# Durchfall nach Chemotherapie: Was hilft?

> Durchfall nach Chemotherapie: Ursachen, Ernährung, Flüssigkeitsausgleich, Warnzeichen und sichere Maßnahmen zur Linderung.

- URL: https://celitel.online/de/blog/ponos-pri-himioterapii/
- Author: Dr. Boris Wydoff — https://celitel.online/de/about/
- Published: 2026-10-26
- Language: de

Durchfall nach einer Chemotherapie sollte ernst genommen werden, auch wenn er wie eine gewöhnliche Verdauungsstörung erscheint. Informieren Sie zunächst Ihren Onkologen und beginnen Sie, den Flüssigkeitsverlust durch kleine Schlucke Wasser auszugleichen, sofern Sie trinken können. Bei einer Temperatur von 38 °C oder höher, Blut im Stuhl, starker Schwäche oder wenn Sie nichts trinken können, benötigen Sie dringend medizinische Hilfe. Versuchen Sie nicht, den Durchfall eigenständig mit Medikamenten zu stoppen.

## Was ist Durchfall nach einer Chemotherapie und wie äußert er sich?

Ärzte sprechen von Durchfall, wenn der Stuhlgang häufiger wird und der Stuhl weich, breiig oder wässrig ist. Betroffene können plötzlich starken Stuhldrang, Bauchkrämpfe und vermehrte Blähungen verspüren. Manchmal kommen Schleim oder Blut im Stuhl, Schwindel, Fieber und Gewichtsverlust hinzu.

Während einer Krebsbehandlung darf dieses Symptom nicht losgelöst vom allgemeinen Gesundheitszustand betrachtet werden. Mit dem flüssigen Stuhl verliert der Körper Wasser und Elektrolyte – Mineralstoffe, die für seine normale Funktion wichtig sind. Bei starkem Durchfall kann es zu einer Austrocknung kommen, die gefährlich werden kann.

Achten Sie nicht nur darauf, wie oft Sie zur Toilette gehen, sondern auch darauf, wie sehr sich der Stuhlgang von Ihrem gewohnten Zustand unterscheidet. Notieren Sie, wie häufig die Beschwerden auftreten, wie der Stuhl beschaffen ist, ob Schmerzen oder Fieber auftreten und wie viel Flüssigkeit Sie trinken. Diese Informationen helfen dem Behandlungsteam, den Schweregrad einzuschätzen und geeignete Maßnahmen auszuwählen.

## Warum kommt es nach dem Essen oder während einer Krebsbehandlung zu Durchfall?

Eine häufige Ursache ist die Wirkung der Chemotherapie auf die Schleimhaut des Verdauungstrakts. Einige Medikamente schädigen nicht nur Tumorzellen, sondern auch gesunde Zellen, die sich schnell erneuern, darunter die Zellen der Darmschleimhaut. Dadurch kann die Verdauung gestört werden und der Stuhl flüssiger werden.

Es wäre jedoch falsch, jeden Fall ausschließlich auf die Chemotherapie zurückzuführen. Durchfall kann auch durch Infektionen, bestimmte Medikamente, Nahrungsmittelreaktionen und andere Erkrankungen des Verdauungssystems ausgelöst werden. Wer nach dem Essen Durchfall bekommt, sollte deshalb nicht automatisch von einer bestimmten Ursache ausgehen. Auch die Art der Mahlzeit kann eine Rolle spielen: Nach besonders fettreichem Essen können Verdauungsbeschwerden auftreten, doch allein anhand des zeitlichen Zusammenhangs lässt sich nicht feststellen, ob das Fett tatsächlich die Ursache ist.

Bei Menschen, die wegen Krebs behandelt werden, kann das Infektionsrisiko erhöht sein, weil die Krebstherapie die Abwehrkräfte mitunter schwächt.

Auch andere Behandlungsformen können eine Rolle spielen. Eine Bestrahlung des Bauch- oder Beckenbereichs kann beispielsweise gesundes Darmgewebe schädigen, während bestimmte Immuntherapeutika eine Entzündung des Dickdarms verursachen können. Auch Operationen an den Verdauungsorganen gehen manchmal mit Veränderungen des Stuhlgangs einher.

Vergessen wir auch Angst und Stress nicht. Die Diagnose, das Warten auf Untersuchungsergebnisse und die Behandlungen selbst stellen eine erhebliche psychische Belastung dar, die bei manchen Menschen mit Darmbeschwerden einhergeht. Sie sollten Durchfall jedoch nicht allein auf seelische Belastungen zurückführen: Zunächst müssen mögliche medizinische Ursachen abgeklärt werden.

