# Lungenkraut: Wirkung und Anwendung

> Lungenkraut: Wirkung und Anwendung bei Husten und Bronchitis, Inhaltsstoffe, Ernte des Krauts, Gegenanzeigen und wichtige Vorsichtsmaßnahmen.

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- Author: Dr. Boris Wydoff — https://celitel.online/de/about/
- Published: 2026-11-08
- Language: de

Das Echte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) ist eine mehrjährige Waldpflanze, die traditionell bei Erkrankungen der Atemwege verwendet wird. In der Volksmedizin kam es bei Bronchitis, trockenem Husten und Heiserkeit zum Einsatz. In wissenschaftlichen Beschreibungen werden dem Kraut schleimhaltige, reizlindernde und leicht adstringierende Eigenschaften zugeschrieben. In traditionellen Kräuterbüchern wird außerdem seine schleimlösende Wirkung erwähnt.

## Was ist das für eine Pflanze und wo kann man sie finden?

Das Lungenkraut gehört zur Familie der Raublattgewächse. Es ist eine mehrjährige krautige Pflanze mit einem Rhizom. In der botanischen Literatur findet man auch die Bezeichnungen Dunkles Lungenkraut oder Geflecktes Lungenkraut: Pulmonaria obscura Dumort., P. officinalis L. subsp. obscura (Dum.) Murb.

Diese Bezeichnungen sind bei der Bestimmung der Pflanze wichtig. In den Nachschlagewerken werden nahe verwandte Formen des Lungenkrauts beschrieben, die in der Volksmedizin bei ähnlichen Beschwerden verwendet wurden.

Die Pflanze hat mehrere volkstümliche Namen. Sie wird auch Lungenkraut, Lungenwurz, Lungenblume, Märzblume oder Bienenkraut genannt. Die Namen hängen sowohl mit ihrer frühen Blüte als auch mit ihrer traditionellen Verwendung zusammen.

Das Lungenkraut blüht bereits im zeitigen Frühjahr. Seine zarten Blüten locken Bienen mit Nektar an. In einem Blütenstand können gleichzeitig rosa und blaue Blüten zu sehen sein. Dieses Merkmal ist während der Blütezeit besonders auffällig und hilft dabei, die Pflanze zu erkennen.

Botanischen Beschreibungen zufolge ist das Lungenkraut in fast der gesamten mittleren Zone des europäischen Teils Russlands verbreitet. Es kommt auch in Belarus, der Ukraine und im Kaukasus vor. Man findet es meist in Misch- und Birkenwäldern, an Waldrändern, zwischen Sträuchern und auf Wiesen.

In Kräuterbüchern wird auch das Dunkle Lungenkraut (Pulmonaria obscura) erwähnt, das in Wäldern wächst. Beim Sammeln ist es wichtig, die Pflanze richtig zu bestimmen und sich nicht allein auf ihren volkstümlichen Namen zu verlassen.

## Wie wirkt das Echte Lungenkraut?

Die traditionelle Anwendung des Lungenkrauts betrifft vor allem die Atemwege. Im Nachschlagewerk von W. K. Warlikh werden die schleimhaltigen, reizlindernden und leicht adstringierenden Eigenschaften des Krauts beschrieben. Der Autor weist darauf hin, dass seine Verwendung in der wissenschaftlichen Medizin praktisch aufgegeben wurde und sich hauptsächlich in der Volksmedizin erhalten hat.

M. A. und I. M. Nosal beschreiben das Lungenkraut als schleimlösendes Mittel. Traditionell wurde es bei Bronchitis, Entzündungen der Schleimhäute der Atemwege und anderen Erkrankungen des Brustbereichs eingesetzt, die mit trockenem Husten und Heiserkeit einhergehen.

Es handelt sich um unterschiedliche Eigenschaften, die in verschiedenen Nachschlagewerken aufgeführt werden. Sie beschreiben die Geschichte der pflanzlichen Behandlung, beweisen aber für sich genommen keine klinische Wirksamkeit bei einer bestimmten Erkrankung.

