# Große Klette: Wirkung und Anwendung

> Wofür die Große Klette gut ist, wie ihre Wurzel verwendet wird, wann sie gesammelt wird, wie man einen Sud zubereitet und was wichtig ist.

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- Author: Dr. Boris Wydoff — https://celitel.online/de/about/
- Published: 2026-10-05
- Language: de

Die Große Klette, auch Klette genannt, ist eine zweijährige Pflanze mit großen Blättern und einer dicken, fleischigen Wurzel. In pflanzenheilkundlichen Nachschlagewerken wird die Wurzel traditionell als harntreibendes und schweißtreibendes Mittel beschrieben. Sie wird auch bei Ödemen, Nierensteinen, Erkältungszuständen, Gicht und Gelenkrheumatismus verwendet. Bekannt ist außerdem die äußerliche Anwendung der Wurzel für das Haar.

## Was ist das für eine Pflanze und wie erkennt man sie?

Die Große Klette (Arctium lappa L.) gehört zur Familie der Korbblütler oder Asterngewächse. Sie ist eine zweijährige krautige Pflanze. Sie kann eine Höhe von 1,5–3 Metern erreichen. Die Klette hat eine dicke, fleischige Pfahlwurzel.

Im ersten Jahr entwickelt sich eine Rosette aus grundständigen Blättern. Im zweiten Jahr erscheint der Stängel. Die Pflanze blüht, bildet Früchte und stirbt nach der Reife der Samen ab. Die Blütezeit liegt im Juli–August, die Früchte reifen im August–September.

Die Blätter der Klette sind groß und rundlich. Sie können einen Durchmesser von etwa einem halben Meter erreichen. Die Unterseite der Blätter ist graufilzig, die Blattstiele sind lang. Wegen dieser Blätter ist die Klette nur schwer mit den meisten anderen wild wachsenden Pflanzen zu verwechseln.

Die Blüten sind röhrenförmig und lilapurpurfarben. Sie stehen in großen, fast kugelförmigen Körbchen. Die Hülle der Körbchen besteht aus festen Hüllblättern mit hakenförmigen Spitzen. Genau diese Haken bleiben an der Kleidung von Menschen und am Fell von Tieren hängen.

Auf diese Weise verbreitet die Klette ihre Samen. Diese Besonderheit ist weit über ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet hinaus bekannt. In einem Nachschlagewerk über Wildpflanzen wird erwähnt, dass die Klette stickstoffreiche Böden bevorzugt und deshalb häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen wächst.

### Warum verbreitet sich die Klette so leicht?

Nach der Reife der Samen lösen sich die Körbchen leicht ab. Ihre hakenförmigen Hüllblätter bleiben am Fell von Tieren und an der Kleidung von Menschen hängen, wodurch die Früchte über weite Strecken transportiert werden. Genau diese Art der Verbreitung machte die Pflanze besonders auffällig und trug zu ihrer weiten Ausbreitung bei.

In der Alltagssprache hat sich diese Eigenschaft im Ausdruck „festhängen wie eine Klette“ erhalten. Auch die Bezeichnung „Klette“ hängt mit dem Charakter der Pflanze und ihren haftenden Körbchen zusammen.

Es gibt auch andere Klette-Arten. An denselben Standorten kann man die Filz-Klette oder Spinnen-Klette und die Kleine Klette finden. Die Spinnen-Klette unterscheidet sich durch kleinere Körbchen und eine dichtere Behaarung. In Kräuterbüchern wird erwähnt, dass die Filz-Klette ebenso wie die Große Klette verwendet wird.

### Woher kommt der Name?

Der russische Name „лопух“ wird mit den breiten Blättern der Pflanze in Verbindung gebracht. In der Umgangssprache bekam das Wort mit der Zeit auch eine übertragene Bedeutung. Der lateinische Gattungsname Arctium wird mit dem altgriechischen Wort arktos – „Bär“ – verbunden, während lappa „anhaftend“ bedeutet. Der Name weist auf die charakteristische Eigenschaft der Pflanze hin – ihre haftenden Körbchen.

Auch die Geschichte der Verbreitung der Klette hängt mit ihren Früchten zusammen. Historischen Angaben zufolge gelangte die Klette zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit den Wagen des russischen Heeres, das Napoleon verfolgte, nach Westeuropa. Ihre Früchte konnten dank der zahlreichen Haken an den Hüllblättern leicht von Menschen und Tieren weitergetragen werden.

