# Breitwegerich: Wirkung und Anwendung

> Breitwegerich: Wirkung, Anwendung, Zubereitung und Vorsicht nach Fachbüchern der Pflanzenheilkunde, erklärt von Dr. Boris Wydoff.

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- Author: Dr. Boris Wydoff — https://celitel.online/de/about/
- Published: 2026-09-24
- Language: de

Der Breitwegerich ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die an Straßen, auf Brachflächen und in Gärten vorkommt. Nach Angaben phytotherapeutischer Nachschlagewerke enthalten seine Blätter Schleimstoffe, Gerbstoffe, das Glykosid Aucubin sowie die Vitamine C und K. Traditionell werden sie bei Husten und Gastritis mit verminderter Magensäure eingesetzt, äußerlich bei Wunden, Schnitten und Abszessen.

## Was ist das für eine Pflanze und wie erkennt man sie?

Der Breitwegerich ist eine Pflanze aus der Familie der Wegerichgewächse. Er hat ein kurzes, senkrechtes Rhizom und ein Büschel faseriger weißer Wurzeln. Die Blätter bilden eine grundständige Rosette, sie sind breit-eiförmig und bis zu 20 cm lang. Auf dem Blatt sind 5–9 hervortretende, bogenförmige Blattadern zu erkennen. Der Blütenstiel ist blattlos und endet in einem dichten ährenförmigen Blütenstand. Die Pflanze blüht von Mai bis in den Herbst.

Nach Angaben der Nachschlagewerke bildet eine Pflanze 8 bis 60 Tausend Samen. Deshalb breitet sie sich schnell aus und wird in Gärten zum Unkraut. Der Breitwegerich ist an seinen breiten Blättern mit bogenförmigen Blattadern und dem ährenförmigen Blütenstand gut zu erkennen.

Ähnliche Arten sind der Mittlere Wegerich und der Große Wegerich. In der Volksmedizin werden sie ähnlich verwendet, aber die wichtigste Art in den offiziellen Nachschlagewerken ist der Breitwegerich.

Junge Blätter sind essbar. Man gibt sie in Salate und Gemüsegerichte. Häufiger wird die Pflanze jedoch als Heilpflanze betrachtet.

### Volksnamen und Geschichte des Namens

Der deutsche Name „Wegerich“ hängt mit dem Vorkommen der Pflanze an Wegen zusammen. Im Volksmund wird sie auch als „Wundkraut“ bezeichnet – wegen ihrer traditionellen Verwendung zur Wundheilung. Der lateinische Name Plantago leitet sich von Wörtern für „Fußsohle“ und „bewegen“ ab: Die Blätter erinnern in ihrer Form an einen Fußabdruck, und die Pflanze ist auf Schritt und Tritt zu finden. Die indigenen Völker Nordamerikas erkannten am Vorkommen des Wegerichs Orte, an denen bereits weiße Menschen gewesen waren: Die Samen wurden an Schuhsohlen und Rädern weitergetragen. Schon Avicenna verwendete Wegerichblätter als blutstillendes und wundheilendes Mittel.

### Wie unterscheidet man ihn von ähnlichen Arten?

Beim Mittleren Wegerich sind die Blätter elliptisch, kleiner, kurz gestielt und auf beiden Seiten behaart. Der Blütenstiel ist sehr lang, rund und glatt und ragt weit über die Blätter hinaus. Der ährenförmige Blütenstand ist kurz und verlängert sich bei der Reife der Früchte auf mehr als das Doppelte. Die Blüten sind blassrosa. Die Pflanze wird 30–50 cm hoch. Der Große Wegerich ist eine mehrjährige, rau behaarte Pflanze mit einer Höhe von 30–70 cm. Die Blätter sind breit-eiförmig bis elliptisch und sitzen an langen Stielen, der Blütenstand ist eine dichte, lange, zylindrische Ähre. Er wächst auf salzhaltigen Wiesen in Flussauen und an Lagunen. Beim Breitwegerich sind die Blätter kahl, breit-eiförmig und haben 5–9 hervortretende, bogenförmige Blattadern.