### Atemwege: Husten, Bronchitis und Heiserkeit

Die meisten Erwähnungen des Lungenkrauts in der Volksmedizin beziehen sich auf die Atemwege. Das Kraut wurde bei trockenem Husten, Bronchitis, Entzündungen der Schleimhäute der Atemwege und anderen Erkrankungen des Brustbereichs verwendet. Die schleimlösende Anwendung wird bei Nosal beschrieben. Im Nachschlagewerk von Warlikh werden gesondert die schleimhaltigen und reizlindernden Eigenschaften hervorgehoben. In der traditionellen Praxis brachte man die Pflanze mit einer Wirkung auf gereizte Schleimhäute der Atemwege in Verbindung. Das Lungenkraut ersetzt jedoch weder eine ärztliche Untersuchung noch eine verordnete Behandlung. Husten kann verschiedene Ursachen haben, und welche Hilfe sinnvoll ist, hängt davon ab.

### Mineralstoffgehalt und Blutbildung

Im Buch von A. F. Gammerman finden sich Angaben zu Spurenelementen, die im Kraut des Lungenkrauts nachgewiesen wurden.

Dazu gehören Mangan, Eisen und Kupfer. Der Autor fasst sie unter dem Begriff eines sogenannten blutbildenden Spurenelementkomplexes zusammen. Neben diesen Elementen wurden in der Pflanze auch Vanadium, Titan, Silber, Nickel, Strontium und weitere Stoffe nachgewiesen.

Im selben Nachschlagewerk wird erwähnt, dass das Kraut an der pharmazeutischen Fakultät des Moskauer Medizinischen Instituts im Hinblick auf eine mögliche Anwendung bei verschiedenen Bluterkrankungen untersucht wurde.

Gammerman beschreibt außerdem gesondert die Bedeutung von Mangan für bestimmte Körperfunktionen. Insbesondere wird seine Beteiligung an der Regulierung der Tätigkeit einzelner Drüsen des Hormonsystems und an der Aktivierung von Vitamin B1 erwähnt.

Der Nachweis von Spurenelementen in einer Pflanze bedeutet jedoch nicht, dass ihr Verzehr Blutarmut oder Bluterkrankungen behandelt oder einen Eisenmangel ausgleicht. Bei solchen Beschwerden sind Laboruntersuchungen und eine ärztlich verordnete Behandlung erforderlich.

### Äußerliche Anwendung in der Volksmedizin

In älteren Beschreibungen finden sich auch Angaben zur äußerlichen Verwendung des Lungenkrauts.

Bei Nosal wird ein Aufguss des gesamten Krauts erwähnt, der zum Auswaschen eitriger Wunden und Abszesse verwendet wurde. Savelyeva führt einen volkstümlichen Rat an, den Saft des Lungenkrauts anstelle von Jod bei Verletzungen zu verwenden und zerkleinerte Blätter auf eitrige Wunden zu legen.

Diese Empfehlungen spiegeln traditionelle Vorstellungen über die Pflanze wider. Sie ersetzen weder die moderne Wundversorgung noch medizinische Hilfe bei schweren Verletzungen.

## Wofür wurde Lungenkraut in der Volksmedizin verwendet?

Fasst man die Angaben aus den Nachschlagewerken zusammen, ergeben sich folgende traditionelle Anwendungsgebiete:

- bei trockenem Husten;
- bei Bronchitis;
- bei Entzündungen der Schleimhäute der Atemwege;
- bei Heiserkeit;
- bei anderen Erkrankungen des Brustbereichs;
- äußerlich – in einzelnen volksmedizinischen Anwendungen bei Hautverletzungen.

Im Mittelpunkt steht die Anwendung bei Erkrankungen der Atemwege.

Der Name „Lungenkraut“ hängt genau mit dieser Tradition zusammen. Im Buch von Savelyeva wird außerdem erklärt, dass der lateinische Name Pulmonaria mit „Lunge“ übersetzt wird. Nach alten Vorstellungen brachte man die Form der Blätter mit ihrer äußerlichen Ähnlichkeit zu menschlichen Lungen in Verbindung. Diese Erklärung gehört zur Geschichte der Volksmedizin und ist kein Beweis für eine heilende Wirkung.

