# Prädiabetes: Symptome erkennen und richtig handeln

> Erfahren Sie, welche Blutwerte auf Prädiabetes hinweisen, wie Nüchternblutzucker und HbA1c bewertet werden und welche Ernährung sinnvoll ist.

- URL: https://celitel.online/de/blog/preddiabet-chto-delat/
- Author: Dr. Boris Wydoff — https://celitel.online/de/about/
- Published: 2026-11-04
- Language: de

Wenn Ihre Blutwerte einen erhöhten Blutzucker zeigen, sollten Sie zunächst drei Werte überprüfen: den Nüchternblutzucker, den Langzeitblutzucker (HbA1c) und, falls erforderlich, das Ergebnis eines Glukosetoleranztests. Diese Untersuchungen helfen dabei, Prädiabetes zu erkennen und Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels einzuschätzen.

Überprüfen Sie gleichzeitig Ihren täglichen Speiseplan. Reduzieren Sie Süßigkeiten, süße Getränke, Weißbrot, Gebäck und Lebensmittel mit zugesetztem Zucker. Nehmen Sie stattdessen Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und geeignete Eiweißquellen in Ihren Speiseplan auf.

Gehen Sie regelmäßig spazieren und steigern Sie Ihre körperliche Aktivität schrittweise. Je früher Sie beginnen, Ihre Alltagsgewohnheiten zu verändern, desto mehr können Sie für Ihre zukünftige Gesundheit tun.

## Was ist Prädiabetes und warum entsteht er?

Als Prädiabetes bezeichnet man eine Störung des Glukosestoffwechsels, bei der der Blutzuckerspiegel erhöht ist, aber noch nicht hoch genug liegt, um Diabetes mellitus zu diagnostizieren. Es handelt sich um ein Warnsignal: Der Körper hat bereits Schwierigkeiten, den Blutzucker zu regulieren. Dieser Zustand ist mit einem erhöhten Risiko verbunden, später an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Eine der Hauptursachen liegt in einer veränderten Wirkung des Insulins. Dieses Hormon hilft der Glukose, aus dem Blut in die Zellen zu gelangen, wo sie als Energiequelle genutzt wird. Wenn Insulin nicht ausreichend wirksam ist oder zu wenig davon produziert wird, kann der Blutzuckerspiegel steigen.

Eine Veranlagung zu Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels hängt mit mehreren Faktoren zusammen:

- erbliche Veranlagung;
- Übergewicht;
- Bewegungsmangel;
- erhöhter Blutdruck;
- Alter über 40 Jahre.

Besonders aufmerksam sollten Sie auf Ihre Gesundheit achten, wenn Ihre Eltern, Geschwister bereits an Typ-2-Diabetes erkrankt sind. Eine erbliche Veranlagung erhöht die Wahrscheinlichkeit von Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels. Deshalb ist es wichtig, die entsprechenden Werte regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Prädiabetes bedeutet nicht, dass ein Mensch zwangsläufig an Diabetes erkranken wird. In diesem Stadium gewinnen Veränderungen der Ernährung, der körperlichen Aktivität und anderer Alltagsgewohnheiten besondere Bedeutung.

## Welche Symptome von Prädiabetes kann man bemerken?

Prädiabetes verläuft häufig ohne auffällige Symptome. Man kann sich vollkommen gesund fühlen, seinen gewohnten Alltag fortsetzen und nicht einmal ahnen, dass sich der Kohlenhydratstoffwechsel verändert hat. Deshalb ist es schwierig, das Problem allein anhand des eigenen Befindens zu erkennen.

Manchmal treten Müdigkeit, verstärkter Durst und häufigeres Wasserlassen auf. Einige Menschen bemerken außerdem eine Verschlechterung des Sehvermögens oder eine langsamere Heilung kleinerer Hautverletzungen. Solche Beschwerden sind allerdings eher typisch für einen bereits entwickelten Typ-2-Diabetes.

Müdigkeit kann mit Störungen des Glukosestoffwechsels einhergehen. Sie kann aber auch durch Schlafmangel, Stress und andere Ursachen entstehen. Auch verstärkter Durst und häufiges Wasserlassen sollten ernst genommen werden, insbesondere wenn beide Beschwerden gleichzeitig auftreten.

