen und Harnwegen. Dadurch erweitern sich die Gallengänge, die Gallenausscheidung in den Zwölffingerdarm nimmt zu und die Harnausscheidung steigt. Deshalb wurde die Pflanze traditionell in Mischungen bei Gastritis, Blähungen und krampfartigen Beschwerden im Bauch verwendet.

### Entzündungshemmende und wundheilende Wirkung

Gerbstoffe, ätherisches Öl und Chamazulen sorgen für entzündungshemmende, bakterizide, antiallergische und wundheilende Eigenschaften. Deshalb wurde die Schafgarbe häufig mit Kamille, Ringelblume, Wegerich und Minze kombiniert. Eine solche Kombination verstärkte nach Angaben der Fachbücher die entzündungshemmende und krampflösende Wirkung und half, Schmerzen, Aufstoßen und Blähungen zu vermindern.

### Frauenheilkunde

In alten Beobachtungen wurde das Kraut bei starken Menstruationen und entzündlichen Prozessen verwendet, manchmal zusammen mit Brennnessel im Verhältnis 1:1. Diese Kombination wurde in alten Rezepturen bei Gebärmutterblutungen infolge von Fibromyomen, entzündlichen Prozessen und Endokrinopathien angegeben. Einige Autoren weisen darauf hin, dass die Schafgarbe die Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur verstärkt. Deshalb wird die Pflanze in der modernen Praxis während der Schwangerschaft nicht empfohlen.

### Weitere traditionelle Anwendungsbereiche

In der Volksmedizin werden Abkochung und Aufguss bei Blasenentzündung, Lebererkrankungen, Erkältungen, Störungen des Nervensystems, erhöhtem Blutdruck und Zuckerkrankheit erwähnt. In Übersichten zur Volksmedizin werden außerdem Ruhr, Blutarmut, Kopfschmerzen, Lungentuberkulose, Atemnot und Husten genannt. Meist nicht allein, sondern in Mischungen. Beispielsweise werden bei erhöhtem Blutdruck in einer Beschreibung 2 Esslöffel Schafgarbenblüten und 1 Esslöffel Tausendgüldenkraut gemischt, mit einem Glas abgekochtem Wasser übergossen, fest verschlossen und anstelle von Wasser getrunken. Dies ist eine traditionelle Beschreibung und kein Ersatz für die ärztliche Kontrolle des Blutdrucks.

Bei Lebererkrankungen wurde die Schafgarbe mit Immortelle kombiniert. Bei Erkältungen mit Erdbeere und Johanniskraut. Bei Störungen des Nervensystems mit Johanniskraut, Klee und Preiselbeere. In Beschreibungen von Herzerkrankungen findet sich eine Abkochung aus Herzgespann und Schafgarbe mit Honig. Bei Blasenentzündung wurden Mischungen mit Ringelblume, Kamille, Preiselbeere, Johanniskraut und Ehrenpreis beschrieben. Dies sind Beispiele traditioneller Kombinationen und keine fertigen Behandlungsempfehlungen.

## Wie nimmt man sie innerlich ein und verwendet sie äußerlich?

Innerlich wird die Pflanze als Aufguss, Abkochung und Flüssigextrakt verwendet. Äußerlich als Aufguss, Flüssigextrakt und frische zerdrückte Blätter.

Bei kleinen Schnitten zerreibt man frische Blätter zwischen den Fingern und legt sie auf die Wunde. In alten Volksempfehlungen wird diese Methode auch bei Nasenbluten erwähnt. Bei stärkeren Hautverletzungen verwendet man mit Flüssigextrakt getränkte Verbände oder spült die Wunde mit Aufguss aus. Diese Anwendung beruht auf den entzündungshemmenden und wundheilenden Eigenschaften.

Frischen Schafgarbensaft gab man früher zu Säften anderer Pflanzen für eine Frühjahrskur. Moderne Daten zu dieser Anwendung sind begrenzt, daher sollte man damit vorsichtig umgehen und daraus keine selbst zusammengestellte Kur machen.

Junge Blätter wurden auch als Nahrung verwendet: Man gab sie zu Quark, Butter, Suppen und Salaten als Gemüsegrün. Der Geschmack des Krauts ist eigenwillig und hängt mit den ätherischen Aromastoffen zusammen. In der Literatur wird auch ein Vitamintee aus gleichen Teilen Pfefferminze, Kamille, Thymian, Schafgarbe, Erdbeerblättern, Himbeerblättern, Johannisbeerblättern und Vogelbeeren und Johannisbeeren erwähnt.