Es ist wichtig, zwischen traditioneller Anwendung und moderner medizinischer Bewertung zu unterscheiden. Im Nachschlagewerk von Warlikh heißt es ausdrücklich, dass die wissenschaftliche Medizin die Verwendung des Lungenkrauts praktisch aufgegeben hat. Die Anwendung in der Volksmedizin ist zwar erhalten geblieben, macht die Pflanze aber nicht zu einem eigenständigen Heilmittel gegen Bronchitis oder andere Erkrankungen.

## Wie bereitet man Lungenkraut zu und in welcher Form wurde es verwendet?

Lungenkraut wurde traditionell in der pflanzlichen Volksmedizin bei Erkrankungen der Atemwege verwendet. In der älteren Literatur wird ein Heißauszug der Pflanze erwähnt.

Eine allgemein gültige Dosierung für die eigenständige Zubereitung eines einfachen Aufgusses oder Tees wird in den Nachschlagewerken jedoch nicht festgelegt. Deshalb sollte man weder die Mengenangaben anderer Kräuter auf das Lungenkraut übertragen noch die Menge des Pflanzenmaterials eigenständig erhöhen.

### Kann man daraus Tee zubereiten?

Die Frage nach Tee kommt häufig auf, da Lungenkraut zu den bekannten Frühlingspflanzen gehört.

In Kräuterbüchern wird die innerliche Anwendung der Pflanze bei Husten und anderen Erkrankungen des Brustbereichs beschrieben. Außerdem findet sich ein Hinweis auf die Zubereitung eines Heißauszugs. Das ist jedoch kein Grund, jeden selbst zubereiteten Kräutertee als Arzneimittel mit festgelegter Dosierung anzusehen.

Im Buch von Grau wird eine mehrteilige Kräutermischung beschrieben, zu der auch das Kraut des Echten Lungenkrauts gehört. Die Mischung wurde mit 1 Liter kochendem Wasser in einer Thermoskanne zubereitet. Dabei handelt es sich jedoch um ein Rezept für eine Kräutermischung und nicht um einen reinen Lungenkrauttee.

Bei der Verwendung pflanzlicher Produkte muss man auf ihre Zusammensetzung und Qualität achten. Das ist besonders wichtig bei Pflanzen, die unerwünschte Verbindungen enthalten können.

### Worin unterscheidet sich ein Aufguss von einem Abkochung?

Ein Aufguss und eine Abkochung sind zwei unterschiedliche Zubereitungsarten für pflanzliches Material. Man kann nicht automatisch davon ausgehen, dass eine Methode, die für ein Kraut geeignet ist, auch für ein anderes passt. In der hier betrachteten phytotherapeutischen Literatur wird beim Lungenkraut ein Heißauszug erwähnt. Allgemeingültige Mengenangaben für eine Abkochung werden nicht genannt.

Man sollte weder die Pflanzenmenge erhöhen noch die Zubereitungszeit verlängern, um eine stärkere Wirkung zu erzielen. Bei einer möglichen innerlichen Anwendung von Lungenkraut müssen aktuelle Erkenntnisse zur Sicherheit berücksichtigt und die Verwendung zuvor mit einem Arzt besprochen werden.

### Wie nimmt man Lungenkraut ein?

In der Volksmedizin wurde Lungenkraut bei trockenem Husten, Bronchitis und anderen Erkrankungen der Atemwege eingenommen. Eine eigenständige längerfristige Anwendung kann jedoch nicht allein aufgrund der traditionellen Überlieferung als sicher gelten.

Aktuelle Erkenntnisse über pflanzliche Rohstoffe weisen darauf hin, dass mögliche Pyrrolizidinalkaloide berücksichtigt werden müssen. Die Sicherheitsfragen werden weiter unten ausführlicher behandelt. Wenn Lungenkraut als ergänzendes pflanzliches Mittel in Betracht gezogen wird, sollte dies mit einer Fachperson abgestimmt werden. Es ersetzt weder verordnete Medikamente noch eine ärztliche Untersuchung.