Es gibt eine wichtige Besonderheit: Prädiabetes wird häufig zufällig bei einer routinemäßigen Laboruntersuchung entdeckt. Jemand lässt aus einem anderen Grund Blut untersuchen und stellt dann fest, dass die Glukosewerte verändert sind.

Deshalb ist es für Menschen über 40 Jahre sinnvoll, ihre Werte des Kohlenhydratstoffwechsels regelmäßig kontrollieren zu lassen. Das gilt besonders bei erblicher Vorbelastung, Übergewicht oder einem bewegungsarmen Lebensstil.

## Welche Blutzuckerwerte und Untersuchungen sind notwendig?

Die wichtigste Frage nach einem erhöhten Blutzucker lautet: Liegt tatsächlich eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels vor und wie ausgeprägt ist sie? Zur Abklärung werden mehrere Laboruntersuchungen eingesetzt.

**1. Nüchternblutzucker.**

Diese Untersuchung zeigt, wie hoch der Blutzucker nach einer bestimmten Zeit ohne Nahrungsaufnahme ist. Sie hilft dabei, Störungen der Glukoseregulation zu erkennen. Das Ergebnis wird unter Berücksichtigung der Bedingungen bei der Blutabnahme und der geltenden Laborkriterien beurteilt.

**2. Langzeitblutzucker (HbA1c).**

Dieser Wert gibt Auskunft über den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel im zurückliegenden Zeitraum. Anders als eine gewöhnliche Blutzuckermessung ermöglicht er eine Einschätzung, die nicht nur den Zustand am Tag der Blutabnahme widerspiegelt.

**3. Glukosetoleranztest.**

Diese Untersuchung zeigt, wie der Körper mit einer aufgenommenen Menge Glukose umgeht. Sie wird angeordnet, wenn der Kohlenhydratstoffwechsel genauer beurteilt werden soll.

Welcher Blutzuckerwert weist auf Prädiabetes hin? Es gibt keinen einzelnen Wert, der sich unabhängig von der Untersuchungsmethode und der jeweiligen Situation auf alle Laboruntersuchungen gleichermaßen anwenden lässt. Für die Beurteilung sind die Art der Analyse, die Bedingungen ihrer Durchführung und die medizinischen Kriterien entscheidend.

Ist ein Wert erhöht, vergleicht der Arzt ihn mit den anderen Ergebnissen und veranlasst bei Bedarf eine erneute Untersuchung. So lässt sich Prädiabetes von einem bereits bestehenden Diabetes unterscheiden und das weitere Vorgehen festlegen.

Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf einen einzelnen Messwert Ihres Blutzuckermessgeräts zu Hause. Für eine umfassende Beurteilung des Gesundheitszustands werden Laboruntersuchungen herangezogen. Sie ermöglichen ein vollständigeres Bild des Kohlenhydratstoffwechsels.

## Was darf man bei Prädiabetes essen und worauf sollte man verzichten?

Die Ernährung bei Prädiabetes sollte regelmäßig, abwechslungsreich und gut durchdacht sein. Besonders wichtig sind die Menge an zugesetztem Zucker, die Qualität der Kohlenhydrate und der Verarbeitungsgrad der Lebensmittel. In den täglichen Speiseplan können mehrere Lebensmittelgruppen aufgenommen werden:

- Gemüse und Kräuter: Kohl, Gurken, Tomaten, Zucchini und Blattgemüse;
- Hülsenfrüchte: Bohnen, Linsen und andere vertraute Sorten;
- ganze Früchte: Äpfel und andere Früchte anstelle von süßen Getränken;
- Getreide und Vollkornprodukte;
- Nüsse und Samen;
- geeignete Eiweißquellen;
- Wasser und ungesüßte Getränke.

**Wie sollte man die Lebensmittel über den Tag verteilen?**

Zum Frühstück können Sie einen Brei aus Vollkorngetreide zubereiten und ihn mit einer geeigneten Eiweißquelle ergänzen. Statt süßem Joghurt oder Gebäck sind Lebensmittel ohne zugesetzten Zucker die bessere Wahl.