## Wie lässt sich eine Nebenwirkung von einer anderen Erkrankung unterscheiden?

Anhand eines einzelnen Symptoms lässt sich die Ursache nicht feststellen. Selbst wenn der Durchfall kurz nach der nächsten Medikamentengabe auftritt, beweist das noch nicht, dass ausschließlich die Chemotherapie dafür verantwortlich ist. Das gilt auch, wenn die Beschwerden nach einem bestimmten Lebensmittel, einem Tee, Alkohol, einem Zäpfchen oder einem Antibiotikum beginnen. Die Diagnose stellt ein Arzt auf Grundlage des Gesprächs, der Untersuchung und gegebenenfalls weiterer Tests.

Der Arzt wird erfragen, wie oft Sie in den vergangenen 24 Stunden Stuhlgang hatten, wie sich Farbe und Konsistenz verändert haben und ob Blut oder Schleim, Schmerzen, Schwindel oder Fieber aufgetreten sind. Bei Bedarf werden Blutuntersuchungen durchgeführt, um die Zusammensetzung des Blutes, den Elektrolythaushalt und die Nierenfunktion zu beurteilen. Eine Stuhluntersuchung kann helfen, Infektionen und andere Ursachen der Beschwerden zu erkennen.

Auch die begleitenden Symptome sind wichtig. Häufiger wässriger Stuhl in Verbindung mit Schwindel kann beispielsweise auf einen erheblichen Flüssigkeitsverlust hindeuten, während Blut im Stuhl dringend abgeklärt werden muss. Treten nach einer Chemotherapie gleichzeitig Durchfall und Erbrechen auf, steigt das Risiko einer Austrocknung.

Versuchen Sie nicht, den Schweregrad allein anhand der Häufigkeit des Stuhlgangs einzuschätzen. Ärzte vergleichen die Zahl der Episoden mit dem üblichen Zustand der betroffenen Person und berücksichtigen das allgemeine Befinden sowie die Untersuchungsergebnisse. Auch bei relativ wenigen Episoden können Begleitsymptome sofortige Hilfe erforderlich machen.

## Was sollte man bei Durchfall essen und trinken?

Die erste Aufgabe besteht darin, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Trinken Sie häufig kleine Mengen Wasser, sofern dadurch kein Erbrechen ausgelöst wird. Auch klare Brühe und andere Flüssigkeiten, die Ihr Behandlungsteam erlaubt hat, können geeignet sein. Bei starkem Durchfall reicht Wasser allein möglicherweise nicht aus, um die Elektrolyte zu ersetzen. Fragen Sie deshalb Ihren Arzt, ob eine spezielle Rehydratationslösung notwendig ist.

Zwingen Sie sich nicht dazu, die gewohnte Menge zu essen, wenn Sie wenig Appetit haben. Häufig vertragen Betroffene mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt besser als große Mahlzeiten. Während einer Krebsbehandlung sollten Sie jedoch nicht vollständig auf Nahrung verzichten oder fasten.

Bei Durchfall werden vorübergehend meist ballaststoffarme Lebensmittel empfohlen. Je nach Verträglichkeit eignen sich weißer Reis, Weißbrot, Nudeln, geschälte und gekochte Kartoffeln, Bananen, Apfelmus und einfache trockene Cracker. Wählen Sie Lebensmittel, die Ihre Beschwerden nicht verstärken, und beachten Sie die individuellen Empfehlungen Ihres Onkologen.

Verzichten Sie vorübergehend auf Dinge, die die Beschwerden verschlimmern können. Dazu gehören Alkohol, Koffein, fettreiche und scharfe Speisen, Milch und manche Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Fruchtsäfte und Produkte mit Zuckeraustauschstoffen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Durchfall nach Tee auftritt, prüfen Sie, ob er Koffein enthält oder ob die Beschwerden möglicherweise mit anderen gleichzeitig verzehrten Lebensmitteln zusammenhängen. Ein zeitlicher Zusammenhang allein beweist keine Ursache. Die Verträglichkeit ist individuell unterschiedlich. Sobald es Ihnen besser geht, können Sie Ihre Ernährung schrittweise erweitern und sich dabei an Ihrem Befinden und den Empfehlungen des Behandlungsteams orientieren.

Während der Behandlung ist es besonders wichtig, auf Lebensmittelsicherheit zu achten. Waschen Sie Lebensmittel gründlich, achten Sie auf die richtige Lagerung und essen Sie nichts, bei dem Sie Zweifel an der Sicherheit haben. Wenn Ihre Blutwerte auf eine verminderte Zahl von Blutzellen hinweisen oder Ihr Arzt eine besondere Ernährungsweise empfohlen hat, halten Sie sich an diese Vorgaben.