### Salat und frisches Grün

Bei der Verwendung als Lebensmittel findet sich folgender Salat: 100 g Sauerkraut, 25 g Frühlingszwiebeln, 5 g junge Schafgarbenblätter, 10 g Pflanzenöl und Gewürze nach Geschmack; zum vorbereiteten Kraut gibt man gehackte Zwiebeln und junge Blätter. In Wildkräutermischungen wurde Schafgarbe manchmal mit Brennnessel, Huflattich und Schachtelhalm kombiniert, doch wurde empfohlen, solche Mischungen nur nach und nach einzuführen, weil Wildkräuter scharf und herb sind und viele bitter schmecken.

## Wie bereitet man sie richtig als Aufguss zu?

Am einfachsten ist die Zubereitung als Aufguss. In der Fachliteratur wird für Mischungen mit Schafgarbe folgendes Standardschema angegeben: 1–2 Esslöffel der Mischung mit einem Glas kochendem Wasser übergießen, 5–10 Minuten im Wasserbad erhitzen, anschließend 45 Minuten ziehen lassen und abseihen. Man nimmt dreimal täglich nach dem Essen ein Drittel Glas ein. Wenn der Rohstoff Bestandteil einer komplexen Mischung ist, sollte ein Arzt oder Apotheker Dosierung und Dauer angeben, da die Mengenverhältnisse in verschiedenen Rezepturen variieren.

Eine Abkochung nach einer alten Rezeptur: Rhizome und Wurzeln des Rauhen Enzians, Schafgarbenkraut und Tausendgüldenkraut im Verhältnis 1:1:1. Drei Teelöffel dieser Mischung werden mit drei Gläsern kaltem Wasser übergossen und 10 Minuten bei schwacher Hitze gekocht. Solche Zusammensetzungen erfordern eine genaue Indikation und eignen sich nicht für eine eigenmächtige Selbstbehandlung.

Erhöhen Sie die Dosis nicht. In einem der Fachbücher wird darauf hingewiesen: Längerer Gebrauch und große Mengen von Schafgarbenpräparaten können Schwindel, Sodbrennen und Hautausschlag verursachen. Deshalb sind eine kurze Anwendung, mäßige Dosierungen und die Beobachtung der Reaktion des Körpers besser als langwierige Experimente.

## Wie sammelt und lagert man den Rohstoff, damit er seine Wirkung nicht verliert?

Das Kraut wird im Juni bis zur ersten Augusthälfte gesammelt. Man schneidet blühende Spitzen mit Blättern von bis zu 15 cm Länge ab. Blätter und Blütenstände können auch getrennt gesammelt werden. In alten Anleitungen wird empfohlen, Pflanzen von trockenen, sonnigen Standorten zu nehmen, weil solcher Rohstoff höher geschätzt wird. Exemplare mit rosa Blüten werden nicht gesammelt.

Nach Angaben alter Fachbücher werden Blütenstände und Blätter getrennt getrocknet. Nach dem Trocknen bleibt bei den Blättern ein schwacher, etwas unangenehmer Geruch und ein salziger, herber, bitterlicher Geschmack zurück. Bei den Blüten ist der Geruch stärker, aber weniger unangenehm, während der Geschmack bitterer, adstringierender und würziger ist. Der Feuchtigkeitsgehalt des fertigen Rohstoffs darf 13% nicht überschreiten. Das Kraut sollte an einem trockenen Ort und fern von Fremdgerüchen gelagert werden. Große Vorräte sollte man nicht anlegen, weil pflanzliche Rohstoffe mit der Zeit an Qualität verlieren.

### Annahmekriterien nach alten Standards

In alten Standards für Arzneirohstoffe waren für Blätter folgende Werte zulässig: Feuchtigkeit höchstens 13%; andere Teile der Schafgarbe höchstens 3%; zerkleinerte Partikel, die durch ein Sieb mit 2 mm Öffnungen fallen, höchstens 3%; organische Verunreinigungen höchstens 1%; mineralische höchstens 0,5%. Für Blüten galten folgende Normen: Feuchtigkeit höchstens 13%; Teile der Schafgarbe höchstens 5%, davon Blätter höchstens 0,5%; Blütenkörbchen in den Blütenständen höchstens 1%; zerkleinerte Partikel, die durch ein Sieb mit 1 mm Öffnungen fallen, höchstens 3%; organische Verunreinigungen höchstens 0,5%; mineralische höchstens 1%.