Zum Mittagessen können Sie Gemüse, ein Gericht mit Hülsenfrüchten oder eine andere Eiweißquelle sowie eine Getreidebeilage kombinieren. So bleibt der Speiseplan abwechslungsreich und beschränkt sich nicht ausschließlich auf Gemüsegerichte.

Zum Abendessen eignen sich Gemüse und ein eiweißreiches Lebensmittel. Ergänzend können Sie Getreide oder Hülsenfrüchte verwenden und dabei die gesamte Zusammensetzung Ihrer täglichen Ernährung berücksichtigen. Als Zwischenmahlzeit bieten sich ganze Früchte oder eine kleine Menge Nüsse an.

Wichtig ist, dass Zwischenmahlzeiten nicht zu einem ständigen Verzehr von Keksen, Süßigkeiten und süßen Getränken werden. Die genauen Mengen sollten sich nach dem individuellen Bedarf, dem Körpergewicht, den bisherigen Ernährungsgewohnheiten und möglichen Begleiterkrankungen richten. Eine einheitliche Portionsgröße, die für jeden Menschen mit Prädiabetes passt, gibt es nicht.

**Prädiabetes: Was sollte man nicht essen?**

Vor allem sollten Sie Folgendes reduzieren:

- Bonbons, Schokoriegel und Torten;
- süßes Gebäck und Kekse;
- Limonaden und andere kohlensäurehaltige Süßgetränke;
- abgepackte Säfte und süße Getränke;
- gesüßte Joghurts;
- Lebensmittel mit großen Mengen zugesetzten Zuckers;
- Weißbrot und Produkte aus raffiniertem Mehl.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen Fertigsoßen und Lebensmittel, die dank ihrer schönen Verpackung gesund erscheinen. Beim Einkaufen lohnt es sich, die Zutatenliste zu lesen. Zucker kann sich hinter Bezeichnungen wie Glukosesirup, Fruktose und Dextrose verbergen.

Betrachten Sie spezielle Diätsüßigkeiten nicht automatisch als geeigneten Ersatz für gewöhnliche Desserts. Auch sie können erhebliche Mengen an Zucker und anderen Zutaten enthalten, die berücksichtigt werden müssen. Prädiabetes bedeutet jedoch nicht, dass Sie vollständig auf Kohlenhydrate verzichten müssen. Getreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse enthalten unterschiedliche Nährstoffe und können weiterhin Bestandteil eines abwechslungsreichen Speiseplans sein.

## Wie kann man den Lebensstil verändern, um das Diabetesrisiko zu senken?

Nur auf Süßigkeiten zu verzichten, reicht nicht aus, wenn der restliche Alltag weiterhin von Bewegungsmangel geprägt ist. Körperliche Aktivität hilft dem Körper, Glukose zu verwerten. Deshalb ist Bewegung ein wichtiger Bestandteil der Vorbeugung von Typ-2-Diabetes.

**Beginnen Sie mit Spaziergängen.**

Gewöhnliche Spaziergänge sind eine einfache Möglichkeit, die körperliche Aktivität schrittweise zu steigern. Wählen Sie ein angenehmes Tempo, bei dem Sie sich noch problemlos unterhalten können und nicht übermäßig außer Atem geraten.

Beginnen Sie mit einer Dauer, die Sie ohne starke Erschöpfung bewältigen können. Verlängern Sie Ihre Spaziergänge nach und nach. Versuchen Sie, alltägliche Wege häufiger zu Fuß zurückzulegen, nach längerem Sitzen spazieren zu gehen und nicht den ganzen Tag ohne Bewegung zu verbringen. Regelmäßigkeit ist hier wichtiger als gelegentliche intensive Belastungen.

**Achten Sie auf Ihr Körpergewicht.**

Liegt Ihr Körpergewicht über den empfohlenen Werten, sollten Sie Ihre gewohnten Portionsgrößen, die Häufigkeit von Zwischenmahlzeiten und die Zusammensetzung Ihrer Gerichte überprüfen. Beginnen Sie damit, Süßigkeiten, Weißmehlprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel zu reduzieren. Sie müssen weder hungern noch Ihre Ernährung drastisch einschränken.