## Wie sammelt und lagert man Lungenkraut?

Im Nachschlagewerk von Warlikh wird angegeben, dass das Kraut des Lungenkrauts als Arzneidroge verwendet wird. Es wird vor dem Aufblühen der Blüten gesammelt und anschließend getrocknet.

Für die Ernte ist es wichtig, die Pflanze richtig zu bestimmen. Das Echte Lungenkraut und das Dunkle Lungenkraut werden in der botanischen Literatur unter ähnlichen Namen erwähnt. Man sollte keine unbekannten Kräuter sammeln und sich dabei nur auf ihr Aussehen oder ihre volkstümliche Bezeichnung verlassen.

Nach der Beschreibung von Warlikh weist das getrocknete Kraut folgende Merkmale auf:

- blassgrüne Farbe;
- raue, fast stachelige Oberfläche;
- praktisch geruchlos;
- krautiger, schleimiger und leicht adstringierender Geschmack.

Diese Merkmale beschreiben das getrocknete Pflanzenmaterial, wie es im Nachschlagewerk aufgeführt wird. Lungenkraut wächst in Misch- und Birkenwäldern, an Waldrändern, zwischen Sträuchern und auf Wiesen. Diese Standorte werden in der botanischen Beschreibung der Verbreitung der Pflanze genannt. Dabei ist es wichtig, Lungenkraut nicht mit der Lungenflechte Lobaria pulmonaria zu verwechseln. Trotz der ähnlichen Namen handelt es sich um völlig unterschiedliche Organismen.

Besondere Aufmerksamkeit sollte der Qualität des gesammelten Krauts gelten. Durch das Trocknen zu Hause lässt sich nicht garantieren, dass keine unerwünschten Stoffe enthalten sind. Der Gehalt an natürlichen Verbindungen kann je nach Herkunft und Zusammensetzung des Pflanzenmaterials unterschiedlich sein.

Das getrocknete Kraut sollte trocken, getrennt von anderen Kräutern und mit einer Kennzeichnung des Namens und des Erntedatums aufbewahrt werden. Pflanzenmaterial, bei dem Art, Herkunft oder Zustand Zweifel aufkommen lassen, sollte nicht verwendet werden.

## Wie findet man Echtes Lungenkraut im Ausland?

In den USA und Europa wird Echtes Lungenkraut unter verschiedenen Namen angeboten. Bei der Suche ist es wichtig, die lateinische Bezeichnung zu überprüfen: Ähnliche Namen können auch andere Pflanzen bezeichnen.

**Wie heißt die Pflanze:**
- USA – lungwort, common lungwort.
- Deutschland – Lungenkraut, Echtes Lungenkraut.
- Frankreich – pulmonaire officinale, pulmonaire, herbe aux poumons.
- Lateinischer Name – *Pulmonaria officinalis L.*

**In welchen Formen wird es verkauft:**
- Getrocknete Blätter und zerkleinerte oberirdische Pflanzenteile zur Teezubereitung.
- Teemischungen (tisane).
- Tinkturen und Flüssigextrakte.
- Kapseln und Tabletten.
- In Frankreich sind auch homöopathische Globuli und Tropfen erhältlich. Diese sind kein Ersatz für Kräutertee oder Extrakt.

**Wo kann man danach suchen:**
- USA – Naturkostläden, Kräuterläden, Teegeschäfte sowie Online-Shops für Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel.
- Deutschland – Apotheken, Reformhäuser, Kräuter- und Teegeschäfte.
- Frankreich – Apotheken, Parapharmazien, Herboristerien und Teegeschäfte.
- In allen drei Ländern sind entsprechende Produkte auch in Online-Shops erhältlich.

**Was sollte man auf der Verpackung überprüfen:**
- Die vollständige lateinische Bezeichnung *Pulmonaria officinalis L.*
- Den verwendeten Pflanzenteil: leaf (folium) oder aerial parts (herba).
- Chargennummer, Haltbarkeitsdatum und Herstellerangaben.
- Ob eine Analyse auf Pyrrolizidinalkaloide (PA) vorliegt.