## Wie findet man die Gemeine Schafgarbe im Ausland?

Wenn Sie die Gemeine Schafgarbe in den USA oder Europa suchen, orientieren Sie sich nicht nur an der Übersetzung des Namens, sondern auch am lateinischen Pflanzennamen.

- **USA:** yarrow oder common yarrow  
- **Deutschland:** Schafgarbe oder Gemeine Schafgarbe  
- **Frankreich:** achillée millefeuille  
- **Latein:** *Achillea millefolium L.*

Suchen Sie gezielt nach dem Kraut des oberirdischen Pflanzenteils mit blühenden Spitzen: Blätter, Stängel und blühende Teile (herba, Schafgarbenkraut, sommités fleuries). Die Pflanze wird in verschiedenen Formen verkauft:

- getrocknetes Kraut oder lose blühende Spitzen;
- Teebeutel;
- Flüssigextrakte und Tinkturen;
- Kapseln.

Ersetzen Sie solche Produkte nicht durch Varianten mit der Kennzeichnung „Wurzel“, „Frucht“ oder „Samen“.

Wo kann man suchen:
- in den USA – Kräuterläden und Naturkostläden, Online-Händler;
- in Deutschland – Apotheke, Reformhaus, Online-Händler;
- in Frankreich – pharmacie, herboristerie, Online-Händler.

Prüfen Sie auf der Verpackung *Achillea millefolium*, den angegebenen Pflanzenteil und die Art des Produkts: Kräutertee oder Produkt mit Arzneimittelkennzeichnung. Eine Bio-Zertifizierung bedeutet nicht automatisch einen Arzneimittelstatus. Verkaufsregeln und Einstufung hängen vom jeweiligen Land ab: In den USA werden Nahrungsergänzungsmittel beispielsweise reguliert, aber vor dem Verkauf nicht von der FDA auf Sicherheit und Wirksamkeit zugelassen.

## Für wen ist dieses Kraut nicht geeignet und was sollte man beachten?

Die Gegenanzeigen ergeben sich aus alten und modernen Daten.

Erstens: Allergie gegen Korbblütler. Bei bekannter Empfindlichkeit gegenüber Ambrosia, Kamille, Chrysantheme, Ringelblume oder Arnika sollte die Pflanze nicht angewendet werden. Möglich ist eine Kontaktdermatitis: Juckreiz, Rötung und Ausschlag nach Berührung mit der Pflanze oder ihren Präparaten. Bei Nesselsucht, Schwellung von Gesicht oder Hals oder Atembeschwerden muss die Anwendung beendet und sofort Hilfe gesucht werden.

Zweitens: Schwangerschaft und Stillzeit. Die Sicherheit in diesen Zeiten ist nicht geklärt. Moderne Fachbücher empfehlen die innerliche Anwendung von Schafgarbenpräparaten während Schwangerschaft und Stillzeit nicht. Der Pflanze wurde historisch die Fähigkeit zugeschrieben, Menstruationsblutungen anzuregen, klinisch ist dies jedoch nicht belegt. In alten Kräuterbüchern wird dagegen erwähnt, dass sie die Milchmenge bei stillenden Frauen erhöhen könne. Heute reichen die Daten zur Sicherheit jedoch nicht aus, daher sollte man während der Stillzeit auf die Anwendung verzichten.

Drittens: Kindesalter. Für Kinder unter 12 Jahren sind Sicherheit und geeignete Dosierungen unzureichend untersucht. Einem Kind sollte man Tee, Aufguss, Tinktur oder Schafgarbenextrakt nicht ohne Empfehlung des Kinderarztes geben.

In einem phytotherapeutischen Fachbuch findet sich die strenge Formulierung: Schafgarben seien giftig, und längere Anwendung sowie große Dosen führten zu Schwindel, Sodbrennen und Hautausschlag. Moderne Quellen zählen das Kraut in den vorgesehenen Dosierungen nicht zu den gewöhnlich giftigen Pflanzen, weisen jedoch auf die begrenzten Langzeitdaten hin. Deshalb sollte die Anwendung kurz und die Dosierung mäßig sein.