## Wofür ist die Wurzel der Klette gut?

Das wichtigste pflanzliche Rohmaterial ist die Wurzel. Sie enthält bis zu 45 % Inulin, etwa 12 % Eiweiß, ätherisches und fettes Öl, Palmitin- und Stearinsäure, Sitosterin und Stigmasterin sowie Gerbstoffe und Bitterstoffe. Die Wurzeln sind außerdem reich an Mineralstoffen.

In den Blättern wurden Gerbstoffe, ätherisches Öl und Ascorbinsäure nachgewiesen.

### Was ist in der Wurzel enthalten?

Besonders hervorzuheben ist das Inulin: Sein Anteil in den Wurzeln kann bis zu 45 % erreichen. Außerdem werden Eiweißstoffe, ätherisches und fettes Öl, Palmitin- und Stearinsäure, Sitosterin, Stigmasterin sowie Gerbstoffe und Bitterstoffe beschrieben.

In Nachschlagewerken wird der Reichtum der Wurzeln an Mineralstoffen besonders erwähnt. Die Blätter unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung von der Wurzel: In ihnen wurden Gerbstoffe, ätherisches Öl und Ascorbinsäure nachgewiesen.

Nach Angaben pflanzenheilkundlicher Nachschlagewerke werden Zubereitungen aus der Klette traditionell für verschiedene Zwecke verwendet. Die Wurzel wird vor allem als harntreibendes und schweißtreibendes Mittel beschrieben. Früher wurde sie in der Medizin gerade zu diesem Zweck eingesetzt.

### Harnwege

Die Klettenwurzel wird traditionell als harntreibendes Mittel verwendet. In Nachschlagewerken wird ihr Einsatz bei Ödemen und Nierensteinen angegeben. In der Volksheilkunde wurde ein Wurzelsud auch als Mittel für Nieren und Harnleiter verwendet. Außerdem ist die Anwendung eines solchen Suds bei chronischer Verstopfung beschrieben.

Das bedeutet nicht, dass jede Erkrankung der Harnwege eigenständig mit Pflanzen behandelt werden kann. Bei Schmerzen, Blut im Urin, Harnverhalt oder anderen ausgeprägten Beschwerden ist ein Arzt notwendig.

### Stoffwechsel und Gelenke

In Kräuterbüchern wird die Klettenwurzel als Mittel beschrieben, das traditionell zur Unterstützung der Stoffwechselprozesse eingesetzt wird. Insbesondere wird sie mit der Anwendung bei Gicht und Gelenkrheumatismus in Verbindung gebracht.

In Nachschlagewerken wird ebenfalls eine Wirkung von Klettenzubereitungen auf Stoffwechselprozesse beschrieben. Diese Angaben beziehen sich auf die traditionelle und in der Literatur beschriebene Anwendung der Pflanze.

### Verdauung

In pflanzenheilkundlichen Nachschlagewerken wird ein Einfluss von Klettenzubereitungen auf die Funktionen von Magen und Darm erwähnt. In der Volksmedizin wurde ein Wurzelsud bei chronischer Verstopfung angewendet. Es gibt auch Angaben zu einer gallefördernden Wirkung von Klettenzubereitungen. Deshalb findet sich die Wurzel in Beschreibungen von pflanzlichen Rohstoffen, die traditionell zur Unterstützung der Verdauung verwendet werden.

### Erkältungszustände

Klettenwurzeln werden traditionell als fiebersenkendes und schweißtreibendes Mittel bei Erkältungskrankheiten verwendet. Dies ist eine der älteren Anwendungsrichtungen der Pflanze. Früher gehörten gerade die harntreibende und schweißtreibende Wirkung der Wurzel zu den bekanntesten Eigenschaften.

### Äußerliche Anwendung

Einen besonderen Platz nimmt die Anwendung der Klette für das Haar ein. Nach Angaben von Nachschlagewerken ist ein Auszug der Wurzeln in Mandel- oder Olivenöl unter dem Namen „Klettenöl“ bekannt und wird für das Wachstum und die Kräftigung der Haare verwendet.

Mit einem Wurzelsud wurde in der Volksmedizin auch der Kopf gewaschen, um das Haar zu kräftigen. Die Anwendung der Klette beschränkt sich also nicht auf die Einnahme der Wurzel. Die Wurzel wurde auch äußerlich verwendet, besonders in der Haarpflege.

## Wie bereitet man einen Sud richtig zu?

Wenn man nach „Große Klette wie zubereiten“ sucht, ist es wichtig, zwischen einem gewöhnlichen Aufguss und einem konkreten Rezept für einen Sud zu unterscheiden.