**Sorgen Sie für ausreichend Schlaf.**

Dauerhafter Schlafmangel, ein stressiger Arbeitsalltag und fehlende Erholungsphasen erschweren es, einen gesunden Tagesrhythmus einzuhalten. Nehmen Sie sich bewusst Zeit für Erholung und versuchen Sie, einen möglichst regelmäßigen Tagesablauf einzuhalten.

**Verbinden Sie Bewegung mit einer Ernährungsumstellung.**

Sie sollten nicht erwarten, dass ein Spaziergang den täglichen Konsum von süßen Getränken und Gebäck ausgleicht. Die Ergebnisse entstehen durch das Zusammenspiel mehrerer Gewohnheiten: die Zusammensetzung der Ernährung, körperliche Aktivität, Gewichtskontrolle und ausreichende Erholung.

## Meine Empfehlungen: So gehe ich bei der Ernährung mit Prädiabetes vor

Im Laufe meiner langjährigen praktischen Arbeit bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass man Veränderungen der Ernährung am besten mit konkreten Schritten beginnt und nicht mit strengen Diäten. Bei Prädiabetes empfehle ich, zunächst drei Lebensmittelgruppen besonders zu beachten: Zucker, Weißmehl und stark verarbeitete Lebensmittel. Ihre Reduzierung betrachte ich als Ausgangspunkt meines Ansatzes.

**Erstens: Verzichten Sie auf zugesetzten Zucker und Lebensmittel, in denen er versteckt ist.**

Ich meine damit nicht nur Bonbons, Torten und süßes Gebäck, sondern auch gesüßte Joghurts, Fertigsoßen, Limonaden und abgepackte Säfte. In meinen Büchern warne ich ausdrücklich davor, Sirupe und sogenannte Diätsüßigkeiten als gesunden Zuckerersatz zu betrachten.

Lesen Sie die Zutatenlisten. Fruktose, Dextrose und Glukosesirup sind ebenfalls Zuckerquellen. Ich bin der Meinung, dass es am sinnvollsten ist, die Überprüfung des Speiseplans genau bei dieser Lebensmittelgruppe zu beginnen.

Kaufen Sie Süßigkeiten nicht automatisch aus Gewohnheit. Prüfen Sie zunächst die Zutaten und überlegen Sie, ob dieses Produkt wirklich täglich auf Ihrem Speiseplan stehen muss.

**Zweitens: Streichen Sie Weißmehl aus Ihrem täglichen Speiseplan.**

Weißbrot, Baguettes, Nudeln aus Weichweizen und Kekse zähle ich zu den Lebensmitteln, die nicht die Grundlage der Ernährung bilden sollten. In meinem Ernährungskonzept bringe ich einen übermäßigen Verzehr von Weißmehl und Zucker mit einem sogenannten „Gärungsmilieu“ in Verbindung. Aus diesem sollen meiner Vorstellung nach Blähungen und ein Schweregefühl entstehen.

Das ist meine naturheilkundliche Interpretation und kein allgemein anerkannter medizinischer Mechanismus für Prädiabetes. Ärzte erklären die besondere Aufmerksamkeit für Mehlprodukte vor allem mit ihrem Gehalt an raffinierten Kohlenhydraten und deren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

Ich empfehle, die gewohnte Auswahl an Lebensmitteln schrittweise zu überdenken. Wählen Sie häufiger Vollkornvarianten statt Weißbrot und ganze Früchte statt süßem Gebäck. So wird die Ernährung abwechslungsreicher und gleichzeitig nimmt der Verzehr der gewohnten süßen und mehlhaltigen Produkte ab.

**Drittens: Reduzieren Sie stark verarbeitete Lebensmittel.**

Ich rate dazu, Wurst, Würstchen, geräucherte Fleischwaren, Fast Food und Chips aus dem täglichen Speiseplan zu streichen. In meinen Büchern fasse ich diese Lebensmittel zusammen mit Zucker und Weißmehl in drei Gruppen, auf die man meiner Empfehlung nach zuerst verzichten sollte.

Nach meiner Erfahrung muss man nicht versuchen, alles an einem einzigen Tag zu verändern. Viel wichtiger ist es, neue Gewohnheiten konsequent zu festigen. Ein einfacher praktischer Schritt besteht darin, solche Produkte gar nicht erst für zu Hause einzukaufen. Wenn die gewohnten Snacks aus stark verarbeiteten Lebensmitteln nicht griffbereit sind, fällt es leichter, Gemüse, Hülsenfrüchte und andere Lebensmittel für eine ausgewogene Ernährung zu wählen.