Die Pflanze sollte nicht als Ersatz für einen Arzt bei unklaren Blutungen, anhaltenden Schmerzen, Fieber, einer Verschlechterung der Beschwerden oder Verdacht auf eine Infektion verwendet werden. Wenn Sie dauerhaft mehrere Medikamente einnehmen, ist eine Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker erforderlich. Zuverlässig bestätigte klinisch relevante Wechselwirkungen der Schafgarbe sind selten, aber die Datenlage ist ebenfalls begrenzt. Daher ist Eigenbehandlung bei einer dauerhaften Therapie nicht angebracht.

## Wann ist ein Arzt erforderlich?

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn eine Blutung keine offensichtliche Ursache hat, nicht aufhört oder von Schmerzen, Schwäche oder erhöhter Temperatur begleitet wird. Dies kann ein Symptom für einen Zustand sein, der eine Untersuchung erfordert.

Eine ärztliche Beratung ist vor Beginn der Anwendung bei Schwangerschaft, während der Stillzeit, bei Kindern unter 12 Jahren und bei einer Allergie gegen Korbblütler erforderlich. Wenn Sie chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, der Nieren oder des Herz-Kreislauf-Systems haben oder verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen, besprechen Sie die Anwendung des Krauts zunächst mit Ihrem Arzt. Die Schafgarbe ersetzt keine verordnete Behandlung.

## Von der Redaktion

Der Artikel wurde auf Grundlage von Fachbüchern zur Phytotherapie und Angaben zur Sicherheit der Heilpflanze erstellt. Der Text dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

## FAQ

**Q: Wofür ist die Gemeine Schafgarbe nützlich?**
A: Traditionell wurde sie als blutstillendes, entzündungshemmendes und verdauungsförderndes Mittel verwendet. Die blutstillende Wirkung ist mäßig und zeigt sich bei längerer Anwendung.

**Q: Wie bereitet man Schafgarbe als Aufguss zu?**
A: 1–2 Esslöffel einer Mischung mit Schafgarbe werden mit einem Glas kochendem Wasser übergossen, 5–10 Minuten im Wasserbad erhitzt, 45 Minuten ziehen gelassen und dreimal täglich nach dem Essen zu je einem Drittel Glas getrunken.

**Q: Kann man Schafgarbe auf eine Wunde legen?**
A: Ja, frische Blätter werden zerdrückt und auf kleine Schnitte gelegt; Aufguss oder Flüssigextrakt werden zum Ausspülen von Wunden und für Verbände verwendet.

**Q: Wer darf Schafgarbe nicht anwenden?**
A: Nicht bei einer Allergie gegen Korbblütler; während Schwangerschaft und Stillzeit wird sie nicht empfohlen, ebenso für Kinder unter 12 Jahren ohne ärztliche Verordnung.

**Q: Erhöht Schafgarbe den Blutdruck?**
A: Nein, in traditionellen Rezepturen wurde sie in Mischungen bei erhöhtem Blutdruck verwendet, aber dies ist ein traditionelles Mittel, das keine Behandlung ersetzt, und die Blutdruckkontrolle sollte durch einen Arzt erfolgen.

**Q: Wie sammelt man Schafgarbe?**
A: Blühende Spitzen mit Blättern bis zu 15 cm werden im Juni bis zur ersten Augusthälfte geschnitten; Blätter und Blütenstände werden getrennt getrocknet.

**Q: Welche Nebenwirkungen kann Schafgarbe haben?**
A: Bei längerer Einnahme großer Dosen können Schwindel, Sodbrennen und Hautausschlag auftreten; bei empfindlichen Menschen kann es zu Kontaktdermatitis kommen.

**Q: Bei welchen Blutungen wird Schafgarbe angewendet?**
A: Aufguss und Flüssigextrakt werden traditionell bei Magen-Darm-, Hämorrhoidal-, Gebärmutter-, Lungen-, Nasen- und Wundblutungen eingesetzt, ersetzen aber keinen Arzt.


_Aufklärender Inhalt; ersetzt keine ärztliche Beratung._