## Wofür ist Breitwegerich gut: die wichtigsten Eigenschaften

In phytotherapeutischen Nachschlagewerken werden folgende Wirkungen der Blätter und Zubereitungen aus Wegerich beschrieben:

- blutstillend,
- wundheilend,
- antimikrobiell,
- entzündungshemmend,
- reizlindernd,
- schleimlösend,
- adstringierend,
- mild abführend,
- fiebersenkend.

Außerdem regt der Wegerich den Appetit und die Magensaftsekretion an.

In den Blättern wurden hinsichtlich der chemischen Zusammensetzung Polysaccharide, Schleimstoffe, Pektin, das Glykosid Aucubin, Iridoide, Bitter- und Gerbstoffe, Cholin, organische Säuren, Flavonoide, Carotin, Vitamin C und Vitamin K gefunden. Die Blätter enthalten auch Mineralsalze, darunter Kaliumsalze, die an der Regulierung des Wasserhaushalts beteiligt sind.

**Atmung.** Der Aufguss aus den Blättern steigert die Aktivität der Flimmerhärchen des Flimmerepithels der Atemwege. Die Sekretion des Bronchialschleims nimmt zu, der Schleim wird dünnflüssiger und lässt sich leichter abhusten. Deshalb wird der Aufguss als schleimlösendes unterstützendes Mittel bei Bronchitis, Keuchhusten, Asthma bronchiale und Tuberkulose beschrieben. Diese Erkrankungen erfordern unbedingt ärztliche Betreuung. Breitwegerich ersetzt die notwendige Behandlung nicht; eine eigenständige Anwendung von Heilpflanzen bei solchen Diagnosen ist nicht angebracht.

**Magen und Darm.** Saft aus frischen Blättern wird bei chronischer Gastritis, Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren mit normaler oder verminderter Säure sowie bei chronischer Kolitis angewendet. In der Volksmedizin wird ein wässriger Absud der ganzen Pflanze bei Gastritis, Durchfall und Geschwüren getrunken. Nach Angaben der Nachschlagewerke wurde aus einem wässrigen Blätterextrakt das Präparat „Plantaglucid“ hergestellt, das bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren eingesetzt wurde. Bei Geschwüren und Gastritis ist es wichtig, ärztlich betreut zu werden.

**Wunden und Haut.** Frische Blätter werden auf Wunden, Abszesse, Furunkel, Prellungen, Schnitte und wunde Hautstellen gelegt. Wunden werden auch mit einem Absud gespült oder mit Saft behandelt. In Experimenten verringerte Blätterextrakt den eitrigen Ausfluss und beschleunigte die Bildung von Granulationsgewebe und die Epithelisierung.

**Sonstiges.** In der Volksmedizin wurde ein Wegerichabsud bei Nierenerkrankungen und erhöhtem Blutdruck getrunken und zur Appetitsteigerung eingesetzt. Blätterextrakt zeigte in Untersuchungen eine beruhigende und blutdrucksenkende Wirkung. Die blutstillenden Eigenschaften der Pflanze werden bei Magen-Darm- und Hämorrhoidalblutungen erwähnt. Jede Blutung ist ein Grund für sofortige ärztliche Hilfe und nicht für eine Selbstbehandlung mit Heilpflanzen.

### Historische Anwendung

Schon Avicenna verwendete Wegerichblätter als blutstillendes und wundheilendes Mittel. In der Volksmedizin wurden Breitwegerich und Mittlerer Wegerich bei sehr unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt: Ein wässriger Absud der ganzen Pflanze wurde bei Gastritis, Durchfall, Geschwüren, Nierenerkrankungen, Husten, Lungentuberkulose, zur Appetitsteigerung, bei Herzerkrankungen und erhöhtem Blutdruck getrunken. Mit frischen Blättern rieb man wunde Füße ein, Pulver aus getrocknetem Kraut wurde auf eitrige Fistelabszesse und Wunden gestreut, frische Blätter wurden auf Furunkel gelegt.

## Wie wird Breitwegerich angewendet: Aufguss, Absud, Saft

Wegerichblätter werden wie Tee aufgebrüht und bei Husten als schleimlösendes Mittel getrunken. In Kräuterbüchern werden sowohl ein Kaltauszug als auch ein gewöhnlicher Aufguss beschrieben. Für Breitwegerich ist in einem der Nachschlagewerke folgende Zubereitung angegeben: 2 Teelöffel Kraut – als Kaltauszug oder Aufguss. Im selben Nachschlagewerk wird für Spitzwegerich eine Dosis von 20–40 Tropfen Flüssigextrakt angegeben, die jedoch nicht für Breitwegerich gilt.