In volkstümlichen Kräuterbüchern wird ein Sud aus Klettenwurzeln beschrieben, der als Mittel für Nieren und Harnleiter sowie bei chronischer Verstopfung verwendet wurde. Dafür nimmt man je einen Esslöffel fein geschnittene Löwenzahn- und Klettenwurzeln. Die Mischung wird mit drei Gläsern Wasser übergossen.

Die Wurzeln werden über Nacht eingeweicht. Am Morgen lässt man sie bei kleiner Hitze sieben Minuten kochen. Danach nimmt man den Sud vom Herd und lässt ihn unter einem Deckel weitere zwanzig Minuten ziehen. Anschließend wird der Sud abgeseiht.

Genau diese Zubereitungsfolge ist im Kräuterbuch angegeben.

Bei diesem Rezept wird nicht nur Klette verwendet, sondern eine Mischung aus Kletten- und Löwenzahnwurzeln. Deshalb sollte man Zusammensetzung, Menge des Rohmaterials oder Wassermenge nicht eigenständig verändern.

In Nachschlagewerken wird auch die äußerliche Anwendung der Wurzel beschrieben. Ein Auszug in Mandel- oder Olivenöl wird „Klettenöl“ genannt. Traditionell wird es für das Haar verwendet.

## Was macht man noch aus der Klette?

Die Klette ist nicht nur als Heilpflanze bekannt. In Ratgebern über Wildpflanzen wird angegeben, dass man aus Wurzeln, jungen Blättern und Trieben Gemüsegerichte zubereiten kann. Die Klette gehört zu den essbaren Wildpflanzen. Das ist eine eigene Seite ihrer Verwendung.

### Wie wird die Klette in der Küche verwendet?

In vielen Ländern gilt die Klette seit Langem als Gemüsepflanze. In Japan gibt es industrielle Klettenplantagen. Ihre Wurzel kann anstelle von Karotten, Petersilie und Pastinaken verwendet werden.

Junge Wurzeln werden besonders im Herbst geschätzt. Sie werden als roh, gebacken und gebraten essbar beschrieben. Die Wurzeln werden außerdem anstelle von Kartoffeln in Suppen gegeben und zur Herstellung von Fruchtaufstrich und Marmelade verwendet.

Junge Blätter und Blattstiele kommen in Salate, Suppen und Brühen. Sie werden gekocht und mit Öl gegessen. Geröstete Wurzeln werden als Kaffeeersatz verwendet. Es gibt auch eine traditionelle Zubereitung junger Triebe: Man weicht sie in kaltem Wasser ein, kocht sie anschließend, entfernt die Haut von den Stängeln, schneidet sie und brät sie mit anderen Lebensmitteln. Als wichtigstes Arzneirohmaterial gilt jedoch die Wurzel. In pharmakognostischen Beschreibungen wird sie unter der Warenbezeichnung Radix Bardanae geführt.

Man sollte die Verwendung der Pflanze als Lebensmittel nicht mit ihrer medizinischen Anwendung gleichsetzen. Wenn die Pflanze als Mittel der Volksheilkunde verwendet wird, besonders bei einer Erkrankung oder bei Einnahme von Medikamenten, sollte man die Frage besser mit einem Fachmann besprechen.

## Wann und wie sammelt man die Wurzel?

Die wichtigste Regel bei der Ernte hängt vom Alter der Pflanze ab. Nach den Nachschlagewerken werden die Arzneiwurzeln der Klette im September–Oktober des ersten Vegetationsjahres ausgegraben. In dieser Zeit bleiben die Wurzeln des ersten Jahres saftig und fleischig. Die Wurzeln des zweiten Jahres werden bereits holzig und sind für medizinische Zwecke nicht geeignet. Nach dem Ausgraben werden die Wurzeln von Erde befreit und mit Wasser gewaschen. Anschließend schneidet man die oberirdischen Teile am Wurzelhals ab. Die Haut wird von der Wurzel entfernt.

Das vorbereitete Rohmaterial wird in 10–15 cm lange Stücke geschnitten. Dicke Wurzeln werden zusätzlich längs geteilt. Die Wurzeln werden im Freien oder in einem gut belüfteten Raum getrocknet.

Es gibt noch einen weiteren Grund, den Sammelort sorgfältig auszuwählen. Die Klette bevorzugt stickstoffreiche Böden und wächst häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen. Deshalb spielt der Ort der Ernte eine Rolle. Für Arzneirohstoffe sollte man saubere Flächen wählen, die von belasteten Orten entfernt sind.