## Was empfehle ich bei Durchfall nach einer Chemotherapie?

Meine Beobachtungen beziehen sich auf allgemeine Gewohnheiten, die meiner Ansicht nach zum Wohlbefinden beitragen. Bei Durchfall während einer Chemotherapie empfehle ich, alle Veränderungen mit dem behandelnden Onkologen abzustimmen und meine Empfehlungen nicht als Ersatz für medizinische Hilfe zu betrachten.

**Mein erster Rat: Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.** In meinen Büchern schreibe ich: „Wasser wird besser aufgenommen, wenn man es langsam trinkt.“ Ich betrachte das Trinken als eine der Grundlagen der täglichen Gesundheitsvorsorge. Meiner Erfahrung nach hilft ein bewusster Umgang mit dem Trinken dabei, die Bedürfnisse des Körpers besser wahrzunehmen. Ich behaupte jedoch nicht, dass dadurch der Durchfall von selbst aufhört. Bei Flüssigkeitsverlust während einer Chemotherapie müssen auch die Empfehlungen des Behandlungsteams zum Ausgleich der Elektrolyte berücksichtigt werden.

**Mein zweiter Rat: Machen Sie die Ernährung nicht zu einer zusätzlichen Belastung.** In meinen Büchern stelle ich einen Zusammenhang zwischen dem Zustand des Darms und der täglichen Lebensmittelauswahl her und plädiere für einen bewussten Umgang mit der Ernährung. Ich bin der Meinung, dass sich die Ernährung am Befinden eines Menschen orientieren sollte, statt zu einem strengen Regelwerk zu werden. Bei Durchfall nach einer Chemotherapie rate ich davon ab, eigenständig strenge Ernährungspläne einzuführen oder mit einer Saftkur zu beginnen. Medizinische Empfehlungen sehen in der Regel vor, vorübergehend leicht verträgliche Lebensmittel auszuwählen und dabei den Schweregrad der Beschwerden zu berücksichtigen.

**Mein dritter Rat: Bewahren Sie Ruhe und geben Sie sich nicht die Schuld für das, was geschieht.** In meinen Büchern schreibe ich: „Der Körper hört auf unsere Gedanken“ und bringe Angst mit Anspannung im Körper in Verbindung. Meiner Ansicht nach können ruhiges Atmen und die Unterstützung nahestehender Menschen dabei helfen, die seelische Belastung zu bewältigen. Ich behaupte jedoch nicht, dass Angst die Ursache für Durchfall nach einer Chemotherapie ist. Medizinisch wird Durchfall in erster Linie als mögliche Nebenwirkung der Behandlung betrachtet. Gleichzeitig werden andere Ursachen, darunter Infektionen, abgeklärt.

**Mein vierter Rat: Passen Sie Ihre Aktivitäten Ihrem Befinden an.** Ich empfehle Spaziergänge und Bewegung als Teil des normalen Alltags. Meiner Meinung nach sollte Bewegung den Menschen unterstützen und nicht erschöpfen. Wenn der Durchfall mit Schwäche oder Schwindel einhergeht, müssen Sie sich nicht zu einem Spaziergang zwingen. Bei häufigem flüssigem Stuhl, Blut im Stuhl, starken Schmerzen, Fieber oder Anzeichen einer Austrocknung sollten Sie sich dringend an Ihr Behandlungsteam wenden.

## Wie lässt sich Durchfall nach einer Chemotherapie stoppen und wie lange dauert er?

Eine allgemeingültige Dauer gibt es nicht. Wie lange der Durchfall anhält, hängt von seiner Ursache, der Behandlung, der Stärke der Beschwerden und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Bei manchen Patienten klingt die Störung relativ schnell ab, bei anderen hält sie länger an oder tritt nach einem weiteren Behandlungszyklus erneut auf.

Deshalb lässt sich die Frage „Wie viele Tage dauert Durchfall nach einer Chemotherapie?“ nicht allein anhand des Kalenders beantworten. Wenn Sie häufiger als gewöhnlich Stuhlgang haben, informieren Sie Ihr Behandlungsteam und fragen Sie, wie Sie angesichts des konkret verwendeten Medikaments vorgehen sollen. Warten Sie nicht, bis sich Ihr Zustand verschlechtert, insbesondere wenn die Beschwerden zunehmen oder Sie am Trinken und Essen hindern.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Beschwerden. Der Arzt kann eine Ernährungsanpassung, Medikamente gegen Durchfall oder eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr empfehlen. Bei ausgeprägten Nebenwirkungen passt das onkologische Behandlungsteam manchmal den Behandlungsplan an. Solche Entscheidungen trifft jedoch ausschließlich ein Facharzt. Lassen Sie keine Behandlungstermine aus, reduzieren Sie keine Dosierungen und setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenständig ab.