Saft aus frischen Blättern wird durch Zugabe von 20% Alkohol konserviert. Äußerlich wird dieser Saft als wundheilendes Mittel verwendet. Innerlich wird er bei anazider Gastritis und chronischer Kolitis eingesetzt.

In einem Nachschlagewerk wird auch fertiger Wegerichsaft beschrieben. Er besteht aus einer Mischung gleicher Volumina von Saft frisch gesammelter Blätter des Breitwegerichs und des Floh-Wegerichs. Man nimmt ihn 3-mal täglich 1 Esslöffel 15–20 Minuten vor dem Essen, verdünnt in 1/4 Glas Wasser, über 30 Tage ein. Überschreiten Sie die angegebenen Dosierungen nicht.

### Plantaglucid und konservierter Saft

Aus frischem Kraut – Blättern und Blütenstängel des Breitwegerichs oder Kraut des Floh-Wegerichs – wird am Tag der Ernte durch Pressen Saft gewonnen. Der Saft wird konserviert oder zu Pulver getrocknet. Aus dem Pulver werden unter dem Namen Plantaglucid Granulate hergestellt. Konservierter Saft und Plantaglucid besitzen bakterizide Eigenschaften und werden bei Magen-Darm-Erkrankungen, Kolitis, verminderter Magensäure, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren empfohlen.

## Breitwegerich zubereiten: einfache Rezepte

Am einfachsten ist es, die Blätter wie Tee aufzubrühen. Diesen Tee trinkt man bei Husten. In Teemischungen wird Wegerichblatt häufiger zusammen mit anderen Pflanzen verwendet.

Im Folgenden sind Zusammensetzungen aus phytotherapeutischen Nachschlagewerken aufgeführt.

**Mischung zum Abhusten von Schleim:**  
- Süßholzwurzel — 3 Teile,  
- Wegerichblätter — 3 Teile,  
- Huflattichblätter — 4 Teile.  

Den Aufguss nimmt man 4–5-mal täglich zu je 1/4 Glas ein.

**Mischung bei dickem eitrigem Auswurf:**  
- Thymiankraut — 25,0,  
- Kraut des Dreifarbigen Veilchens — 20,0,  
- Kieferknospen — 20,0,  
- Blätter des Breitwegerichs — 15,0,  
- Sumpf-Ruhrkraut — 10,0.  

Den Aufguss warm zu je 1/4 Glas 4–5-mal täglich vor dem Essen einnehmen.

**Mischung mit Kieferknospen:**  
- Kieferknospen — 30,0,  
- Wegerichblätter — 30,0,  
- Huflattichblätter — 30,0.  

Den Aufguss 4–6-mal täglich zu je 1/4 Glas vor dem Essen einnehmen.

### Volksmedizinische Mischungen mit Wegerich

In der Volksmedizin wurde ein wässriger Absud der ganzen Pflanze des Breit- oder Mittleren Wegerichs bei Magenkatarrh, Gastritis, Durchfall und Geschwüren getrunken. Hier sind einige Mischungen, die in Kräuterbüchern erwähnt werden.

**Mischung bei Magenkatarrh:** Breitwegerich (ganze Pflanze), Gemeiner Wacholder (Beerenzapfen), Echtes Johanniskraut (Kraut), Herzgespann (Kraut). Den wässrigen Absud bei Magenkatarrh trinken.

**Mischung bei Gastritis:** Breitwegerich (ganze Pflanze), Echtes Tausendgüldenkraut (Kraut), Wermut (Kraut), Gemeiner Wacholder (Beerenzapfen). Den wässrigen Absud bei Gastritis trinken.

Diese Mischungen werden in der Volksmedizin beschrieben; bei ernsthaften Diagnosen dürfen sie nicht ohne ärztliche Begleitung angewendet werden.

## Wie sammelt und lagert man ihn?

Die Blätter des Breitwegerichs werden während der Blütezeit – im Juni–Juli, vor Beginn des Welkens – gesammelt. Man pflückt sie von Hand mit kleinen Resten der Blattstiele.