### Warum ist es wichtig, nur Wurzeln des ersten Jahres zu sammeln?

Bei der zweijährigen Klette bildet sich im ersten Jahr die grundständige Blattrosette und eine saftige, fleischige Wurzel. Im zweiten Jahr richtet die Pflanze ihre Kräfte auf die Bildung des Stängels, die Blüte und die Fruchtbildung. Danach wird die Wurzel holzig.

Deshalb reicht der Kalendermonat allein nicht aus. Bei der Ernte muss man nicht nur den Monat, sondern auch das Alter der Pflanze berücksichtigen. Für Arzneirohstoffe eignen sich genau die Wurzeln des ersten Vegetationsjahres.

## Wie wird die Große Klette angewendet?

Wenn man die Angaben aus den Nachschlagewerken zusammenfasst, hängt die wichtigste Anwendung mit der Wurzel zusammen.

Früher wurden die Wurzeln als harntreibendes und schweißtreibendes Mittel verwendet. In der Volksheilkunde wurde die Wurzel bei Ödemen, Nierensteinen, Erkältungszuständen, Gicht, Gelenkrheumatismus und chronischer Verstopfung eingesetzt.

Auch eine gallefördernde Wirkung von Klettenzubereitungen wird beschrieben. Äußerlich wurde die Wurzel zur Haarpflege verwendet. Auch in der Medizingeschichte ist die Pflanze seit Langem bekannt. Die Wurzeln der Großen Klette waren in den ersten drei Ausgaben der einheimischen Pharmakopöe aufgeführt.

Eine alte Beschreibung der Anwendung der Pflanze sollte man jedoch nicht als Beweis für ihre Wirksamkeit bei jeder Erkrankung verstehen. Die Klette bleibt ein pflanzlicher Arzneirohstoff mit bestimmten traditionellen Anwendungsformen.

## Wie findet man die Große Klette im Ausland?

Im Ausland wird die Große Klette (*Arctium lappa*) unter verschiedenen Namen verkauft. Bei der Suche ist es wichtig, den lateinischen Namen und den verwendeten Pflanzenteil auf der Verpackung zu prüfen.

- **USA:** Burdock, Greater burdock, Common burdock, Bardane.
- **Deutschland:** Große Klette, Klette.
- **Frankreich:** Grande bardane, Bardane, Herbe aux poux.
- **Latein:** *Arctium lappa*.

### In welcher Form wird sie verkauft?

Am häufigsten wird die Wurzel verwendet:
- getrocknet, geschnitten oder zerkleinert – unter anderem zur Zubereitung von Sud;
- als Pulver – in Kapseln oder Tabletten;
- als Flüssigextrakt oder Tinktur;
- manchmal als Tee in Beuteln, auch in Mischungen mit anderen Wurzeln, zum Beispiel Löwenzahn.

### Wo sucht man?

- **USA:** Reformhäuser und Naturkostläden, spezialisierte Geschäfte für Nahrungsergänzungsmittel, Online-Kräuterläden und einige gut ausgestattete Supermärkte.
- **Deutschland:** *Apotheke*, *Reformhaus*, Versandapotheken und Kräuterläden (*Apotheken-Versandhandel*).
- **Frankreich:** *Pharmacie*, *Herboristerie*, Bioläden (*magasins bio*) und spezialisierte Online-Shops.

Auf der Verpackung sollte man den Namen *Arctium lappa*, den Pflanzenteil – *Radix* (Wurzel) – sowie die Angabe prüfen, ob es sich um ein Arzneimittel oder ein gewöhnliches Nahrungsergänzungsmittel handelt. Falls vorhanden, sollte man auf eine Bio-Zertifizierung achten: USDA Organic, EU Organic/*Bio*-Siegel oder AB (*Agriculture Biologique*).

Die Verkaufsregeln unterscheiden sich je nach Land: In den USA werden solche Produkte als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, während Arzneitee (*Arzneitee*) in Deutschland den festgelegten pharmazeutischen Qualitätsanforderungen entsprechen muss.

## Gegenanzeigen und Vorsicht

Bei der Anwendung der Klette sind eine korrekte Bestimmung der Pflanze und die Qualität des Rohmaterials wichtig. Das gilt besonders für Wildpflanzen, die man selbst sammelt.