Wenn Sie nach Möglichkeiten suchen, Durchfall nach einer Chemotherapie zu Hause zu lindern, beginnen Sie am besten damit, die Symptome zu beobachten, ausreichend zu trinken und Kontakt zu Ihrem Behandlungsteam aufzunehmen. Nehmen Sie keine Mittel gegen Durchfall ohne Rücksprache ein: Bei bestimmten Infektionen und anderen Komplikationen können sie ungeeignet sein. Hausmittel gegen Durchfall nach Alkohol oder Antibiotika sind nicht automatisch auch während einer Chemotherapie geeignet. Ihr Arzt wird beurteilen, ob ein solches Medikament in Ihrem Fall infrage kommt.

## Was man während einer Chemotherapie nicht ohne ärztliche Zustimmung tun sollte

Während einer Krebsbehandlung können einige gewohnte Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Beginnen Sie nicht mit der Einnahme von Johanniskraut und verwenden Sie Grapefruit nicht als Heilmittel, ohne dies mit Ihrem Onkologen abzusprechen. Beides kann die Konzentration bestimmter Medikamente verändern. Mögliche Wechselwirkungen hängen von der konkreten Behandlung ab. Fragen Sie deshalb Ihren Arzt oder klinischen Pharmazeuten nach den geltenden Einschränkungen.

Besondere Vorsicht ist auch bei hohen Dosen von Antioxidantien während einer Chemo- oder Strahlentherapie geboten. Beginnen Sie nicht eigenständig mit konzentrierten Vitaminpräparaten, antioxidativen Nahrungsergänzungsmitteln oder Kräuterextrakten. Dass ein Produkt natürlichen Ursprungs ist, bedeutet nicht, dass es mit Krebsmedikamenten verträglich ist.

Normales Gemüse und Obst sind nicht grundsätzlich für alle Menschen verboten, die eine Chemotherapie erhalten. Einschränkungen richten sich nach dem Gesundheitszustand, der Verträglichkeit und den konkreten medizinischen Empfehlungen. Wenn Sie Ihre Ernährung umstellen, frische Säfte ergänzen oder pflanzliche Mittel verwenden möchten, sprechen Sie mit Ihrem Onkologen, bevor Sie Kräuter oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen oder Ihre Ernährung verändern.

Versuchen Sie nicht, durch Fasten oder Detox-Programme die Chemotherapie aus dem Körper „auszuleiten“. Solche Experimente können eine ausreichende Ernährung und den Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts erschweren. Bei Durchfall geht es vor allem darum, die Ursache zu klären, eine Austrocknung zu verhindern und rechtzeitig medizinische Hilfe zu erhalten.

## Wann sollte man zum Arzt?

**Zuerst: Anzeichen, bei denen Sie sofort medizinische Hilfe benötigen.**

- Eine Temperatur von 38 °C oder höher oder Schüttelfrost während der Chemotherapie. Wenden Sie sich sofort an Ihr onkologisches Behandlungsteam oder folgen Sie dem Notfallplan, den Sie erhalten haben. Versuchen Sie nicht, das Fieber eigenständig zu senken und abzuwarten, bis es vorübergeht.
- Blut im Stuhl oder Erbrochenen, schwarzer Stuhl, insbesondere wenn zusätzlich Schwäche oder Schwindel auftreten.
- Ohnmacht, ausgeprägter Schwindel, starkes Herzklopfen oder eine plötzliche Verschlechterung des Allgemeinzustands.
- Atemnot, plötzlich auftretende Brustschmerzen, Schmerzen oder Schwellungen an einem Bein oder Arm.
- Anhaltendes Erbrechen, Unfähigkeit zu trinken oder Flüssigkeit bei sich zu behalten. Schieben Sie bei solchen Symptomen die medizinische Abklärung nicht auf.
- Sehr häufiger Durchfall in Verbindung mit ausgeprägter Schwäche, Anzeichen einer Austrocknung oder starken Bauchschmerzen. Bei einem schweren Zustand rufen Sie den Rettungsdienst.