**Viertens: Achten Sie auf die Kombination der Lebensmittel und Ihre Trinkgewohnheiten.**

In meinem Ernährungskonzept verfolge ich einen Ansatz der getrennten Ernährung: Eiweißreiche Lebensmittel kombiniere ich mit Gemüse, während ich empfehle, Obst separat zu essen. Außerdem rate ich dazu, vor dem Essen Wasser zu trinken und während der Mahlzeit keine süßen Getränke anstelle von Wasser zu wählen.

Ich betrachte diese Ernährungsweise als Teil einer allgemeinen Organisation der Ernährung. Dabei handelt es sich um Besonderheiten meines naturheilkundlichen Konzepts und nicht um allgemein anerkannte medizinische Vorgaben für Menschen mit Prädiabetes.

Ich rate davon ab, diese Veränderungen in eine kurzfristige strenge Diät zu verwandeln. Beginnen Sie damit, Ihren gewohnten Speiseplan Schritt für Schritt zu überdenken: weniger Zucker, Weißmehl und stark verarbeitete Lebensmittel, mehr Aufmerksamkeit für die Zusammensetzung der Mahlzeiten. Ein schrittweises Vorgehen hilft dabei, neue Gewohnheiten dauerhaft in den Alltag zu integrieren.

## Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei Verdacht auf eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels ist es wichtig, zwischen planmäßigen Untersuchungen und Situationen zu unterscheiden, in denen sofort medizinische Hilfe erforderlich ist.

**Wann sollte man den Rettungsdienst rufen?**

Wenn Schmerzen in der Brust auftreten, die in den Arm ausstrahlen, müssen Sie sofort den Rettungsdienst rufen. Sie sollten einen solchen Zustand nicht für gewöhnliches Sodbrennen halten, auf eine selbstständige Besserung warten oder versuchen, das Problem durch eine Ernährungsumstellung zu lösen. Brustschmerzen mit Ausstrahlung in den Arm können ein Anzeichen für eine gefährliche Herzerkrankung sein, die dringend medizinisch abgeklärt werden muss.

Auch bei Bewusstlosigkeit, ausgeprägter Verwirrtheit oder einer plötzlichen starken Verschlechterung des Allgemeinzustands ist sofortige Hilfe notwendig. Versuchen Sie nicht, solche Beschwerden eigenständig mit Prädiabetes zu erklären.

**Wann sollte man einen regulären Arzttermin vereinbaren?**

Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder einen Endokrinologen, wenn Ihre Blutuntersuchungen erhöhte Glukosewerte zeigen oder Sie bei sich eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels vermuten. Besonders wichtig ist eine Untersuchung, wenn nahe Angehörige an Typ-2-Diabetes leiden, Sie übergewichtig sind, sich wenig bewegen oder unter erhöhtem Blutdruck leiden.

Schieben Sie einen Arztbesuch nicht auf, wenn Sie ständig durstig sind, häufig Wasser lassen müssen, ohne ersichtlichen Grund Gewicht verlieren oder unter ausgeprägter Müdigkeit leiden. Solche Anzeichen können bei Diabetes auftreten und sollten abgeklärt werden.

Auch wenn Sie keine Beschwerden haben, sollten Sie sich bei vorhandenen Risikofaktoren untersuchen lassen. Prädiabetes wird häufig bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt, wenn der Betroffene selbst noch keinerlei Veränderungen bemerkt.

Wenn die Diagnose bereits bestätigt wurde, legt der Arzt die notwendigen Untersuchungen fest, beurteilt die individuellen Risiken und verordnet bei Bedarf eine Behandlung. Ernährungsumstellung und körperliche Aktivität ergänzen die medizinische Betreuung, ersetzen aber keine verschriebenen Medikamente.

Mehr darüber, wie ich mit diesem Thema arbeite, erfahren Sie auf der Seite „[Diabetes](/health/diabet/)“.