Unbekannte Mischungen oder Rohstoffe sollte man nicht verwenden, wenn Zweifel bestehen, welche Pflanze tatsächlich gesammelt wurde. In der Literatur sind Fälle beschrieben, in denen anstelle der Klette anderes Pflanzenmaterial verwendet wurde.

Bei chronischen Erkrankungen, in der Schwangerschaft, während der Stillzeit, im Kindesalter und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten sollte die Anwendung von Heilpflanzen vorher mit einem Arzt besprochen werden.

Besondere Vorsicht ist bei Menschen mit einer Allergie gegen Pflanzen erforderlich. Die Klette gehört zu den Korbblütlern, daher sollte bei einer bekannten Unverträglichkeit gegenüber Pflanzen dieser Familie die Anwendung mit einem Fachmann besprochen werden.

Man sollte die Klette nicht eigenständig als Ersatz für eine verordnete Behandlung verwenden. Die traditionelle Anwendung der Pflanze ersetzt weder die Diagnostik noch die ärztliche Behandlung.

## Wann braucht man einen Arzt?

Ein Arzt ist erforderlich, wenn die Beschwerden stark sind, anhalten oder sich verstärken. Besonders wichtig ist eine medizinische Abklärung bei starken Schmerzen, hohem Fieber, Problemen beim Wasserlassen, Blut im Urin, ausgeprägten Ödemen oder anderen neuen Beschwerden. Eine fachliche Beratung ist auch dann erforderlich, wenn die Klette zusammen mit Arzneimitteln verwendet werden soll. Bei chronischen Erkrankungen stellt der Arzt die Diagnose und legt die Behandlung fest. Schwangere und stillende Frauen, Kinder sowie Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten die Anwendung von Arzneirohstoffen ebenfalls vorher mit einem Fachmann besprechen.

Wenn nach der Anwendung der Pflanze Anzeichen einer allergischen Reaktion auftreten, sollte die weitere Anwendung beendet und medizinische Hilfe gesucht werden.

## Von der Redaktion

Der Artikel wurde auf Grundlage pflanzenheilkundlicher Nachschlagewerke und volkstümlicher Kräuterbücher erstellt und dient der Information. Er ersetzt keine ärztliche Beratung.

## FAQ

**Q: Wofür sind die bekannten Wirkungen der Großen Klette?**
A: Die Wurzel wird traditionell als harntreibendes und schweißtreibendes Mittel sowie bei Ödemen, Nierensteinen, Erkältungszuständen, Gicht und Gelenkrheumatismus verwendet.

**Q: Wie bereitet man die Große Klette richtig zu?**
A: Für den im Kräuterbuch beschriebenen Sud nimmt man je 1 Esslöffel fein geschnittene Kletten- und Löwenzahnwurzeln auf 3 Gläser Wasser, weicht sie über Nacht ein, kocht sie 7 Minuten und lässt sie weitere 20 Minuten ziehen.

**Q: Wofür wird die Große Klette verwendet?**
A: Die Wurzel wird traditionell innerlich verwendet, während ein Wurzelauszug in Mandel- oder Olivenöl für das Haar eingesetzt wird.

**Q: Wann sollte man die Klettenwurzel sammeln?**
A: Die Wurzeln werden im September–Oktober des ersten Vegetationsjahres ausgegraben. Die Wurzeln des zweiten Jahres werden holzig und sind für medizinische Zwecke nicht geeignet.

**Q: Kann man Klette essen?**
A: Ja. In Nachschlagewerken über Wildpflanzen wird angegeben, dass aus Wurzeln, jungen Blättern und Trieben der Klette Gemüsegerichte zubereitet werden.

**Q: Was ist bei den Gegenanzeigen der Großen Klette zu beachten?**
A: Vorsicht ist bei Allergien gegen Pflanzen, in der Schwangerschaft, während der Stillzeit, im Kindesalter, bei chronischen Erkrankungen und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten erforderlich.

**Q: Hilft Klette für das Haar?**
A: Ein Wurzelauszug in Mandel- oder Olivenöl, bekannt als „Klettenöl“, wird traditionell für das Wachstum und die Kräftigung der Haare verwendet.

**Q: Wie unterscheidet man die Große Klette von anderen Arten?**
A: Die Große Klette hat sehr große, rundliche Blätter mit bis zu 0,5 m Durchmesser, die auf der Unterseite graufilzig sind, sowie eine dicke, fleischige Pfahlwurzel.


_Aufklärender Inhalt; ersetzt keine ärztliche Beratung._