Die Blätter im Schatten trocknen: auf Dachböden, unter Vordächern, an der frischen Luft oder in Trocknern bei einer Temperatur von 40–50°C.

Das fertige Pflanzenmaterial besteht aus grünen Blättern mit kurz abgerissenen Blattstielen. Es hat keinen Geruch. Der Geschmack ist leicht bitter und etwas adstringierend.

Trockene Blätter an einem trockenen, lichtgeschützten Ort lagern. Frisches Pflanzenmaterial für Saft wird am Tag der Ernte verarbeitet.

### Verwendung junger Blätter als Lebensmittel

Junge Blätter des Breitwegerichs werden ebenso wie die des Spitzwegerichs vor der Blüte gesammelt, gründlich gewaschen und die auf der Unterseite hervortretenden, faserigen Blattadern entfernt. Man isst sie roh im Salat, zu Quarkspeisen, bereitet sie wie gekochtes Gemüse oder als grüne Suppen zu und mischt sie häufig mit anderen Kräutern.

## Wie findet man Breitwegerich im Ausland?

Damit Sie die Arten nicht verwechseln, suchen Sie gezielt nach *Plantago major L.*. Die Bezeichnungen der Pflanze unterscheiden sich von Land zu Land:

- **USA:** broadleaf plantain, common plantain.
- **Deutschland:** Breitwegerich.
- **Frankreich:** grand plantain, plantain majeur.
- **Latein:** *Plantago major L.*

Wichtig: Spitzwegerich und plantain lancéolé sind eine andere Art, *Plantago lanceolata*.

### In welcher Form wird er verkauft?

Achten Sie beim Kauf in erster Linie auf **Blätter** (leaf / Blätter / feuilles). Angeboten werden getrocknete lose Blätter für Aufgüsse, Tinkturen und Flüssigextrakte. In Frankreich gibt es Kapseln mit Blattpulver. Teebeutel mit der Kennzeichnung *P. major* sind online erhältlich. Blüten, Wurzeln und Früchte sollten nicht mit Blättern verwechselt werden; Samen unter der Bezeichnung psyllium / Flohsamen können zu einer anderen Art gehören.

### Wo kann man suchen?

- **USA:** Kräuter- und Reformgeschäfte, online.
- **Deutschland:** Kräuter- und Teeläden, Reformhaus, online; in der Apotheke nach der Art fragen.
- **Frankreich:** herboristerie, Naturkostläden, online; Tinktur kann in der pharmacie erhältlich sein.

Prüfen Sie auf der Verpackung *Plantago major L.*, den verwendeten Pflanzenteil, die vollständige Zusammensetzung und den Produktstatus. Für biologischen Anbau suchen Sie nach organic / Bio / biologique. In den USA erhalten Nahrungsergänzungsmittel keine vorherige FDA-Zulassung hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit; die Verkaufsregeln hängen vom jeweiligen Land ab.

## Gegenanzeigen und Vorsicht

Nach Angaben der Nachschlagewerke sind Wegerichpräparate bei Magengeschwüren mit erhöhter Säure und bei hyperazider Gastritis kontraindiziert. Das ist eine wichtige Einschränkung.

Verwenden Sie Wegerich nicht bei bekannter Allergie gegen Pflanzen der Gattung Plantago, deren Pollen oder Psyllium. Möglich sind Niesen, tränende Augen, verstopfte Nase oder ein Engegefühl in der Brust. Selten treten schwere allergische Reaktionen auf. Bei Schwellungen der Lippen, Zunge oder des Rachens, Atemnot oder generalisierter Nesselsucht ist sofortige Hilfe erforderlich.

Produkte mit Psylliumsamen oder Schleimstoffen dürfen bei Darmverschluss, Kotstau, Verengungen des Magen-Darm-Trakts, Schluckbeschwerden oder Erkrankungen der Speiseröhre nicht angewendet werden. Sie müssen unbedingt mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Dies betrifft vor allem Psylliumsamen und nicht den Blätteraufguss.

Für Produkte mit Psyllium sind Wechselwirkungen mit Lithium, Carbamazepin und Antidiabetika beschrieben. Wenn Sie Medikamente einnehmen, besprechen Sie die Anwendung von Wegerich mit einem Arzt oder Apotheker.