Bei Fieber oder Schüttelfrost während einer Chemotherapie sollten Sie sich sofort medizinisch melden, auch wenn keine weiteren Warnzeichen auftreten. Bei Menschen, die eine Krebsbehandlung erhalten, können sich Infektionen schnell entwickeln. Erhöhte Temperatur kann dabei manchmal das einzige erkennbare Anzeichen sein.

**Wann Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt wenden sollten, auch wenn die Beschwerden noch erträglich sind.**

- Der flüssige Stuhl tritt während eines Behandlungszyklus zum ersten Mal auf oder wird deutlich häufiger als gewöhnlich.
- Der Durchfall hält an, kehrt wieder oder verstärkt sich trotz ausreichenden Trinkens und einer Ernährungsanpassung.
- Es treten Krämpfe, Bauchschmerzen, Schleim im Stuhl, Schwindel oder ungewöhnliche Schwäche auf.
- Sie müssen seltener Wasser lassen, der Urin ist dunkler geworden oder Sie verspüren starken Durst.
- Gleichzeitig mit dem Durchfall tritt Erbrechen auf, der Appetit lässt nach oder es fällt Ihnen schwer, sich wie gewohnt zu ernähren.
- Sie vermuten, dass die Beschwerden mit einem neuen Medikament, einem Nahrungsergänzungsmittel oder einer Infektion zusammenhängen könnten.

Warten Sie nicht auf den nächsten regulären Termin, wenn sich die Symptome verstärken. Ihr onkologisches Behandlungsteam muss über Nebenwirkungen informiert sein, um deren Schwere einzuschätzen und die nächsten Schritte festzulegen. Bei Bedarf veranlasst der Arzt Untersuchungen, kontrolliert die Elektrolyte und die Nierenfunktion, untersucht eine Stuhlprobe oder empfiehlt eine Behandlung in einer medizinischen Einrichtung.

Mehr darüber, wie ich mit diesem Thema umgehe, erfahren Sie auf der Seite „[Onkologie](/health/onkologiya/)“.

## Aus der Redaktion

Dieser Artikel wurde unter Berücksichtigung der Ansichten von Dr. Boris Wydoff und medizinischer Informationen über Durchfall während einer Krebsbehandlung erstellt. Der Beitrag dient der allgemeinen Information, ersetzt keine ärztliche Beratung und hebt individuelle Empfehlungen des onkologischen Behandlungsteams nicht auf.

Medizinische Informationen: [NCI (National Cancer Institute der USA)](https://www.cancer.gov/about-cancer/treatment/side-effects/diarrhea), [NHS (National Health Service Großbritanniens)](https://www.nhs.uk/conditions/chemotherapy/side-effects/).

## FAQ

**Q: Warum kommt es nach einer Chemotherapie zu Durchfall?**
A: Einige Medikamente wirken sich auf gesunde Darmzellen aus. Es können jedoch auch Infektionen, Medikamente und andere Erkrankungen die Ursache sein.

**Q: Was sollte man bei starkem Durchfall nach einer Chemotherapie tun?**
A: Wenden Sie sich sofort an Ihr onkologisches Behandlungsteam, insbesondere bei Schwäche, Schwindel, Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Trinken.

**Q: Darf man bei Durchfall während einer Krebsbehandlung Wasser trinken?**
A: Wenn Ihr Arzt die Flüssigkeitszufuhr nicht eingeschränkt hat, trinken Sie kleine Mengen und fragen Sie, wie Sie den Verlust von Elektrolyten ausgleichen sollen.

**Q: Was kann man bei flüssigem Stuhl nach einer Chemotherapie essen?**
A: Oft eignen sich Reis, geschälte Kartoffeln, Bananen und andere einfache Lebensmittel mit wenig Ballaststoffen.

**Q: Darf man eigenständig Medikamente gegen Durchfall einnehmen?**
A: Nein, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt darüber, denn die geeignete Behandlung hängt von der Ursache der Beschwerden und dem Behandlungsplan ab.

**Q: Was sollte man tun, wenn der Durchfall mit Erbrechen einhergeht?**
A: Wenden Sie sich an Ihr Behandlungsteam: Der gleichzeitige Verlust von Flüssigkeit kann zu einer Austrocknung führen.

**Q: Kann Durchfall ein Anzeichen für eine Infektion sein?**
A: Ja, während der Behandlung sind Infektionen möglich. Deshalb sollte ein Facharzt die Ursache der Beschwerden abklären.

**Q: Muss der Zeitplan der Chemotherapie wegen Durchfalls geändert werden?**
A: Die Entscheidung trifft der Onkologe nach Einschätzung der Beschwerden und der Untersuchungsergebnisse.


_Aufklärender Inhalt; ersetzt keine ärztliche Beratung._