## Aus der Redaktion

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der Bücher von Dr. Boris Wydoff und medizinischer Nachschlagewerke erstellt. Seine persönlichen Empfehlungen werden als sein eigener naturheilkundlicher Ansatz dargestellt und nicht als allgemein anerkannte medizinische Vorgaben. Der Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Medizinische Informationen: [NHS (Nationaler Gesundheitsdienst Großbritanniens)](https://www.nhs.uk/conditions/type-2-diabetes/), [NHS (Nationaler Gesundheitsdienst Großbritanniens)](https://www.nhs.uk/conditions/type-2-diabetes/symptoms/), [NHS (Nationaler Gesundheitsdienst Großbritanniens)](https://www.nhs.uk/conditions/type-2-diabetes/causes/).

## FAQ

**Q: Ist Prädiabetes bereits Diabetes oder noch nicht?**
A: Nein, Prädiabetes ist ein Zwischenstadium, in dem der Blutzuckerspiegel erhöht ist, aber noch nicht hoch genug für die Diagnose Diabetes mellitus. Er weist auf ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes hin und erfordert Aufmerksamkeit für die Ernährung, körperliche Aktivität und die Laborwerte.

**Q: Kann man Prädiabetes haben, ohne etwas davon zu merken?**
A: Ja, viele Menschen bemerken keinerlei Veränderungen ihres Befindens und führen ihr gewohntes Leben weiter. Deshalb lässt sich die Störung nur durch Blutuntersuchungen erkennen, insbesondere durch die Messung des Nüchternblutzuckers und des Langzeitblutzuckers.

**Q: Welche Blutuntersuchungen sollte ich machen lassen, wenn ich Prädiabetes vermute?**
A: Zu den wichtigsten Untersuchungen gehören der Nüchternblutzucker und der Langzeitblutzucker HbA1c. Zusätzlich kann der Arzt einen Glukosetoleranztest anordnen, um zu beurteilen, wie der Körper mit der Aufnahme von Zucker umgeht.

**Q: Muss ich bei Prädiabetes auf Obst verzichten?**
A: Nein, ganze Früchte können weiterhin Bestandteil des täglichen Speiseplans sein. Wählen Sie lieber ganze Früchte statt abgepackter Säfte und süßer Getränke, denn eine ganze Frucht ist nicht mit einem Getränk vergleichbar, das natürliche Zucker enthält.

**Q: Welches Brot und welche Getreideprodukte darf ich bei Prädiabetes essen?**
A: Ein vollständiger Verzicht auf Kohlenhydrate ist nicht notwendig: Getreide und Vollkornprodukte können weiterhin Teil einer abwechslungsreichen Ernährung sein. Weißbrot, Baguettes und Produkte aus raffiniertem Mehl sollten Sie reduzieren und häufiger auf weniger stark verarbeitete Alternativen zurückgreifen.

**Q: Kann man Prädiabetes ohne Medikamente in den Griff bekommen?**
A: Zu den wichtigsten Veränderungen des Lebensstils gehören eine Ernährungsumstellung, weniger zugesetzter Zucker, mehr körperliche Aktivität und die Kontrolle des Körpergewichts. Der Arzt entscheidet im Einzelfall, ob diese Maßnahmen ausreichen oder eine zusätzliche Behandlung erforderlich ist.

**Q: Was soll ich tun, wenn mein Blutzucker erhöht ist, ich aber keine Symptome habe?**
A: Verlassen Sie sich nicht allein darauf, dass Sie keine Beschwerden haben: Prädiabetes wird häufig bei Menschen entdeckt, die sich vollkommen gesund fühlen. Zeigen Sie Ihre Untersuchungsergebnisse Ihrem Hausarzt oder Endokrinologen und klären Sie ab, ob eine Kontrolle des Langzeitblutzuckers und weiterer Werte notwendig ist.

**Q: Ist frisch gepresster Saft bei Prädiabetes gesund?**
A: Frisch gepresster Saft enthält natürliche Zucker und ist kein vollwertiger Ersatz für ganze Früchte. Als tägliche Getränke eignen sich Wasser und ungesüßte Alternativen besser. Obst sollten Sie möglichst in seiner ganzen Form essen.


_Aufklärender Inhalt; ersetzt keine ärztliche Beratung._