Schwangere und stillende Frauen sollten therapeutische Dosen oder Extrakte nicht eigenständig anwenden. Es liegen nicht genügend Daten zur Sicherheit vor.

Kindern gibt man konzentrierte Präparate nicht ohne Empfehlung des Kinderarztes. Besonders gefährlich sind trockene Pulverformen ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr wegen der Erstickungsgefahr.

Als Nebenwirkungen von Mitteln mit Psyllium werden am häufigsten Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsbeschwerden beschrieben. Das bedeutet nicht, dass ein Blätteraufguss dieselben Reaktionen hervorruft, aber Vorsicht ist dennoch sinnvoll.

## Wann ist ein Arzt erforderlich?

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn nach der Anwendung Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen, Atembeschwerden oder Schmerzen hinter dem Brustbein auftreten. Setzen Sie eine verordnete Behandlung nicht ab und ersetzen Sie sie nicht durch Wegerich.

Sprechen Sie unbedingt mit einem Arzt bei Schwangerschaft, Stillzeit, chronischen Erkrankungen, Einnahme von Lithium, Carbamazepin, Antidiabetika oder anderen Medikamenten. Kindern gibt man konzentrierte Formen nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt.

Heilpflanzen können hilfreich sein, aber sie ersetzen weder eine Diagnose noch den Arzt. Das ist besonders wichtig bei Husten mit Fieber, Blut im Stuhl, länger anhaltenden Bauchschmerzen oder einer nicht heilenden Wunde.

## Aus der Redaktion

Der Artikel wurde auf Grundlage von phytotherapeutischen Nachschlagewerken erstellt. Er dient ausschließlich der Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung.

## FAQ

**Q: Wofür wird Breitwegerich angewendet?**
A: Traditionell werden Aufguss und Saft bei Husten, Gastritis mit verminderter Säure und Kolitis verwendet; äußerlich bei Wunden, Schnitten, Abszessen und Insektenstichen.

**Q: Wie wird Breitwegerich zubereitet?**
A: Am einfachsten ist es, die Blätter wie Tee aufzubrühen. In Nachschlagewerken werden auch ein Kaltauszug oder ein Aufguss aus 2 Teelöffeln Kraut erwähnt.

**Q: Welche Gegenanzeigen hat Breitwegerich?**
A: Nicht anwenden bei einer Allergie gegen Wegerich oder Psyllium. Blattpräparate sind bei Magengeschwüren und Gastritis mit erhöhter Säure kontraindiziert. Schwangere und Kinder sollten ihn nur nach Rücksprache mit einem Arzt anwenden.

**Q: Wie wird Breitwegerich bei Wunden angewendet?**
A: Ein frisches Blatt wird auf eine Wunde, einen Abszess oder eine Prellung gelegt. Wunden können auch mit einem Absud gespült oder mit Saft behandelt werden. Trockene Blätter werden vor dem Auflegen in warmem Wasser eingeweicht.

**Q: Wie sammelt man Breitwegerich?**
A: Die Blätter werden im Juni–Juli während der Blütezeit, vor Beginn des Welkens, gesammelt. Man trocknet sie im Schatten oder in Trocknern bei 40–50°C.

**Q: Kann man Wegerichsaft bei Gastritis trinken?**
A: Wegerichsaft wird bei Gastritis mit normaler oder verminderter Säure angewendet. Bei erhöhter Säure ist er kontraindiziert.

**Q: Welche nützlichen Eigenschaften hat Breitwegerich bei Husten?**
A: Der Aufguss steigert die Sekretion des Bronchialschleims, verflüssigt den Auswurf und erleichtert dessen Abhusten. Er wird als schleimlösendes unterstützendes Mittel eingesetzt.

**Q: Was ist der Unterschied zwischen Breitwegerich und Mittlerem Wegerich?**
A: Beim Mittleren Wegerich sind die Blätter kürzer und auf beiden Seiten behaart, die Blüten sind blassrosa. Beide Arten werden ähnlich verwendet, aber das wichtigste Pflanzenmaterial stammt vom Breitwegerich.


_Aufklärender Inhalt; ersetzt keine ärztliche Beratung._