Verwechseln Sie Lungenkraut nicht mit der Lungenflechte lungwort lichen (*Lobaria pulmonaria*). Wegen des möglichen PA-Gehalts sind Produkte mit nachgewiesener Kontrolle dieser Stoffe vorzuziehen.

**Regelungen im jeweiligen Land:** In den USA durchlaufen Nahrungsergänzungsmittel keine vorherige Zulassung der FDA hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit. In Deutschland und Frankreich bedeutet der Verkauf in einer Apotheke oder die Kennzeichnung als Tee allein ebenfalls nicht, dass das Produkt als Arzneimittel zugelassen ist.

## Echtes Lungenkraut: Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Im Buch von Savelyeva wird darauf hingewiesen, dass Lungenkraut im Gegensatz zu einigen anderen Vertretern der Familie der Raublattgewächse fast keine Alkaloide enthält, die unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen können. Aktuelle Erkenntnisse zur Sicherheit machen es jedoch erforderlich, das mögliche Vorkommen von Pyrrolizidinalkaloiden (PA) zu berücksichtigen. Ihr Gehalt kann je nach Pflanzenmaterial unterschiedlich sein.

Pyrrolizidinalkaloide sind vor allem wegen ihrer möglichen leberschädigenden Wirkung bedenklich. Bei einer Belastung durch diese Verbindungen wird ein Risiko schwerer Leberschäden beschrieben, darunter auch eine venöse Verschlusskrankheit der Leber.

Bei der Beurteilung der Sicherheit sollte man deshalb nicht nur den Pflanzennamen berücksichtigen, sondern auch die Herkunft des jeweiligen Produkts, seine Zusammensetzung und die Ergebnisse entsprechender Kontrollen.

**Schwangerschaft und Stillzeit.** Die Sicherheit einer innerlichen Anwendung von Lungenkraut ist in diesen Lebensphasen nicht nachgewiesen. Wegen des möglichen Vorkommens von PA sollte man auf eine eigenständige Einnahme verzichten.

**Kinder und Jugendliche.** Unter 18 Jahren wird die Anwendung aufgrund unzureichender Sicherheitsdaten nicht empfohlen.

**Lebererkrankungen.** Bei bestehenden Leberfunktionsstörungen ist die innerliche Anwendung der Pflanze besonders unerwünscht. Eine mögliche Belastung durch Pyrrolizidinalkaloide muss zuvor ärztlich beurteilt werden.

**Allergische Reaktionen.** Bei einer individuellen Unverträglichkeit der Pflanze oder der Bestandteile eines Fertigprodukts sollte man auf die Anwendung verzichten. Wenn Schwellungen, Hautausschlag oder Atembeschwerden auftreten, ist medizinische Hilfe erforderlich.

**Einnahme von Medikamenten.** Bei gleichzeitiger Verwendung von Medikamenten und pflanzlichen Mitteln ist eine Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker erforderlich. Besonders wichtig ist es, Medikamente zu berücksichtigen, die sich ungünstig auf die Leber auswirken können.

**Mögliche harntreibende Wirkung.** In aktuellen Sicherheitsempfehlungen wird auf eine milde harntreibende Wirkung des Lungenkrauts hingewiesen. Health Canada empfiehlt, den gelegentlichen Charakter einer solchen Anwendung zu berücksichtigen. Das ist kein Grund, die Pflanze eigenständig zur Behandlung von Nieren- oder Harnwegserkrankungen einzusetzen.

**Autofahren und Arbeiten mit Maschinen.** Bei der Verwendung pflanzlicher Mittel sollte man mögliche individuelle Reaktionen beachten. Wenn Schläfrigkeit auftritt oder die Aufmerksamkeit nachlässt, darf man weder Auto fahren noch mit Maschinen arbeiten.

Bei Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes, dunklem Urin, ungewöhnlich hellem Stuhl, anhaltender Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder ausgeprägter Schwäche ist eine ärztliche Abklärung erforderlich. Solche Symptome können auf eine Leberschädigung hinweisen.

## Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Bei Husten sollte man auf die Dauer und die begleitenden Beschwerden achten. Wenn er nicht abklingt, stärker wird oder mit Fieber, Atemnot oder Brustschmerzen einhergeht, sollte man einen Arzt aufsuchen. Bei ausgeprägten Atembeschwerden ist unverzüglich medizinische Hilfe erforderlich.

Eine fachliche Beratung ist besonders wichtig in folgenden Fällen:

- während der Schwangerschaft und Stillzeit;
- bei chronischen Erkrankungen;
- bei Lebererkrankungen;
- bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten;
- bei einer Neigung zu allergischen Reaktionen;
- wenn ein pflanzliches Mittel für ein Kind vorgesehen ist.

Vor der Anwendung pflanzlicher Produkte sollte man dem Arzt mitteilen, welche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel man bereits einnimmt. Das ist besonders wichtig bei einer langfristigen Behandlung, bei Lebererkrankungen, vor einer Operation oder während einer Krebstherapie.

Bei einer bereits verordneten Behandlung sollte man weder die Dosierung eigenständig verändern noch Medikamente zugunsten pflanzlicher Mittel absetzen. Wenn Lungenkraut als Ergänzung in Betracht gezogen wird, sollte die Anwendung mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.

## Aus der Redaktion

Dieser Artikel wurde auf Grundlage phytotherapeutischer Nachschlagewerke und botanischer Beschreibungen des Echten Lungenkrauts sowie aktueller Erkenntnisse zur Sicherheit pflanzlicher Rohstoffe erstellt. Der Beitrag dient der Information und ersetzt weder eine ärztliche Beratung noch eine Diagnose oder eine verordnete Behandlung.

## FAQ

**Q: Wie wirkt dieses Kraut und welche Eigenschaften hat es?**
A: In Nachschlagewerken werden schleimhaltige, reizlindernde und leicht adstringierende Eigenschaften beschrieben. In der Volksmedizin wurde es bei Husten als schleimlösendes Mittel verwendet; eine Wirksamkeit ist nicht nachgewiesen.

**Q: Bei welchen Erkrankungen hilft diese Pflanze?**
A: Traditionell wurde sie bei Bronchitis, trockenem Husten, Heiserkeit und Entzündungen der Schleimhäute der Atemwege verwendet. Sie ersetzt keine medizinische Behandlung.

**Q: Wie bereitet man diesen Tee richtig zu?**
A: In Kräuterbüchern wird ein Heißauszug der Pflanze erwähnt. Eine allgemein gültige Dosierung für die eigenständige Zubereitung ist jedoch nicht festgelegt.

**Q: Welche Gegenanzeigen gibt es bei dieser Pflanze?**
A: Besondere Vorsicht ist während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Personen unter 18 Jahren, bei Lebererkrankungen und bei Allergien erforderlich.

**Q: Wofür wird dieses Kraut zu Heilzwecken verwendet?**
A: Vor allem für die traditionelle Anwendung bei Erkrankungen der Atemwege. In einzelnen Beschreibungen wird auch eine äußerliche Verwendung erwähnt.

**Q: Wie sammelt man diese Pflanze richtig?**
A: Das Kraut wird traditionell vor dem Aufblühen der Blüten gesammelt und anschließend getrocknet. Wichtig ist, die Pflanze richtig zu bestimmen und die Qualität des Pflanzenmaterials zu prüfen.

**Q: Kann man Lungenkraut bei trockenem Husten trinken?**
A: Diese Anwendung ist aus der Volksmedizin bekannt. Vor der Verwendung müssen jedoch mögliche Pyrrolizidinalkaloide berücksichtigt und ärztlicher Rat eingeholt werden.

**Q: Kann man Lungenkraut bei Wunden verwenden?**
A: In volksmedizinischen Beschreibungen wird die äußerliche Anwendung von Pflanzensaft und zerkleinerten Blättern erwähnt. Bei schweren Hautverletzungen ist jedoch medizinische Hilfe erforderlich.


_Aufklärender Inhalt; ersetzt keine ärztliche Beratung._
